Hallo,
hatte vorher ein Gespräch mit meinem Vater. Es ist darum gegangen dass er eine Kur machen will wegen seinem schmerzhaften Knie dass er zur Zeit hat. Dann hatte ich gefragt wann er denn auf Kur geht, er hatte nur gemeint er wisse es noch nicht genau. Er hatte mich dann gefragt warum ich in diese Frage gestellt hatte. Ich hatte ihn dann berichtet was ich in März nächstes Jahres vor habe, dass ich eine Alkohol- Entwöhnungstherapie machen will. Er hatte dann nur mich gefragt ob es einen Sinn machen würde. Worauf ich dann geantwortet hatte ich will alles versuchen um nicht mehr Alkohol zu trinken. Ich hatte dann dass Gefühl bei ihm dass er an mir zweifelt. Jetzt weiss ich nicht ob es ein Fehler war mit ihm darüber zu sprechen, denn ich glaube dass er mich sowieso nicht versteht was das Thema Alkohol geht und ich mir momentan wirklich schwer tue mit dem Trocken zu bleiben.
Lg Susi
Schritt für Schritt
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Liebe Susi!
Wenn du stark bleibst kann das ihn sich selber gegenüber nur in Frage stellen.
Aber glaub mir,Du bräuchtest dringend Abstand von zu Hause!!!Das ist alles sehr viel für Dich.Aber ich bin sicher,Du schaffst das!
Zwischen Deinen Zeilen lese ich immer viel Mut und Willen.
Und das Schöne ist,dass Du im Dialog mit uns bleibst.
Weiter so!Liebe Grüsse
Yvonne -
Hallo Yvonne,
ich weiss dass ich normalerweise dringend Abstand von zu Hause bräuchte. Da es momentan eben nicht anders geht will ich so viel wiemöglich im Forum hier lesen und schreiben. Denn dass ist momentan das einzige wo ich mich übers Wasser halten kann. Und danke für deine netten Worte und von den anderen Leuten auch. Danke vielmals!!
Lg Susi -
Hallo,
habe gerade so einen schlimmen Saufdruck. Was kann ich jetzt am besten machen? Nicht nur dass mein Vater voll betrunken ist und ich gerade einen Streit mit ihm hatte nein ich habe wieder eine S...Beziehung mit einem Mann angefangen wo ich genau weiss dass er mir momentan nicht gut tut. Denn ich liebe diesen Mann und komme einfach nicht los von ihm und jetzt ist er gerade wieder zu seiner "Familie" nach hause gefahren. Ich weiss ich bin doch selber schuld an dieser Sache. Aber ich fühle mich echt sehr einsam :-(.
Lg Susi -
Hi Susi,
schlimmer Saufdruck? Riesenkanne Tee machen und viel trinken!!!!! Wasser, Vitaminsäfte, etc. alles ohne Alkohol und Zucker ist auch ok.Und Dich ablenken - klasse, dass Du schonmal hier geschrieben hast! Fernsehen, ne DVD rein, was immer Du gerne machst - alles, nur kein Alk trinken!
Hast Du ne gute Freundin, der Du tel. kannst? Die mit Dir vllt. auch ins Kino geht o.ä?
LG Skybird
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Hallo Skybird,
ja habe eine gute Freundin mit der ich telefonieren kann. Ich werde sie dann auch anrufen. Fort gehen kann ich nicht denn ich muss schauen dass bei uns im haus sehr warm ist muss immer Holzscheideln nachlegen damit dass Feuer nicht ausgeht. Werde mir noch einen Liter Wasser mit Dicksaft herrichten. Danke für diese Tipps und für das lesen!
Lg Susi -
Hallo,
so meine Freundin ist gerade nicht da zum telefonieren. Also werde ich hier weiterschreiben da ich sonst noch womöglich auf blöde Gedanken komme. Weiss nicht mit wem ich noch über meine Alkoholproblem am telefon reden kann.
Lg Susi -
Hallo Erdling,
danke für die Info. Habe doch meine Freundin erreicht. Habe mit ihr lange gesprochen und jetzt geht es mir wesentlich besser. Bin ich froh dass ich nicht in das nächste Geschäft bzw. Tankstelle gefahren bin um was Alkoholisches zu kaufen. Werde noch mich noch ein bisschen im Internet um schauen und dann gehe ich schlafen.
Lg Susi -
Uff,Susi!
Das hast Du überstanden!Gut!
