Mann trank heimlich, MPU, will mich aber nicht trennen

  • Gut so!!! Zieh die Kündigung nun auch durch....
    Es liest sich bei den anderen immer scheinbar leicht, aber ich selber hab auch zu kämpfen und ich sage dir, dass du ihn wirkllich loslassen mußt....dadurch hat er die Chance, sein Leben selbst i die Hand zu nehmen und sich zu retten oder er läßt es...auch seine eigene Entscheidung...
    ICh habe auch lange dafür gebraucht..besonders mit dem Herzen, meine Eztscheidung, für mich und die Kids zu leben ,durchzuziehen...auch zu begreifen, dass es selbst im Falle einer Therapie aseinerseits vielleicht kein wir mehr geben wird....

    Geh nicht mehr ans Telefon...

    Weiterhin viel Kraft Tihaso

    co-abhängig...Sich auf den Weg machen - egal wie schwer er ist!!!

  • Zitat von Lisl1974

    soll ich bei allem sagen:
    "....das hast du alles selber in der Hand!"
    oder gebt mir mal paar Tipps....bitte

    Sag ihm halt wenn er nüchtern ist, dass Du ihm nur beistehen möchtest, wenn er sich selber Hilfe sucht und diese auch konsequent annimmt. Das bedeutet nun mal Arzt, Entzug, SHG, ggf. Therapie (ambulant oder in langzeit).

    Das Gleiche gilt für Dich - okay Du brauchst keinen Entzug, aber eine SHG wäre wichtig, hier viel viel lesen und einfach auch mal darauf Vertrauen, dass die Erfahrungen die hier geschildert werden auch eine Hilfe für einen selbst sein können. Aber man muss sie natürlich annehmen und konsequent umsetzen. Wenn Du es allein nicht schaffst, kannst auch Du Dir therapeutische Hilfe suchen !

    Alles andere macht keinen Sinn.

    DU hast Dich hier angemeldet. DU hasst die derzeitige Situation und stehst immer kurz vorm explodieren. Mensch, tu etwas für Dich. Lenke Dich ab - geh raus, treff Dich mit Leuten, mach Sport - power Dich aus und höre auf zu erwarten, dass ER funktioniert.

    Lisl, ich wünsche Dir sehr, dass Du anfängst darüber nachzudenken was DU DIR wert bist. Was DU für Dich tun kannst - wie DU Dich abgrenzen kannst. Horch doch einfach mal in Dich rein und laß ihn einfach mal links liegen.

    Grüßle
    Diandra

    Mögen alle meine Fehler sich auf ihre Plätze begeben und möglichst wenig Lärm dabei machen.

    Überwältigend was geschehen kann,
    wenn sich die Fingerspitzen zweier Menschen
    ganz leicht berühren,
    am richtigen Ort
    und zur rechten Zeit!

  • @ LISL

    Als nun darf ich als Trinker auch einmal was sagen ... :oops:

    Zitat

    oder gebt mir mal paar Tipps....bitte

    siehe es mal von der anderen Seite. Es wird wegen der unberechenbaren Entzugserscheinungen dazu geraten bis zum Arztbesuch so kontrolliert wir möglich weiter zutrinken.

    Nach "so kontrolliert wie möglich" hören sich Deine Berichte hier zwar nicht an, aber er wird keine Entzugserscheinungen haben. Lies mal hier bei den Berichten was da so alles passieren kann. Eigene Erfahrungen kann ich Dir da nicht schildern.

    Die paar Stunden bis der Suchtberater da ist solltest Du noch ausharren. Dann allerdings solltest Du Ergebnisse erwarten und dich nicht mir leeren Versprechungen abwatschen lassen.

    Auch wenn ich da nach Deinen Schilderungen hier wenig Hoffnung an seinem Willen habe. :roll:

    Gruss Vaan

  • Hallo Lisl,

    Zitat

    Soll ich auf gemeinsame Unternehmungen bestehn?
    Bin ganz schön wirrrrr...

    Frag Ihn doch mal wenn er nüchtern ist,ob er etwas mit euch zusammen unternehmen möchte,dann wirst Du eine Antwort bekommen!

    Bestehen darauf kannst Du nicht!

    Zitat

    aber irgendwie hab ich das Gefühl er bestraft mich dafür, immer wenn ich weg bin mit seiner Trinkerei...er redet mir ja sogar gut zu...mach das....(

    Nein,in erster Linie bestraft er sich damit!

    Du bestrafst dich damit,das Du dich dessen aussetzt.

    Du bist nicht für sein Tun und Handeln verantwortlich,sondern für deines!

