Nicht wieder in alte Muster verfallen..&kurze Vorstellun

  • Erstaunlich, wie sich alle diese Schicksale ähneln. Auch meine Serviceleistungen sind derzeit auf NULL und werden es hoffentlich bleiben!

    Ich musste einfach versuchen "ja" zu mir und meinem Wohlfühlgefühl zu sagen und "nein" zu unterstützenden Leistungen die etwas vertuschen. Einfach, nein einfach war und ist es nicht - im Gegenteil. Aber das schwerste war für mich selber zu sorgen.

    Eventuell wäre das doch Dein Anfang. Trennung muss ja nicht sein, habe ich auch nicht gewollt, kam halt. Aber einfach sagen ich bin mir wichtig und setze mein Augenmerk auf mich selber, wenn dann noch Platz und Zeit ist, dann kann er ja auch noch dazu kommen.

    Ich glaube unser aller Problem - zumindest meines - ist dass ich abhängig war von seiner Verfassung. Unterstützt habe ich weniger, aber die Anpassung an sein Verhalten machte mich persönlich depressiv. Das beispielsweise stelle ich derzeit über einen ganz langen Weg ab.

    LIben Gruß von Dagmar

  • Oh das glaube ich Dir, Kitty, dass es mit den Mustern schwer ist. Auch ich rutsche immer mal wieder ab. Erst wenn ich für mich begriffen habe wie ein Muster läuft, kann ich es über den Kopf abstellen. Habe ich es über den Kopf begriffen und verbal umgesetzt, dann geht es auch ins Gefühl. Aber bei mir sind viele Schritte notwendig um diese Mechanismen ab- und einzustellen.

    Ich hasse Unfrieden und habe immer versucht über Diskussionen ein allgemein verträgliches Level herzustellen. Ist mir natürlich nicht gelungen. Irgendwann fiel mir auf, dass ich - obwohl ich nicht darüber reden wollte - doch wieder anfing. Genau ab dem Moment wo kalt, unbarmherzig, von oben herab und arrogant war. Genau zu dem Zeitpunkt, als er mir quasi seine Macht und meine OHnmacht signalisiert wurde ich wieder die alte harmoniebedürftige Labertasche.

    Nun habe ich es begriffen und konnte es gestern abstellen. Einmal nur abstellen, aber immerhin der Anfang.

    Ich für mich musste einfach erkennen, dass kein Gespräch zu Resultaten führt, die das Zusammenleben besser machen. Im Gegenteil, aus nahezu jedem Gespräch ging ich als verletztes Reh am Ende raus, da ich mir das nicht mehr antun wollte habe ich ihm gesagt dass ich keine Diskussionen mehr möchte. Nun gut, ich gehe davon aus, dass er es noch mehrfach versuchen wird und ich mehrfach gegensteuern muss, bis ich sattelfest bin.

    Gestern fiel mir auf, wie klug er es macht: fragt mich ob ich etwas essen wolle, damit hinterher die Frage kommen kann "Kannst Du mir einen Gefallen tun". Nun gut, bei jedem anderen ja, aber hier will ich keine Dinge erledigen, die er durch seine Sucht sich selber abgestellt hat. Aber das zu begreifen dauerte lang und die Erkenntnis kam mir eigentlich erst weil ich in den letzten Tagen sagen konnte "Nein danke, ich habe schon gegessen".

    Vermutlich bin ich auf sein "Gefühl der Sorge um mein leibliches Wohl" haha dann sprungbereit gewesen für den Gefallen.

    Doppelt schwer, weil ich diesen Gefallen jedem Nachbarn täte. Aber wenn der Alkoholabhängige nicht mehr in der Lage ist seinen Drucker betriebsbereit zu halten, warum soll ich dann ausdrucken? Ein Gefallen für jeden Nachbarn, eventuell aber Hilfe und Co gegenüber einem Alkoholiker. Ich weiss es nicht, denn zuweilen schwanke ich selber im Verhalten was fair ist und was nicht. Aber gefühlsmässig wollte ich "nein" sagen und habe es deshalb auch getan.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Kitty !

    Willst Du das alles nochmal haben ????

    Im Ernst ! Laß den Typen sausen aber so schnell wie möglich ! Gerade Du müßtest ja ausgrund Deiner Erfahrung wissen, wie sowas ausarten kann.

    Schmeiß Dein Helfersyndrom und Harmoniesucht über Bord ! Stell SÄMTLICHE Serviceleistungen ein (auch Beziehung ist in so einem Fall Serviceleistung)

    Mehr kann ich Dir nicht raten, sorry !

    Deine Emma

    In every heart, there ist room - A sanctuary safe and strong
    To heal the wounds of lovers past - Until a new one comes along

    (Billy Joel)

  • Kitty, ich weiß wie schwer es ist einen Schlußstrich zu ziehen. Hat bei mir auch lange gedauert. Aus heutiger Sicht viel zu lange...

    Aber dreh bei Dir doch den Spieß um: Stell Dir nur mal vor DU wärst die mit dem Alkoholproblem und Dein Freund hätte schon eine Beziehung vor Dir zu einer Säuferin gehabt und sehr darunter gelitten. Jetzt fängst Du damit auch an. Trinkst heimlich, zitterst, kommst nicht aus dem Bett, bist antriebslos, hast zu nichts mehr Lust usw.

    Was meinst Du was ER dann machen würde ?? Na gut vielleicht würde er noch einen Warnschuß abgeben a la Ich hatte mit meiner Ex diesen ganzen Mist schon mal durch. Entweder Du hörst auf damit oder es ist AUS !
    Wenn Du dennoch weitermachst... ? Rate mal???

    Weswegen siehst Du ihm dann zu dabei und lenkst immer und immer wieder ein und klammerst Dich an die Hoffnung, das ihr EVENTUELL doch ein schönes Wochenende habt, weil er VIELLEICHT nicht ganz soviel trinkt ...... usw.
    Oder belügst Dich selbst indem Du Dir sagst, was er für ein netter, toller Kerl ist, wenn er mal nüchtern ist...

    Ich will hier nicht predigen aber vielleicht dauert es bei Dir noch, die Leidensfähigkeit mancher Menschen (vorallem Frauen, wie ich immer wieder feststellen muß) ist doch sehr groß.

    Bitte pass auf Dich auf.


    LG Emma

    In every heart, there ist room - A sanctuary safe and strong
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    (Billy Joel)

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