Das dieser Tag ein glücklicher wird...

  • Danke Ihr lieben... leibe Crevette ich glaub die Glühbirnen warn gar nicht an... hier war nämlich kein Strom...
    Darf ich mir trotzdem was wünschen?

    LG Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Halo Hallo, hier rutscht man gar nicht so schnell nach unten wie in der Internen, obwohl ich dass Gefühl habe hier is so viel los, das ich längst den Überblick verloren habe.
    Mein Alki trinkt seit nunmehr 1 Woche nix mehr. War schon bei seinem 1. Beratungstermin und hat morgen den nächsten Arzttermin... bin mal sehr gespannt wie es weitergeht und ob er sich mit dem drumrum noch auseinandersetzt. Ich weiß ja von den vielen Erfahrungen hier das nur nicht Trinken nicht reicht. Was er aber an Infos hat hat er von mir... Saufdruck, Alkfreies Umfeld, Grundbausteine etc. ... aber ich halte mich möglichst raus... er muß das schon selber regeln. Aber entsprechend Aufgeregt bin ich, da ich große Angst vorm nächsten Saufen habe, dann auch Rückfall oder Ende der Trinkpause genannt.
    Er hat vom Arzt eine große Warnung bekommen und war ja letzte Woche auch mit dem Krankenwagen unterwegs... vielleicht hat das aber auch soviel gebracht das er nun entgültig aufhört. Aber ich höre immer wieder bei Ihm raus das er von "vernünftigem" Umgang mit Alk träumt etc....
    Schau mer mal. Ich habe nächste Woche auch nen Termin bei der Suchtberatung, diesmal von der Diakonie, ... da kann ich meine Sorgen dann nochmal rauslassen.

    LG Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo mein Lieblingsgemüse!
    Dein Alki trinkt nichts mehr?!Was gibts da neues für dich zu erkennen.Mmh.Schreiben wollte ich,erzähl doch mal mehr.Aber ich habe unmittelbar davor Karstens Worte gelesen in dem Thread"andere Menschen".Jetzt traue ich mich nicht.
    Wie gehts dir jetzt? Mit der Sache und auch sonst so?
    Würd mich freuen,mal wieder was zu hören von dir.
    Danke fürs "Umärmeln".Kannste ruhig mal wieder machen. :wink::D
    LG Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Hey Lütze, war auch grad bei Dir drüben. Wie gehts mir... die ersten Tage waren irgendwie Euphorisch, Ängstlich, Aufgeregt. Die Angst vorm Alk is größer geworden. Er wieder etwas zugänglicher... zwischendurch sogar mal recht liebevoll. Da kam er sogar mal zum Frühstück... HAmmer, hatten Wir ewig nicht. Und vorallem er roch nicht nach Alk... Hammer. Eigentlich echt schön. Aber ich trau der Sache nicht. Im Grund ebrauch er jetzt ja auch noch mehr Zeit für sich. Einfach so nen Neuanfang machen funktioniert nicht. Das alte is ja irgendwie auch noch da... auch alte Themen, Konflikte etc. ... Ach, isch wesses ni....
    Bin traurig, fühl mich sehr allein. Häät jetzt gern jemand zum anlehnen, der sich freut weil er mich sieht. Wünsch mir Respekt und Ernstgenommen werden... dabei kann ich das selber manchmal nicht... jaja.

    Umärmeln is bei Dir im Thread...
    die Möhre

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo Karotte

    Zitat von Karotte

    Ach, isch wesses ni....


    Das sag ich auch ab und zu!Genauso.
    Bleib nur ganz ruhig und vor allem ganz bei dir.Für ihn ist jetzt alles neu,komisch,anders.
    Er wird sich melden,wenn er was will,also Fragen an dich hat.
    Aber trotz der Kenntnisse aus dem Forum hier,bist du nicht seine Therapeutin.
    Also pass auf Dich auf!

    Schönes WE!

    Lütze

    So,komm mal ran an Mann:zurückumärmelt! :wink:

    Trocken seit 2.11.2007

  • Hallo, ich belib ja soweit es geht die ganze Zeit bei mir... werde das auch weiterhin tuen, soweit ich es kann. Ich hab ja ooch so noch viel mehr Kenntnisse. Aber ich halt mich da relativ raus. Er will da von mir auch nicht unbedingt was wissen. manchmal erzähl ich was von Co und so..aber naja.
    Vorgestern hat er Abends ne ganze Flasche Wein getrunken und am Morgen entsprechend gerochen. Das sag ich Ihm allerdings geradeaus... und auch das ich das scheiße finde. Heute habe ich Beratung morgen er... schau mer mal... ich kümmer mich um Therapie, er bis jetzt mal wieder nicht... dafür spielt er fleißig am Computer.... Er regt mich die meiste Zeit grad nur auf...

