Meine mum braucht meine Hilfe...

  • liebe sarah..

    herzlich willkommen hier im forum!

    manoman..da hast du ja jede menge auszuhalten gehabt..und jetzt gehts noch schlimmer weiter.das es dir da so ist als ob dir dein herz rausgerissen wird,kann ich verstehen.

    du schreibst das du es immer geschafft hast "zu helfen"...hilfst du DIR denn auch?nimmst du dir denn auch zeit für DEINE probleme?
    nutze zur abwechslung deine kraft doch mal NUR FÜR DICH!!!das wär doch schon mal ein anfang.deine mum ist erwachsen,sie kann auch alle hilfe der welt haben,wenn SIE es will.und NICHT wenn ihr meint..das sie hilfe braucht.solange deine mum keinen gedanken daran verschwendet sich hilfe zu nehmen,und zwar proffesionelle..wirst du ihr diesesmal NICHT helfen können.so traurig das klingt.ist aber so,das solltest du lernen zu akzeptieren.das lesen hier in den anderen threads wird dir helfen können besser zu verstehen..wie machtlos wir als angehörige dem alkohol gegenüber sind.

    wie kommst du denn in deinem eigenen leben so klar?du schreibst ja schon das du bulimie hast..bist du denn deswegen in behandlung?kannst du mit deinem freund denn über deinen kummer reden?findest du in deinem näheren umfeld denn gehör?

    liebe grüsse caro

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • hi sarah..

    versuchen kannst du alles,aber ob es was bewirken wird bei deiner mum,das wage ich zu bezweifeln.
    was ich persönlich hilfreich finde(und zwar für dich)ist..wenn du ihr von deinen sorgen,ängsten ect.die du dir um sie machst erzählst(oder in einem brief schreibst).weisst du,oft ist es leider so..das der betroffenen das ausmaß unserer angst garnicht mehr erkennen kann/will..du hättest aber den vorteil das du ein klitzekleines stückchen "erleichterter" sein würdest.weil du es ihr gesagt hast.was sie daraus macht ist dabei ein anderes thema.du hättest dir ein stück last von der seele geredet.auf deinen schultern ist zuviel last..diese solltest du versuchen ab zu werfen..das kann man..nicht alles sofort(das wär zu einfach)..sondern stück für stück.

    sarah,glaube mir es ist höchste eisenbahn für dich.dein körper signalisiert dir doch nicht erst seid kurzem das es ihm nicht gut geht.
    wie ist das denn?hast du eventuell mal mit deinem hausarzt über deine probleme geredet?er kann dir raten,an wen du dich wenden könntest.scheu dich nicht hilfe für dich zu suchen.du warst lange genug stark für andere.jetzt solltest du dran sein.

    ach ja..das gespräch oder brief..sollte keinerlei vorwürfe beinhalten..schön sachlich und nicht verletzend sein.rede von dir.nicht von mum.sie sieht es sonst nur als angriff gegen sich und nicht als gemeintes hilfsangebot deinerseits.denn "für sie da sein" wenn SIE sich wirklich für hilfe entscheiden sollte..darfst du ruhig..nur die hauptarbeit liegt bei ihr..muss von ihr gewollt sein.

    liebe grüsse caro

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • Hallo Sarah,

    Du liest Dich sehr verzweifelt und ich spüre förmlich Deine Traurigkeit.

    Und doch.... Du kannst Deiner Mum nicht helfen, wenn sie nicht bereit ist, diese Hilfe anzunehmen.

    Was ich aber aus Deinem Post lese ist, Du brauchst dringendst Hilfe und zwar professionelle Hilfe.

    Du bist körperlich und seelisch krank. Das ist nix, wofür man sich schämen müsste, sondern im Gegenteil! Du bist nicht Schuld daran.

    Wenn es mit der ersten Therapie nicht geklappt hat, dann suche Dir einen anderen Psychologen.... die Chemie muss stimmen, sonst wird das nix.

    Bitte Sarah, denke jetzt mal nicht an Deine Mum, sie ist erwachsen und selbst für ihr Leben verantwortlich!!!

    Denke mal nur an Dich, denn Du bist der Situation nicht mehr gewachsen!!!

    Zum Schluss noch einen Satz, den man hier immer wieder lesen kann:

    Einem Alkoholiker ist nur durch Nichthilfe zu helfen!!!

    Alles Liebe für Dich und tue etwas für Dich!!!

    Speedy

  • hallo sarah & herzlich willkommen hier!

