Beiträge von Morgenrot

    Hallo Vera,

    herzlich willkommen in unserem Forum.

    Ich weiß, wie es dir geht. Mit einem nassen Alkoholiker an der Seite stehst du alleine und bist quasi alleinerziehend. Die Kinder bekommen alles mit, und vielleicht versuchst du auch, die "heile" Welt aufrecht zu erhalten, die es schon lange nicht mehr gibt.

    All das habe ich auch getan.

    Das Verhalten deines Mannes kenne ich auch von meinem Mann, und ich kann dir sagen, das du nichts für ihn tun kannst. Er wird immer einen Grund finden um zu trinken, wenn er auf dich auch noch so grotesk wirken mag.

    Tun kannst du nur etwas für dich und deine Kinder damit es euch besser geht.

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    lg Morgenrot

    hallo Lilalo,

    herzlich willkommen in unserem Forum.

    Im Prinzip machst du alles richtig, du grenzt dich von deiner Freundin ab.

    Wenn deine Freundin keine Krankheitseinsicht hat, kann niemand sie gegen ihren Willen behandeln. In diesem unserem Land hat jeder das Recht so zu leben, wie er will. Leider auch soviel zu trinken wie er will.

    Psychosomatische Reha wird ihr nichts bringen, eben weil sie trinkt.

    Weder du, noch ihr Mann könnt sie zu irgendetwas drängen, sie muß es von sich aus wollen.

    Es tut mir leid, das ich dir nichts anderes schreiben kann.

    Möchtest du dich gerne weiter hier austauschen?

    Ich schick dir mal den Bewerbungslink für den offenen Bereich, da bekommst du auch noch mehr Antworten.

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    lg Morgenrot

    ich habe enge Freund eingeweiht, bzw. Freundinnen.

    Als ich offen zugegeben habe wie es bei uns aussieht und das mein Mann Alkoholiker ist, mußte ich feststellen, das es alle wußten.

    Jede konnte ein Bsp. erzählen. Sie wollten mich schonen, damit ich mich nicht schlecht fühle.

    Ab diesem Moment konnte ich einiges für mich ändern, denn jede(r) wußte warum ich mehr und mehr alleine mein Ding machte.

    Vorher glaubte ich immer erklären zu müssen, warum er nicht dabei war.

    lg Morgenrot

    Hallo Juse,

    herzlich willkommen in unserem Forum.

    Das klingt schon nach einem Entzugskrampf. Er hat einen kalten Entzug begonnen, und der kann lebensgefährlich werden.

    Wenn er keine Hilfe will, könnt ihr ihm auch nicht helfen, er selbst muß einsehen, dass er Hilfe braucht.

    Wie geht es dir und deiner Tochter mit der Situation? Was könntet ihr für euch tun, damit es euch besser geht?

    Wenn du dich gerne hier austtauschen möchtest, lass ich dir schon mal den Bewerbungslink da. Nur nochmal in kurzen Worten sagen, das du dich hier austauschen möchtest.

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    lg Morgenrot

    Hallo Sporty.

    Keine Ahnung wie er darauf kommt, dass meine Mama nicht mehr lange lebt…

    agiert deine Mama vielleicht im Hintergrund gegen euch und versucht deinen Sohn auf ihre Seite zu ziehen?

    Wäre alles vorstellbar bei nassen Alkoholikern. Sie sieht dass sie dich nicht mehr beeinflussen kann und setzt jetzt woanders an.

    lg Morgenrot

    Hallo Catalina,

    Was soll ich nur tun?

    auf deine Bauchschmerzen und die Zweifel hören.

    Was er will in meinen Augen, ist das er Weihnachten bei dir unterkriechen will.

    Wenn er sich seines Problems bewußt wäre, könnte er sich sofort Hilfe suchen, und könnte noch vor Weihnachten zu einer Entgiftung gehen. Das scheint er ja nicht in Erwägung zu ziehen. Ich wäre da sehr vorsichtig, denn ich weiß, wie nasse Alkoholiker versuchen ihre Angehörigen zu überzeugen, das ab jetzt alles gut wird, und dann aber nichts passiert.

    Er hat dir deinen Geburtstag versaut und jetzt noch Weihnachten, willst du dir das antun.

    Er weiß, wie er dich einlullt, drückt die richtigen Knöpfe, und wenn er es geschafft hat, wird er weitermachen.

    Du kannst ihm nicht helfen, auch nicht bei Suchtdruck. Wer weiß denn genau, warum er in den anderen Unterkünften nicht bleiben konnte?

    Das alles mag herzlos klingen, aber es sind gemachte Erfahrungen, die immer wieder enttäuscht wurden.

    lg Morgenrot

    Hallo Angela,

    herzlich willkommen in unserem Forum.

    Das ist ja schon eine lange trockene Wegstrecke die du da geschafft hast, Glückwunsch dazu.

    Hängt es mit dem Medikament zusammen, mit der Regelmäßigkeit der Einnahme ?

    Kannst du da noch etwas "sortieren", denn das Medikament soll dir helfen beweglich zu bleiben und wieder zu werden.

    Hast du da mal mit einem Arzt gesprochen?

    Ich habe oben mal den Medikamentennamen herausgenommen.


    lg Morgenrot

    Hallo Sola,

    herzlich willkommen in unserem Forum.

    Alkohol ist ein Nervengift und es verändert den Menschen sehr.

    Wenn dein Freund Alkoholiker ist, wird er den Alkohol nie im Griff haben. Alkoholiker ist er sein Leben lang, und er muß genau so lange seine Trockenheit an die erste Stelle setzen.

    Das fängt schon mal damit an, das er seinem Therapeuten gegenüber offen darüber spricht.

