Und die Reise geht weiter...

  • Liebe Espoir,

    wie geht es Dir, mach mal piep, ich vermisse Deine Beiträge.

    Alles Liebe Weitsicht

  • Ihr Lieben,

    nu' isses aber höchste Eisenbahn, dass ich wieder einmal "piep" sage! PIEP! :wink:

    Die letzten 10 Tage waren voll von verschiedenen Herausforderungen, die mich unterschiedlich stark beansprucht haben. Ich war vereinzelt hier und habe ein bisschen mitgelesen, oftmals aber nur so'n halbes Stündchen, gerade halt so, dass ich den Anschluss nicht ganz verpasse.

    In meinem Privatleben kehrt endlich wieder etwas mehr Ruhe ein. Den Todesfall habe ich inzwischen etwas aufarbeiten können, heute ist es 14 Tage her, dass ich davon erfuhr, mei, was soll ich sagen? Natürlich fallen mir Plattitüden ein wie "Das Leben geht weiter", und es stimmt ja auch, aber das wird dem Verlust nicht gerecht. Also lasse ich ihn da, wo er hingehört - in meinem Herzen, in meiner Erinnerung.
    Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich zu der Zeit nicht wieder vereinzelt an Alkohol gedacht hätte, doch ja, vor meinem geistigen Auge sah ich das eine oder andere Glas Rotwein. Interessant fand ich in dem Zusammenhang, dass ich ausgerechnet an Rotwein gedacht habe, ein Getränk, das ich in meiner nassen Zeit gar nicht einmal so gern getrunken habe, weil ich davon immer so müde wurde. Aber jetzt war der Gedanke an eben genau diese Schläfrigkeit, die ich mir hin und wieder gewünscht habe, wieder da.
    Erst im Nachhinein fiel mir auf, dass ich genau lobanshees Worte beherzigt habe - es kann zum jetzigen Zeitpunkt keinen Grund geben, wieder Alkohol zu trinken. Sie hatte diese Gedanken im Zusammenhang mit ihrem Sohn geschrieben (und ich hatte sie mir gleich mal ganz frech hierhin geklaut, an dieser Stelle nochmals danke, lobanshee! :wink: ). Damals bezog ich das mehr auf meinen Mann, aber ich habe nun erlebt, dass ich diese Worte auch auf enge Freunde übertragen kann: Wenn ich jetzt wieder getrunken hätte, hätte das H. nicht wieder lebendig gemacht, und gewollt hätte er das auch nicht. Im Gegenteil, er hätte das fürchterlich gefunden, wenn ich deswegen wieder in altes Fahrwasser geraten wäre. Das hat mir tatsächlich geholfen, mich nicht irgendwelchen schädlichen Impulsen hinzugeben.

    Kennt ihr das: Man durchlebt eine heikle Situation und erst im Nachhinein wird einem bewusst, dass man alles richtig gemacht hat? Im meine das jetzt im Zusammenhang mit Notfallkoffer oder Suchtgedächtnis? Womit ich wieder bei dem Wert besonders von schwierigen Situationen bin. Das hatte ich, glaube ich, schon einmal erwähnt. Natürlich freue ich mich ganz grundsätzlich über meine konsequente Abstinenz. Aber wenn alles passt, denke ich ja gar nicht mehr darüber nach. Ich habe mich so sehr ans abstinente Leben gewöhnt, dass das einfach Alltag geworden ist. In Krisen hingegen haben die abstinenten (sprich: richtigen) Verhaltensweisen erst so eine Bedeutung...

    Aber auch bei schönen Ereignissen leiste ich aktive Trockenheitsarbeit. So haben mein Mann und ich in den letzten Jahren brav gespart und waren nun in der glücklichen Lage, uns sowohl eine kleine Eigentumswohnung zur Kapitalanlage als auch mit Hilfe der Umwelt-Prämie einen neuen kleinen Zweitwagen leisten zu können. Himmel, früher wäre da der Sekt in Stömen geflossen. Und heute?
    Ich habe meinen Mann gefragt, ob er den Sekt zum Anstoßen vermisse, schließlich hätten wir gleich zwei Anlässe zu feiern. Da lächelte er und meinte glatt, dass die Frage ja wohl nur von einer trockenen Alkoholikerin kommen könne! Nein, er vermisse nichts! Die Wohnung sei eine sachliche Überlegung gewesen, wie wir unsere Ersparnisse vernünftig anlegen könnten, und das Auto sei eine Notwendigkeit, weil der alte Wagen keinen TÜV mehr bekommen hätte, da hätten wir noch einmal viel Geld reinschießen müssen, und wer weiß, was dann als nächstes kaputt gegangen wäre...?!

