hat mein mann ein alkoholproblem?

  • Hallo Petti,

    herzlich Willkommen bei uns im Forum!

    Nein, Du übertreibst ganz und gar nicht!

    Mal abgesehen davon, daß es schon eine ganze Menge ist, welche Dein Mann täglich trinkt; Du kommst damit nicht klar und das solltest Du ihm klipp und klar sagen.

    Rede mit ihm aber nur, wenn er nüchtern ist. Sonst bringt das leider nichts.

    Helfen kannst Du ihm nicht, solange er sein Problem nicht einsieht.

    Die Ausreden, die Du schilderst, kennen wir hier wohl alle zur Genüge.

    Es ist ein Vorschieben von Gründen um trinken zu können und er wird immer Gründe finden.

    Lies Dich hier mal ein wenig ein und vieles, was geschrieben steht, wird Dir sehr bekannt vorkommen.

    Ich wünsche Dir einen hilfreichen Erfahrungsaustausch!

    Lieben Gruß
    Speedy

  • Hallo Petti,

    Herzlich Willkommen hier im Forum, schön das du her gefunden hast.

    Was fällt DIR auf?

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Hallo Petti,

    erstmal herzlich Willkommen im Forum!

    Ich glaube nicht, daß Du übertreibst. Ich denke schon, daß Dein Mann Alkoholproblem hat. Es ist nur so, daß Du dagegen überhaupt nichts tun kannst. Das kann er nur selber. Dazu wäre allerdings der erste Schritt, daß er sein Problem einsieht.

    Liebe Grüße Lenjana

  • Hallo petti!

    Woher kennst du mein trinkverhalten?
    Genauso war meine trinkerei, immer den pegel halten (sprich spiegel) und nur nicht auffallen. (dachte ich ) ich habe über jahre so gesoffen und wenn ich mich beobachtet fühlte, konnte ich auch weniger trinken oder mal aussetzen. Habe es aber schnell wieder nachgeholt, so das mein spiegel wieder den level hatte, den ich brauchte um zu funktionieren. Dein mann weiss schon, das mit seinem trinkverhalten was nicht stimmt, wird es aber nicht eingestehen, weil er schon zu tief drin ist. Wenn du glaubst, sie würden es an der arbeit nicht merken, so ist das irrglaube. Sie sagen nur nichts, weil er doch seine arbeit noch gewissenhaft macht. Auch sein umfeld wird nicht viel merken, weil sie deinen mann nicht anders kennen. Das gleiche war bei mir. Ging ich auf eine feier, so soff ich vorher mehr um dort nicht aufzufallen. Was glaubst du, wie viel mal meine frau gesagt bekam, das ich nicht viel trank und andere mehr trinken würden als ich. Wer es merkte, war meine familie, die mich eben anders kannten. Was glaubst du, wie viel mal meine frau gesagt hat ich soll nicht so viel trinken. Ich habe ihr versprochen weniger zu trinken aber nie lange eingehalten. Sie drohte mich zu verlassen, bettelte, liebte, hasste, verfluchte, wünschte das ich mich totsoff und vieles mehr. Das alles nutzte nichts, denn sie hielt nicht das was sie versprach und so soff ich weiter.
    Erst als sie phsychisch am ende war, gab sie auf was an mir zu ändern und holte sich hilfe.
    Sie lies mich saufen und sagte mir das es nicht ihr sache wäre, sondern ich für mich verantwortlich wäre und nicht sie.
    Sie zeigt mir, wie weit ich bei ihr gehen könnte und hielt das ein was sie mir sagte. Sie lies los von den gedanken mir helfen zu wollen, hat mich aber nicht verlassen, weil doch noch hoffnung war, das sich was ändert. Die kraft um das alles ertragen zu können, holte sie sich in einer SHG, wo viele co-abhängige sind die das alles von sich kannten.
    Du kannst an deinem mann nichts ändern aber du kannst was an dir ändern, in dem du ihn zeigst, wie weit er bei dir gehen kann. Als meine frau sich nicht mehr um mich kümmerte und mich machen lies was ich wollte, ging es mir immer schlechter. Ich wurde vom familienleben isoliert und wenn ich dann streit anfing, ging sie gar nicht darauf ein und sagte nur, das es an mir läge,wenn sich was ändern solle. Um das alles aushalten zu können hatte sie dieunterstützung von unseren kindern und ihrem neuen umfeld. Gehe doch mal auf in eine beratungsstelle und hole dir dort informationen, wie man mit alkoholkranken umgeht. Gehe in eine Shg, denn dort sitzen die richtigen menschen, die sich mit deinem problem auskennen und dir die unterstützung geben und dir hilfreich zur seite stehen.

    Es grüsst dich recht herzlich heinrich alk und co-alk

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

  • Hallo petti!
    Gerade weil du ihn liebst, solltest du loslassen von den gedanken ihn helfen zu wollen.
    Ein spritkopf kann sich nur selbst helfen in dem er bereit ist die flasche stehen zu lassen und hilfe anzunehmen ohne bedingungen zu stellen.
    Alkoholismus ist eine familienkrankheit. Der süchtige trinkt ihn und der andere hat ihn im kopf.
    Er versucht mit allen mitteln den trinkenden von der pulle zu bringen.