    Lütze, umärmeln, is schön, gell. Da drückt man die Arme mit und rubbelt dann so die Oberarme...rrrr
    Bist ja gar nicht so schüchtern...*g*

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Ja, Lütze, es is immer bissle blöd so in der Geschlossenen UND draußen zu schreiben... drinnen is für mich besser..da habe ich so einen festen Platz inzwischen und auch mehr Ruhe für mich.
    Habe die letzte Zeit aber bei dem Selbsthilfethread von Lilly12 geschrieben...
    Bei mir is ma auf ma ab... als in den 10 Tagen is nix bahnbrechendes passiert. Geh halt auch Stück für Stück näher an meine Bedürfnisse ran und lerne so nach und nach diese auch zu beachten. Bin seit 2 Wochen auch wieder bei der Suchtberatung für mich... was sehr gut ist.... Stichwort Wahrnehumg, Wut rauslassen...solche Sachen. Dann gehe ich jetzt wieder jede Woche Ausdrucksmalen und Yoga machen, das tut sehr gut.
    Wenn alles klappt habe ich für 5 Wochen nen Nebenjob...auch schon mal was. Aber ein richtiger wäre mir lieber. Ach und mein Kinderatlier geht bald an den Neustart. Und nächste Woche gehe ich im Schauspielhaus auf ein Konzert. Da freu ich mich schon drauf.

    Mein XY hat ne Woche Alkfrei gelebt...schön wars...und dann gings wieder los... die auf der Suchtberatung haben nicht grade viel dazu beigetragen das er es besser in die Hand nimmt... bin da ziemlich enttäuscht gewesen und werde auch meine Beraterin mal fragen ob das so üblich ist... für Ihn war es ein großer Schritt... aber die Beratung hat Ihm nicht weitergeholfen...schade.. Allerdings überlegt er jetzt ob er in ne Klinik geht...denn bei Ihm sind es auch Burn Out und Depris die noch mit zu behandeln wären...

    Lieber Lütze, bis dann...

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Ja, liebe Karotte, genau in der Selbstwahrnehmung, da hängt es auch bei mir zu Weilen. Zwar ist das suchtbezogen derzeit nicht dramatisch, da ja kein Kontakt und kein aktives Helferlein, aber für mich muss ich für die Zukunft lernen mir zu vertrauen.

    Na, liebes Karottchen, wenn Mr. XY mit Burn Out und Depris zu kämpfen hat, da ist eine Suchtberatung wohl überfordert. Überleg mal, wie schwer der Kampf der Betreffenden schon gegen den Alk ist, aber wenn noch Depris mit an Board sind, dann geht ja fast nichts mehr - dazu die Kraftlosigkeit von Burnout.

    Ich denke immer wieder, wenn einen die Sucht fest im Griff hatte und das über Jahre geht es fast nur über eine Therapie da ja die gesamten Verhaltensmechanismen verändert werden müssen. Ich habe das bei jemandem erlebt, der heroinabhängig war und auch bei jedem Problem davonlief und sich einen Schuß gab. In der Langzeittherapie konnte er nicht davonrennen, die Türen waren dort wohl nicht so einfach zu überwinden. Ob er es geschafft hat oder nicht ist die andere Frage - aber es wurde verlangt dass er sich sich selber stellt. Und genau das geht glaube ich schwer im normalen Umfeld.

    Gilt ja sogar für mich als Co! Hier im neuen Heim gibt es nichts das mit Alk zu tun hat, also lebe ich normal. In der alten Hütte, habe ich ständig Leergut betrachtet, mir fiel jede Flasche auf, die im Laptop stand ect. Einfach weil die Erfahrung der Jahre dort eine andere Sichtweise verlangte als die Sichtweise jetzt hier sein darf.

