Rückfall eines Shg-Mitglieds

  • Hallo an alle!Bekam heute morgen einen Hilferuf aus meiner Shg.Jemand ist seit 2 Tagen rückfällig.Die gleiche Situation gab es vor einem Jahr schonmal.(gleiche Person).Nach ein paar Tagen trinken hat diejenige dann ohne ärztl.Hilfe aufgehört und war seitdem trocken.Jetzt wieder das gleiche "spielchen".Hilfe inform von Beleitung zum Arzt wird konsequent abgelehnt.Das Ganze zieht mich sehr runter weil ich sie sehr mag.Die Anzeichen für einen baldigen Rückfall waren die gleichen wie beim letzten Mal.Die Shg.konnte nicht helfen.Sie meldet sich erst wenn der Alkohol schon fliesst und dann kommt niemand mehr an sie ran.Telefon schellt fasst stündlich ,badet in Selbstmitleid "mir gehts gar nicht gut ".Leidet zusätzlich an Depressionen u.Ängsten,nimmt Med.dafür ,lehnt aber weitere Therapien ab.Was soll ich tun?Nicht mehr ans Telefon gehen?Mir gehts deswegen heute nicht gut.Bin seit Mai 2007 trocken und zufrieden.Leide aber m.E.an einem "Helfersymdrom"-fühle mich aber voll überfordert!Liebe Grüsse von Backmaus (seit 2 Tagen im Forum)

  • Servus Backmaus,

    ich sehe in diesem Fall keine Möglichkeit für Dich zu handeln, wenn es Dich bereits "runterzieht".

    Dir bleibt nur, ihr ganz klar zu sagen dass zuerst ein Aufhören und entsprechender Arztbesuch ansteht, und dann kann Gruppenhilfe greifen.

    Mehr bleibt dir nicht. Schütze Deine Trockenheit, wenn Du merkst, dass Dir der Kontakt außerhalb der Gruppe nicht gut tut!

    Sie weiss, wie und wo sie Hilfe bekommen kann (Klinik, Arzt, Therapeut etc). Es gibt keinen Grund, Dich da mit rein zu ziehen. Du bist nicht für ihre Trockenheit verantwortlich, sondern sie selbst.

    Arztbesuch ja, alles Andere (Telefonate etc): nein, erst wieder, wenn sie trocken ist.


    LG
    Spedi

  • Thema Rückfall eines Shg-mitglieds

    Danke Spedi für die schnelle Antwort!Werde jetzt gleich zur Shg-Weih.feier fahren.Leider sind wir dann heute nicht vollzählig.Mal schauen ,was die Anderen sagen -bin wohl wieder nicht die Einzige ,die angerufen wurde aus meiner Shg.Schade alles! Gruss an alle -ich freu mich auch-----auf viele Kekse

    Backmaus

  • Hallo Backmaus!

    Die Kekse hast du sicher schon lange verdaut und verwertet!

    Wie war die Weihnachtsfeier Deiner SHG?

    Ich wünsche Dir einen ganz guten 4.Advent.

    Herzliche Grüsse
    Yvonne

    ichbinda123

  • Hallo Spanijoggel

    danke der Nachfrage!Die Kekse sitzen an der wohlbekannten Stelle-hab aber schon mit Sport dagegen gesteuert sonst ist nach Weihnachten alles zu spät.Die SHG-Weihnachtsfeier war schön -jeder brachte was Süsses mit.....Unsere Rückfallerin hat natürlich gefehlt.Einige Gruppen -Mitglieder wussten schon Bescheid ,weil sie auch schon von ihr angerufen wurden.Strategie von uns:(wie schon beim letzten Rückfall)Hilfe inform von Begleitung zum Arzt o.Krankenhaus anbieten -wenn nicht gewünscht .u.nur Rumgejammer-auflegen.Wie gesagt Therapie auch wegen der Depressionen wobei ich mich frage was zuerst da war werden immer wieder rausgeschoben u. der Entzug nach etwa 1Woche Trinkerei wird zuhause vollzogen. Da sie alleine lebt mache ich mir deswegen Sorgen aber sie weiss was passieren kann.Soweit zu diesem Thema.Wieso stehst du am heiligen1.Advent so früh auf?Musst du Hühner füttern?Vollmond ist doch vorbei.

    Liebe Grüsse

    Backmaus

  • Hallo Backmaus,

    ich würde sagen: Schnell weg und links liegenlassen.

    Mein Prinzip: Werde ich um Hilfe gebeten, wenn derjenige nüchtern ist, alles okay, trinkt die Person schon, absolutes nein!