    Zitat

    Ich habe große Angst dass ich so werde wie sie, wie meine Mum. oft bin ich so launisch wie sie es ist, oft depressiv und habe viele ihrer schelchten Charakterzüge übernommen, perfektionissmuss, kritik an anderen zu äussern, ständige unzufriedenheit, das gefühl ungerecht behandelt zu werden, aus ner kleinigkeit nen Elefanten zu machen...oft flipp ich aus bloss wegen einer kleinigkeit.


    ich glaube nicht, dass du das alles übernimmst von deiner mutter. etz mal ehrlich, du hattest alles andere als eine schöne kindheit, musstest funktionieren, dich um deine eltern und den haushalt kümmern, deine mutter hat dir gesagt das sie dich verachtet :arrow: nur weil du etz mal seit gerade nem halben jahr ausgezogen bist, heißt das net das alles wieder "gut" is.
    ich glaube nicht das du dich wohl gefühlt hast wenn du zuhause warst, eher warst du die ganze zeit angespannt, regelrecht unter strom gestanden. auch wenn du nicht mehr daheim wohnst, diese anspannung verschwindet nicht, sie ist dein ständiger begleiter :arrow: klar gehst du da wegen jeder kleinigkeit an die decke!
    bei mir wars auch noch lange zeit so, das ich mir trotz eigener wohnung die sorge um meine mutter net losgeworden bin, gedanken gemacht was sie gerade macht, ob sie betrunken is oder net, ob ihr was passiert und und und... ich war auch immer gereizt bis zum geht nicht mehr :(

    Zitat

    Ich weiss nciht genau, einige Dinge rühren sicher aus meiner eignen Krankheit an meinem Selbst aber sicher ist auch einiges von ihr auf mich übergegangen


    hm.... und woher rührt deine bullemie?
    die hat ja auch ihre ursachen, oft ein ruf um aufmerksamkeit. so wie du wolltest das deine mutter dir hilft...

    du schreibst du kennst dich aus mit der bullemie, hast bücher gelesen usw.? dann weißt du ja auch das es ne tödliche krankheit is und es auch ganz schnell passieren kann, dass dein kreislauf nicht mehr mitmacht und dann biste ruckzuck im krankenhaus. zwingen kann dich keiner bzw. erst wenn es kurz vor zwölf is.
    warte nicht so lange, geh zum arzt und sag ihm was sache is! sag ihm das du bald prüfung hast, vielleicht findet ihr bis dahin eine möglichkeit die zeit zu überbrücken! es geht um dein leben und du hast nur dieses eine - verschenk es nicht!!!

    liebe grüße

  • Hallo Sarah! Das hört sich ja sehr bitter an. Aber wie meine Vorschreiberinnen (und die sind alle sehr kompetent) schon gesagt haben: LASS DIR HELFEN. Mensch, deine Prüfung ist erst in 3 (!!!!!) Monaten! Das ist doch viel zu spät, um dier helfen zu lassen!!! Und dann findest du wieder etwasd anderes, was wichitger ist. Deine Prüfung kann nicht wichtiger sein als du, als dein Leben!! Denn du weißt ja sicher, dass Bulimie lebensgefährlich sein kann....

    Der Alkoholismus deiner Mutter ist das natürlich auch. Aber wieso willst du ihr zuerst helfen und da nicht bis nach der Prüfung warten??? Weil du denkst, sie ist schlimmer dran? Du siehst sie halt nciht jeden Tag - und dich siehst du jeden Tag, du hast dich an deine Krankheit so gewöhnt, dass sie dir harmloser vorkommt. Nein!

    Du bist schlimmer dran. Denn deine Mutter trinkt seit vielen vielen Jahren. Sie WILL es so, Sarah. Daran kannst du nichts ändern. Gar nichts. Und wenn du dich auf den Kopf stellst, sie wird nichts tun, was sie nicht selber will. Lass sie! Schau erst mal, dass DU gesund wirst. Und dann, vielleicht dann, kannst du nochmal nach ihr schauen. Aber wenn du dich hier im Forum mal ein bisschen eingelesen hast, wirst du von diesem Vorsatz vielleicht abkommen. Ich wünsche es dir.

    Und du hast ja selber schon angedeutet, dass du diese Krankheit hast, weil du von ihr Hilfe wolltest. Das war vielleicht dein Weg, ihre Trockenheit zu ERZWINGEN. Und? Hats was genutzt? Eben nicht! Jetzt bist du erwachsen und musst schauen, dass du aus dieser Sache wieder rauskommst. Du hast einen lieben Freund, scheibst du. Das ist doch schon ein Anfang. Ein Mensch, der dich liebt. Genieß das. Lass dich auf ihn ein. Vergiss erstmal deine Mutter.

    Such dir einen Therapeuten, Sarah, ganz schnell, vielleicht einen, der sich mit Alkoholismus UND Essstörungen auskennt.

    Machs gleich am Montag!!

    Ich wünsch dir Glück. Denk mal über all das nach, was wir dir geschrieben haben. LG tini

    P.S. Es gibt einen Spruch, der mir ganz viel geholfen hat:
    Du bist nciht schuld am Alkoholismus deiner Mutter. Du hast ihr nicht die Flasche an den Mund gehalten. Das hat sie selber gemacht.

    Kleine Schritte sind besser als gar keine!

  • Liebe Sarah,

    schön das auch du den Weg hierher gefunden hast.
    Ich hoffe, dass wir alle dir hier etwas helfen können, den wir verstehen dich sehr gut.

