Zufrieden leben.....

  • Guten Morgen,

    richtig, Currlinger, es ist immer gefährlich, sich seine Zufriedenheit von außen zu holen. Es kann in zuviel Arbeit, zuviel Sport, zuviel Einkaufen, zuviel gute Ratschläge geben oder in noch ganz, ganz anderen Bereichen liegen. Ich denke, immer dann, wenn wir uns mehr mit dem Außen beschäftigen als mit dem, was in uns selbst passiert, halten wir uns in unseren eigenen Suchtstrukturen. Und die Ehrlichkeit, dieses „Zuviel“ als ein solches wahrzunehmen, erlangen wir nicht dadurch, dass wir sagen, wir haben unsere Co-Abhängigkeit im Griff. Aber dabei hat eben jeder seinen eigenen Zeitplan.

    Vielfältigkeit der Interessen hilft mir dabei, meine Zufriedenheit zu erlangen. Aber auch mal einfach eine halbe Stunde aus dem Fenster träumen oder mit ganz wachen Sinnen durch die Natur gehen. Ohne Sinn und Zweck, wie es von außen scheint. Ohne Leistungsanspruch, einfach nur weil es MIR gut tut und in diesem Moment Spaß macht. Genießen, was die Welt und das Leben mir bietet – ohne dass ich Leistung dafür erbringen muss, und ohne dass ich dafür von Anderen gebauchpinselt werde.

    So, und jetzt gehe ich in den Wochen-Endspurt und freue mich auf von außen unstrukturierte Zeit. Mein ist das Wochenende – sagt Ette ;)

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Guten Morgen,

    wenn ich die Frage von bonny lese, ob man Co-Abhängigkeit besiegen kann, denke ich: ja! Denn co-abhängige Verhaltensweisen wurden uns anerzogen, haben wir erlernt. Und zwar in einem recht frühen Stadium unserer Existenz, denke ich. Darum dauert es sicherlich lange, derart manifestierte Strukturen zu verändern. Mit Konsequenz ist dies aber sicherlich möglich, auch wenn es kein einfaches Unterfangen ist.

    Meine Zufriedenheit nicht mehr davon abhängig zu machen, dass ich womöglich, wenn ich meine eigenen Interessen vertrete, von Anderen abgelehnt werde. Meine Augen öffnen für all die schönen Momente, die auch der noch so graueste Tag für mich bereit hat. Mich dem Gefühl hingeben, für meine Befindlichkeit selbst verantwortlich zu sein und auch in der Lage, sie positiv zu beeinflussen. Selbst zu entscheiden, wie mein Tag, mein Leben, meine Gefühle aussehen sollen.

    Gestern, in den letzten Ausläufern von „Emma“ ist mir dies wieder sehr bewusst geworden. Es ist nämlich meine Entscheidung, wie ich etwas wahrnehme. Sturm und Regenschauer werden ja in der Regel als „Sch.....wetter“ bezeichnet. Als ich jedoch gestern ein Lücke zwischen zwei Schauern nutzte, um einen Spaziergang zu machen, hat mich in erster Linie die Macht des Windes fasziniert. Wie er große Äste einfach knicken kann, die mächtigen Bäume zum Ächzen bringt und auf dem Wasser quirlige Welle erzeugt. Wie er an meiner Kleidung zerrt und mir durch die Haare fährt, sich mir entgegenstellt, dass ich um jeden Meter vorwärtskommen kämpfen muss! Unsichtbar und doch ganz gegenwärtig, lässt er mich durch seine Kraft auch meine eigene spüren, denn die ist notwendig, um von ihm nicht davon geweht zu werden. Und Geschichten bringt er mit – von der Weite des Meeres, von der Unendlichkeit des Himmels und von Kühle des ewigen Eises. Und immer wieder von der Kraft der Natur. Und – da ich auch ein Teil dieser Natur bin, habe ich auch einen Teil dieser Kraft in mir und die hilft mir, vorwärts zu gehen. Wenn ich sie wahrnehme, annehme und für mich nutze. Ganz ohne alles äußere Drumherum.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Servus currlinger,

    für mich heisst "eine Kapitulation zu verinnerlichen", dass ich mir bewusst bin, dass ich jeden Kampf, jede Auseinandersetzung GEGEN dieses "Etwas" verlieren werde. Also setze ich diesem "Etwas" erst gar nichts entgegen - ich meide es nicht nur, ich umgehe es nicht nur, sondern ich gebe mich mit ihm schlichtweg nicht mehr ab, es gehört nicht mehr zu meinem Leben.