    Auch bei mir hatte sich eine wirklich liebe Person aus meiner alten SHG gemeldet, wir trafen uns und sie roch nach Alkohol. Ich habe den Kaffee noch durchgestanden, aber eine weitere Verabredung abgelehnt.
    Ich fand es unerträglich, ausgerechnet mich zu belügen, kenne ich doch auch alle Kniffe, ausgerechnet zu einer trockenen Alkoholikerin mit Alk im Blut zu kommen, um dann noch zu jammern und anderen die Schuld zu geben. Dazu ist mir meine Zeit zu schade und ich empfinde das auch als persönlichen Angriff für meine Trockenheit, denn mich zog es auch runter, zudem sie auch noch so entsetzlich schlecht aussah.
    Nein, diese Person treffe ich nicht wieder.

    Wie gesagt, ich helfe gerne, aber da hört es auf!

    Lobanshee

  • Hallo Backmaus!

    Ich bin so früh aufgestanden weil ich ins Konzert wollte.Dieses fing um 10h30 an.
    Also hatte ich so noch Zeit fürs Forum,fürs Frühstück
    und für 1 Std um den Hund etwas rum zu jagen,damit er nachher schläft.
    Um 09h30 fuhr mein Zug......Ist gut aufgegangen! :lol:

    Weisst Du,die Frau aus Deiner SHG,die rückfällig geworden ist,die wird nicht trockener wenn Du Dir Sorgen um sie machst!
    Und Du tust dir nichts gutes damit. Es ist sicher besser wenn du dich da nicht reinhängst.

    Bleib bei Dir und pass auf Dich auf,ja?

    Herzliche Grüsse
    Yvonne

    ichbinda123

  • Hallo Spanijoggel

    bin schon die letzten 2 Tage auf Abstand gegangen.Es war wie beim letzten Rückfall meiner Bekannten-erst bin ich völlig von der Rolle weil ich nicht damit gerechnet habe und dann morgens früh der Anruf von ihr.Nach einiger Zeit merke ich dann das ich nichts ändern kann und tue mir Gutes-vorhin mit Familie lecker Essen gewesen.Danke für deinen Zuspruch

    Liebe Grüsse Backmaus

  • Hi Spanijoggel

    danke-hat geklappt.Grosseinkauf Lebensmittel u.Getränke u.alle hatten die gleiche Idee! Aber mein Mann und ich haben das Beste draus gemacht.Jedenfalls von mir aus kanns jetzt losgehen-mit Weihnachten.Von meiner SHG-gefährten hab'ich nichts mehr gehört-ich nehm's als gutes Zeichen war beim letzten Rückfall auch so.Liebe Grüsse

    Backmaus

  • Hallo Jürgen

    danke für den Zuspruch!
    hatte heute mal kurz dran gedacht bei meiner SHG-kollegin anzurufen habe die Idee aber wieder verworfen.Könnte sich ja auch bei mir melden das es ihr wieder"gut" geht.Ausserdem wollte ich mich ja auch nicht immer so viel "kümmern".Du weisst schon sog."Helfersyndrom".Habe heute nur zwei Leutchen angerufen mit denen ich schon immer viel lachen konnte,die meinen"Werdegang"zur Trockenheit begleitet haben u.die mir viel bedeuten.
    LG