Es ist schon praktisch,dass hier im Forum immer jemand ist,der antwortet,gell! Ich war auch schon unheimlich froh darum.Irgendwie habe ich den Eindruck,dass Du auf einem Pulverfass sitzt in der Nähe Deines Vaters.Ob Du wohl so Deine Ruhe findest um richtige Trockenheitsarbeit zu leisten?
Weisst Du,ich denke,wenn Du in Ruhe für Dich reflektieren kannst hilft Dir das auch für Dein Problem mit dem Mann von dem Du uns geschrieben hast.Und das Holz,bist Du die Einzige die es klein macht,zerhackt?
Nun,da kannst Du auch über alles nachdenken,wenn Du das machst,aber es ist doch sicher affenkalt,bist doch draussen,oder?Ich schicke Dir mal ganz liebe GrüsseHalt die Ohren steif!!!
Yvonne -
Klasse, Susi, gut gemacht!!!!!! Jetzt auf weitere trockene 24 Stunden!
Wünsch Dir eine gute Nacht!
Skybird -
Hallo Yvonne und Skybird,
danke fürs Antworten. Ja Yvonne hast schon richtig erkannt ich sitzte neben meinen Vater auf einen Pulverfass. Aber gott sei Dank war ja das Forum da, hat mir wirklich sehr geholfen in dem moment nichts zu trinken und so hatte ich es gestern abend geschafft nichts zu trinken. Ja wegen den Holz, mein Vater hatte vor drei Wochen eine schwere Kopfoperation da kann er längere Zeit nicht schwer arbeiten bzw. darf nicht anstrengente arbeiten machen.
Lg Susi -
Hallo,
muss schon wieder was los werden. Ich hoffe es wird euch nicht zuviel wenn ich so viel schreibe über meine Sorgen und Ängste. Ich hatte gestern ja einen Streit mit meinen Vater gehabt wo er betrunken war. Jetzt denke ich schon den ganzen Tag darüber nach ob es nicht meine Schuld ist dass er soviel trinkt. Mich plagen momentan auch so vieel Schuldgefühle dass ich am liebsten zu den nächsten Geschäft oder Tankstelle fahren möchte um mir was Alkoholische zu kaufen. Denn meine Eltern sind vor vier Jahren geschieden seit her übernimmt mein Vater dass ganze Haus mit den Schulden und den anderen Kosten was anfällt. Heuer im Herbst sind wir dann so zu reden gekommen wegen dem Geld usw. und den Zahlungen. Er hatte nur gemeint er würde nie mehr so viel Kredit aufnehmen bei einer Bank. Und dann sagt er er zu mir wenn ich nicht in diesen Haus noch leben würde hätte er es schon längst verkauft. Was mich jetzt eben die Frage stellt bin ich jetzt Schuld dass er trinkt weil ich noch in diesen Haus lebe und er sich so schwer tut mit den Zahlungen? Wenn ich jetzt schon wieder daran denke dass ich schuld sein könnte möchte ich mich am liebsten .... ihr wisst schon was. Bei mir sind noch soviele Themen wo ich glaube dass ich an allen Schuld bin und irgendwie kriege ich diese Schuldgefühle los.
Lg Susi -
Liebe Susi,
ich gehöre zu den Erwachsenen Kinder von Alkoholikern. In diesem Fall einer Alkoholikerin.
Dein Vater entscheidet selbst, ob er trinkt oder nicht.
Das wichtigste für mich war zu lernen ich bin niemals Schuld daran, dass meine Mutter trinkt.
Egal wie schlecht es ihr geht, ob sie zur Flasche greift bleibt ihre Entscheidung.
Und dass sie sie trifft, das kann ich nicht ändern. Es gibt auch andere Wege solche Probleme zu lösen und ich denke das ist auch ein Thema auf das du noch häufiger stoßen wirst auf deinem Weg in die Trockenheit.
Liebe Grüße, Roa
PS: Hier kannst du nie zu viel schreiben, nie zu viel von dir erzählen! Dafür sind wir alle hier! Um uns endlich mal die Seele aus dem Leib schreiben zu können und auf Menschen zu stoßen, die es lesen, daraus sogar etwas für sich ziehen können.
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Hallo Susi,
Wenn Du Dich nur von Deiner Schuld leiten lässt, wirst Du Sie nie loslassen und es wird, dann immer ein Grund für Dich sein, ich bin schuld, mein Vater trinkt dann trinke ich auch.
Dann wirst Du nie ausbrechen und Dich ständig im Kreis drehen.
Wenn Du wirklich trocken und zufrieden leben willst, dann spreche mit Deinem Vater, das er wegen Dir nicht an dem Haus festhalten muss, damit bräuchtest Du kein schlechtes Gewissen mehr haben.
