• fettgrins....ich BIN AUCH IM GARTEN...MEIN unkraut will auch mal wieder gezupft werden...


    ich werde HEUTE DEN GANZEN TAG meinen tag geniessen!

    erst schön sauber,ordnung machen und dann liebe menschen einladen...eiskaffee schlürfen,sonne geniessen und mein gesicht dem leben zuwenden...das hört sich ja an...merk ich grad selber...EGAL...danach ist mir halt!

    liebe grüsse caro

    p.s.find ich schön das du der bitte deines sohnes nachkommst...oft sind es ja "nur"die mütter die sich damit befassen...viel erfolg dabei,lächel

    dem was über mich einstürmt,möchte ich gelassen gegenüber stehen...

  • Hallo Jürgen- guten Abend!
    ich habe so eben Deine aller ersten Forumbeiträge gelesen.Wurde mich sehr interresieren wenn ich fragen darf: wie hat sich das entwickelt bei Dir bezüglich ständiger Kontakt mit Malz usw? Gibt es irgendwelche Anhaltspunkte betr.Dein Berufsleben wo Du Dich proviziert gefühl hast /ich meine hier Alk./.... oder ist das alles was ich frage nicht mehr aktuell ..?und Schee von gestern?
    Wenn ich zu persönlich bin- SORRY.

    Gruss
    Oliver

    NEMO SINE VITIIS EST (Seneka)- keiner ist ohne Fehlern !

  • Hallo Jürgen- guten Abend !
    ich habe so eben Deine aller ersten Forumbeiträge gelesen.Wurde mich sehr interessieren wenn ich fragen darf: wie hat sich das entwickelt bei Dir bezüglich ständiger Kontakt mit Malz usw? Gibt es irgendwelche Anhaltspunkte betr.Dein Berufsleben wo Du Dich proviziert gefühlt hast /ich meine hier Alk./.... oder ist das alles was ich frage nicht mehr aktuell ..?und Schnee von gestern?
    Wenn ich zu persönlich bin- SORRY.

    Gruss
    Oliver
    P.S- dies ist von Gestern.

    NEMO SINE VITIIS EST (Seneka)- keiner ist ohne Fehlern !

  • Hallo Oliver,
    gut als Braumeister arbeite ich nicht mehr, find ich immernoch die logische Konsquenz, wenn man vor dem Alkohol kapituliert hat, und die Trockenheit an oberster Stelle steht.
    Und Provoziert ist nicht das richtige Wort.Es war eher ein Gefühl der Angst mich , wobei ich froh bin das ich das hatte. Allgemein sei gesagt dazu, das zeigt meine Erfahrung hier, jeder bestimmte Verknüpfungen oder Situationen mit Alk verbindet. Das können die unglaublichsten Dinge sein. Deswegen war und ist es für mich wichtig, die Dinge auszuschließen die so wie bei mir, klar auf der Hand lagen.
    Dewegen ist das immernoch aktuelll wie meine Krankheit.
    Ich bin Alkoholiker und bleib es.Heut bezeichne ich mich als trockener Alkoholiker, der den Schnee von gestern nicht zur Lawine werden lassen will.
    Ich will dir nur mal eine Verknüpfung von mir zu Alkohol letzt erzählen:
    Duschshampoon mit Cocos,aufeinmal hat ich eine Erinnerung an die 80er Jahre, da war damals so ein Mischgetränk mit Cocos total in.
    Ich hab dewegen kein Saufdruck bekommen, aber die Gedanken waren da an das Getränk.
    Ich trink auch kein Cola mehr, wegen Mischgetränke.
    Ich hab da für mich einen natürlichen Schutz entwickelt, geschadet hat es mir nicht, sorgsamer und achtsamern mit mir umzugehen.Dadurch lernt man sich auch besser kennen.
    Ganz schön viel für eine Frage, aber da siehst du mal an diesem Beispiel wie vielschichtig unsere Krankheit ist, und wie verschieden das alles sein kann.
    LG
    Jürgen