    Backmaus

  • Hallo Backmaus,
    was mich an Deinem beitragwundert ist, dass es sich so anhört, als ob Du coabhängiges Verhalten an den Tag legst. ich bin imemr davon ausgegenagen, dass man als trockener Alkoholiker/in die Mechanismen besser durchblickt und aus eigenerErfahrung auch besser weiß, dass man dem alkoholabhängigen garnicht helfenkann. So wirds uns Cos ja immer erklärt.
    Es erschreckt mich jetzt sogar ein wenig, dass trotzdem solch eine 'Illusion' vorherrschen kann, dass es doch funktionieren könnte.
    Könnte es vielleicht sogar sein, dass Du aufpassen mußt , dass Du selber keine Suchtverlagerung erfährst. Ich weiß, ich habe mich jetzt schlecht und ganz unprofessionell ausgedrückt. Aber vielleicht verstehst du, was ich meine, worauf ich dich aufmerksam machen wollte. Umgekehrt kann es ja genauso möglich sein und habe ich auch schon bei eienigen Coabhängigen gelsen, dass sie den Partner überzeugen wollen aufzuhören mit dem Alkohol und dann selber mittrinken und abhängig werden aus einer gewissen Ohmacht oder Verzweiflung heraus.
    Bei Deiner Geschichte kommt mir jetzt die Frage auf: Wieso berührt Dich das Schicksal Deiner SHG-Angehörigen so sehr? Verbirgen sich dahinter vielleicht eigene Ängste, dass Du selber rückfällig werden könntest. Möchtest Du es vielleicht jetzt sozusagen 'ab ihrer stelle schaffen', um es dir selber zu beweisen? Du weißt doch, dass du es für sie nicht machen kannst, da muß sie selber durch.
    Dieses Helfersyndrom hat immer mit uns zu tun.
    Du hast jetzt zum Glück keine intensive Beziehung zu dieser Person. Aber da sind sicher in Deienr Lebensgeschcihte irgendwelche Auslöser dieses Helfersyndroms, an denen du noch arbeiten mußt, die auf der einen Seite sicher zu Deiner Alkoholsucht, auf der anderen Seite aber auch zu Deinem Helfersyndrom führen. Du bist trocken, aber ich habe jetzt durch Lesen im Forum verstanden, dass das ein Schritt von vielen ist, dass man noch weiter 'arbeiten' muß an seiner Geschichte, die wohl bei uns allen irgendwo Schwachstellen hat an denen wir arbeiten müssen.
    Die Wurzeln mögen bei uns allen sogar ähnlich sein. Als Alkoholiker flüchtet man sich eher in eine Scheinwelt, versucht Gefühle zu betäuben oder verfälscht sie, läuft weg. Als Coabhänge begiebt man sich aber auch in eine Scheinwelt, in einen Zustand an denen man an Illusionen festhält, Problemem nicht wahrhaben will, sich dann eine (scheinbar ) gut funktionierende Welt zusammenbastelt bis auch dieses Kartenhaus zusammen bricht. Ganz so ausgeprägt ist es wohl nicht bei dir. Was mir am meisten auffällt aus allen Beiträgen hier ist, dass wir alle eine gewisse Labilität haben und Stärke entwickeln müssen, auch mal richitg Nein sagen lernen, und es auch meinen, und damit auch unseren Partnern, Kindern und in der SHG als ein gutes Vorbild werden können. Auch bei uns Co's ist es so. Wir versuchen erstmal tagelang uns mit den anderen Co's zu solidarisieren, uns gegegnseitig unser Leid vorzuklagen usw. Aber wenn es darum geht Stärke zu zeigen, wenn es darum geht sich zu trennen, wenn es untragbar wird, wenn es darum geht, dass wir uns sogar Gewalt antuen lassen- dann wird es schwierig. Da hilft es uns kein STück weiter, wenn wir hier lesen, dasss es auch noch hunderte andere Cos gibt, die ebenfalls geschlagen und gedemütigt werden und ebenso wenig dagegen unternehmen. Dadruch wird unser Schmerz nicht weniger. Sondern nur, wenn wir uns an denen orientieren, die es geschafft haben sich dem zu entziehen.
    Manchmal hatte ich sogar schon den Eindruck, dass wir Cos uns noch weniger eingestehen, dass wir abhängig sind. und wenn wir das erkannt haben, tun wir uns immer noch schwer etwas dagegen zu tun und suchen noch weiter nach einem Ausweg aus der Sucht ohne der Sucht ins Auge zu sehen. Mit anderen Worten: Unser Tiefpunkt ist noch nicht erreicht. Auch ich habe so vieles noch nciht verstanden, warum diese Kobination ALkoholiker / Coabhängier überhaupt so gut funktioniert und wie wir uns gegenseitig in die Süchte schaukeln. Ich weiß, eiens bewirkt das andere. Aber die Mechanismen habe ich selber noch nicht durchblickt.
    Beide Tendenzen scheinen in uns zu schlummern,
    oder zumindest die Grundvorraussetzungen.
    Und damit sind wir wieder bei Dir angekommen. Da würde ich Dir mal empfehlen anzusetzen, auf jeden Fall Dich ertsmal vor in der sucht lebenden , sich selbst zerstörenden Menschen fernhalten.
    Wir müssen ein gesundes Gefühl dafür entwickeln, was uns und auch anderen gut tut und was nciht.
    Da stimmt bei uns süchtigen etwas nciht. Wi solleen den anderen und auch uns selbst gegenüber kien Mitleid entwickeln. Wir müssen Distanz halten zu den anderen und können Ihnen nur mit einer Haltung helfen, wenn wir selber die Dinge unbetroffen und distanziert sehen, das Ziel im Auge haben , also auch ein wenig mit Gefühlskälte reagieren. Halt auch wie es ein Therapeut machen sollte. Also nicht identifizieren, sondern mit Bestand betrachten. Vielleicht hilft es in Deinem Fall einfach, dass Du Dich darauf mal besinnst und Dir klar wird, dass nur so Du auch überhaupt jemandem helfenkannst: Stärke vorleben und nicht in Mitleid schwelgen und 'rumeiern', wie hier immer so schön gesagt wird.
    Weiterhin ein schönes Weihanchten wünscht dir Paddy.