    Cool. So einfach ist das.
    So einfach ist das Leben mit dem richtigen Partner.

    Auch ansonsten geht es mir gut.
    Mich plagen zwar ein paar kleinere Zipperlein, wie z.B. ein lästiger Schnupfen, aber du lieber Himmel, es ist nur ein Schnupfen! Und wer hat den nicht im Moment? Außerdem leide ich an einer chronischen Hauterkrankung, die je nach persönlicher Befindlichkeit wochenlang verschwindet oder aber energisch ausbricht. Gut, und wenn ich zurückrechne, wann der Todesfall war und ich nun überlege, wie lange ich schon wieder damit herumturne, dann ist ja alles klar. Meine entschlossene Schkoladendiät zeigt mittlerweile Wirkung - jeden Tag eine halbe Tafel führen nach vier Monaten zuverlässig zu vier Kilo mehr Gewicht... :shock: Aber da ich nicht Germany's Next Topmodel werden möchte (hätte ich keine Zeit für, wisst ihr! :wink: ), nehme ich das wohl zur Kenntnis, mache mir aber keinen Kopf drum. Last not least fehlt halt auch mir ein bisschen der Sonnenschein. Wenn die Sonne lacht am bayrisch-blauen Himmel, dann ist alles halb so wild. Aber das wird wohl noch ein wenig dauern. :roll: Also: Kopf hoch und lächeln!

    In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen Donnerstag - wir lesen uns!

    LG
    espoir

  • Hallo Espoir

    Es ist schön von Dir zu lesen.
    Wie heisst es so schön:
    Die Haut ist der Spiegel Deiner Seele!
    Nun ja bei mir sind's dann ,wenn es seelisch "heiss her" geht Pickel.
    Früher als Teenie hatte ich kaum welche,warum jetzt?
    Rätsel!
    Fühle mich doch bes. das letzte Jahr rundum zufrieden!?
    Hilft im Moment nur abdecken!--und jaaaaaaaaaa-die Sonne!
    Aber im Moment hat die hier wohl niemand?

    Du,ich wünsch' Euch viel Glück im neuen Heim!
    Wir hatten vor rund 10 Jahren aus gl. Gründen auch eine Eigentumswohnung gekauft und letztes Jahr nach über 1jähriger Suche nach einem Käufer wieder verkauft.
    Ich sag' nur ein Wort:
    NACHBARN

    Wir haben jetzt Ruhe,weil wir den Schritt zum Verkauf gewagt haben.Das war's dann mit unserer Altersvorsorge.
    Okay,dann warten wir auf's Erbe(grins!)!

    Ich wünsch' Dir einen schönen Tag!
    Liebe Grüsse
    Backmaus

  • Hallo espoir,

    das hört sich ja wirklich alles wunderbar an! Herzlichen Glückwunsch zu allen Erfolgen in Deinem Beitrag. Sind ja mehr als "nur" die Eigentumswohnung und das neue Auto, so wie ich herausgelesen habe.

    Und natürlich freue ich mich auch, dass Du mein Geschreibsel so toll umgesetzt hast! Aber nur so lerne ich auch, deswegen bin ich hier! Es ist auch fantastisch, dass Du es unbewusst umgesetzt hast und erst im nachhinein darüber nachdenken konntest, ein schönes kleines Sicherheitspolster im Umgang mit Krisen. Ja, auch wir dürfen stolz sein! :)

    Liegt Deine Hautkrankheit im Gesichtsbereich? Ich hatte das eine Zeitlang, u. a. ine Folge vom Alkohol. Die Hautgefäßerkrankung nennt sich Rosacea. Verschiedene Hautärzte konnten mir nicht helfen, natürlich sagte ich ja nichts vom Alk!
    Dann fand ich eine Hautärztin, natürlich erst, als ich trocken war :), diese verschrieb mir eine Salbe und was soll ich sagen? Weg, weg, weg! Wieder ein Grund zmu Feiern! Her mit Latte Macciato (oder wie das geschrieben wird) :)