Er braucht nicht wegen der Schulden saufen, es gibt so viele Möglichkeiten, wenn Dein Vater erst merkt, wie sicher Du wirst, wird er vieleicht auch erkennen, das der Alk, Euch nur ausbremst.
Wenn man wirklich will, findet man Auswege, ansonsten hälst Du an Altem fest und beteubst Dich irgendwann wieder, dieser Kreislauf, muss durchbrochen werden.
Gehe mal in Dich und frage Dich ehrlich was Du willst und suche dann gezielt nach Möglichkeiten, dem Kreislauf zu entgehen.
Dann gehst Du step by step, mit viel harter Arbeit an Dir in eine bestimmt positivere Zukunft.Wenn Dein Vater nicht mitzieht, dann mache es für Dich, man sollte sowieso nur für sich trocken werden.
Ich wünsche Dir dabei viel Kraft denn die wirst Du genauso brauchen wie die Geduld

MLG Mandy
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Liebe Susi!
Gut,dass Du alles hier rein schreibst.
Deine Schuldgefühle scheinen Dich zu erdrücken.
Dabei bist Du gar nicht schuld!!!!! ÜBERHAUPT NICHT!!!!
Schreib Dir das dick hinter die Ohren!Siehst Du,statt zur Tankstelle zu gehen bist Du ins Forum gekommen,das ist viiiiel besser!!
Du kannst nur für Dich trocken werden und bleiben.
Nimm Dir Zeit für Dich!Und beginne doch Schritt für Schritt Dein eigenes Leben zu leben.Mit der Zeit kannst Du Dich besser gegen Deinen Vater abgrenzen.Überleg Dir wie Du Dein EIGENES Leben gestalten kannst. Für Dich!
Bleiben wir trocken für die nächsten 24 Stunden,o.k.?
Liebe Grüsse
Yvonne -
Hallo,
danke nochmals für diese netten Worte die machen mir echt Mut. Ich weiss ich muss versuchen meine Schuldgefühle zu vergessen aber irgendwie habe ich dass Gefühl dass ich diese verdient habe. Denn es ist doch so, Eltern passen oder schauen auf ihre Kinder wenn sie klein oder krank sind oder nicht? Und dann wenn Eltern Hilfe von ihren Kindern benötigen sollte man denenen auch helfen oder nicht? Worauf ich hinaus will ist diese Sache. Ich habe seit Baby auf schon immer eine Hauterkrankung die ich bis heute habe, als ich klein war haben meine Eltern für mich immer das notwendigste getan damit es mir gut geht bzw. besser geht. Und jetzt da ich Erwachsen bin muss ich auf den Vater schauen dass ich ihn so gut es geht helfen kann auch mit der Sauferei und mit dem Haus usw. dass heisst ich bin es ihn schuldig ein Lebenlang oder nicht? Oder verstehe ich die ganze Sache falsch. Ich weiss es auch nicht, ich weiss nur dass ich manchmal mit den Schuldgefühlen so verwirrt bin dass ich nicht mehr weiss was richtig oder falsch ist. Vielleicht habe ich ein paar Denkfehler.
Lg Susi -
Liebe Susi,
ich bin meinen Eltern nur eins schuldig: die selbstbewussteste, glücklichste, erfolgreichste und ausgeglichenste Version meiner selbst zu werden, die ich sein kann.
Und wenn meine Eltern schwer krank werden und es mir möglich ist ihnen durch meine Pflege zu helfen und ich das aus Liebe tue und weil es mir gut tut ihnen beistehen zu können und nicht aus schlechtem gewissen, dann werde ich sie auch pflegen.
Meine Mutter ist schwer krank: alkoholkrank.
Aber diese Krankheit ist eine Sucht und beinhaltet damit noch ein paar andere Lücken.
Wenn ich auf ihre Krankheit mir Co-abhängigkeit reagiere, dann unterstütze ich den Fortlauf ihrer Sucht bloß noch.
Verweigere ich es ihr ihr leben bequem zu machen und ihr erst dann zur seite zu stehen wenn sie gesund und trocken werden will, dann kann das im besten fall sogar dazu führen, dass sie ihren tiefpunkt erreicht und ernsthaft trocken werden will.
Wer Kinder bekommt der sollte sich bewusst sein über die enorme Verantwortung die er jahrelang für die Kinder übernimmt. Die gesamte Verantwortung liegt bei ihnen. Und wenn sie ihre Kinder mit Liebe erziehen und ihnen den Weg in ein gesundes, gutes Leben zeigen, dann werden sie dies Liebe auch zurückbekommen. Die Kinder aus Liebe im Alter, bei Krankheit helfen.