    Wenn ich nur bedenke, wie schwer es mir fällt in Stressituationen im Haus nicht zu rauchen. Im neuen Heim wird nur noch draußen geraucht. Dieser Mechanismus im Haus zu rauchen war so viele Jahre präsent, dass es fast unerträglich ist, wenn ich unter Druck bin. Wobei mein Suchtdruck dann noch von einem wachen Hirn begleitet wird (so hoffe ich doch) und von keiner persönlichkeitsverändernden Substanz.

    Ich persönlich denke nach wie vor dass nach langjährigem Alkoholmissbrauch fachärzliche, therapeutische und/oder Gruppenspezifische Hilfe und zwar häufig (!) notwendig ist. Davon mal abgesehen denke ich dass es auch hilfreich ist gute Freunde zu haben, die ehrlich sind. Ich kann das für mich behaupten. Geht es down dann kann ich bei Freunden anrufen.

    Oftmals können das Abhängige schon deshalb nicht weil sie eventuell ihre Fehlbarkeit oder ihre Probleme zugeben müssten. Meine Freunde wissen Bescheid und stützen mich wo sie können. Das können sie aber nur weil ich mich offen mit meinen Problemen darstelle. Wie oft können das nasse Trinker??? Also wirklich ehrlich sein und nicht kurzfristig mal Besserung geloben um dann doch wieder abzustürzen.

    Genau da denke ich ist der Grad der Sucht und die sozialen Bande ganz wichtig wer, was, wie oder alleine schaffen kann.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Hi Karotte :D
    Schön,das de wieder hier mal zu Gange bist.Hat Dein Ex sich seine Sucht nun eingestanden?Nur er alleine kann sich helfen,Du bist nicht für ihn verantwortlich.Pass schön auf dich auf.Natürlich nimmt auch dich das mit,oder anders und vlt. besser:Es geht nicht spurlos an dir vorbei.Bei mir in der Shg und auch in der Therapie gibt es Menschen,die auch an Depris leiden.Manche sind mit Medikamenten eingestellt.Allerdings glaube ich,das Alk solche Sachen noch extrem verschlimmert.Und ohne deine Suchtberatung zu kennen ,glaub ich schon,das die sich auch in Ansätzen damit auskennen.Eine Langzeitthera ist sicher da angebracht.Wenn er das will.Nicht wenn du das willst.
    Aber das weisst du ja.
    Ich hab in nem anderen Thread von dir gelesen,das es wohl das Beste für dich wäre,dir einen Liebhaber zu suchen. Das passt gar nicht zu dir.Klingst nicht so,als hätteste das nötig.Und glaub mir,den perfekten Partner nimmt man/frau auch nicht so einfach von der Stange. :wink:
    So,dann laß es dir gut gehen.

    Ciao bella

    Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Hallo Lütze... ja ich denke er hat mal wieder ein Stück mehr geblickt... aber er trinkt ja wieder und wird nicht wirklich aktiv. Manchmal will ich hier nur noch weg. Es raubt mir soviel Energie.. aber wohin und wie... das is alles so kompliziert... Und Sorgen mach ich mir sicher trotzdem... mich wundert es sehr das die in der Baratung keine weiteren Termine groß ausgemacht haben...er soll nur zu so einer Vortragsreihe gehen... und Psychologe hat er auch noch nicht angerufen... Klinik hat er sich auch noch nicht erkundigt... ich weiß auch nicht.

    Stichwort Liebhaber.. ich denke ich meine das anders als wie es gemeinhin übersetzt wird.
    Mir fehlen einfach männliche Seiten in meinem Leben. Mich dürstet so sehr nach Körperkontakt... oder auch nach Gesprächen ...vielleicht noch einen Ersatzvater... meiner is ja nicht vorhanden...

    Aber gut was solls. Is wie es ist. Es ist ja besser sich auf die positiven Dinge zu konzentrieren.
    Aber ich fühle mich schon sehr unter Zeitdruck irgendwie... habe Angst wieder krank zu werden von diesem ganzen Balast.. so richtig fit bin ich eh nie... habe ja selber auch manchmal leichte Depris...

    Die guten Dinge. Ich habe ein aktives Leben..., lerne jeden Tag neue Dinge... habe Ideen und auch Freude an vielem und bin Dankbar für das was ich habe.... ich habe immer so das Gefühl das junge Menschen um mich herum alle große Freundeskreise haben und feiern und und und..alles so schick und perfekt. Ich sitze wie eine alte Frau zu Hause mit meinen 2 Katzen (Dank sei dem Internet). Und schaffe meinen Haushalt nicht. Vielleicht werde ich doch noch mal Schriftstellerin...*g*

    Drück Dich auch mal feste...ciao Bello


    :wink:

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Ach Dagmar, dank Dir auch für deine Worte... soziale Bande... das is schwierig bei mir und bei Ihm auch. Aber ich denke auf meine beste Freundin und meine Mutter kann ich mich im Notfall verlassen...
    ABer Thema Alk und Co...ganz schwierig...