    Angeblich war Karl Valentin der Urheber des Spruchs: "nicht mal ignorieren". Für mich trifft es das in weiten Teilen.

    Ich hoffe, Du findest mal die innere Gelassenheit, die es Dir ermöglicht Deine Co-Abhängigkeit nicht mehr als Kampf zu sehen, sondern vor ihr kapitulieren zu können. Ab dann geniesst sie nämlich eine neue Wertigkeit in Deinem Leben: keine mehr...
    Du weisst, dass es sie gibt, aber sie hat keine Macht mehr über Dich, weil Du ihr keinen Raum gibst.

    LG
    Spedi

  • Hallo Teaser,

    ich denke ein Co-Abhaengiger kann genauso Co-Abhaengig sein ein Leben lang, wie auch ein Alkhoholiker, egal ob nass oder trocken, denn wir tragen, diese Anlage in uns.

    Ich derzeit wuerde mich nicht als "nasser" Co-Abhaengiger bezeichnen.

    Fuer mich geht eine Co-Abhaengigkeit viel weiter, es ist eine Art Selbstachtung bzw. Selbstliebe, die uns dort fehlt wo es uns am wichtigsten ist.

    Irgendwann, irgendwo hat ein Co-Abhaengiger nicht wirklich gelernt was Liebe ist und wie eine wirkliche Partnerschaft sein sollte. Jetzt kann man natuerlich sagen, dass man eventuell viel mehr Menschen als Co-Abhaengig bezeichnen koennte, auch wenn sie nicht mit einem alkoholkranken Partner zusammenleben. Die Co-Abhaengigkeit ist fuer mich nur ein Entstadium einer Verhaltensweise, die viele Menschen heutzutage haben, es ist das gebraucht werden, dass nicht loslassen koenne oder das nicht unbedingt Partnerlos sein koennen. Die Co-Abhaengigkeit zeigt mir im Entstadium, dass ich eigentlich mein Leben lang mich irgendwo nicht wirklich selbst geliebt habe, denn sonst wuerde ich nicht mit eine nassen Alkoholiker zusammensein koennen und wuerde diesen verlassen.

    Eine Verhaltensweise kann man aendern, man kann mehr auf sich achtgeben, dass man nicht wieder auf die gleiche Schien kommt, aber wie gesagt, ich muss fuer mich achtsam sein, denn wir Co-Abhaengige sind Meister des Verdraengens und Vergessens.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Hi Markus,

    einen Krieg gewinnt man nicht. Wenn Du davon ausgehst, daß ein großes mächtiges Land Truppen in ein kleines Fleckchen Erde schickt, dann kann es das Land zwar besiegen, unterdrücken und ausbeuten, aber gewinnen, sich verbrüdern? Irgendwann macht es Bum, weil auch das kleine Völkchen damit nicht klar kommt. Völker haben da ihre Probleme über Jahrhunderte, wie sollen wir kurzlebigen kleinen Würstchen da klar kommen? Radikal rausschneiden, entfernen, mit Chemie bekämpfen, das kommt wieder, wenn sich die Umstände nicht ändern.

    Wenn ich am Ar… bin, nicht weiter weiß, fertig mit Gott und der Welt bin, wieder einen Tiefpunkt erlebe, dann bleibt mir nur aufzugeben, aufhören vor mir fortzulaufen, meine Waffen, mein Hirn auszuschalten und mich abzugeben. Die Aufgabe jeglicher Kontrolle über alle mir zur Verfügung stehenden Systeme, ich höre auch zu wollen. Kleine Kinder können das, deren Hirn ist noch nicht übergelaufen, noch nicht eingeschränkt. Wir können das auch, es ist für uns nur als vollkommen bescheuert zu verstehen. Es kann sein, daß wir dann zum Spinner werden - und - mir geht es dann gut, richtig gut.