Meiner Meinung nach.
Als Kind bin ich aber nicht von vornherein Schuld für das Leid meiner Eltern. Meine Mutter hat sich schon vor meiner Geburt für die Sucht entschieden.
Und der Grund für das Trinken/das Leid meiner Eltern zu sein, den Gedanken habe ich endlich abgestreift. Das reden sie einem gerne ein, die lieben Eltern. Aber sie sind erwachsen, tragen die Verantwortung für sich.
Jetzt musst du dich erstmal um dich kümmern, etwas für deine Trockenheit tun, dabei deinen Vater völlig außer Acht lassen!
Lieber Gruß, Roa, Erwaschenes Kind
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Hallo Roa,
vielen Dank für diese Sichtweise. So habe ich dass noch nie gesehen. Jetzt verstehe ich einiges zumindest versuche es zu verstehen. Ich werde in Zukunft nun mehr auf mich konzentrieren so gut es geht!!! Ich habe letztens mit meiner Freundin gesprochen, über mich und meinen Vater. Und da hatte ich zu ihr etwas gesagt worüber ich sehr lange noch nachgedacht habe. Ich sagte zu ihr, wenn ich alleine für mich entscheide müsste oder könnte dann weiss ich auch schon was ich alles vorhabe um trocken zu werden. Und zwar dass erste wäre von zuhause ausziehen, eine Entwöhnung machen und danach SHG. Aber um ehrlich zu sein wovor ich am meisten Angst habe ist wenn ich all das so mache wie ich es beschrieben habe dass mich dann mein Vater und andere diverse Familienmitglieder mich in Stich lassen und ich mich dann noch einsamer vorkomme als ich es eh schon ohnehin bin.
Lg Susi -
Hallo Susi,
Roa hat das wunderbar beschrieben, ich als trockene Alkoholikerin, sehe das genauso.
Mit Deinem letzten Satz, hast Du die Katze aus dem Sack gelassen, es ist auch Deine Angst fallen gelassen zu werden.
Also ist die Angst, eigenständig für Dein Leben Verantwortung zu übernehmen, grösser, als Dein Handeln

Wenn Du an dem Punkt bist, ehrlich mit Dir zu sein, dann solltest Du auch daran arbeiten und Dich nicht weiter, selber, bemitleiden, das ist nicht gut für Dich, das bremst Dich aus.
Wer die Angst nicht kennt, der kann auch den nötigen Mut nicht kennen lernen und Mut brauchst Du, um aus dem Kreislauf auszubrechen.
Rede mit Deinen Verwandten und schildere Ihnen, wie es in Dir aussieht, dann weist Du wo Du dran bist. Die Entwöhnung, kannst Du doch auch unabhängig davon machen, ob Du noch zu Hause wohnst oder nicht, denke ich mal.
Von der Beantragung einer eventuellen LZT und den Beginn Dieser, vergehen meist ein paar Monate, da hast Du noch jede Menge Zeit, zu planen. Ausserdem sind da auch Sozialarbeiter, die Dir mit Sicherheit irgendwie weiter helfen können. Denn viele Lebenssituationen, ähneln sich, da bist Du nicht Alleine.
Und bevor Du weiter ins IAS Syndrom rutscht und Dir die Schuld für Etwas gibst, solltest Du vieleicht mal anfangen, Etwas zu ändern.
Denn das Glück, klopft mit Sicherheit nicht an Deine Türe, Du musst Ihm schon entgegen gehen.
MLG Mandy
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Zitat
Aber um ehrlich zu sein wovor ich am meisten Angst habe ist wenn ich all das so mache wie ich es beschrieben habe dass mich dann mein Vater und andere diverse Familienmitglieder mich in Stich lassen und ich mich dann noch einsamer vorkomme als ich es eh schon ohnehin bin.
Hi Susi, ja, das kann sein, dass das passiert. Vielleicht besteht aber auch die Möglichkeit, dass Du auf einmal Zuspruch von Deiner Familie bekommst, oder Teilen davon, weil sie froh sind, dass Du etwas geändert hast? Und vielleicht ergeben sich neue "Familienmitglieder" in Deinem Freundeskreis? Denn es ist nicht nur unsere Ursprungsfamilie, die uns unterstützt und prägt!
Wenn Du es nicht ausprobierst, dann wirst Du es nicht wissen, aber ein Leben lang Angst vor dem "Was wäre wenn..." haben.
Was ist erstrebenswerter für Dich?
Liebe Grüsse
Skybird -
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