    Bei Ihm is es noch schwerer... da is glaub ich kein Kumpel der nicht trinkt und seine Eltern naja.... da is er halt das schwarze Schaf und ziemlich unten durch... leider sehen die gar nicht wie sehr sie Ihn verurteilen...

    Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Ach, liebe Karotte,
    dass Du Probleme mit sozialen Banden hast kann ich mir nicht vorstellen - eher, dass Du Dich zurückgezogen hast und noch nicht so ganz wieder ans Tageslicht gekommen bist. Das quasi nur das Rübenkraut aus dem Acker sieht, aber die Karotte noch zu tief in der Erde ist ;)

    Boah Du erinnerst mich bei den "nur trinkenden Kumpels" an etwas, dass in mir jetzt noch Wut ans Tageslicht befördert. Ich weiß auch nicht, ob diese Wut jemals weichen wird. Keine Kontakte zu Menschen, die alkfrei leben. Zufall? Absicht? Angst in deren Gegenwart aufzufallen? Nicht mehr die Möglichkeit einem Gespräch stand zu halten? Kein Interesse an Gesprächen mit Menschen, die anders gelagert sind...

    Ich bekam immer einen innerlichen Brast wenn ich ihm mal was sagen wollte, in den Keller kam und zufällig ein Bekannter (Freunde gibt es keine) da war. Denn immer, immer, immer, wurde Alk gesoffen. Da gab es keinen Kaffee oder Tee, oder Mineralwasser - egal ob Sommer oder Winter. Höchstens mal ein Glühwein im Winter. Es machte mich so rasend. Dabei empfand ich auch Wut auf die Menschen die mitsoffen. Sie alle hatten sich gefunden weil sie einfach so am besten lebten und sich am wohlsten fühlten. Und ich spürte immer, erst kommt der Alk im Keller und dann vielleicht mal ein Gespräch am Abend, bis er dann im Gespräch einschlief.

    Und alle jene dieser Gruppe machen sich lächerlich über Alkoholismus und machen gemeinsam ihre Späße über andere die sie auf den Konsum - den sie nicht sehen wollen - ansprechen. Es war so übel dann noch zu hören "wir haben uns auch gestern darüber unterhalten dass wir alle Alkoholiker sind". Nein, das kann ich noch nicht aus meinem Gedächtnis streichen.

    So, liebe Karotte, jetzt habe ich genug gejammert. Ich wünsche Dir mal ganz schnell, dass du Dein Rübenkraut so aufrichtest, dass aus das Rübchen aus dem Boden kommen kann.

    LIeben Gruß von Dagmar

  • Hallo Dagmra, meine Liebe... ich kann mir diese Erinnerung gut vorstellen. Mein Ex hat einen Freund mit dem er sich immer zum saufen trifft.. der hat früher in meiner Nachbarschafft mitgewohnt... es war für mich meistens nur widerlich... und stell Dir vor Sie haben letzte Woche auch ein gespräch gehabt über den Alk...anscheinend ein Ernstest (mit Alk) und am nächsten Tag haben Sie sich die Kante gegeben... da hörts bei mir auf...
    Der andere Kumpel... den kennt er noch aus Schulzeiten, wie die meisten seiner Bekannten... der is ganz nett..mit dem kann man auch mal was unternehmen... aber wenns ans ausgehen geht dann gehört für die Alk dazu ... und der rest is wahrscheinlich wie bei Dir beschrieben... wo soll er auch Leute kennenleren. In seiner Ausbildung sind nur Exarbeitslose... alles Kerle...meistens Computernerds...und da wird dann auch mal in der Mittagspause ein Bier getrunken... Klasse.
    Ich wiederrum bin ja schon mehr unterwegs, kenne auch ein paar Leute. Aber irgendwie bin ich immer die die am Rand der Gruppe übrigbleibt... das macht mir manchmal echt zu schaffen... allerdings sortier ich momentan auch sehr stark aus...nur das was mir gut tun... also auch die Menschen die mir gut tun... dürfen in meine Nähe. Die konservativen halten mich meistens für ein bissle verrückt... weil ich mich auch für Sachen wie Natur/Heilkunde/Ausdrucksmalen/Rituale etc. interessiere... und das Wort Therapie, in welchem Zusammenhang auch immer sollte ich auch nicht erwähnen...da kucken die meisten ganz komisch. Aber ich mag mich nicht mehr verstellen und anpassen... ich denke dadurch werde ich in Zukunft auch mehr Leute finden die zu mir passen, auf meiner Wellenlänge schwimmen... Aber es fällt mir schon auch schwer Menshcne kennenzulernen... muß mich da auch manchmal mit meiner Offenheit zurückhalten... und erst mal prüfen (Stichwort Co). Ich habe auch immer noch das Gefühl das meine Körpergröße dazu beiträgt oft nicht ernstgenommen zu werden...
    Ich habe mir vorgenommen mal zu einem Stimmtrainer zu gehen...da ändert sich ja auch die Körpersprache...und man bekommt auch Selbstbewußtsein...oder eben andersrum *g*.
    Dafür habe ich einen guten Draht zu Tieren... Du ja sicher auch, gell!

