und deswegen beschäftige ich mich wieder verstärkt mit unserer Krankheit!
Nein, aus den Augen habe ich sie nie verloren seit meiner Trockenheit, ganz im Gegenteil. Ich bin der Meinung, das Zeichen meiner Chance, ein besseres Leben zu führen, erkannt zu haben, ich gehe sogar so weit, zu sagen, dass ich durchaus stabil bin! Und nun kommt Ihr!
Aha, da ist so eine Oberschlaue, die der Meinung ist, alles zu wissen und sich völlig im Griff zu haben. Zu meinen, die Grundbausteine, die Du meinst, Biene, sich verinnerlicht zu haben und den richtigen Schalter zur richtigen Zeit gedrückt zu haben.
Ja, so weit stimmt das auch, aber so einfach ist das leider nicht, sonst wäre ich ja nicht hier oder in einer Gruppe.
Oder ich hätte mir nicht von meiner Freundin weismachen lassen, dass sie alkoholfreies Bier trinken würde und nach einer halben Stunde hatte sie den Verlust ihrer Muttersprache zu beklagen (ich lernte sie im Entzug kennen, sie hatte keinen so guten Start, hatte zwei mal Rückfälle, ist aber seit März trocken gewesen). Ihr selbst war es nicht aufgefallen, dass sie regelrecht blau war und wäre, wenn ich nicht da gewesen wäre, auch noch Auto gefahren. Ich war total geschockt, nein, ich bin es noch. Da war kein Erkennen, dass sie betrunken wurde? Sie hatte kein erkennbares Problem und am nächsten Tag hat sie es sogar als positives Erlebnis abgetan, mit den Worten, es sei ja nicht so schlimm, dass sie wieder zum Kiosk hätten rennen müssen. Dazu fiel mir echt nichts mehr ein.
Ich war so sauer über diese Situation und über diese Leichtfertigkeit, damit bin ich bis jetzt noch nicht durch!
Lobanshee