    Du kannst ihn mit leeren Flaschen konfrontieren, aber was bringt es dir?

    Neue Beschimpfungen, neue Lügen, er wird alles umdrehen und dir vielleicht sagen, das er nur wegen dir trinkt, weil du ihn kontrollierst.

    Wenn er betrunken Auto fährt, solltest du dir schon überlegen die Polizei zu rufen, ich schreibe bewußt "solltest" weil ich es damals auch nicht geschafft habe, aber die Polizei hat ihn doch erwischt.

    Wenn du mit seiner Mutter redest, mußt du damit rechnen, von ihr keine große Unterstützung zu erfahren. Sie scheint ja hinter ihm zu stehen und wenn alles "nur ein Spaß war" setzen sie sich abends zusammen und trinken Bier.

    Was sie dazu veranlasst, darüber kann ich nur spekulieren und das möchte ich nicht.

    Wichtig ist für dich, deinen Wahrnehmungen zu vertrauen und zu wissen, das, das Leben mit einem nassen Alkoholiker kein schönes ist.


    lg Morgenrot

    Hallo Schmetterling,

    ich verstehe dich und deine Gefühle sehr gut, schließe mich Sensual an.

    Von deinen Schilderungen her sieht es so aus, als wolle er dich "einlullen" in dem er erstmal nichts trinkt.

    Vertraue deinen Wahrnehmungen. Ich weiß, wie schwer das ist, hab es ja selbst erlebt. Immer dieses hoffen auf trockene Zeiten, die Versprechungen und dann wieder nur Enttäuschung.

    Seine Schuldzuweisungen an dich, bereiten in meinen Augen den nächsten Absturz vor, und seine Gereiztheit kann durchaus schon ein Symptom dafür sein, das es für ihn langsam knapp wird ohne Alkohol.

    lg Morgenrot

    Hallo Nannie,

    ich kann deinen Schmerz und auch deine Wut verstehen.

    Was ich dir aus beruflicher Erfahrung sagen kann ist, das sich solche Pärchen "gerne" in den Kliniken treffen. Jeder fühlt sich plötzlich verstanden, was der Partner zuhause nicht konnte, scheint auf einmal möglich.

    Oft ist es aber eine Einbahnstraße, wenn sich 2 frisch trockene Alkoholiker zusammentun, denn 2 "ertrinkende" können sich in den seltensten Fällen gegenseitig retten.

    Ich möchte dir keine Hoffnungen machen, ich wollte dir nur mal einen anderen Blickwinkel anbieten.

    Ich finde es gut, das du dir anwaltliche Hilfe geholt hast. Ich wünsche dir, das aus der Wut bald Kraft wird, die du für dich und deine Kinder nutzen kannst.

    Die Wut ist aber erst einmal berechtigt.

    lg Morgenrot

    Hallo ihr lieben,

    ich habe lange und gerne geraucht, meine Marke gibt es heute glaube ich gar nicht mehr. Bin seit 11 1/2 Jahren rauchfrei.

    Wollte eigentlich gar nicht aufhören, war eher ein "Zufall".

    An einem Samstagmittag stand ich an der Bushaltestelle, wollte zum Dienst fahren.

    Sicherheitsblick in meine Zigarettenschachtel , nur noch eine drin. So konnte ich nicht fahren, habe dann nach meiner Geldbörse gekramt, nicht gefunden.

    Also meine letzte Ziagrette geraucht, und mich an eine Versprechen erinnert was ich mir mal selbst gegeben hatte um mir zu beweisen, das ich nicht süchtig war. :roll:

    Ich wollte nie schnorren, zumal meine Marke nicht von vielen geraucht wurde.

    So bin ich zum Dienst gefahren und bin einigermaßen durch den Tag gekommen. Abends habe ich mich dann an einen Slogan von AL Anon erinnert "Nur für heute", damit habe ich versucht, mich von Tag zu Tag zu hangeln.

    Es war nicht leicht, und ich habe monatelang von den "guten" Situationen mit Zigaretten geträumt. Cappuccino in der Sonne und dann eine Kippe dabei.

    Ich muß sagen, das auch heute noch mal der Gedanke aufkommt, jetzt gehört eine Ziagrette dazu, aber der vergeht wirklich nach Minuten, und hat sich über die Jahre sehr verändert. Da steht jetzt kein Druck oder Impuls mehr dahinter, mir Zigaretten zu kaufen.

    Natürlich habe ich süchtig geraucht, das wurde mir dann nach 14 Tagen ohne Qualm endgültig klar.

    Zu diesem Zeitpunkt zog mein Sohn von zuhause aus.

    An dem Tag als er ging und sein Auto vom Hof verschwand, habe ich mich bedauert. Ich war eine traurige Mutter an diesem Tag.

    Jetzt brauchst du aber eine Zigarette. Dann blitzte mir ein Gedanke durch den Kopf: Kommt er dann wieder, wenn du jetzt eine rauchst?

    Natürlich nicht.

    Dann habe ich angefangen Fenster zu putzen. Als ich einige geputzt hatte, hatte ich wieder so einen Gedanken im Kopf. Jetzt hast du schon soviel gearbeitet, jetzt hast du dir aber eine Tasse Kaffee und eine Zigarette verdient.

    Da habe ich begriffen, was mein Suchtmittel alleine gefühlsmäßig alles abdeckte.

    Aber es funktioniert nicht. Also habe ich Phasen, in denen ich viel zu viel davon esse und mich auch dementsprechend schlecht fühle (schlechte Haut, schlechtes Gewissen, schlechtes Körpergefühl) oder ich habe Phasen in denen ich GAR NICHTS davon esse und mich großartig fühle

    ich kann dich so gut verstehen und glaub mir, ich weiß wie du dich fühlst.

    lg Morgenrot