Ganz am Anfang und doch mittendrin

  • Danke liebe Karotte , für deine tröstenden Worte!

    Gut, dass ich morgen wieder auf die Arbeit gehe. Da komme ich wenigstens nicht so viel zum Nachdenken.
    Bei Lütze und den anderen Alkoholis lese ich gerne mal nach, wie die sich so fühlen, was sie bedrückt. Dabei versuche ich meinen Mann zu verstehen, Anregungen für gemeinsame Gespräche (z.B. gestern) zu bekommen. Ich weiss, dass ist wieder Co - aber, naja. Ich komme halt nicht so schnell da raus. (Habe ich auch schon mal geschrieben - !?).
    Vielleicht hilft mir aber doch etwas dabei.
    Also, machs gut, und pass auf, dass dich nicht noch ein "Häschen" frisst.
    LG Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo Gotti,

    irgendwie läßt mich die Einkaufswagengeschichte nicht los. Sag mal wenn Dich mit deinem eigenen Wagen jemand anschaut oder fragt - Warum sagste nicht einfach mit nem Lächeln/Grinsen "mein Mann sortiert mir zuviel"?

    Mann muß ja auch mal über seine und andere Macken lachen können, oder...ich weiß schon das die Bayern, vorallem in den kleinen Nestern manchmal recht Spießig sind, aber n bissle Humor werden die doch auch haben, oder? Und wenn se nur blöd kucken - einfach grinsen...oder Grimassen schneiden...

    Viele Grüße
    Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo Karotte,
    da habe ich ja was schönes bei dir angerichtet mit meiner Einkaufsgeschichte!
    Aber was du ansprichst ist eben das "dicke Fell", das mir in manchen Situationen einfach fehlt.
    Ich verspreche dir aber auch, dass ich dran arbeiten werde. Gleich am Donnerstag werde ich es in der Thera ansprechen.
    Heute ist mein Mann wieder zum Dienst weg. Bis übermorgen. Da müssen auch die wichtigen Gespräche warten. Aber macht nichts. Im Moment bin ich total ausgeglichen.
    Vorhin am Handy haben wir nur kurz die Tageserlebnisse ausgetauscht. Ganz entspannt. Auf beiden Seiten. So muss es sein! Da kann man wenigstens schön schlafen gehen.
    Also euch allen eine gute Nacht wünscht euere Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo,
    heute hatte ich die zweite Therapiestunde. Ich empfand es sehr gut. Konnte viel erzählen, und die gute Frau hat auch wieder ein paar Punkte erkannt, an denen ich arbeiten muss.
    Kann mich aber jetzt nicht richtig auf mich konzentrieren, denn ich bin ganz traurig, weil in Kellis Thread so viel durcheinander lief. Da war ich mal einen Tag nicht drin, und schon geht die Post ab. Was mir nicht verständlich ist.
    Wir reden hier über unsere täglichen Probleme - oder schreib ich auch nur Quatsch?
    Ach, ich glaub, ich muss mal "Pause machen". Seh so verschwommen :oops:

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • So, jetzt ist mein Blick wieder klar.
    Hallo Karotte, ich habe unsere Einkaufsgeschichte bei der Thera angesprochen.
    Nachdem ich ihr dann meine Gefühle dabei und Gedanken dazu erzählt habe, versuchte sie seine Beweggründe zu erfragen. Sie meinte, dass es irgendein Zwang von ihm ist.
    Zwang, mich zu unterdrücken? Den "Schulmeister" hervorzukehren, mich kleinzumachen, mich zu demütigen.
    Warum lasse ich das zu?
    Weil ich es immer wieder zulasse, dass ich mit "Keulen" niedergemacht werde, sprachlos bin, "gelernt" wehrlos bin.

    So und ähnlich gehts dann beim nächsten mal weiter.
    Es gibt noch sehr viel zum Nachdenken für mich und zum Erkennen und Verarbeiten und Andersmachen lernen.
    Mein Gefühl, an der richtigen Adresse gewesen zu sein, hat sich heute aber wieder bestätigt.