    Ich bin selbst Alkoholiker,nur mit dem Unterschied das ich schon einige Jahre trocken leben darf,aber ich habe ähnlich gehandelt wie er,um in Ruhe saufen zu können,und ich habe vielen Menschen damit wehgetan,aber vor allem mir geschadet bis hin zu meinem persönlichen Tiefpunkt!

    Ich wünsche Dir,das er Dir nicht noch mehr Schaden zufügt,aber hierfür musst Du erkennen,das in erster Linie Du es bist die sich diesen Schaden zufügt indem Du es erträgst.

    Lieben Gruß an dich,Andi

  • Hallo Lisl,

    um es nochmals hier ganz klar und deutlich zu sagen:

    DU KANNST NICHTS FÜR IHN TUN, DU KANNST IHM NICHT HELFEN !!

    Auch wenn das noch so schwer zu begreifen ist, ist es so. Das werden Dir alle Alkies so bestätigen, solange wir nass sind, hören wir gar nicht zu, was uns gesagt wird. Das ist uns völlig gleichgültig, denn wir wollen nur eins: SAUFEN !

    Wir machen vielleicht mal 1-2 Zugeständnisse, auch Versprechungen, die auch ernst gemeint sind, aber die Sucht ist tausendmal stärker. Wir KÖNNEN sie gar nicht einhalten, auch wenn wir es noch so gern wollten.
    Denn wir brauchen erstmal HILFE, Dein Mann braucht ne vernünftige Entgiftung, das ist erstmal die allerwichtigste Grundlage.
    Das Gift muß aus dem Körper, damit keine Entzugssymtome mehr kommen.
    Die machen einen nämlich halb wahnsinnig vor Angst, wenn man so richtig in der Sucht hängt.
    Herzrasen, Schweißausbrüche, Zittern, Panikanfälle bis hin zur Todesamgst, ich hab das alles selbst durch.
    Das schafft man nicht, das auszuhalten und man scheut es wie der Teufel das Weihwasser, es macht große Angst.
    Und man denkt am Ende, da komme ich ja nie wieder raus. Ich dachte zumindest so.
    Und es ist auch grottengefährlich, kalt zu entziehen, die Symtome werden dann immer stärker, es kann zu Krampfanfällen oder Delir kommen.

    Und wie sich das so anhört, ist Dein Mann ziemich tief drin in der Sucht. Ich würde ihm auch nicht raten, die Droge abzusetzen, die muß nämlich professionell unter Aufsicht entzogen werden, damit da nix passiert und schnell eingegriffen werden kann, falls doch was unvorhergesehenes passiert.
    Ich hätte beispielsweise einen kalten Entzug niemals überlebt, das wußte ich aber damals nicht. Zum Glück hielt ich das eh nie durch, vielleicht gibt’s mich deshalb auch nur noch.

    Und Lisl, Du siehst, dabei KANNST Du nicht helfen, das können nur noch Ärzte !

    Und auch dann muß er selbst trocken werden wollen und bleiben.

    Ich sehe da aber keine wirklichen Ansätze, das hört sich für mich alles noch zu larifari an, Zeit schinden etc.
    Jeder, der WIRKLICH trocken werden wollte, kann JEDERZEIT handeln.
    In jedem KH gibt es eine Notaufnahme, es gibt Notärzte, die am WE Dienst haben. Er braucht dort nur hin, sich in deren Hände begeben und alles geht seinen Gang.
    Bei mir kam es so, ich landete an Himmelfahrt auf der Intensiv, erst da konnte ich trocken werden.
    Wünschen tue ich das aber niemanden ! Ich hoffe immer, das jemand vorher noch den Absprung schafft und sich Hilfe holt.

    Und da sind wir auch schon beim anderen Punkt.
    Ein persönlicher Tiefpunkt gehört dazu, sonst geht garnix. Und der sieht bei jedem anders aus.
    Wenn Du ihn jetzt wirklich fallen lässt, die Eltern evtl. auch noch, dann KÖNNTE er endlich wach werden. Könnte, aber muß nicht.
    Also schweige da nicht länger „ihm zuliebe“, das hat mit Liebe nämlich nix zu tun, Du verlängerst sonst sein Leiden mit.
    Schweigen ist nämlich das schlimmste bei unserer Krankheit, das muss gebrochen werden.
    Bei Dir und auch bei ihm, später in einer Betroffenen-Gruppe etc.
    Dann wird alles sehr viel einfacher.

    Und tue weiterhin was für Dich, hab kein schlechtes Gewissen dabei.
    Um es ganz brutal zu sagen, müssen nich gleich 2 an unserer Krankheit verrecken. Du nimmst auch so erheblichen psychischen Schaden, muß nicht sein, ist aber wahrscheinlich eh schon geschehen.
    Der Hass, die Wut, die Hilflosigkeit und anschließenden Gewaltaktionen… das sind doch schon alles eindeutige Symtome, wie sehr es Dich auch schon psychisch zerknallt hat.