  • Hallo Jürgrn,
    danke für Deine ehrliche Antwort.
    Die alle Verknüpfungen mit dem Alkohol erlebe ich ständig- jeden Tag. Das spielt sich alles im Kopf ab- wie eine Langzeitaufnahme- manchmal denke ich, dass es kaum möglich ist oder wird, alles auszuschliessen was meine Erinnerungen an Alk. wach hält.Versuche auch irgendwelchen Schuztmechanismus zu entwickeln um diese Gedanken zu vertreiben-zu bremssen usw.- z.Z. ohne Erfolg-die sind da und begleiten mich rund um die Uhr. Diese Krankheit ist wie ein Horror- kann jede Minute explodieren- das macht mich zusätzlich richtig traurig. Eine 8-Bahn der Gefühle- von allen Seiten.
    Um das zu verarbeiten braucht man tatsächlich viel Zeit und Geduld- und denke auch- benötigt man
    Hife von AUSSEN- ich hätte es nicht geschafft /bis jetzt/ohne Unterstützung der Menschen die mich noch nicht "abgeschrieben haben"
    Ich wünsche Dir einen weterhin sonnigen Tag.
    Grüsse
    Oliver

    NEMO SINE VITIIS EST (Seneka)- keiner ist ohne Fehlern !

  • Hallo Oliver,
    du bist genauso wie alle anderen hier nicht abgeschrieben, mich eingeschlossen. Nur zeigt sich jetz wer zu dir steht, das ist wichtig, das sich die Spreu vom Weizen trennt.
    Und das was sich da im Kopf abspielt ist das heimtückische an unserer Krankheit, und es kann nur derjenige verstehen der das mit gemacht hat.
    Diese Achterbahnfahrt der Gefühle ist nicht ohne,es wird besser Oliver, mit der Zeit.Denk nicht was sein wird, denk an jetzt und heute, was du dagegen für dich tun kannst.Red mit jemanden, schreib, egal was hilft, probier alles aus.
    Heute, und laß dich da nicht runterziehen.
    Manchmal ist es auch besser die Welle über einen kommen zulassen,und mal ruhig innehalten.
    Du hast alle Zeit der Welt
    LG
    Jürgen.

  • Hallo Jürgen,
    planen tue ich nur für 2 Tage- mehr ist nicht drin.Unternehme viel/ denke/mit der Familie und 2 Freunden die zu mir stehen-nur 2 von ca.50 die sich als solche noch vor paar Monaten bezeichnet haben.Ab und zu fühle mich richtig isolliert- die ALTE WELT, wo es immer "AKTION" war stirbt langsam mit dem Verzicht auf Alkohol.Es ist nicht alles schlecht was ich währends der letzten 30 Jahren gemacht habe- es gab auch richtig gute Entscheidungen und fantastische Momente- leider...
    immer beinflusst vom Alkohol.
    Letzte Monate zeigen mir, dass auch ohne Alkohol möglich sein kann so zu leben, wie man will.
    Das Leben ohne Alk. ist kompliezierter geworden, veruhrsacht ununterbrochen Nachdenken und fordert Eigeninitiative-das ist was neues- wa ich nicht kannte- was mich beflügelt weiter ohne Alk. zu leben.Gibt mir Kraft die Welt und mich neu zu entdecken und zu verstehen.
    Herzliche Grüsse
    Oliver

    NEMO SINE VITIIS EST (Seneka)- keiner ist ohne Fehlern !

  • Hallo Oliver,
    deine Familie und 2 Freunde, das hast du viel in Händen, halt dies fest.Und je mehr die alte Welt stirbt, umso mehr öffnet sich eine neue Welt.
    Erst jetzt kannst du leben wie du willst, ohne Entscheidungen die durch Alkohol beeinflußt werden.
    Du solltest auch bedenken, bei dir waren es 30, bei mir so 25 Jahre, die uns der Alkohol begleitet hat.Deswegen kommt dir auch alles komplizierter vor. Es ist ungewohnt für uns, und das hast du gut ausgedrückt:
    Es erfordert Eigeninitiative, das kann dir Flügel geben, deine eigenen Entscheidungen zu treffen.
    Was du so schreibst , das kann ich alles nachvollziehen,echt gut.
    LG
    Jürgen

  • Zitat von jürgen42

    und je mehr die alte Welt stirbt, umso mehr öffnet sich eine neue Welt.
    Erst jetzt kannst du leben wie du willst, ohne Entscheidungen die durch Alkohol beeinflußt werden.
    Du solltest auch bedenken, bei dir waren es 30, bei mir so 25 Jahre, die uns der Alkohol begleitet hat.

    Ein schöner Satz Jürgen :D

    Habe mir heute überlegt wie lange ich dran bin :roll: 21 Jahre ich war platt als ich das erkannte. Seit dieser Zeit ist jede Diät wegen dem Alk gescheitert :evil: Hatte zwar Trinkpausen, aber immer einen Ex der trank :shock: und ich irgendwann auch wieder!