    So, jetzt werde ich in die Wanne steigen. Abschalten. Hoffentlich.
    Tschüß, Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo Gotti
    Bin mal wieder bei dir lesen gekommen.Schön finde ich es für mich nach wie vor ,wenn Du (und Karotte) bei mir auch"was"mitnehmen.Und ich will hier auch lernen und begreifen,was in Euch vorgeht.Ich entdecke ja auch Seiten an ´mir,die ein überzogenes Abhängigkeitsverhältnis zum Partner kennzeichnen.Den Willen,egoistisch zu sein,müssen wir alle neu erlernen.Hoffe und denke,dass das auch geht.
    Die Einkaufswagen-geschichte würde ich eher in die Schublade"Typisch Mann"stecken.Suchtunabhängig quasi.Ich würde mich zwar nicht so verhalten,glaube aber eben nicht an Querverbindungen zur Sucht.
    Vlt. interpretierst du zuviel herein?Obwohl ich mir vorstellen kann,wie verletzend das ist.Und du zurecht enttäuscht bist.

    Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Und Liebe Gotti, und auch Ihr anderen...es is irgendwie toll persönlich angesprochen u werden. ich find es gut das die Einkaufswagengeschichte nu ma aufm Tisch is...was es im Endeffekt ist wird sich für Dich schon rausstellen und Du wirst wissen wie Du damit umgehen mußt.
    Manchmal ist es unheimlich schwierig die Grenzen zu sehen. Was ist normale Beziehung und Unterstützung und was ist schon Co-abhängig... das ist oft nicht so einfach. Man lebt halt auch so wie man es gelernt hat. Ich such mir auch immer wieder das was ich kenne anstatt das was mir gut tun würde. ich dachte ich würde mich schon ganz gut um mich selber kümmern, habe aber nun festgestellt das das nicht wirklich stimmt . ..
    Genieß das Bad, ne Wanne hätt ich auch gern..

    Liebe Grüße
    Bleib dabei!

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Ps.: Lütze . . . stimmt...und ich bin schon fast traurig wenn ich mal nen Tag lang nix neues von Dir lese...auch wenn ich nicht immer was schreibe.

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo miteinander,
    beim Baden bin ich gestern so richtig müde geworden, so dass ich schnell einschlafen konnte. Ich glaube auch, die Arbeit mit mir macht mich müde.

    So ganz genau weiss ich noch nicht, ob zwischen meinem Mann und mir vieles eher Beziehungsprobleme als z.B. Suchtprobleme sind. Warum er dominant ist, warum er seinen Vater imitiert - eigentlich ist es nicht meine Aufgabe, das herauszufinden. Fakt ist: ich muss damit leben. Und! ich will jetzt anders damit leben als vorher. Ob die Sucht dabei eine Rolle gespielt hat ? Sollte mir jetzt dann egal sein. Oder? (Irgendwie mache ich aber doch darüber Gedanken :roll::oops: )
    Ach, Lütze, was du da in deinem letzten Beitrag verfasst hat, klingt aber auch nicht so umwerfend. Werde heute Abend mal bei dir reinschauen.
    Karotte : Sag bloss du Arme hast keine Badewanne? Da nehm ich dich das nächste mal gleich in Gedanken mit in meine. Früher hat mein Mann oft gemosert, weil ich so oft gebadet habe. Jetzt "weiss" er es wahrscheinlich, dass es mir guttut. Das meiste Wasser verbraucht sowieso unsere Tochter.
    Bin dann mal weg. Bis abends, Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Liebe Gotti, vor nem Jahr hatt ich nich mal ne Dusche...
    Das is auch schon ne tolle Errungenschaft.

    Weißt Du was ich heut gedacht habe. Wenn jemand dominant ist gibt es auch jemand der den Gegenpart übernimmt...

