Beiträge von Morgenrot

    Hallo Harley,

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    Ich war es nicht wert, dass er sein Handeln reflektiert und er es ändert.


    du bist sehr viel mehr wert, das kannst du mir glauben.
    Ein nasser Alkoholiker kann sich nicht reflektieren. Du kannst gegen den Alkohol nicht "gewinnen", das ist ein fast unmögliches Unterfangen.
    Sei gut zu dir und tue etwas für dich, du mußt nicht die Starke sein. Gegen den Alkohol hast du keine Chance.

    lg Morgenrot

    Hallo Jscky,

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    Am meisten Leid tun mir dabei die Kinder, die viel abfangen müssen wenn ich so traurig und verletzt bin oder wurde. Die großen, die wegen der eingereichten Scheidung auch traurig sind. Die mich so verzweifelt sehen und sie wollen mir helfen..


    Ich bin ehrlich gesagt fassungslos was du deinen Kindern antust. Irgendwie klingt für mich da auch noch etwas Stolz mit, ich kann eigentlich nur hoffen, das ich das alles falsch interpretiere.
    Deine Kinder werden die nächste Generation der COabhängigen sein, du bist eine gute Lehrmeisterin.

    Ich habe auch Fehler gemacht, ich wollte damals alles von meinen Kindern fernhalten, diese ganze Sauferei. Das hat ihnen auch nicht gut getan, heute würde ich ihnen die Wahrheit sagen, dem Alter entsprechend, was mit dem Vater los ist.

    Zitat

    Das hat zu bedeuten, das er noch mehr Alkohol entziehen will und dann wird es eben noch schwieriger werden.


    Das hat einizig und alleine zu bedeuten das er weiter saufen will.
    Dazu hat dir ja Cadda schon genügend geschrieben, aber darauf gehst du nicht ein.

    lg Morgenrot

    Hallo Nils,

    herzlich willkommen bei uns im Forum.

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    Mein großes Problem diese ständigen Gefühlschwankungen


    Aus meinen Erfahrungen heraus kann ich dir sagen, dass diese Geühlsschwankungen "normal" sind.
    Ein CO geht ja nicht leichtfertig, er überlegt hin und her. Schon alleine diese Grübeleien können zu den Schwankungen führen.
    So lange sie keine Krankheitseinsicht hat, und weiter trinkt bringt auch eine Paartherapie nichts, denn dazu braucht sie einen klaren Kopf.
    Ihre Worte waren ja in dem Fall klar genug, sie will nicht aufhören
    Mach dein Handeln nicht von ihr abhängig, ich weiß dass ist sehr schwer, aber sonst nimmt die Achterbahn der Gefühle immer mehr Fahrt auf.


    lg Morgenrot

    hallo Wolkenschaf,

    herzlich willkommen bei uns im Forum.

    Ich finde deine Therapeutin hat recht. Sei ehrlich zu deinem Sohn, denn Kinder bekommen sehr viel mehr mit, als Erwachsene denken.
    Ich habe auch lange versucht alles von ihnen fernzuhalten, damit habe ich aber unbewußt genau das getan, was ich nie wollte.
    Ihnen ihre Wahrnehmungen " ausgeredet" , und das ist nicht gut. Ehrlichkeit und ein altersgemäßes Gespräch sind sehr wichtig, und die Kinder spüren, dass sie ernst genommen werden.


    lg Morgenrot

    Hallo Xlausi,

    herzlich willkommen bei uns im Forum.

    Wenn das alles mal so einfach wäre mit dem Herz und dem Kopf. Das haben hier viele erlebt. Bei Alkoholismus muß man wirklich den Verstand arbeiten lassen, aber das ist unendlich schwer.
    Eines ist ganz sicher, du kannst ihr ohne Krankheitseinsicht nicht helfen.
    Nasse Alkoholiker sind manipulativ, und wir COs sind genau dafür sehr "anfällig" uns immer wieder zu hinterfragen.
    War ich geduldig genug, habe ich doch nicht genug geliebt, hatte ich kein Verständnis usw. usw. Sicher fallen dir auch noch zig solcher Fragen ein.
    Es gilt aus diesem Karussell auszusteigen, aber auch das ist nicht einfach im Gegenteil.
    Für mich war wichtig, das ich erst einmal lernte meinen Wahrnehmungen zu vertrauen, was ich sehe ist wahr, egal was der nasse Alkoholiker mir erzählen wird.
    Nimm dich wieder wichtig, tu dir etwas gutes, und schiel nicht immer auf die ( Ex ) Freundin und darauf was sie vielleicht denken oder tun könnte, das ist schon mal der erste Punkt.
    Damit verlangsamst du das Karussell schon mal.
    Sie muß sich um ihre Krankheit kümmern, dafür trägst du keine Verantwortung und vor allem bist du nicht schuld daran, das sie trinkt.