    Gestern hat er mir noch erzählt wie schlecht es Ihm doch geht... das innerlich alles mit Ihm kämpft.. und für Ihn is natürlich alles schwerer als für mich... naja. Ich hoffe er redet heute nochmal mit dem Arzt. Aber wie Lütze schon meinte er muß es selber wollen. Versuche auch mich sehr da raus zu halten. Aber morgen werde ich schon nochmal bei der Suchtberatung fragen... ob die da ne bestimmte Abwartestrategie verfolgen... ob die Leute es ernst meinen. Er hatte da auf mehr Hilfe gehofft. Ich ja auch ...für Ihn. Er hat nicht mal die Grundbausteine erklärt bekommen. Soll ja zu so einer Vortragsreihe gehen... naja hat er keine große Lust...kann ich verstehen...die sind meistens echt langweilig gemacht... und alle sitzen voll steif da...
    So, muß denn ma los *Morgenstund hat Gold im Mund*
    Liebe Grüße
    KleinMöhrchen :D kompakte Essenz!

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo, liebe Kompaktessenz :)

    Mehr Hilfe auf dem richtigen Weg? Müssen Du und ich nicht auch selber auf den richtigen Weg. Müssen Du und ich uns nicht auch am (Karotten)Schopf packen und versuchen alles in richtige Bahnen zu bringen. Akut in eine Entzugsklinik zu gehen dürfte ja jederzeit möglich sein - ein Gespräch mit dem Arzt auch - ich denke, die Schritte müssen (ebenso wie bei uns) vom Süchtigen kommen.

    Ich denke, liebe Karotte, für uns Süchtige ist das Umfeld entscheidend. Während meine Freunde mich stabilisieren und sagen "Gut, dass Du weg bist" kann das Umfeld des Trinkers sagen: "Ach lass uns mal ein Bier oder sonst was trinken." Während wir also über unser Thema reden und uns dem somit stellen müssen kann die aktiv süchtige Seite sich ihrer Sucht hingeben.

    Weißt Du Karotte, er mag vielleicht aufhören wollen, aber das alleine ist es ja nicht. Solange ein Umfeld gegeben ist, in dem sich der Trinker wohl fühlt oder der Job noch Gehalt her gibt, so lange muss sich ja nichts ändern.

    Bücher könnte auch er sich reinziehen über die Bausteine, nun gut, Lesen kann da anstrengend sein. Zuweilen geht der Alk ja auf die Augen, mein Ex trägt wohl nun auch eine Brille....

    Ach Karotte, nimm Dich an Deinen SChopf und lass es Dir gut gehen.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Heute war ich mit in einem Taize Gottesdienst. Auch ein Ritual. Ich würde gerne mal selber eine Art Andacht machen...aber anders... ich singe gerne zusammen, halte gerne Zwiesprache und Stille in Gemeinschaft...Kerzen in der Mitte... aber ich komme mit den Kirchentexten nicht so klar...habe immer das Gfeühl dabei das Gott ein "Etwas ist" und Außerhalb... und finde es komisch soetwas was soweit weg ist zu vertaruen zu bitten zu danken.... Ich weiß kein richtiges Wort für das was für mich Gott ist... Ich denke das Wort Natur/Leben ist noch das beste... und es ist in alles Dingen und in jedem Menschen .... War trotzdem schön...bei den Fürbitten mußte ich weinen..weil um soviel gebeten wurde was mir so nahe war. Vorallem um die Möglichkeiten eines offenen Gesprächs zwischen Menschen und Familien... so das aber auch jeder bei sich bleiben kann.