    Wir spielen ja in gewisser Weise mit. Ich glaub wir müssen uns da unabhängiger machen... Eben uns um uns kümmern und für uns was machen. Was hast Du denn so für Hobbys? Bzw. was machst Du im Ehrenamt. Würd ich auch gern machen, aber bis jetzt klappt das Kraft- und Zeittechnisch noch nicht...aber hab schon was im Auge.
    Muß man aber auch aufpassen, vonwegen Helfersyndrom und nur wertvoll fühlen wenn wir was dafür tun etc. (da hab Ich hier kürzlich mal so einen ergreifenden Text gelesen den ich leider nicht mehr wieder gefunden habe...)

    Grüße Dich
    Karotte :D

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hi Gotti,

    ich bin quasie eine Interessierte, meine Schwester hat stark getrunken, alle in der Familie versucht zu belügen, zu vertuschen, alle gegeneinander auszuspielen, zu manipulieren und all so schöne Dinge. Ich selber bin etwas sauer auf meien Schwester weil meine Eltern jetzt viele aufgestaute Schulden von ihr abbezahlen während sie gerade in einer Klinik eine Entgiftung durchzieht und sich auf einmal total arrogant uns gegenüber verhält als wenn
    sie gar nicht wüsste daß sie das Sorgenkind / schwarzes Scharf war und ist.
    Lange Rede kurzer Sinn. ICh lese mir hier viel durch. versuche mich zu informieren um einen geeigneten Umgang mit meiner abhängigen Schwester zu finden. Woher soll man auch selbst die Erfahrung nehmen ?

    ICh finde Eure Geschichten sehr interessant und frage mich zugleich wie man als Partner so lange durchhalten kann ohne aufzugeben etc...
    ICh weiß nicht ob ein Abhäniger schneller gesund wird, wenn man ihn fallen lässt, und später noch einmal neu versucht ?
    Man hört doch oft von alleinstehenden depressiven Frauen daß sie irgendwann gestehen Ihr Ex hätte getrunken oder dies und das...
    Ich habe auch schon von Fällen gehört wo am Ende die erwachsenen Kinder darauf bestanden haben daß sich die Eltern trennen weil die trinkende Mutter für den gutmütigen fleissigen Vater zu schlecht wäre etc...
    Es läuft scheinbar nicht alles gleich ab und man fragt sich was am Ende nun richtig ist ? Vielleicht einfach das, was jeder für sich selber meint und empfindet ...

    Bei mir hier im Mietshaus wohnen auch Chaoten die oft an den Wochenenden laute Sauf Partys feiern ganz zu meiner Ärgernis.
    Wenn man isn bett gehen will, fangendie Chaoten erstmal an zu
    feiern und wenn man sich beschwert dann werden die richtig fliess und link da ist gar kein Reden mehr möglich.

    Nach dem ich mir das 1 Jhar angesehen hatte habe ich die Polizei informieren müssen wegen Rugestörung. Es ist ja gar kein Reden möglich mit solchen Chaoten, die wollen mich ja nur einschüchtern...
    Am Ende haben sich aus lauter Wut nachts nach dem die Polizei da war
    im Keller da wo mein Kater bei schlechtem Wetter schlafen darf,
    ganz gezielt die SChlafplätze bespritzt, entweder selbet drauf gepinkelt oder was auch immer drauf geschüttet. Der Boden war trocken nur auf allen Schlafplätzen waren nasse penetrant stinkende Flecken und jemand hat mir alte gammelige Besen rüber gestellt, die mir gar nicht gehören, wo man auch keine Logik zu sehen ist. Wie auch immer, seit diesem Erlebnis weiß ich, daß Leute im betrunkenen Kopf zu so einigen Dingen fähig sind. Das Tierheim hat mir sogar geraden daß Tier anderweitig unter zu bringen weil man Betrunkenen Leuten einfach nicht traun kann. Das schlimm eist daß diese Betrunkenen dann auch Saufkumpels da haben und man am End enicht weiß wer hier im Hause ein udn ausgeht und wer der Miesepeter ist.

