Kann man glücklichsein üben?

  • Glück verbinde ich oft mit Genuß und schönem... im Geschmack, im Aussehen, im Gefühl. Hier gab es vorgestern einen grauen Regentag, das hätte mich Stimmungstechnisch schnell runterziehen können. ABER ich hab mit meiner Handykamera auf dem Weg nach den kleinen feinen schönen Farbklecksen und interessanten Strukturen geschaut und schon wars schön, fröhlich, interessant. Das gute liegt im Kleinen. Und oft im Detail.
    Karotte :lol:

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo, lieber Oliver,
    ich wurde so erzogen, dass ich immer mit dem Schlimmsten zu rechnen habe. Meine Mutter ist der Meinung, dann könne sie nichts mehr überraschen.

    Dadurch aber wurde ich pessimistisch, hatte vor vielem Angst und sah das Schlimmste kommen.

    Das Schlimmste kam, aber nicht an der Stelle, an der ich damit gerechnet hatte! Alles brach zusammen Job und Partnerschaft - so und nun hatte ich alles verloren, es gab nichts mehr zu verlieren und plötzlich war diese Angsteinstellung in der Form nicht mehr vorhanden. Dadurch hat sich bei mir wieder langsam Lebensfreude eingestellt.

    Ganz langsam noch, Schrittchen für Schrittchen, denn alles das negative, ängstliche war ja da und ist noch da. Aber ich habe ein gewisses Ursprungsvertrauen zurück erhalten - wenigstens portionsweise, welches es mir ermöglicht viel positiver mit allem umzugehen.

    Da wo ich früher in Panik verfallen wäre und alles schon im Vorfeld schlecht gemacht hätte, da sieht es jetzt ganz anders aus.

    Ich hoffe, es kommt bei Dir nicht zum schlimmsten, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, dann hast Du das Schlimmste gerade überwunden - vielleicht genau der Richtige Zeitpunkt auch positive Erwartungshaltungen zuzulassen.

    Lieben Gruß von Dagmar
    Co-Abhängige

  • Ich hatte heute das Glück zwei 10jährige Kinder am nachmittag bei mir zu haben. Habe den ganzen Nachmittag mit ihnen Gesellschaftsspiele gespielt. Normalerweise wäre ich für sowas nciht unbedingt zu begeistern. Aber ich wollte eben den Kindern eine Freude machen.
    Ich habe stundenlang fröhliche Gesichter gesehen. Nicht zwei,sondern drei. Ganz unerwartet habe ich bemerkt, dass dieses Spiel mit den Kindern mich von allem Stress und allen Sorgen ablenkt und auch einfach mal vergessen läßt. Ich muß sagen, das war der glücklichste Tag seit langem. Wir haben dabei Lakritzschnecken und Gummibärchen gegessen und leckere Säfte getrunken. Ich muß gestehen, ich habe mich wirklich mal wieder selber für ein paar Stunden wie ein Kind gefühlt.
    Ich habe schon einmal die Erfahrung in meinem Leben gemacht, dass man sich nicht so sehr von Menschen umgeben sollte, die einem nicht gut tun. Ein negativ denkendes Umfeld kann einen sehr beeinflussen und mit runter ziehen. Ich hatte mein Leben schon einmal aufgeräumt in dieser Hinsicht. Und ich glaube, es ist wieder an der Zeit. Sich trennen von dem, was einem nicht gut tut und sich ein positives Umfeld suchen. Ich glaube das ist auch ein guter Weg zum Glück.

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