    Liebe Grüße Pia

  • Hallo Oliver,

    Zitat

    Das Leben ohne Alk. ist kompliezierter geworden, veruhrsacht ununterbrochen Nachdenken und fordert Eigeninitiative-das ist was neues- was ich nicht kannte- was mich beflügelt weiter ohne Alk. zu leben.

    Für mich ist das Leben ohne Alkohol nicht komplizierter geworden!

    Als ich noch Trinken musste,das hat mich ununterbrochen zum Nachdenken gezwungen,aber nur in die eine Richtung,wie komme ich an meinen nächsten Stoff,woher nehme ich die Kohle?

    Auch dort habe ich auf verletzliche Weise Eigeninitiative zeigen müssen,wie wäre ich sonst an mein Suchtmittel gelangt?

    Hier gilt es,alte Verhaltensmuster über Bord zu werfen,sie durch neue zu ersetzen und Verantwortung für sich und sein Leben zu übernehmen!

    Eine geistige Loslösung vom Suchtmittel wird nicht in Monaten erlangt werden,dieses Bedarf Jahre,wenn nicht sogar Jahrzehnte!!


    Zitat

    die ALTE WELT, wo es immer "AKTION" war stirbt langsam mit dem Verzicht auf Alkohol.

    Ich verzichte nicht auf mein Suchtmittel!

    Ich habe gänzlich mit dem Alkohol gebrochen,ein Verzicht würde bedeuten mir geht da etwas ab,Verzichtsgedanken hatte ich zu nassen Zeiten als ich wieder einmal eine von meinen zahlreichen auferlegten Trinkpausen einlegte!

    Auch hier ist die Rede von der geistigen Loslösung des Suchtmittels,es hat keinen Platz,keinen Raum mehr in meinem neuen Leben!

    Gruß Andi

  • Hallo Andi
    "die ALTE WELT, wo es immer "AKTION" war stirbt langsam mit dem Verzicht auf Alkohol" bedeutet für mich/ hoffe /, dass die alte Welt tatsächlich nur im Langzeitgedächtniss als Ruin azusehen wird.Diese ganze totalle Zerstörung die ich mit dem Alkohol eingerichtet habe- diese Verzweifellte,ständige Sucherei nach Alibi um saufen zu können hat Spuren hinterlassen- tiefe Wunden sowohl in meinem Leben als auch in Leben meiner Familie- und das ist eben für mich KOMPLIEZIERT zu überwinden.Ich bin es mir ziemlich bewusst, das dies Zeit braucht-Kraft und Mut braucht und vor allem Hilfe von aussen braucht um normal- nüchtern leben zu können.Ich überstürze nichts- gehe Schritt für Schritt nach VORN- und wenn wirklich sogar eine geistige Loslösung von Alkohol erst nach meinem Ableben statt finden sollte- bin ich schon heute glücklich sagen zu können: ich bin aufgewacht und kämpfe für mein TROCKENES LEBEN.!
    Gruss-Oliver

    NEMO SINE VITIIS EST (Seneka)- keiner ist ohne Fehlern !

  • Hallo Oliver,
    mit den Verzichtsgedanken habe ich mich erst nach
    längerer Zeit hier im Forum auseinandergesetzt.
    Habe einfach stur meine Distanz zum Alk. Umfeld eingehalten.
    Ich denke das ist das wichtigste
    wenn man beginnt trocken zu werden.
    Durch das viele Lesen und die guten Ratschläge
    die ich hier erhielt, begann ich nach und nach
    zu verstehen was es mit den Verichtsgedanken
    auf sich hat und wie man am besten dagegen
    ansteuert.
    Aber wie Du schon schreibst, es dauert halt seine
    Zeit. Sobald Du in ruhigere Fahrwasser kommst
    wird vieles leichter.

    Bis dann
    Paolo

    Als ich auf einer Kaufhaus-Kundentoilette in meiner eigenen Kotze aufwachte, hätte ich aufhören müssen zu saufen.
    Da war ich gerade mal 20 Jahre alt.
    Es sollten aber noch 30 Jahre vergehen!

