Ach herrje, viel Spaß beim Kontrollieren, liebe Tilda. Auch ich habe das zeitweise getan, jedoch mehr unter der Prämisse und Hoffnung, dass er seinen täglichen Spiegel hat und nicht ausrastet.
Glaubst Du wirklich, wir würden die Verstecke finden? Vorgestern suchte ich meinen Badeanzug und wundert mich, dass mein Ex so extrem dagegen war, dass ich diesen in einem speziellen Schrank suchte (er versucht gerade zu beweisen dass er auf NULL Promillle ist
Warum wohl? In dem Schrank war noch eine Flasche und die Verpackung des Sixpacks.
Da ich na den Badeanzug suchte war mir das keinen Kommentar wert. Er selber dürfte denken, man(n) ist die doof, das nicht gefunden zu haben.
So könnte ich Dir Geschichte um Geschichte erzählen. Dieses "kontrollieren" bindet Dich oder mich an ihn und hält uns in Fesseln zum Alk und somit zum Partner oder Ex-Partner.
Die Mengen, die sie uns benennen, dürften nicht unbedingt stimmen. Das von mir gezählte war im Regelfall das doppelte des gesagten. Aber eigentlich ist ja die Menge nicht interessant wenn es uns grundsätzlich stört, oder?
Tja, mein Ex-Freund hätte wohl auch ganz gerne gehabt, dass ich ihn nebst seiner Freundin Alk in die Arme schließe und so nehme wie er ist. Da das aber nicht das ist, was ich für mich will habe ich ihm nun die Freiheit gelassen mit den rundlichen Formen seiner Prinzessin Alk zu spielen oder mit Gesellschaftstrinkern, die ihn gerne so nehmen wie er ist.
Ich selber akzeptiere ihn als Kumpel, kann auch - falls mal nüchtern - was mit ihm unternehmen, aber als Liebhaber dürfte er seine Stellung bei mir eingebüßt haben. Apropos Liebhaber, der Alk ändert ja auch das... zuweilen ...
Was ist normal? Oh, das eigentlich dürfte weniger die Frage sein, oder? Dir fällt etwas auf, Du fühlst Dich gezwungen zu kontrollieren und Du fragst hier an. Also geht es Dir nicht wirklich gut, oder?
Aus meinem persönlichen Fall kann ich Dir nur sagen aus anfänglichem geselligen Trinken wurde Frusttrinken - nuinmehr scheint es sich um Alkoholismus in form von Spiegeltrinken zu handeln, welches sich im Regelfall auch mindestens 6 Bier und / oder Asbach-Cola ausdehnt.
Die Hygiene ist hinten angestellt (es sei denn, er will mich rumkriegen) die Alkfahne müsste eigentlich dem Arbeitgeber auffallen (da mangelnde Hygiene und somit Zähneputzen nicht mehr so der Renner).
Ich für mich versuche raus zu kommen aus diesem Umfeld durch eine andere Wohnung und das betrachten dessen, was in unserer Beziehung geschah. Egal ob mit oder ohne Alk muss ich sagen, wir leben so unterschiedlich und sind so unterschiedlich im Bereich der Verantwortung, dass es kein "Wir" geben kann. Auch wenn es weh tut, aber das will ich mir nicht antun, anzusehen, wie jemand stürzt. Genau das müsste ich aber wenn ich hier bleibe.
Ich komme in eigene Gefahren: er hatte früher ständig den Gerichtsvollzieher da, war sehr schön
Dann die Finanzbehörden wegen nciht bezahlter Steuer
Dann den Kaminkehrer weil er sich verbotenermaßen eine Feuerstelle in seiner Räuberhöhle gebaut hatte
Für alle diese, und noch viel mehr, Sachen war ich der Ansprechpartner. Eehhh, hallo - das war mir dann doch zuvie.
Jetzt geht nicht mehr viel weil der Alk ihn schlapp gemacht hat. Aber immer noch könnte durch seine Handlungen das eine oder andere passieren - ich will das nicht für mich!!!
Ich denke Du musst Bilanz ziehen, ob Du so leben kannst oder willst. Sicher sind Deine Sorgen richtig, sicher wäre es wichtig sich abzugrenzen, aber willst Du das? Leider, leider, leider gibt es keinen Weg, der von außen auf einen alkoholkranken wirkt.....
Zumindest ich kenne keinen.....
Lieben Gruß von Dagmar