    Ich wünsche Dir, daß das Gespräch dort heut auch stattfindet, aber ich glaub irgendwie nicht dran. Er wird schon dafür sorgen, das der Zimmerer schön lange bleibt, sollte ich mit meiner Vermutung des Zeitschindens richtig liegen….

    LG an Dich
    Lilly

  • Lisl..du drehst dich noch immer um sein Befinden....
    Er wird trinken, ob du da bist odwer nicht.. es liegt nicht in deiner Hand...verstehst du???
    Dein Fokus liegt auch bei deinen Unternehmungen immer noch auf i h m ...es liegt nicht in deiner Hand..ob er trinkt und wenn du glaubst, dass du es wirklich lenken kannst, dann überleg mal, in welch eine Falle du dich da begibst...du gibst dir selbst die Schuld...

    Wenn er wirklich aus dem scheiß raus will, dann gibt es nur den weg über einen Arzt und über den Entzug unter ärztlicher Aufsicht....zeige ihm die wege auf -wenn er halbwegs nüchtern ist und ansonsten gehe deinen Weg...
    egal wie schwer.. (ich kenne das,, aber auch ich schaffe es jeden Tag ein wenig besser....es geht wirklich..auch Dank des Forums..wo man auch ehrlich gesagt bekomt, wie es ist!!)


    Bei dir lese ich noch immer die Zweifel, immer noch die Hoffnung, dass dir einer sagen wird:"Mensch , klasse, das wird ganz von alleine was mit deinem Mann...halte nur noch ein wenig aus, dann schafft er es.." Aber diesen Satz wird dir keiner sagen, denn es liegt nicht an deinem Leiden, ob er da raus kommt oder nicht, sondern an seinem eigenen Willen.. und der kann erst beginnen, wenn du ihm seine Verantwortung wieder ganz zurück gibst und die für dein eigenes Leben wieder selber lebst...

    GvlG Tihaso :wink:

    co-abhängig...Sich auf den Weg machen - egal wie schwer er ist!!!

  • Hallo,

    dann werde ich doch diesen Satz mal sagen.

    Zitat

    "Mensch , klasse, das wird ganz von alleine was mit deinem Mann...halte nur noch ein wenig aus, dann schafft er es.."

    ...dann schafft er es, nämlich DICH!!!! Entweder du landest in der Psychatrie oder im Knast oder sonstwo.

    Ich habe 16 Jahre gehofft und es hat nichts genutzt ich habe ihn alle meine Hände gereicht immer wieder, er hat angefangen was zu tun aber nicht um sich von seiner Sucht zu befreien sondern um mich noch länger zu halten.

    Wach auf, du kannst es nicht schaffen ihn auf den Weg zu bringen, er muss es allein wollen. Dir ist schon soviel geschrieben worden.

    Und keiner schreibt das um dir Böses zu wollen, es sind unsere Erfahrungen die wir gemacht haben.

    Aber du entscheidest wann dein Tiefpunkt ist, wann DU aussteigen möchtest aus dem Teufelskreis, DU hast es in der Hand.

    Und mit deinem Ausstieg gibts du euch beiden die Chance was zu verändern, aber du musst anfangen!!!!!!

    Les nochmal deinen ganzen Thread durch und denk nach.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Hallo Lisl,

    wie lief denn das Gespräch mit dem Suchtberater gestern ?
    Magst Du n bisschen was drüber erzählen ?

    Und sonst so ?

    LG an Dich
    Lilly

  • Hallo Lisl,#
    genau wie Lilly schreibt...es würde mich auch brennend interessieren, wie das Gespräch verlaufen ist....
    Wie geht es dir?


    GvlG TIhaso

    co-abhängig...Sich auf den Weg machen - egal wie schwer er ist!!!

  • Hallo Lisl!

    Zitat von Lisl1974

    Er entschloss sich zu einer Therapie. Er ganz allein. Aber soweit ist es noch nicht.

    Wann ist es denn soweit?

    Viele Grüße
    Eric

  • Zitat von Lisl1974

    Hallo Eric,
    meinst du damit: "laß dich weiter hinhalten!!Er macht das eh nie..."

    Das wollte ich nicht zwingend damit sagen. Erstmal nur nachfragen. :)

    Aber als trockener Alkoholiker weiß ich, dass man alles notwendige dafür tut und das sofort, wenn man trocken werden will. Es gibt dann einfach nichts wichtigeres mehr im Leben, als trocken zu werden und zu bleiben. Ohne wenn und aber.

    Ich glaube, unser Forenmitglied Spedi hat immer diesen Spruch verwendet:

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.

    Eric

  • Schön, dass mein Spruch so im Gedächtnis blieb...