    Herzlich

    Lobanshee

  • Liebe Backmaus,
    lieben Dank dir für deinen Beitrag!
    Ja, du hast Recht, die Haut gibt wohl mehr über unsere Befindlichkeiten preis, als wir ahnen (zumindest, sofern man nicht vom Fach ist... :wink: ). Und da in meiner Familie Hauterkrankungen ziemlich häufig anzutreffen sind, von der auffällig trockenen Haut bis hin zu fiesesten Abzessen, bin ich mittlerweile auch schon ausgrüstet wie eine gut sortierte Apotheke. Gott sei Dank sind alle diese Dinge aber harmlos, vielleicht lästig, aber nicht gefährlich.

    Was unsere Wohnung angeht, möchte ich noch schnell erklären, dass wir nicht selber dort wohnen werden, sondern sie weitervermieten wollen. Es handelt sich nämlich um eine kleine Studentenwohnung, die jetzt erst "hergestellt" wird. Sie befindet sich in einem herrlichen Altbau, der schon zu Kaiser Wilhelms Zeiten als Kaserne für seine Soldaten genutzt wurde und nun entkernt und saniert wird. Da meine Stadt eine Uni-Stadt ist, stehen die Chancen nicht schlecht, dass wir die stets gut vermieten werden...

    Zum Thema Eigentumswohnung an sich kann ich dir nur beipflichten - ich kenne tatsächlich niemanden (!), der nicht irgendeine Gruselstory zum Besten geben könnte, meist eben wegen der Nachbarn. Deshalb käme für mich auch eine Wohnung zum selber drin wohnen auch nicht in Frage. Wir geraten somit in die - wie ich finde - merkwürdige Situation, Vermieter zu sein und gleichzeitig aber selber zur Miete zu wohnen. Naja, mal abwarten, wie sich das so entwickelt.

    Alles Liebe
    espoir

  • Lobanshee!!!
    Wie schön, dass du persönlich vorbeischaust! :D
    Vielen Dank für deine Glückwünsche!

    Nein, die Probleme, die ich mit meiner Haut habe, spielen sich leider in der Bikini-Zone ab, wo sie entsprechend unangenehm und schmerzhaft sind. Natürlich habe ich mich anfangs ganz arg geschämt, weil ich sofort an so Klischees wie "mangelnde Hygiene" oder so gedacht habe. Aber im Laufe der Jahre war ich bei drei verschiedenen Dermatologen, und alle haben unabhängig voneinander gesagt, dass das tatsächlich Veranlagung ist und keinesfalls was damit zu tun hätte.

    Meine Hausärztin hat mir aber zumindest soweit den Zusammenhang mit meiner Trinkerei erklärt, als sie meinte, dass viele Menschen bei Alkoholismus oft nur auf die Leber oder die Bauchspeicheldrüse achten, aber z.B. die Milz völlig vergessen. Und die sei nun dafür zuständig, dass die Körpersäfte "im Fluss" bleiben. Wenn nun also die Milz durch meine Sauferei so in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist es kaum verwunderlich, dass ich damals wirklich ganz extreme Probleme hatte, die aber mit beginnender Abstinenz fast schlagartig verschwanden. Heutzutage passiert das nur noch ganz selten, etwa wenn ich so aus dem Tritt gerate wie neulich.

    Dieses "Rosacea", ist das vielleicht das Gleiche wie Couperose? Diese feinen, spinnenfädenartigen Äderchen auf den Wangen? Jau, die habe ich auch, aber auch die sind bei uns typisch. Sie wurden halt deutlicher, als ich noch getrunken habe, klar, weil Alkohol die Blutgefäße erweitert, aber jetzt finde ich sie nicht mehr so schlimm.

    Aber da sieht man mal wieder, wie sehr doch der Alkohol seine Spuren im Leben eines Trinkers hinterlässt, einfach unglaublich. Ich kann mich anstrengen, so viel ich will, aber ich finde einfach nichts, was nicht weggangen oder wenigstens wesentlich besser geworden wäre, seit ich nicht mehr trinke!