    lg Morgenrot

    Hallo atze,

    ich möchte dir alles Gute für deine Augenop`s wünschen.
    Habe 2 Starops hinter mir, und bin wirklich sehr zufrieden, so gut habe ich noch nie gesehen.


    lg Morgenrot

    Hallo Bermuda,

    Zitat

    Sie ist seit letztem Dienstag Clean und sie findet es inzwischen auch für sich okay, das sie früh und abends einen alkoholtest mit mir macht.

    du kontrollierst damit ihre Abstinenz. Für mich ein absolutes No Go, auf diese Idee wäre ich nie gekommen. Ich bin nicht der Therapeut des Alkoholikers.
    Verantwortlich für ihre Abstinenz ist sie selbst und nicht du.

    lg Morgenrot

    Hallo Bermuda,

    ein großer Punkt ist die Konsequenz.
    Es ist ganz wichtig, und das gilt für uns COs allgemein, nur das anzukündigen was du auch durchhalten kannst.
    Ich kenne manche, das ist das bis zum Schloss austauschen an der Wohnungstür gegangen.
    Bei dem Essen hatte sie ja "eigentlich" nichts mehr zu suchen. Du mußt nicht gute Miene zu ihrem Spiel machen, sonst machst du dich unglaubwürdig.


    lg Morgenrot

    hallo Bermuda,

    herzlich willkommen bei uns.

    Was soll ich sagen? Ich verstehe das du helfen willst, aber du kannst es nicht.
    Die 299-, € für das Alkoholgerät hättest du für dich anlegen können und dir damit etwas gönnen können.
    Zum einen bringt es weder dir noch ihr was, die Werte zu kennen, zum anderen finde ich das von deiner Seite übergriffig.
    Mir ist klar, das du es gut meinst, aber sowas geht gar nicht.

    Zitat

    Ich hasse sie für ihre Lügen und das sie den Alkohol der Realität und dem Leben und mich vorzieht. Dafür finde ich nur Ekel und Hass und Hilflosigkeit.


    Ich kenne alle diese Gefühle, aber es deine Hilflosigkeit, die du dir eingestehen mußt. Du kannst ihr nicht helfen, deine Freundin ist krank, süchtig nach Alkohol. Du erreichst sie nicht, und selbst wenn du sie zur Entgiftung bringst, wenn sie nicht will, wird sie entlassen wenn sie wieder nüchtern ist.

    Was kannst du denn für dich tun, damit es dir besser geht? Versuche mal deine Aufmerksamkeit auf dich zu lenken.


    lg Morgenrot

    Hallo stillhope,

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    ich könne aber froh sein, wenn er sich überhaupt jemals wieder auf jemanden wie mich (Manipulation, lügen, terror, Beleidigungen - dies alles wäre ich ???) wieder einlassen würde.


    merkst du was, alles was er tut, verkehrt er ins Gegenteil, somit ist er von seinem Thema erstmal wieder weg.
    Natürlich sind mit großer Wahrscheinlichkeit auch Charakterzüge dabei. Wenn jemand nass ein Ar.... ist, wird er trocken nicht zum Engel.
    Was soll eine Paartherapie? Kein nasser Alkoholiker ist in irgendeiner Form therapiefähig, weil eben durch den Alkohol der Kopf nicht klar ist.
    Wenn er trocken werden würde, kannst du nicht davon ausgehen, das alles wieder gut ist. Die geht die "Arbeit" weiter, eben nur mit anderen Vorzeichen.
    Es ist doch vieles kaputt gegangen, was wieder aufgebaut werden muß. Das braucht Zeit, manchmal sehr lange.

    lg Morgenrot

    liebe Stillhope,

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    Und vor allem eine große Frage: ich lebe selbst Abstinenz- wieso kann er es mir nicht für sich und mich gleichtun???


    weil er krank ist. Er kann dich auch nicht als Vorbild sehen, denn du "verdirbst" ihm das Trinken, indem du ihm den Spiegel vorhälst.