    Dann gibt es Partisanen im Kopf, Stimmen in uns, die es besser wissen, kleinen lodernde Rabauken, die sorgen für Rückfälle, lassen uns zu unserem Suchtmittel greifen, wenn wir das jetzt unterdrücken wollen oder abhauen, tickt die Bombe wieder, bis sie hoch geht oder wir kapitulieren, schließen Frieden, dann kann sie sich auflösen und da ist es egal, ob der Partner dazu steht oder nicht.

    Meine Frau könnte ich auflösen, nur, sie ist nicht die Lösung, die bin ich, sie ist „nur“ der Auslöser, sie bringt mich zum Ticken, ich brauche „nur“ vor mir zu kapitulieren, meine Systeme abstellen, Frieden schließen. Ganz einfach oder? Da ich mich dauernd verändere, tickt es immer wieder, vielleicht fahre ich mal in den Schwarzwald und lasse mir einen Kuckuck einsetzen, vielleicht einen mit Sprachchip. An Kuckucks Stelle kommen dann Hühner und zwitschern: „Da simmer Dabei“. Überleg doch mal wie einfach das Leben wäre, wenn ich immer bei allem akzeptieren könnte, daß es so einfach ist? Da wäre ich doch gar nicht hier, ich hätte nen Vogel oder würde im Käfig sitzen.

    Das Paradoxe an der ganzen Sache ist ja, wenn ich Druck auf der Blase habe werde ich ganz unruhig und denke ich mache gleich in die Hose, ich komme gar nicht auf eine andere Idee. Ich vergaß, daß Du Zahlenmensch bist, was wäre denn wenn 4711 eins wäre?


    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo ihr Lieben,

    na das ist doch mal eine interessante Diskussion.

    Kapitulieren sehe ich auch so, aber ignorieren und kapitulieren ist fuer mich etwas anderes. Wenn ich kapituliere, dann nehme ich an, wenn ich ignoriere, dann luege ich mir in die eigene Tasche.

    Wenn ich meine Co-Abhaengigkeit erkannt habe und sie nicht mehr aktiv auslebe, dann habe ich kapituliert und auch verstanden, wenn ich sie ignoriere, dann gestehe ich mir nicht ein, dass ich tatsaechlich Co-abhaengig bin. Achtsamkeit bei Co-Abhaengigkeit ist geraten, das bedeutet fuer mich, dass ich mir bewusst bin ueber meine "Schwaeche". Denn Co-Abhaengigkeit ist ja die Abhaengigkeit von einem "nassen Alkoholiker" wie in unserem Fall, aber an der Krankheit Co haengt noch viel mehr dran. Da muss man die Selbstliebe, Selbstachtung, Selbstbewusstsein begutachten, sprich irgendwie hat man sich vorher all die Zeit nicht selbst ernst genommen und man stellt andere Sachen oder Menschen an erster Stelle nur nicht sich selbst. Nun ist sowas ja weit verbreitet und muss nicht unbedingt in Co-Abhaengigkeit enden, aber die Gefahr ist da doch schon sehr gross. Also nachdem ich dann meine Co-Abhaengigkeit erkannt habe und kapituliert habe, schaue ich doch mal welche Baustellen es noch gibt und wo Unzufriedenheiten sind, denn dann muss ich mein Verhalten welches mich zur Co-Abhaengigkeit getrieben hat nach und nach hinterfragen und mein Verhalten aendern.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Hi Markus,

    Du musst ja auch kein Buddha sein, Du darfst schon Mensch sein und zum Mensch sein gehoeren nunmal Erfahrungen dazu.

    Ein wichtiger Aspekt bei uns Co's ist die Selbstliebe, dass heisst wir verzeihen uns sehr schlecht selbst und finden immer wieder was wo wir rumnoergeln. Was mir gut weitergeholfen hat, ist, dass die Welt nicht perfekt ist, wir sind ja manchmal von Perfektionismus gepraegt. Viele von uns sind wie ein Schiesshund trainiert worden, Multitasking haben wir gelernt, aber leider im falschen Bereich und unsere gesamte Wahrnehmung hat sich verschoben.