    Alles Liebe
    espoir

  • Zitat von espoir

    Ich kann mich anstrengen, so viel ich will, aber ich finde einfach nichts, was nicht weggangen oder wenigstens wesentlich besser geworden wäre, seit ich nicht mehr trinke!

    Wunderbar ausgedrückt, Chapeau, chapeau, liebe espoir!

    Selbst das Gesicht erscheint einem - hmmm, ein bisschen jugendlicher :), wobei wir wieder bei Realitätsverlust wären! :)

    Aber gefühlte Jugend ist auch ne Jugend! Irgendwie so! :)

    Die Milz ist auch zu was gut? Ich dachte immer, die sei über! Ist das nicht ne blinde Nuß? :)

    Herzlich Lobanshee

  • Hallo Espoir,

    auch ich habe mit großer Freude gelesen, dass Du in den letzten Tagen die Früchte Deiner konsequenten Trockenheitsarbeit ernten konntest !

    Dies ist bestimmt auch ein Ansporn für viele, dass es sich lohnt, den Weg der Trockenheit konsequent weiterzugehen, auch wenn es zwischendurch manchmal nicht so "rund" läuft.


    Zitat

    Kennt ihr das: Man durchlebt eine heikle Situation und erst im Nachhinein wird einem bewusst, dass man alles richtig gemacht hat? Im meine das jetzt im Zusammenhang mit Notfallkoffer oder Suchtgedächtnis

    Das ist für mich ein Zeichen, dass Du verinnerlicht hast, worauf es in für Dich kritischen Situationen ankommt. Super!

    Liebe Grüße,
    RoteLampe

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Hallo Espoir,

    ich habe mich gefreut wieder von Dir zu lesen. :lol::lol::lol: .

    GUt, dass Du erkennen kannst, dass Alkohol in diesen traurigen Situationen, keine Hilfe ist. Unsere Trauer möchte Ausdruck finden, mit Suchtmitteln verhindern wir den natürlichen Prozess, können unsere Gefühle nicht bewusst wahrnehmen.

    Als ich letzte Woche am Weinen war über die Beziehung die ich zu meiner Mutter hatte, kam bei mir das Bedürfnis nach einer Zigarette unreflektiert hoch, bis mir nach einer Sekunde klar war, dass ich nicht mehr rauche.

    Sind eben alte Verhaltensmuster, nach denen wir gegriffen haben, um Halt, Trost oder Belohnung zu finden.

    Bei mir setzen sich auch Pfunde an, wegen dem Nikotinentzug, machte mir deswegen Druck, aber Druck hilft mir nicht, Verhaltensmuster, die noch aus meiner Kindheit kommen (Ich griff zu Süssigkeiten um mich zu trösten, als meine Mutter getrunken hat, später zu Zigaretten), zu ändern. Ich weiss, dass nur die Liebe (Selbstliebe) heilt und mir hilft, neue Wege zu gehen. Wegen den Pfunden mache ich mir jetzt keinen Druck mehr, das nicht mehr Rauchen wollen, steht bei mir an erster Stelle. Alles perfekt und gleichzeitig zu wollen sind noch Überbleibsel aus meiner Kindheit, aus einer Suchtfamilie. Geduld und Zeit mir schenken steht jetzt an erster Stelle bei mir. Heisst aber nicht, dass ich nicht nach mir schaue um neue Verhaltensmuster zu leben, die mir gut tun.

    Alles Liebe Dir von Weitsicht

  • Huhu, ihr Lieben,
    sorry, wenn ich hier völlig kontextfrei etwas reinkopiere.
    Aber das ist genau der Abschnitt, den ich neulich gesucht habe: dank Mandy habe ich ihn bei Zeppeline gefunden, und das hat mich so eigenartig berührt:

    Zitat

    Gegen Nachmittag kamen dann allerdings wieder Erinnerungen an frühere Sonntage hoch, an denen ich – froh über die sturmfreie Bude – gegen Mittag angefangen habe, Wein in mich reinzuschütten. Zwischendurch vor lauter Benommenheit etwas Schlaf, dann ging’s weiter. Angetrieben hat mich dabei immer, dass mich gerade niemand beobachtet und kontrolliert.