    Alle Versuche, den Abhängigen "trocken zu legen", scheitern aber. Was bleibt, sind Enttäuschung, Empörung, Wut, Verzweiflung, Hass, Schuldgefühle, Frust, Trauer, Leid, das Gefühl der Ausweglosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Isolation..
    Da sich alles um den süchtigen dreht, vergisst man seine eigenen bedürnisse.
    Du kannst an deinem mann nichts ändern was er selbst nicht möchte. Meine frau versuchte es auch bei mir und schaffte es auch nicht mich von der pulle zu kriegen.
    Ich war so gefangen in der sucht und noch nicht bereit, meine sauferei aufzugeben. Ich wurde sogar handgreiflich und ging auch verbal gegen meine familie vor. Ich wäre auch bei meiner sauferei über leichen gegangen, hätte meine frau es weiter versucht mich von der pulle zu kriegen, denn ich braucht den alk um überhaupt zu funktionieren. Als meine frau durch den kampf krank wurde und nicht mehr weiter wusste, suchte sie hilfe in einer ShG. Dort bekam sie hilfe um zu lernen wie man mit einem alkoholkranken umgehen sollte, denn trennen wollte sie sich nicht von mir. Sie lernte, das sie für sich verantwortlich ist und nicht für mich. Sie lies mich weiter saufen und holte mir den sprit sogar nach hause damit ich nicht mit dem auto fuhr um andere zu schädigen. Dadurch, das sie mich machen lies was ich wollte und mich aus dem familienleben ausschloss soff ich noch mehr. Sie nahm mich auch nicht mehr mit wenn sie andere besuchte und deckte mich nicht mehr bei anderen. Sie sagte wie es bei uns ist wurde nach mir gefragt. Um das alles auszuhalten ging sie weiter in eine SHG, wo sie sich die kraft dafür holte.
    Da ich mit der ganzen situation immer unzufriedener wurde und mir meine familie wichtiger war als meine sauferei suchte ich mir dann auch hilfe.
    Ich kann dich verstehen, wenn du der ansicht bist, da ist ein kranker den man helfen muss, aber bei dieser krankheit kann sich der betroffene nur selbst helfen, so hart es ist.
    Dieses zählt für euch beide.
    Du kannst nicht von einem alk verlangen er solle den alk stehen lassen nur damit du zufrieden gestellt wirst. Für deine zufriedenheit bist du selbst zuständig. Unzufriedenheit ist eine vernachlässigung des eigenen ich’s und daran kann man nur selbst was ändern.
    Bei einem spritkopf muss der leidensdruck erst gross genug sein um was für sich zu machen und das gleiche gilt auch für den CO.
    Ich bin auch ein CO und weiss wie du fühlst, denn ich habe auch gelitten wie ein hund, weil ich hilflos dastand, aber ich wusste wo ich mir hilfe dafür holen konnte.
    Da ich schon länger in der suchthilfe tätig bin, rate ich dir mal eine SHG aufzusuchen um dir dort informationen zu holen.


    Ein Mensch muss sich verändern wollen
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes
    Wort zuviel und jede Anstrengung
    Ve r g e b e n s.


    Es grüsst recht herzlich heinrich

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

  • Hallo Petti,
    ich bin noch ziemlich neu hier, habe aber schon ein paar Stunden Meetingsgespräche mit anderen Co -Abhängigen hinter mir.
    Deine Geschichte ähnelt meiner. Ich war auch so blind (was anderes war es nicht) zu glauben, dass es vielleicht nicht soooo schlimm mit seiner Sauferei ist. Erst viel später habe ich erkannt, dass ich meinen Mann nicht! erziehen kann, nicht ändern kann, weil er es nicht wollte.
    Ich habe alles gemacht, was er nicht tun wollte, oder oft nicht konnte, weil er halt zu war. Es war jedes Mal schlimm für mich. Er ekelte mich zuletzt nur noch an. Gefühle füreinander? Wir waren auf dem Nullpunkt angekommen. Nach 24 Jahren.
    Ich war psychisch und physisch am Ende. Es gab nur zwei Entscheidungen: Schluß mit dem Saufen - aber mit Hlfe, nicht ohne (hatte er oft genug probiert und ist in die Hose gegangen ) - oder Scheidung.
    Mein Mann hat sich für uns drei ( zwei erwachsene Kinder ) entschieden. Ist jetzt seit 15 Wochen trocken, besucht seine Selbsthilfegruppe.
    Wenn jetzt jemand mit Bierfahne auf mich zukommt und mich anspricht, könnte ich kotzen.
    Ich ärgere mich, dass ich nicht schon früher so stark ( obwohl ich total am Boden war) war.
    Nimm dir, was dir gefällt und hilft.
    Alles andere kannst du vergessen.
    Grüße, Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo Petti,

    Zitat

    die antwort von elocin versteh ich gar nicht. du hast alle er´s markiert... und wenn ich nun in dem selben text alle ich´s markiere? ich verstehe nicht worauf du hinweisen wolltest. wäre nett wenn du mird as erklärst.

    ich erklär es dir gerne. Wenn du alle Ich makierst, wirst du merken das da nicht viele sind.

    Dein Leben ,dein Handeln,dein Denken ist ganz auf ihn bezogen.

    Da musst du ansetzten.

    Du solltest dich um dich kümmern, für dich da sein und dir was gutes tun.

    Es spielt keine Rolle wieviel er trinkt und was er tut, ändern kannst du da nichts. Du kannst nur dein Verhalten ändern und vielleicht ändert er dann auch was.

    Lass es dir gut gehen und geh nicht mehr auf ihn ein, denn er wird so alles abblocken.

    Liebe Grüsse
    Elocin

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