    Wichtig ist auch mal Spass zu haben, einfach mal etwas zu machen, nur fuer Dich.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Hallo Ihr,

    ignorieren, ich kann das gut, wenn mir was zu blöde ist, wenn ich was nicht verstehe, wenn ich meine Gefühle nicht ausdrücken kann oder wenn ich Angst habe. Ich muß nicht jedesmal den Mund aufmachen, es reicht mir, das ich weiß ich kann es. Ignorieren bedeutet für mich aktives Tun, wegsehen, abhauen, schützen, auch wenn ich mich in der Gefahr totstelle, mache ich was und wenn ich ignoriere, daß es draußen spiegelglatt ist, dann bin ich einfach nur dumm und lande auf der Nase, kann nicht mehr. Bei Ette habe ich oft Menschen getroffen, die haben mich rasend gemacht, da mußte ich weg, aber dann ging wieder was.

    Wenn ich kapituliere, die Sicherungen raus drehe, dann mache ich nichts mehr, ende, fertig, ich stehe ungeschützt vor einem Panzer und blicke in das Rohr, nichts geht mehr. Meist passiert das, wenn ich auf der Nase gelandet bin, also nach dem Ignorieren. Ich gebe mich ab, bis ich mich langsam wieder traue pieps zu sagen.

    Ich habe meiner Frau mal einen Zettel unter die Nase gehalten, sie soll unterschrieben, daß sie bedingungslos macht was ich sage und mir voll vertraut. Hat sie natürlich nicht, aber irgendwann für sich schon, denn sonst wäre sie ja nicht trocken geworden.

    Da stellt sich für mich gerade eine ganz neue einfache Frage: in welche Hände bin ich bereit mich zu begeben und was wäre, wenn meine Frau mir jetzt einen Zettel unter die Nase halten würde?

    LG Kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo Kaltblut,

    irgendwie verstehe ich nicht was Du mit diesem Satz meinst:

    Zitat

    Ignorieren bedeutet für mich aktives Tun, wegsehen, abhauen, schützen, auch wenn ich mich in der Gefahr totstelle, mache ich was und wenn ich ignoriere, daß es draußen spiegelglatt ist, dann bin ich einfach nur dumm und lande auf der Nase, kann nicht mehr.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Servus Jenny,

    ich sehe es Dir einfach mal nach, Karl Valentin ist nicht jedermann's Sache.
    Der Satz heist "nicht mal ignorieren" und soll -angewandt auf die Suchtproblematik- heissen, dass ich dem Problem keine Nahrung mehr gebe, um es weiter zu füttern. Currlinger hat es für sich in andere Worte umgesetzt.

    Es hat also keineswegs was damit zu tun, dass ich ein Problem ignoriere. Das hast Du einfach falsch verstanden/aufgefasst.

    Aber es ist interessant zu sehen, wie sich eine Diskussion um eine falsch verstandene Aussage weiterentwickelt! :wink:

    LG
    Spedi

  • Hi Spedi,

    Dank Dir fuer Deine Aufklaerung :D

    Na dann bin ich ja beruhigt, dass ihr nichts ignorieren wollt, vielmehr philosophieren.

    Viel Spass dabei,

    Jenny

  • Hallo Jenny,

    “es ist schon immer gut gegangen“, das ist für mich so was ignorierendes, ich mache was, nämlich nichts, die Augen zu und durch, „es wird schon gut gehen“. Ich mache was durch Aktives Nichtstun, es bringt mich hier aber nicht weiter, löst nichts, ich reite mich nur immer tiefer rein, deshalb aus philosophiert.

    Aber kurz was zum Stichwort befriedigender Perfektionismus:

    Der größte Spaß, Zeit und Gelassenheitsdieb ist der Perfektionismus. Als Gegenstück fand ich da was von Libertinismus, aber das bedeutet irgendwas in Richtung unmoralischer Freizügigkeit, ohne das „un“ fände ich es gut. Gut fand ich den Begriff „shoplifting“ an einer Kasse, sozusagen, eine Straffung des Geschäftes, eine Erleichterung, ein Diebstahl. Partnershiplifting (wenns das gibt) wäre dann irgendwie, wie die Beziehung erleichtern. Da bekommt "sich liften lassen" für mich eine ganz neue Bedeutung.

    Da stehen wir kurz vor geistigem Organmißbrauch, spedi, schön Dich zu lesen.