    Ich will damit sagen daß ich persönlich sehr ärgerlich über Trinker bin und
    daß man Trinker wirklich nicht unterstützen sollte. Entweder kriegt man am Ende einen drauf oder die Hilfe wird nicht gewürdigt weil der Betroffene selbst auf die Nase fallen muß, um zu lernen für sich selber Verantwortung zu übernehmen und wieder umgänglich zu werden. In beiden Fällen steht man sich nicht gut dar, wie mir scheint. Aber wer Glück hat und das alles durchsteht und am Ende auch noch zufrieden ist mit der Ehe, da kann ich mich eigendlich nur drüber wundern.

  • Hallo Karotte,
    die Sache mit meiner Feigheit, meinem "Duckmäusertum" liegt mir ja besonders am Herzen. Und bei der Therapie ist es natürlich gleich herausgekommen. Es ist meine primäre Aufgabe, zu lernen, mich zu behaupten. Meinen Willen zu sagen und durchzusetzen.
    Meine Hobbies mache ich zum Teil täglich: z.B. Lesen. Das brauche ich auch abends zum Einschlafen, kann dabei sehr schön entspannen. Und , wenn ich meinen inneren Schweinhund überwinde, nehme ich meine Stöcke und gehe ab durch Wald und Flur. So eine Stunde lang walken ist toll. Am schönsten natürlich, wenn noch einer mitgeht. Im letzten Jahr war ich aber sehr faul, da habe ich mich nur 3 -4 mal aufraffen können.
    Mein Ehrenamt (Schriftführerin, Trachtenwartin, Gedächtnisstütze, Mädchen für alles,...) findet in unserem Orchester statt. Da habe ich die letzten acht Jahre - so lange hat meine Tochter mitgespielt - sehr viel Zeit verbracht. Bei Auftritten, Freizeiten, Wandertagen, Konzerten,... war ich fast immer dabei und habe mitgeholfen.
    Jetzt , wo sich die Tochter abgemeldet hat, überlege ich eben, dass sich andere Mütter oder Väter mal ein bisschen einbringen sollten.
    Nachdem ich im Februar auch gleich zwei Wochen krank war, mussten sie das auch gleich mal ausprobieren.
    Im Nachhinein bin ich schon oft ausgenutzt worden. Viele Arbeiten hätte ich nicht machen brauchen, aber dann hätte sie wahrscheinlich niemand gemacht. Und dann hätte ich mich geärgert, weil so viel schiefgelaufen wäre. --------- :roll: Reaktion einer Co - abhängigen? Habe ich nicht auch immer so gehandelt, weil mein Mann manches nicht gemacht hat?
    :evil: - Kreislauf. "Helfersyndrom" !
    Aber, ich finde es schon mal gut, wenn ich erkenne, was ich falsch mache.
    Jetzt heisst es nur noch : da ansetzen.
    Hoffentlich bekomme ich bald konkrete Starthilfe von der Therapie.
    LG Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo Susi Sonnenschein,
    tja, die Gründe, warum ich es so lange ausgehalten habe, habe ich auch schon so langsam nach und nach erkannt.
    Anfangs hat mein Mann ja nicht so regelmäßig und nicht so viel getrunken, dass es für mich schlimm war. Wir hatten zwischendurch viele gute Zeiten. Unseren Kindern ging es sehr gut. Solange sie klein waren, haben sie und auch niemand in der Familie überhaupt gemerkt, dass mein Mann mehr als normal trinkt.
    Die Steigerung habe nur ich erlebt. Aber die ging auch langsam vonstatten, denn mein Mann hat nie vor oder während der Arbeit getrunken. Also hatte sein Körper immer wieder mindestens 2 - 3 Tage frei.
    Und während der freien Tage hatte ich auch frei. Zeit zum Erholen, Verdrängen, Vergessen ?
    Bis es halt nicht mehr ging. Das Erholen, Verdrängen, Vergessen.
    Jetzt sind wir in den "Aufräumarbeiten".
    Ob und wie wir es schaffen weiss ich nicht. Aber so einfach aufgeben kann und will ich jetzt nicht. Nach so vielen Jahren aushalten.
    LG Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo, Gotti,