    Versuch dich nur auf DICH zu konzentrieren, dir geht es schlecht genug.


    "im gegenseitigen Helfen ist meine Family nicht so gut, sieht man ja an mir. Aber ich bin es. Ich kann helfen, ich konnte schon immer helfen, ich bin das herz der Familie weil ich die einzige bin die immer alles beim namen nennt und die Wahrehit ins gesicht sagt auch wenn ich dafür oft büssen musste!"

    (Sorry, ich bekomm das Zitat gerade net hin :lol: )

    Klar, du Arme bist ja auch dazu erzogen worden, immer zu helfen.
    Aber, egal wie und wieviel du helfen willst/tust, es wird NIE reichen.

    Aber für alles Unglück fühlst du dich verantwortlich!?

    In meinem Thread wurde ich mal gefragt, ob ich stolz darauf sei, immer die Verantortung für alles tragen zu können....
    Das geht wohl vielen von uns so, und ist total krank.

    DU bist das Kind und deine Mutter müsste sich um dich kümmern, nicht umgekehrt!!!

    Gerade jetzt wo es dir so schlecht geht.

    Und ich schließe mich dem Rest an, such dir dringend einen guten Therapeuten der kann dir helfen.

    Viel Glück und alles Liebe

    Nicole

  • hi sarah

    ich kann dich scho au verstehn das du das ganze erst nach deiner prüfung durchziehn willst, so is net. andrerseits hab i solche argumente scho öfter gehört, sei's etz von meiner mutter oder meiner freundin die bullemie hat und da blieb es oft nur bei leeren versprechungen. nehm das etz bitte net persönlich, ich kenn dich ja no gar net, ich kann dir nur sagen wie ichs bei anderen mitbekommen hab, daher bin ich da halt immer bissi skeptisch.

    von meiner freundin kann ich nur sagen, das es net so is das du zu deinem hausarzt gehst und dann biste ruckzuck in der klinik. da muss der antrag gestellt werden, die krankenkasse muss es genehmigen und die klinik muss überhaupt nen freien platz ham - das kann sich dann locker 1-3 monate hinziehn. u.a. aus diesem grund mein vorschlag das du dich etz scho an deinen hausarzt wendest und ihm alles genau schilderst, da kann dann alles scho mal in die wege geleitet wern und er kann dich au scho mal gesundheitlich untersuchen.

    so wie du deine mutter beschreibst kenne ich meine mutter auch, ich glaub dir wie sehr es geschmerzt hat sie so zu sehn.

    Zitat

    Und wenn ich das Thema Alkohol umgehe? kann ich irgendiwe anders dafür sorgen dass es ihr besser geht? Womit kann man alkoholiker denn ablenken? VOm Trinken fern halten?


    zu der zeit wo ich mich hier angemeldet hab hat meine mutter gerade ne 3 monatige trinkpause eingelegt. naja damals wußte keiner von uns das es nur ne trinkpause is, wir dachten sie hat es wirklich geschafft. in der zeit waren wir plötzlich eine familie, wir ham alle viel miteinander geredet und zusammen unternommen, spieleabend, sauna zusammen etc. - das gab es vorher alles net bei uns.
    was ich damit sagen will, ablenkung hatte meine mutter genug, deswegen hat sie aber trotzdem wieder angefangen zu trinken.
    es ist nicht so das ablenkung schlecht ist, sie ist sogar wichtig für einen alkoholiker - eher in der hinsicht die lücken wo vorher getrunken wurde mit positivem zu füllen, aber das allein langt nicht aus und außerdem ist es die aufgabe deiner mutter diese zu füllen nicht deine!

    Zitat

    ich weiss dass sie verzweifelt und traurig ist! Ich weiss dass sie eigentlich ein ganz anderes Leben leben will!


    bestimmt ist sie verzweifelt, wer wäre das nicht? das leben unserer mütter wird beherrscht vom alkohol, ist der beste freund unserer mütter - auch wenn die bezeichnung feind es wohl eher treffen würde.
    nur sie können sich ihrem feind stellen und sich hilfe suchen, wir kinder und angehörige sind da machtlos. zu begreifen das ich meiner mutter net helfen kann, wirklich innerlich das zu kapieren, hat gedauert, aber es hilft mir viel.

    ich glaube caro war es wo dir das mim brief vorgeschlagen hat, das find ich immer ne gute idee. wenn du magst kannst du auch persönlich mit ihr reden, aber nur wenn sie nüchtern is - anders ist das gespräch gleich zum scheitern verurteilt.

    ich wünsche dir das du zu deiner mutter durchdringen kannst und sie sich hilfe sucht, falls nicht das es dir hilft zu akzeptieren das du ihr wirklich nicht helfen kannst. so war es bei mir, ich hab geredet und auch nen brief geschrieben, gebracht hat es meiner mutter nix, nur mir da ich einerseits meine sorgen und gedanken in worte gefasst hab und andererseits gemerkt hab, das ich ihr net helfen kann.

    liebe grüße

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!