    Ich fand diese Erinnerungen gestern ganz schön bedrückend.


    Oh mann, genau so ist das bei mir auch manchmal. Irgend so eine Situation von früher, ein schlagartiges déjà-vu, aber eben keine Freude oder Erleichterung, sondern ein gedankliches Kopfschütteln... :roll:
    Ist aber zum Glück nicht immer so, hängt vielleicht auch von der Tagesform ab, oder vom Wetter...

    LG
    espoir

  • Hallo Espoir,

    das habe ich die Tage mal in einen anderen Thread geschrieben, vieleicht hilft es Dir ja ein wenig :wink:

    also ich denke die Gedanken an Alk sind legitim, Sie machen Uns wachsam und so bleiben wir auf der Hut. Es erinnert Uns daran das es jeden Tag gilt an Uns zu arbeiten.

    Ich lasse solche Gedanken an mich rankommen und Sie verschwinden auch wieder. Jeder Mensch mit einer Krankheit, z. B. der Diabetiker, er muss sich auch daran erinnern, sonst würde er vieleicht vergessen seinen Spiegel zu messen und das könnte dann fatal werden.

    MLG Mandy

  • Hallo Espoir,

    in den letzten Tagen habe ich öfter an Alk gedacht, aber nicht wehmütig, sondern eher im Vergleich von "gestern" und "heute".

    Ich hatte in der letzten Zeit einige Erlebnisse, die mich früher mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zur Rotweinflasche hätten greifen lassen. In der Rückschau habe ich mir vorgestellt, wie ich früher damit umgegangen bin und wie es mir danach ging und wie ich in ähnlichen Situationen heute mit klarem Kopf agiere.

    Mir hilft dieser Vergleich, denn er bestärkt mich immer wieder, dass ich heute auf der richtigen Spur bin. Insofern ist es auch meiner Meinung nach legitim, den Gedanken an Alkohol zuzulassen und nicht zu verdrängen.

    Dir wünsche ich eine gute Woche,

    RoteLampe

    Das Beste geschieht JETZT!

  • Hallo Mandy,
    erst einmal freue ich mich riesig, dass du bei mir vorbeigeschaut hast!
    Schreibst du denn jetzt nach deiner LZT nur noch im geschlossenen Bereich? Bitte nicht *schmeichel*, denn ich - und sicher auch die anderen - also wir "Öffentlichen" freuen uns doch auf deine Erfahrungen bzw. deinen weiteren Werdegang! Oder etwa nicht? *lauerndindierundeguck* :wink:

    Was die Gedanken ganz grundsätzlich angeht, so stehe ich ihnen ebenfalls völlig unbefangen gegenüber. Ich bin genau wie du der Ansicht, dass dies ein Teil meiner Trockenheitsarbeit ist. Und abgesehen davon halte ich es für nahezu unmöglich, einen bestimmten Gedanken bewusst nicht zu haben. Wenn ich mich ständig ermahne, bitte bitte nicht an einen rosa Elefanten zu denken, werde ich vermutlich nix anderes mehr im Kopf haben als eben genau diesen rosa Elefanten.

    Mir ging es neulich tatsächlich auch eher um ein bestimmtes Gefühl, das sich nach dem Gedanken einschlich, ich war förmlich niedergeschlagen. So viel wertvolle Zeit, die ich sinnloserweise mit dem Organisieren von Alkohol, dem eigentlichen Trinken und vor allem dem anschließenden Rausch ausschlafen vergeudet habe! Was war das für ein Leben! War das überhaupt ein Leben? Oder nicht doch eher ein Dahinvegetieren? Eine Reduktion auf Vitalfunktionen? Aber wie gesagt, es war nur dieses Gefühl da, dieser Kloß im Hals, den Zeppeline vermutlich gemeint hat, und diesen Kloß habe ich ähnlich empfunden. Und es hat mich traurig gemacht, dass dieser Kloß da ist.