    :P Bitte, nicht mosern! Mir geht deine Einkaufswagengeschichte nicht aus dem Sinn. Habe eine neue Idee: Teilt eure Einkäufe einfach auf, so nach dem Motto: Du Milch, Fleisch, Brot, ich Gemüse, Obst, Seife und Klopapier! Wenn jeder seinen eigenen Wagen hat, trefft ihr euch vielleicht an der Kasse, vielleicht ist auch einer eher fertig, dann umso besser! Falls die Leute fragen, kannst du sagen: Mein Mann ist, glaub ich, noch an der Fleischtheke! Heute war ich schneller!
    Bin gespannt, ob du es mal ausprobieren wirst. Möchte bitte schön über evtl. Erfolge informiert werden! :mrgreen:

    Ja, über uns liest du am besten in meinem thread. Uns geht es richtig gut.
    Das Reden ist wohl wirklich in jeder Ehe ein Thema, was? Ich mache mir natürlich auch in unserem Fall keine Illusionen, dass es mal den Idealzustand (den frau sich erträumt) erreichen wird, aber ich bleibe hartnäckig.

    Deine Therapie scheint ja schon erste Erfolge in dein Leben zu bringen. Du setzt dich sehr intensiv mit dir und deiner Persönlichkeitsstruktur auseinander und hast bereits nach zwei Sitzungen so viele brauchbare Denkanstöße oder Impulse bekommen, dass du damit richtig effektiv arbeiten kannst. Toll! Schreibst du eigentlich auch was auf, z.B. Tagebuch oder Gedankenbuch? Tabellen? Strichlisten? Gedichte? Träume? Einiges davon kann ich sehr empfehlen. Man kann dann immer mal wieder nachlesen und bemerkt dann Entwicklungen schneller. Außerdem: Das, was du aufgeschrieben hast, ist aus deinem Kopf draußen! Auch sehr empfehlenswert statt des abendlichen Lesens! :idea:

    Wenn es dir gelingt, dich in Zukunft nur noch so weit zu engagieren (im Verein z.B.), wie du selbst es wirklich willst, wirst du merken, dass du mit dir selbst zufriedener bist und auch mit den anderen nicht mehr hadern musst! Und wenn die anderen maulen, egal! Es ist dein Leben, und jeder hat das Recht dazu, Dinge zu deligieren, oder öfter mal NEIN zu sagen!

    Im übrigen lautet ein afrikanisches Sprichwort (sinngemäß): Ihr in Europa habt die Uhren! Wir in Afrika haben die Zeit! - Darüber kann man ja mal nachdenken, finde ich.

    In diesem Sinne ein schönes, selbstbestimmtes Wochenende mit einem redseligen Mann und viel Sonnenschein!

    Liebe Grüße,
    Oiseau.

  • Guten Abend Oiseau,
    da habe ich wirklich was angerichtet mit meiner Eink.... geschichte.
    Naja, heute habe ich mich einfach gedrückt, bin zum Friseur gegangen. Das wollte ich mir einfach mal gönnen.
    Die Therapeutin meinte, dass es vielleicht ein Zwang von meinem Mann ist, alles so genau einzuräumen. Ob ich damit irgendwann mal zurechtkomme weiss ich nicht. Ich glaube inzwischen, dass es nicht nur beim Einkaufswagen liegt, sondern noch irgendwo viel tiefer . Aber, ich will ja eigentlich erst mal mich heilen /lassen. Ich verspreche dir aber, dass ich das mit den zwei Wägen mal - zu mindest - anbieten werde. Mal sehen, wie er reagiert.