    Lisl, ich kann Eric's Aussage nur unterstreichen. Wenn er will, dann plant er nicht mehr, sondern handelt. JETZT.

    Trotzdem: viel Glück, vielleicht wird's ja doch noch was...

    LG
    Spedi

  • Hallo..den Spruch solltest du auch an die Wand schreiben.. ich habe sofort gedacht, dass es sich nach faulern ausreden anhört..ehrlich..Wenn er wirklich will, dann ist jetzt der Zeitpunkt..aber vielleicht bin ich nur aufgrund meiner eigenen Erfahrungen so mißtraurig...kann ja sein...

    Schließ mich spedi an..viel Glück trotzdem..und lG Tihaso

    co-abhängig...Sich auf den Weg machen - egal wie schwer er ist!!!

  • Nun ja, Lisl…

    Ich denke, das kann man nicht so über einen Kamm scheren, das ALLE Alkies Verzögerungstaktiken anwenden. Manche mussten wirklich noch einige Tage auf einen Entgiftungsplatz warten, überbrückten die Zeit noch, so gut es eben ging und gingen dann auch wirklich hin.
    Und auf Theras muß man meist etwas warten, gibt aber auch da Ausnahmen.

    Du kannst halt jetzt nur noch die paar Tage abwarten, ob er sich dann wirklich rührt oder doch kalte Füße bekommt und auf einmal doch „wichtigeres“ zu erledigen hat. Sollte das passieren, dann weißt Du, das er es nicht ernst meinte und Dich nur ruhigstellen wollte.
    Also, abwarten… und ansonsten wirklich Konsequenzen ziehen.

    LG an Dich
    Lilly

  • lilly : Richtig...manche müssen auf den Platz warten...er hat aber doch noch Arbeiten zu erledigen..vielleicht bin ich hyper hyper mißtrauisch..kann sein...aber ich bin mal gespannt...ob er nicht doch bis zum Winter warten will....
    Sory, aber ich bin ein gebranntes Kind und es muss einfach "rau" ...schön, wenns anders läuft....

    LG Tihaso

    co-abhängig...Sich auf den Weg machen - egal wie schwer er ist!!!

  • Servus Lisl,

    sorry, kann ich nicht mit dienen, bei mir waren's damals knapp 160 Mitarbeiter. Jetzt sind's nur noch 120.

    Lisl, Du weisst selbst, dass das alles Ausreden sind. Wenn Deinem Mann heute ein Unfall passieren würde bei dem eine stationäre Klinikbehandlung unabdingbar ist, dann funktioniert das auch. Nicht sehr komfortabel und nicht schön, aber es funktioniert.

    Der Rest sind alles Ausreden. Ich kann Dir hier aus meiner eigenen Erfahrung noch ungefähr für 48 Monate Ausreden bringen, die Du nicht "von der Hand weisen" kannst, weil sie alle fachlich fundiert sind.

    Der Punkt ist nur der: als ich wusste, ich will nicht mehr saufen, da habe ich mich nur noch um meine Trockenheit gekümmert. BEDINGUNGSLOS. Das heisst wirklich, ohne jede Vorbedingung. Hauptsache, ich bekomme Hilfe, um nicht mehr trinken zu müssen.

    Alles Andere konnte ich danach regeln oder "es" hat sich "von alleine" geregelt. Und glaube mir bitte eines: Es hat weder dem Unternehmen geschadet (wie denn auch - mit Saufen habe ich dem Unternehmen viel mehr geschadet!), noch sonst wem. Es ist nichts und niemand "vor die Hunde" gegangen, kein Bankrott, keine Insolvenz, keine Massenkündigung, kein scharenweiser Kundenverlust, einfach nichts von meinen Prophezeiungen (und waren sie auch noch so fundiert und belegt) ist eingetreten.

    Noch nicht mal mein Haus wurde gepfändet, meine Frau blieb auch bei mir, und unser Sohn hat mich auch nicht verlassen.

    Lisl, es ist wirklich so: wer will, findet Wege - wer nicht will, findet Gründe.

    LG
    Spedi

  • Lisl, was ist mit Dir? Bislang geht's immer um ihn...hier ist aber der Ort, an dem es um Dich gehen soll.

    Also, wie sieht's mit dir aus? Hast Du eine(n) Platz/Mensch/Gruppe zum reden, auch mehrfach täglich, wenn's für Dich sein muss?

    Und was bewegt Dich - was geschieht mit Dir?

    LG
    Spedi

  • Na dann dir auch alles Gute Lisl...und wenns denn richtig scheppert, weißt du ja wo du uns findest!!!

    einen schönen Urlaub....

    co-abhängig...Sich auf den Weg machen - egal wie schwer er ist!!!

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