    LG
    espoir

  • Ooops, RoteLampe, grüß dich!
    Vielleicht sollte ich künftig vor dem Abschicken erst noch einmal kontrollieren, ob nicht in der Zwischenzeit ein neuer Beitrag dazugekommen ist... :oops:

    Also nochmal ganz deutlich, damit kein falscher Eindruck entsteht - wenn ich über Alkohol nachdenke, dann geschieht dies ganz bewusst, wie z.B. neulich, als ich so durchgewirbelt wurde. Das ist für mich auch ganz ok so, denn ich weiß damit umzugehen. Was mich vor einigen Wochen, etwa Anfang März so erstaunt hat, war, dass ich eine ungewöhnliche Traurigkeit verspürt habe, als ich plötzlich an ein typisches Trink-Wochenende gedacht habe. Diese Traurigkeit hat mich überrascht, denn ich reagiere sonst erleichtert.

    Das war alles.
    Es tut mir Leid, wenn ich mich vielleicht so missverständlich ausgedrückt habe... :?

    Was heißt hier "gute Woche"?
    Gehst du schon in die Heia?
    Wenn ja, wünsche ich dir süße Träume - und natürlich ebenfalls einen gelungenen Start in die nächste Woche!

    Alles Liebe
    espoir

  • Hallo Espior,

    klar schreibe ich auch jetzt wieder mehr im Öffendlichen :wink: nur hatte ich nicht unbedingt die Muse, nach so viel Thera am Tag, meinen Abend mit einem langsamen PC im Forum zu verbringen.

    Habe natürlich ein paar Eindrücke mit im Gepäck, muss das allerdings auch erst mal sacken lassen. Bin ja erst am 27 nach Hause gekommen, Heute habe ich mir dann auch mal wieder richtig Zeit hier fürs Forum genommen.

    Ich sehe die Thera im Moment als einen weiteren Schritt in die richtige Richtung, auch wenn nicht nur alles Positiv war. Ein paar gute Werkzeuge konnte ich auch finden und werde versuchen, Diese in mein Leben mit einzubauen.

    Ein Sicherheitsairbag wie beim Autofahren, in der Hoffnung, das er nicht aufgeht :wink: man lernt schliesslich nie aus.

    MLG Mandy

  • Hallo Mandy,
    ich wollte dich fei keinesfalls bedrängen! :oops:
    Ich kann mir gut vorstellen, dass du randvoll mit Eindrücken bist!
    Auf jeden Fall freue ich mich, künftig wieder mehr von dir zu lesen, egal wann das sein wird!

    Alles Liebe
    espoir

  • Hallo Espoir,

    Du hast mich überhaupt nicht bedrängt, im Gegenteil ich freue mich, wenn man an mich denkt :P ist ein gutes Gefühl, danke. :wink:

    MLG Mandy

  • Hallo espoir
    Was machen die Frühlingsgefühle heute mit Dir?
    Springe gerade vom Frühlingsthread hier in Deinen 'rein und sehe Dich auf'm Balkon!
    Mit Zigarette,Zeitschrift und?????
    Capuccino?
    leckere Co-Ze..?oder was?
    Liebe Grüsse

    Backmaus

  • Liebe Backmaus - das nenne ich mal aktive Dumpfe-Stimmungs-Bekämpfung! Ich sitze tatsächlich hier am Rechner, berichte von meinen leider nich' so dollen Empfindungen, kriege eine Rückmeldung von dir: und schon huscht mir ein Lächeln über die Lippen! :D Lieben Dank dir!

    Ich habe auf Miekens Beitrag recht impulsiv geantwortet, weil er mich im Zusammenhang mit den Worten von Wish sehr stark angesprochen hat, halt so auf der Gefühlsebene. Das ist ja das Komische, Wochenend' und Sonnenschein... und ich habe nichts Besseres zu tun, als in so eine merkwürdige Stimmung zu geraten! Vielleicht liegt es daran, dass ich eine recht anstrengende Arbeitswoche hinter mir habe und nun einfach die Luft raus ist. Denn du hast ja Recht, es gibt so viele schöne Dinge, die ich tun kann, sei es, den Balkon aufzuräumen und zu putzen (heute aber nicht mehr, dafür bin ich zu müde), oder aber in der Küche einige mediterrane Leckereien zu zaubern oder oder oder...

    Aber keine Sorge, momentan sitze ich hier mit Espresso, Zigaretten und... Schokolade! :wink:

    Alles Liebe
    espoir

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