  • Hallo Paolo,
    ich will nichts schnell- ich will nichts überstürzen- ich will nur jeden Tag aufwachen und in Spiegel guckend sagen" OK Junge- es geht weiter ohne Alk.ja?" das tue ich seit dem ich Aufgehört habe zu saufen.Super Gefühl-das tut mir sehr gut- bin stolz auf diesen Satz und bewusst was er für mich bedeutet.
    Das Forum finde ich als unerschöpfte Quelle von Ratschlägen,Hinweisen,Tipps und wertvollen Erfahrungen von Menschen die es geschaff haben NÜCHTERN ZU LEBEN und bereit sind diese unschätzbare Lebensweisheiten an bedürftigen wie mich weiter zu vermitteln-ohne dafür selbst belohnt zu werden.
    Das ist eben das spannende-motivierende und interessante bei Euch zu sein und zusätzlich noch wissend NIE ALLEINE gelassen zu sein.

    Schönen Abend noch.
    Gruss
    Oliver

    NEMO SINE VITIIS EST (Seneka)- keiner ist ohne Fehlern !

  • Zitat

    Das Leben ohne Alk. ist komplizierter geworden, verursacht ununterbrochen Nachdenken und fordert Eigeninitiative - das ist was neues- was ich nicht kannte- was mich beflügelt weiter ohne Alk. zu leben

    ... und wenn wirklich sogar eine geistige Loslösung vom Alkohol erst nach meinem Ableben statt finden sollte- bin ich schon heute glücklich sagen zu können: ich bin aufgewacht und kämpfe für mein TROCKENES LEBEN !

    Hallo Oliver,

    du bringst ja in o.a. 1. Satz selbst den Zusammenhang zum Ausdruck.

    ... es ist komplizierter geworden, weil Nachdenken und Eigeninitiative gefordert werden ... du dich nicht weiter im Trott des Teufels Alkohol bewegst.

    Aber, und das wirst du auch noch spüren, kämpft oder empfindet man es nur so, in den Anfängen mehr, wenn man da nicht konsequent, und auch wichtig ist dabei, Eigenerfahrungen, bequemere Wege dabei abzulegen, seinen neuen Weg geht und neuen Lebensstrukturen folgt.

    Trockenheit bedeutet für mich eine geistige Loslösung ... und beides strebst du zu Lebzeiten an.

    Gruß, Freund.

  • Hallo Oliver,

    ja wir sind hier nicht Alleine, es gibt so Viele von uns :wink:

    Jeden Tag erkennen und erlernen wir Etwas dazu, was Uns weiterbringt.
    Und jeder Tag ohne Alk, zeigt Uns, das wir es auch ohne Ihn schaffen können.

    Wir bauen uns Andere Stützen, brauchen keine Seelenkrücke mehr, die Uns behindert.

    Dir noch einen schönen Abend.

    MLG Marion

  • Hallo Freund,
    geistige Loslösung vom Alkohol ? für Dich bestimmt ! ich bin noch nicht so weit. Muss viel lernen um überhaupt zu verstehen was das ist. Momentan kann ich nicht trennen. Sitzt zu tief im Unterbewusstsein.Keine Chance da hin zu kommen. Bestimmt mit der Zeit werde ich verstehen können- werde ich auch geistlich in der Lage sein zu empfinden und fühlen. Für mich wie gesagt zählt, dass ich morgen mich im Spiegel wieder nüchtern erkennen kann.
    Nette Grüsse
    Oliver

    NEMO SINE VITIIS EST (Seneka)- keiner ist ohne Fehlern !

  • Hallo Marion,
    nett wieder von Dir zu lesen.
    Beruhigendes Gefühl zu wissen, das wir hier nicht alleine sind- wirklich.
    Und "Seelenkrücke" ist das beste was ich heute gehört habe- dieser Vergleich führte so eben zu einem LACHANFALL bei mir.
    Das ist selbstverständlich nicht ironisch gemeint.
    Ich Grüsse Dich herzlich und wünsche auch einen schönen Abend noch.
    Oliver

    NEMO SINE VITIIS EST (Seneka)- keiner ist ohne Fehlern !

  • Hallo Oliver,
    nichts überstürzen, mach langsam weiter, du bestimmst das Tempo. Es ist bei jedem verschieden.
    Bei mir hat das auch gedauert, bis ich so den tiefen Sinn erkannt habe.
    Und wenn dir das hilft zur Zeit mit jedem neuen Tag, dann ist das gut, du bist weiter trocken, und mit jedem neuen Tag, kommst du einen Schritt weiter.
    Übrigens, ich mach das heute noch, morgens intensiv in den Spiegel schauen, und ich freu mich jedesmal, mich zu erkennen, nüchtern.
    Das hat was.
    LG
    Jürgen

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