    Heute beim Abendessen waren wir alle vier (beide Kinder zuhause) eine richtige Familie am Tisch. Wir haben alle (auch mein Mann) geredet, diskutiert, gelacht, gelästert, geplant, - wie im Film. Das hat mir so gutgetan. Bestimmt nicht nur mir.
    Als es mir so richtig bewusst geworden war, was da heute anders als früher war ( mein Mann wollte in seiner nassen Zeit keine Diskussionen, keine " Streitereien", eigentlich am liebsten irgendeinen Film od. Sportschau ...), bin ich zu ihm hingegangen und habe es ihm gesagt. Seine Reaktion war wieder typisch:
    Hmja! - lächeln und nicken.

    Das Thema "Tagebuch" habe ich auch schon überdacht. Ich schreibe ja hier so viel von meinen Gedanken rein, aber doch nicht alles. Außerdem ist es vielleicht auch nicht schlecht, wenn ich Therapiepunkte und so festhalte. Und meine "Hausaufgaben" haben dann auch einen Platz. Also, Danke! Oiseau für die gute Erinnerung.
    Und über dein Sprichwort werde ich auch nachdenken. Das stimmt schon. Wir machen viel zu viel nach der Uhr.

    Dir auch noch ein schönes Wochenende und weiterhin gute Gespräche mit deinem Mann, LG Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo, Gotti,

    das gemütliche Zusammensein in deiner Familie kann ich mir so richtig vorstellen. Und es scheint, als hättet ihr alle das "Neue" daran genossen. Ich freue mich so für euch! Ich glaube, wir brauchen wirklich Geduld, und irgend wann wird es!!! Da du ja auch auf alles mit sehr feinen Antennen reagierst und vieles registrierst, was vielleicht dein Mann noch nicht so erkennt, merkst du auch wirklich jede kleinste Veränderung. Mögen diese immer nur noch in positive Richtung gehen! Vorteil ist: Du kannst dich über vieles noch wirklich FREUEN. Manche Menschen sind so satt, so blind, vielleicht auch einfach nur oberflächlich - sie merken eben solche Kleinigkeiten nicht und können sich auch nicht freuen! Also haben wir, du und ich und viele andere hier im Forum, einen Freu-Vorteil! :D Allerdings - und dies ist ein ABER - wir können wahrscheinlich auch viel intensiver traurig sein, wenn etwas nicht so zu unserer Zufriedenheit verläuft. Das ist dann oft schwer auszuhalten. Und man ist evtl. eher himmelhoch jauchzend oder eben zu Tode betrübt! Anstrengend!

    Aber ich sehe: Ihr seid auf einem guten Weg. Deinem Mann scheint es ja auch gut dabei zu gehen. Er merkt die Unterschiede bestimmt auch. Sprecht ihr darüber? Hier könntest du ja vielleicht mal mit Gesprächsversuchen ansetzen, z.B. wenn die Kinder wieder weg sind und du mit deinem Mann allein bist. Immer wieder versuchen!

    Die Persönlichkeitsstruktur deines Mannes ist mir - jedenfalls nach dem, was du so schilderst - recht vertraut. Er scheint ein Mann zu sein, der am liebsten alles bestimmt, der am liebsten alles dirigiert und in Händen hält, der perfekt sein will, der von seiner Familie absolute Loyalität erwartet, die zuweilen schon altmodisch anmutet, der ungern bei Spielen (z.B.) verliert und dieses dann sehr schlecht!, der es nicht erträgt, wenn jemand aus seinem Umfeld etwas besser kann oder weiß als er usw. Habe ich das richtig gesehen? Ich habe nämlich seit einiger Zeit einige solcher Männer beobachtet (u.a. war ich mal mit einem solchen kurze Zeit zusammen..., und mein Schwager ist ein ganz extremer, allerdings auch äußerst negativer Fall... - und im Hobbybereich gibt es auch einen, der so ist.) Wie weit man das Verhalten therapieren kann weiß ich nicht. Wir haben uns schon oft darüber unterhalten und sind zu keiner Lösung gekommen. Aber Fakt ist wohl auch hier, wie beim Alkoholismus: Der Betreffende muss sich seines Verhaltens und seiner Probleme bewusst sein und sich ändern wollen. Und ob das viele der oben Beschriebenen wirklich wollen, sei anzuzweifeln.