  • Guten Morgen,Backmaus!

    Paddys Beitrag hat mich recht beeindruckt.Sie bringt es auf den Punkt und erklärt warum was so ist.

    Heraus genommen habe ich mir:Es ist wichtig,dass wir uns abgrenzen! Das zu unserem Schutz und für unser eigenes Weiterkommen.
    Rumeiern und sich mit dem Problem anderer belasten ist reines Suchtverhalten.

    Ja,so sehe ich es.Und Du?

    Ich wünsche Dir einen ganz guten Tag!

    Liebe Grüsse
    Yvonne

    ichbinda123

  • Hallo Paddy

    ich weiss das ich immer helfen will aber dasmit der Abgrenzung ist mir acch schon besser gelungen als vor ein paar Monaten.Da war schon mal ein Rückfall u.da kreisten förmlich meine Gedanken um dieses Thema.Ich komme aus einem soz.Beruf-komischerweise habe ich berufliche Probleme immer "auf der Arbeit "lassen können.Ich weiss auch das ich immer andere "bekehren"möchte-aber jede Alkoholkarriere ist anders-ich war ein sog.Quartalstrinker -vielleicht ist da alles anders.Ich arbeite aber an mir -werde weiterhin Seminare besuchen ,die von der SHG organisiert werden.Bin sehr zufrieden mit mir,habe auch keine Angst vor einem Rückfall-bin sehr vorsichtig.Sehe mein Helfenwollen als einen Teil meines Charakters u.nicht unbedingt als was negatives-muss "nur"die Grenzen setzen.Im familiären Bereich bekomme ich von Mann u.Kindern schnell ein STOP!
    Paddy-mach Dir keine Sorgen-lieb von Dir!!!


    Hallo Spanijoggel oder Yvonne????Weiss gar nicht wie Du angesprochen wirst.
    Bist ja schon wieder früh aktiv--wünsche Dir auch einen schönen Tag.Hast Du Schnee?

    Liebe Grüsse an euch beide

    Backmaus

  • Werde sid vorgestern wieder von dieser Person belästigt.Mindestens einMal täglich.

    Lege ,wenn ich merke dass die gleiche Leierei wieder Losgeht kommentarlos auf;habe deswegen ein schlechtes Gewissen auch wenn ihr sagt ,ich soll mich nicht kümmern.

    Gruss

    Backmaus

  • Liebe Backmaus,

    endlich komme ich dazu, dir meine Meinung zu schildern, die übrigens mit der meiner Vorposter übereinstimmt - um deiner selbst Willen: Grenze dich ab!
    Fällt dir nicht auf, dass du nicht mehr von "SHG-Mitglied" sprichst, sondern von einer "Person" und von "belästigen"? Das zeigt mir ganz deutlich, dass du einen ordentlichen Groll in dir trägst, weil du bewusst oder unbewusst spürst, dass hier ein bisschen Zuhören und vor allem das Appellieren an das kleine Einmaleins der Abstinenz nicht mehr fruchtet. Ich gehe ja gar nicht einmal davon aus, dass sie dir tatsächlich ernsthaft gefährlich werden könnte, aber alleine ein Genervt-Sein ist m.E. schon zuviel.
    Und wenn dann noch ein - wie ich finde - völlig unangebrachtes schlechtes Gewissen dazu kommt, dann sind das ein bisschen zu viele schlechte Gefühle, die du hast, weil jemand anderes säuft. Besinne dich auf die positiven Dinge - deine Abstinenz, deine Familie und dein Silvester! :wink:

    LG
    espoir

    PS: Hast du ein Telefon mit Display? Wenn ja, Nummer eiskalt ignorieren, denn wenn du erst einmal dran bist, haste schon verloren!

  • Hallo Backmaus!

    Espoir hat recht!Abgrenzen ist ganz wichtig für Dich!

    Schau nach vorne.2009 steht vor der Tür!
    Pack es und mach ein ganz schönes trockenes Jahr daraus für Dich!!!

    Ich schicke Dir alle meine guten Wünsche für Dich!
    Liebe Grüsse
    Yvonne

    ichbinda123

  • Hallo espoir
    hallo Yvonne

    Ihr habt unbedingt Recht
    Mein Mann hat jetzt das Telefon so eingestellt dass der Name auftaucht--ich gehe dann garnicht mehr dran.Wenn meine Grosse auch gleich wieder zuhause ist ,wird auf lautlos gestellt.

    Danke für Eure Fürsorge!!!


    liebe Grüsse u.alles Gute für Euch

    Backmaus

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