    Gute Nacht

    Er sitzt bei sich, hat ne Schlaftablette genommen und trinkt dazu Wein. :shock:

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hi Du
    Das klingt wirklich etwas komisch.Wenn du an Gott glaubst,richtig glaubst,ist er dir nahe.
    Aber in der Kirche find ich es auch meist mmh etwas zu zeremoniell.
    Du schreibst,er sitzt bei sich...
    Sitzt er sonst bei dir?
    Tabletten und Wein?Ob er weiss,was er sich da antut?
    Er scheint in Selbstmitleid zu baden.
    So der ultimative Wille fehlt mir bei ihm völlig.
    Sorry,kommt so rüber.

    Gute Nacht
    Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen Zeremonien und Ritualen?
    Und warum du Rituale so magst,verstehe ich noch immer nicht so ganz.
    Da kannste vlt noch mal drauf eingehen.
    Versteh mich richtig:Gut ist,was dir gut tut!

    Lütze

    Trocken seit 2.11.2007

  • Hallo Lütze, schön das Du mir schreibst...freu mich immer sehr darüber....
    Ich bin seit ca.25 Jahren in der Kirhce angemeldet. Getauft udn Konfirmiert. War die beliebteste Konfirmationsschülerin da ich immer reden wollte nachgefragt habe und diskutiert. Wollte sogra mal Pfarrerin werden... aber meine Zweifel an dem ganzen waren schon mit 14 Jahren groß. War auch strak am überlegn ob ich mich konfirmieren lasse. Zwischendruch dann habe ich das Judentum toll gefunden und später habe ich mich mit Buddhismus beschäftigt und auch viel Meditiert. Im Grunde genommen sind ja die Grundtugenden die gleichen...
    Aber ich kann so direkt an Gott wie er mir da vermittel werden soll nicht glauben. Finde viele Worte merkwürdig. Für mich ist "die Macht/Stärke etc" in allem. Trotzdem wir sind ja alle eigentlich christlich erzogen. Das hat mich auch tief geprägt. Aber ich denke ich bin eher so ne Naturreligionsanhängerin und wenn mans beim Wort nehmen will ein Heide. Ich mag die alten Rituale sehr. Hier sehe ich auch mehr Kraft als Frau...für mich. Rituale lassen mich zur Ruhe kommen und bescheren mir manchmal sehr schöne Momente. Ich kann z.B. etwas ehren, oder Danken oder bitten..oder Gedenken.
    Rituale können Struktur und Halt geben. Festigen. Ich glaube nicht das ein großer Unterschied zwischen Ritual und Zeremonie besteht. Außer im äußerlichen. Zeremonie is für mich auch eher was offizielles.
    Ich galueb ich finde es in der Kirche oft unlebendig und starr. Aber ich mag das auch alles nicht so... trotzdem setze ich mich weiter damit auseinander... und beschäftige mich damit. FInde das sehr interessant. Auch so Sätze wie: "Religion is Opium für das Volk" ...oder die Frage wie Katholiken einfach leben heute.. mit den ganzen Papstvorgaben. Die Katholische Kirche finde ich am allerkomischsten... das passt für mcih alles nicht zusammen.
    Ich habe einen Glauben...aber ich glaube der geht nicht konform mit der Kirche.
    Ach ich hätte Lust auf meinen eigenen Gottesdienst und eigene Andacht....
    Im Wald mit den Bäumen...oder so...

    Zu Ihm: Habe auch oft das Gefühl das Ihm der Willen fehlt. Höre so oft Ausreden.. kannst nicht mehr hören...und wie schlecht es Ihm geht...aber Ihm gehts wirklich nicht gut. Ne Lütze, er sitzt sonst nicht bei mir...
    Ich weiß nicht was ich Ihm glauben soll. Mir fehlt oft das Vertrauen...und ich denke auch das ich mich nicht unbedingt auf Ihn verlassen kann. Was meint er ernst was nicht...

    Karotte :roll:

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

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