Verdrängung - Blackout oder Selbstschutz

  • Hallo Ihr Lieben,
    in den letzten Monaten habe ich bei mir bemerkt, dass die Co-Abhängigkeit bei mir ein "Ausblenden" gewisser Geschehnisse ausgelöst haben dürfte. Vermutlich hätte mein Körper alle Wahrheit nicht verkraftet und hat somit nur phasenweise immer wieder eine Portion nach der anderen an Bewußtsein freigesetzt.

    Nun ist die Co-Abhängigkeit oder Beziehungssucht ja ebenso eine Sucht wie der Alkoholismus, der sich beispielsweise in Blackouts ect. bemerkbar macht, wie auch den Filmrissen ect.

    Ganz davon abgesehen, dass eines der Dinge - Alkoholsucht - durch eine Substanz zu Stande kommt, so stellte sich mir doch die Frage, ob das nicht eine weitere Gemeinsamkeit ist, auch wenn die Wege der Verdrängung unterschiedlich sind: nur soviel zuzulassen wie die Psyche erlaubt.

    Nach Absetzung des Suchtmittels war es bei mir persönlich so, dass häppchenweise immer mehr an Erinnerungen zurück kehrt. Gerade so, als ob ich so viel an Erinnerungen zurück bekäme, um alle schadlos zu verarbeiten bevor die nächsten kommen.

    Die geballte Ladung an dem was hier so langsam zu Tage trat hätte ich wohl nicht so ganz verkraften können - bezieht sich mit auf meinen Teil der Unterstützung einer Suchtkrankheit.

    Würde mich mal interessieren, ob Ihr das nachvollziehen könnt, bzw. selber so ein Gefühl schon mal hattet.

    Lieben Gruß von Dagmar Co

  • Hallo Dagmar,

    bei mir ist und war es genauso,
    ich habe in meiner Kindheit "Lücken" wirklich Sachen an die ich mich nicht richtig erinnern kann und will, nur leider kommt mit der Zeit und mit den Jahren die Erinnerung nach und nach wieder, was leider nicht so toll ist manchmal fühle ich mich regelrecht von meiner Vergangenheit überholt. Leider tun die Erinnerungen wenn sie wiederkommen erneut weh.

    Lieben Gruß
    Marina

  • Hallo, liebe Marina,
    auch mir fiel das auf, dass immer etwas mehr aus der Versenkung hochkommt. Das tut dann weh, dann scheint die Trauer bearbeitet zu werden, dieses Geschehniss als real in der Erinnerung zu sein und einfach zum Erlebten zugehörig zu werden.

    Dann ist vielleiht eine Zeit lang nichts und dann kommt (bei mir) so das eine oder andere hoch. Oftmals nicht komplett, sondern nur so ein roter Faden, der sich dann innerhalb einer gewissen Zeit zu einem Wollknäuel bindet, aus welchem ich dann die Geschichte "stricken" kann bzw. aus der Versenkung holen.

    Ich glaube Marina, das ist kein leider - auch wenn es schmerzt. Ich glaube, dass ist der Punkt "da wo es weh tut, da bist Du richtig". Wenn wir das real im Kopf erfassen was weh tut haben wir jetzt vielleicht die Chance es zu beleuchten. Wir haben jetzt vielleicht die Möglichkeit die Schuldfrage aussen vor zu lassen und einfach daran zu arbeiten was das in uns bewirkte und wie wir zukünftig anders - und für uns gesünder - damit umgehen können.

    Danke für Dein Feedback,

    lieben Gruß von dagmar
    co

  • hallo ihr lieben
    habe oft blackouts.konnte mich jahrelang nicht an meine kindheit erinnern. dachte es sei normal.

    manches schöne ist hängen geblieben.
    so sachen wie wetter , blumenwiesen. solche dinge wie ich immer draussen spielte sommer wie winter von morgens bis abends. schöne dinge die mich glücklich machen. auch schöne erlebnisse mit den geschwistern den eltern. vieles was mich nicht belastet.

    dachte viele jahre ich habe eine schöne kindheit gehabt.
    War nur erstaunt warum ich so viel draussen war. und dann die klarheit. ich war als kind in meiner eigenen welt. hab mich weggebeamt damit ich die warheit nicht erleben musste.hatte oft tagträume. gerade in zeiten wo meine mutter nicht für uns da sein konnte.

    leider kommen die anderen erlebnisse erst die letzten jahre hoch. seit dem ich weiss was mit mir los ist. da purzeln nur noch geschichten aus meiner verdrängung dass ich es kaum fassen kann.

    verdrängung.sie arbeitete in mir um nicht verrückt zu werden. sie arbeitete in mir um mein leben weiter leben zu können. als kind hab ich mich in meiner phantasie wohl gefühlt. darum konnte mein unterbewustsein so vieles verdrängen.

    es war dennoch gut so, denn es war der schutz den ich brauchte um mich weitgehend gesund zu entwickeln.

    lg melinak

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