    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hi Kaltblut,

    mit dem Philosophieren muss ich passen, da spielen meine Gehirnwindungen nicht vollends mit :lol: aber ich weiss schon was ihr meint. Steck keine Energie in etwas was Dir schadet!

    Lieben Gruss von jemanden mit simplen Gerhirnwindungen :roll:

    Jenny

  • Hi Markus,

    Dank dir fuer Dein Kompliment :wink:

    Ja was soll ich sagen, philosophieren in der Art und Weise mit der blumingen Sprache, da setzt ich wahrscheinlich doch einige Aussage in den Sand :lol: Hab ich doch glatt die philosophische Ader hier in diesem Thread vergessen.

    Aber ich habe da ja nun das Wort "Ignorieren" hier falsch verstanden und dann haben meine Co-Alarmglocken angefangen zu schellen.....jajaja.....Co-Abhaengigkeit und ihre Tuecken..... :roll:

    Aber generell sag ich zum Eroeffnungsthema diese Threads, dass Ette absolut recht mit ihrer Aussage hat.

    :) Jenny

  • Hallo Ihr,

    da bin ich ja auch wieder zufrieden. Übrigens Jenny, gelegentlich verstehe ich mich selbst nicht mehr. Das macht mir aber nichts mehr.

    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hi Markus,

    ich dachte Du arbeitest an irgendwelchen Prüfungen. Eigentlich ist das alles egal, weil ich eine ganz normale Beziehung führen möchte, eine Ehe, ohne mir von morgens bis abends die Birne um mein oder das Befinden des anderen zu zerbrechen. Ich mache das jetzt einfach mal.

    Ich hatte mal ne Guzzi, geiles Ding, aber immer was dran, da habe ich sie weggeben. Da war ich zufrieden, geiles Gefühl.

    Der Paradoxe Weg, Franz Strieder, paß auf Dich auf, ist kalt draußen.

    LG Karl

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo Ihr Lieben,

    klasse, wenn ich andere lesen darf und sich etwas entwickelt, egal auf welcher Seite hier. Es ist immer unglaublich, was da alles in Bewegung gerät,
    egal, ob und was Hirnschmalz im meinem Kopf veranstaltet oder ob mir ein ein Blumenkohl aus den Ohren wächst, wohlgemerkt: bei mir.
    Welche Wege andere gehen, dass weiß ich ja nicht.

    Ich habe bei diesem Austausch gestern alte Infos rausgesucht und mir nochmals ganz genau rein gezogen und da ist etwas, was mich nicht befriedigt:

    Alkohol ist kein Bestandteil mehr meiner Person.
    Nikotin ist kein Bestandteil mehr meiner Person.

    Co-Abhängigkeit ist präsent wie eh und je und es bedarf einer Kleinigkeit und
    das Ding arbeitet wieder. Anders als früher, aber ein fester Bestandteil meiner
    Person, unabgelegt. Das muß vielleicht sein, weil wäre es nicht so, würde ich
    evtl. den Respekt vor der Krankheit und damit vor den Krankheiten verlieren.
    Die Auslöser sind ja weder meine Frau, noch Suchtmittel, sondern nur mein
    unendlich wuchender Blumenkohl.

    LG Karl

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Servus Kalli,

    nun, düngst du denn sehr viel, damit der BLumenkohl gut gedeiht?

    Mir ist eine Aussage eines Mitpatienten aus der SHG immer im Hinterstübchen parat: "auch von der Selbsthilfe kann "man" abhängig werden, wenn's zu viel wird".

    Seltsam, dass Du die Guzzi erwähnst: ich habe mich gestern von der Gummikuh getrennt, die Zeit war einfach reif dafür bzw ich nicht mehr in der Konstitution für "sie".
    Mal sehen, was mir als nächstes in dieser Richtung einfällt...

    LG
    Spedi

  • Hi Spedi,

    definitiv oft zu viel Dünger, das gibt Blähungen, geht dann auch irgendwie in die Hose, eben wieder Kappes und wenn ich zu dünn dünge, das gibt dann Dünn…

    Schade mit der Kuh, Kuhblähungen hm, sind auch Kappes, aber Ihr habt ja noch Bären. Häh? „nicht mehr in der Konstitution?“ Spedi, es ist viel mehr in uns, als hinten rauslaufen kann.

    LG Karl

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

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