    Zitat

    Was glaubt ihr, wie es weitergehen wird...ich kann es nicht einschätzen. Er ist völliger Uneinsichtigkeit, sucht alle Fehler bei mir, ich bin am allen schuld.


    Na klar, werden die Fehler bei dir gesucht, und beginnst du eine Diskussion bekommst du sie alle auf dem Tablett serviert. Dann willst du ihm erklären und dich vielleicht rechtfertigen, das du nicht Schuld bist, und damit hat er sein Ziel schon erreicht. Der Blickwinkel hat sich verändert, ihr diskutiert nicht mehr über das eigentliche Thema.
    Wobei das ganze diskutieren nichts bringt, mit einem nassen Alkoholiker kannst du keine sinnvollen Gespräche führen.

    Zitat

    Meine Hoffnung ist, dass ich ihm alles angenehme entziehe, damit er auf dem harten Boden der Tatsachen aufschlägt, sein Problem erkennt und etwas dagegen tut.


    Gib ihm seine Verantwortung zurück, erledige nichts mehr für ihn. Lass es in der Laube aussehen wie es will, seine Verantwortung.
    Versuch das alles ohne die "Hintertür" Hoffnung, das wird er sofort durchschauen. Er braucht seinen persönlichenTiefpunkt, wo er versteht, das er großes Problem hat.
    Tu etwas für dich und deine Kinder, denn egal welches Alter, sie bekommen vieles mit.
    Als mein xy in der Langzeittherapie war und ein Angehörigenwochenende stattfand, war meine Tochter auch dabei. Ich war sehr traurig was sie alles gespürt und bemerkt hat. Das schlimmste für mich war, als sie sagte: Sie hätte sich immer gewünscht, das ich gehe.
    Dein Mann ist erwachsen, er wird nicht trocken durch dich und auch nicht durch seine Kinder das muß dir klar werden.
    Für ihn zählt, wie er den nächsten Alk kommt.


    lg Morgenrot

    Hallo Mo,

    Zitat

    Mein Freund hat es das erste mal getan.


    es hat ja auch geklappt, sei sicher er wird es noch zig Male tun, und du wirst noch genauso oft darauf reagieren.
    So funktioniert der Kreislauf zwischen Alkoholiker und CO.
    Mit deiner Rückkehr hast du ihm sehr deutlich gezeigt, das er dich nicht erst muß. Ein Wort von ihm und du kippst um.
    Ich habe selbst Jahrzehnte in so einem Kreislauf gesteckt, wenn er mir etwas versprach, war ich voller Hoffnung, sah ihn vor meinen Augen schon trocken.
    Trocken wurde er durch etwas ganz anderes, und ich kann dir nur empfehlen, das was du ankündigst ihm gegenüber auch konsequent durch zu ziehen, sonst wirst du unglaubwürdig, und das "Spiel" beginnt von vorne.
    Hier werden deine Grenzen ausgehebelt, und du wirst sie immer weiter stecken.


    lg Morgenrot

    Hallo Jacky,
    Ich habe mal bei dir die Medikamentennamen editiert.
    Das sind ja schon Hämmer die er da nimmt, gehört immerhin in die Opiatreihe, da liegt dein Verdacht vom Suchtstoffwechsel schon nahe.

    Ich erkenne bei dir, ähnlich wie bei mir damals eine gewisse Opferhaltung. Ich habe auch immer gedacht, keiner hilft dir, keiner sieht deinen Rucksack den du mit rum trägst.
    Solange solche Gedanken in deinem Kopf sind, kommt niemand. Das habe ich schmerzlich fest gestellt.
    Ich habe angefangen nichts mehr zu vertuschen, habe mir für mich Hilfe gesucht.
    Ab da hat sich vieles verändert.
    Zusätzlich zu einer Therapie kannst du dich auch mal bei der Suchtberatung nach Angehörigengesprächen erkundigen.