    Euch wünsche ich, dass die Therapie greift. Du bist so geduldig und taff, du hast es verdient!! :)

    Einen schönen Sonntag!

    Oiseau.

  • Hallo Oiseau!!!
    Sag mal, kennst du meinen Mann persönlich? so gut, wie du ihn beschrieben hast, könnte man es fast denken. Oder ist er einfach nur ein typischer Mann?
    Naja, verlieren kann er schon. Kann mich jedenfalls an keine "Aussetzer" in dieser Hinsicht erinnern.
    Das mit den"feinen Antennen" passt schon. Vielleicht ist es auch angelernt, weil "man" ja auch auf jede Kleinigkeit geachtet hat, um evtl. Reaktionen schon im Vorraus in den Griff zu kriegen, oder zu vermeiden. Und im Beruf ist es natürlich auch wichtig für mich, Probleme zu erkennen, Lösungswege zu finden oder finden lassen. Ich beobachte sehr viel.
    Vielen Dank, liebe Oiseau für alle guten Worte, deinen ganzen Beitrag!
    Dir wünsche ich auch noch einen schönen Sonntag,
    Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • :o Hallo, Gotti,

    wer weiß? :P Vielleicht kenne ich deinen Mann ja wirklich. Nee, aber mal Spaß beiseite! Es ist sicherlich kein allgemein männliches Verhalten, aber ich kenne mittlerweile viele Männer, die so sind. Da sind mir einige Lichter aufgegangen in den letzten Jahren! :idea:

    Ja, auch ich muss im Beruf viel beobachten. Das kommt mir natürlich, wie dir auch, im privaten Bereich zugute. Allerdings finde ich es besonders schwer, sogar oft unmöglich, sich selbst zu beobachten. Man ist nun mal parteiisch und subjektiv und gefangen in seiner Haut.

    Jedenfalls wünsche ich euch weiterhin gutes Gelingen in deiner wie in seiner Therapie und viel Erfolg beim Tagebuchschreiben! :D

    Liebe Grüße,

    Oiseau

  • Ich glaube, das Tagebuch muss noch bis morgen oder so warten. Bin noch immer auf der Suche nach einer bestimmten Kladde. Man kann ja nicht so einfach "Tagebuch" schreiben! Wenn dann schon ein ordentliches Buch, so ähnlich wie als junges Mädchen (damals wars Chinesisches Muster außen).
    Die habe ich noch aufgehoben. Lese sie auch ab und zu. Am liebsten natürlich die Seiten der "jungen Liebe".
    Für heute muss ich eben noch hier aufschreiben, was ich mir Gutes getan habe. Ich kann es selbst noch kaum fassen, aber :!: ich war walken.!
    Erst Gassi mit dem Hund, dann ein bisschen im Garten räumen, dann die :idea: Mann weg zur Schicht, Tochter Bauchschmerzen, Sohn in Abfahrststellung - Jetzt gehe ich los! So ein schönes Wetter.
    Wenn ich soweit bin, kann mich auch nichts mehr aufhalten, und hinterher ( nach einer knappen Stunde mit roten Backen) ist da so ein Hochgefühl.
    Um das noch zu vertiefen bin ich schnell in die Wanne mit "purem Harmonie" - duft. Dabei habe ich an dich liebe Karottegedacht und mal für dich geplätschert.

    Es war ein guter Tag. Gut, um die Woche entspannt anzugehen.
    Wünsche euch allen einen ruhigen Abend und eine gute Nacht,
    euere Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Liebe Gotti, das klingt echt gut, da wär ich gern mitgegangen...und Danke fürs mitbaden...würd ich echt auch gerne mal wieder, so mit Buch und Kerzenlicht und schöner Musik...

    Liebe Grüße
    Und weiter so!

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

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