Entgiftung zu hause???

  • Hallo Tanja,

    eine Entgiftung alleine zuhause (ein sogenannter kalter Entzug) kann sehr gefährlich sein, denn die Entzugserscheinungen können sehr plötzlich und in sehr verschiedener Art auftreten.

    Ein Arztbesuch ist daher unumgänglich, denn der entscheidet dann, ob der Entzug ambulant gemacht werden (mit Hilfe des Arztes) oder ob ein klinischer Entzug von Nöten ist!

    Gibt es für das Kind keine Unterbringsmöglichkeit bei Verwandten oder Freunden?

    Ihr könnt Euch auch mit dem sozialen Dienst in Eurer Stadt in Verbindung setzen, dort kann man Euch auch Möglichkeiten aufzeigen!

    Bitte.... keinen Alleingang beim Entzug!!!!!! Das kann im schlimmsten Fall tödlich enden!

    Das ist jetzt keine Panikmache, sondern schlimme Realität!

    Lieben Gruß
    Speedy

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (18. August 2008 um 17:18)

  • Hallo Tanja,

    ich kann Speedy nur recht geben einen kalten Entzug zu Hause halte ich auch für sehr gefährlich.

    Er muß unbedingt zum Arzt und mit dem Kind daheim halte ich auch nicht unbedingt für eine gute Idee.

    Da er aber Alkoholkrank ist "krank" hat er die Möglichkeit auf Unterstützung durch die Krankenkasse (Haushaltshilfe) wenn er sich nicht selber um das Kind kümmern kann weil er krank ist bzw. stationär im Krankenhaus ist.

    Lieben Gruß
    Marina

  • Hallo !
    Wenn er mit dem Kind alleine ist, müßte die Krankenkasse eigentlich mind. einen Teil der Kinderbetreuungskosten für die Dauer der stationären Entgiftung übernehmen. Frag doch mal bei der Kasse nach.

    Gruß
    Biene

  • hallo tanja

    also bei der therapieklinik wo meine mutter war, wurde ebenfalls eine vorherige entgiftung vorausgesetzt - dazu zählt aber kein kalter entzug zuhause.

    was mich wundert? du redest mit der suchtberaterin, möchtest ihn zum arzt "zwingen", frägst hier nach und weiß der geier was alles... was macht denn dein freund???

    er möchte doch auf therapie, also kann er doch auch tätig werden! oder will er vielleicht doch nicht???

    liebe grüße -Summer-

  • hallo tanja,

    verstehe ich das richtig, wenn du fragst ich kann den kleinen zwar nehmen in der Entgiftungszeit aber wie soll ich ihn dann in die Klinik bekommen wenn die entgiftung vorbei ist? heißt das, das kind ist in der klinik bei der therapie dabei?

    lg - emz

  • Hallo Tanja,

    ein Kind bei einer Entgiftung dabei zu haben, halte ich für unmöglich.

    Der Betroffene braucht dafür seine ganze Kraft und beim Kind (wie alt ist es?) würde es ein Trauma hinterlassen!!!!

    Wenn Du für das Kind sorgen kannst, während der Zeit - wo ist dann das Problem?

    Lass ihn erstmal die Entgiftung machen und dann könnt Ihr Euch Gedanken über das Hinterher machen!!!

    Lieben Gruß
    Speedy

  • nun muss ich aber noch mal nachfragen. wenn ein kind bei so einer therapie dabei ist, wird es dann in einer art kindergarten beaufsichtigt? es wird doch wohl kaum bei den therapiesitzungen mit dabei sein. wenn ich dann daran denke, wie voll der tägliche terminkalender bei meinem mann in der therapie war, dann bleibt doch für die beschäftigung mit dem kind kaum noch zeit. werden dort auch die nächtlichen alkoholkontrollen durchgeführt?

    würde mich wirklich sehr interessieren, mehr darüber zu erfahren

  • Hallo Tanja,

    irgendwas verstehe ich bei Deiner Geschichte nicht!

    Du schreibst, er macht eine Therapie in der das Kind mit dabei ist.

    Jetzt soll er aber zur Entgiftung ins Krankenhaus?

    Normalerweise macht man erst die Entgiftung und dann die Therapie oder hat seine jetzige Therapie nichts mit seinem Alkoholkonsum zu tun?

    Sorry, aber ich blicke da nicht durch!

    Gruß Speedy

  • @ speedy

    so wie ich das verstanden habe, ist die problematik, wo soll die entgiftung durchgeführt werden, im krankenhaus (dort ist keine betreuung für den 6jährigen sohn gegeben) oder zuhause.

    zwar könnte tanja den jungen während der entgiftung im krankenhaus auch bei sich betreuen, doch sieht sie keine möglichkeit, das kind nach beendigung der entgiftung ins krankenhaus zu bekommen. woraus ich schließe, dass vorgesehen ist, die therapie im unmittelbaren anschluß an die entgiftung beginnen zu lassen.

    nur meine ich, so einen sechsjährigen kann man durchaus auch in ein taxi setzen und so ins krankenhaus transportieren lasen.

    lg - emz

  • Hallo Tanja,

    danke für die Erklärung!

    Ich war ein wenig durcheinander, denn ich hatte das nicht so recht verstanden! :oops:

    Ich bin froh, dass Ihr jetzt eine Lösung gefunden habt und er zumindest unter ärztl. Überwachung steht.

    48 Stunden sind zwar noch nicht viel (ein Entzug kann bis zu 10 Tagen dauern), aber ein Anfang!

    Ich wünsche Euch viel Glück und schreib uns doch mal, wie es dann weitergeht!

    Lieben Gruß
    Speedy

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