    Zitat

    Ich liebe ihn noch und versuche die ganze Zeit schon einen Weg zu finden wieder mit ihm zusammen zu kommen.


    was liebst du an ihm , und was tust du für ihn um gebraucht zu werden und um deine Lücken zu füllen?
    Dein Sohn ist ausgezogen, meiner auch. Er lebt fast 800km entfernt und ich war entsetzlich traurig, ja ich habe getrauert.
    Die Lücke die dadurch entstanden ist, mußte ich mir ganz alleine füllen.
    Ich saß damals zuhause mit meinem saufenden xy, und habe mich Schritt für Schritt wieder ins Leben geboxt.
    Meinem xy konnte ich nicht helfen, Tochter mit Familie lebt auch nicht um die Ecke.
    Fang mit Kleinigkeiten an, tu dir was gutes, deinem Mann kannst du nicht helfen.
    Der macht jetzt schon deine Therapie nieder und stellt dich als "irre " hin, weil er sehr genau weiß, das es während einer Therapie auch eng für ihn werden kann. Du wirst dich dadurch sicherlich auch verändern. Davor hat er Angst, das du nicht mehr die gut funktionierende CO bist.


    lg Morgenrot

    Hallo Lilli,

    da manipulieren ja einige an dir herum.
    Die Ex hat sicher auch eigene Interessen, das alles wieder "gut " wird. Dann erledigst du ihren Part wieder, und sie braucht sich nicht kümmern.
    Diese Aussage hat kein Suchtberater getroffen, oder er hat keine Ahnung von seinem Beruf.

    Zitat

    Ich weiß nicht, wie ich darauf reagieren soll.


    Gar nicht, warum willst du antworten? Er hat getrunken, das ist seine Sache, du verhinderst auch nichts wenn du bei ihm bist.
    Kannst du vorstellen ihn zu blocken, damit du erstmal zur Ruhe kommst?

    lg Morgenrot

    Hallo Lilli,

    zuerst hoffe ich mal, du hast deine Sachen geholt, und bist auf dem Weg in deine Wohnung. Wenn nicht, nimm dir jemanden mit

    Zitat

    Ich fühle mich so unter Druck gesetzt und weiß gar nicht, wie ich reagieren soll


    Das sind Zermürbungsstrategien von ihm.
    Er sieht dass du etwas veränderst und das will er verhindern.
    Glaub bitte nicht, das es ihm um dich geht, hier geht es eindeutig um seine Komfortzone. Da droht gerade ein gut funktionierender CO weg zu brechen und das will er verhindern.
    Er wird in Selbstmitleid versinken und weiter trinken, und dir wird er die Schuld daran geben, weil du ihn verlassen hast.
    Bleib bei deinem Weg denk daran, das er nur einen Plan verfolgt, nämlich den, wie er in Ruhe weiter trinken kann.
    Wenn du bleiben würdest, würde er nicht ein Glas weniger trinken.
    Ich drück dir alle Daumen, das es klappt.

    lg Morgenrot

    Hallo Mo,

    Zitat

    Ja, ich dachte (und denke immer noch ein bisschen so) das ich diejenige bin die ihm helfen kann.


    mir gegenüber hat eine Dame von der Suchtberatung es mal so genannt.
    Diese Aussage zeugt von einem gewissen Größenwahnsinn derCO`s.
    Boaah was war ich sauer, aber sie hatte recht. Ich habe nicht die Macht solchen Einfluß auf einen anderen Menschen zu nehmen, ich kann niemanden vom trinken abhalten.
    Sieh es doch mal nur vom Verstand, Herz und Bauch ausschalten, sonst hätte ich damals mein Verhalten nicht ändern können.
    Das Zusammenleben mit einem nassen Alkoholiker ist doch keine Partnerschaft auf Augenhöhe.
    Es ist und so habe ich es erlebt, als hätte ich ein zusätzliches Kind zu versorgen, nur meine Kinder wurden immer selbstständiger.
    Du hast es doch beschrieben, das du ihm keinen Druck aufbauen darfst, was ist mit deinem Druck unter dem du stehst.
    Ich bin um meinen nassen Alkoholiker herumgeschlichen, hab versucht alles zu tun, damit er nicht trinkt, natürlich hab ich es nicht geschafft.
    Alles kreist um ihn, da gehts ihm doch "bestens", die /der CO wird es richten.
    Ich fand es damals wichtig mir einen Punkt zu suchen, wo ich etwas ändern konnte, was ich aber auch durchhalten konnte.
    Das ist wichtig, dieses durchhalten, denn mit jedem durchhalten wird unsere Ernsthaftigkeit untermauert. Knicken wir beim nassen Alkoholiker ein, nimmt er uns nicht mehr ernst, und wir haben verloren.


    lg Morgenrot