Wißt Ihr, ich denke, es gibt immer Menschen, in deren Nähe wir das Gefühl haben sie drängen uns in den Hintergrund. Vielleicht ist es so - vielleicht bilden wir uns es ein. Wichtig ist denke ich die Frage, fühlen wir uns wohl in deren Gegenwart oder nicht.
Ich kenne es auch, dass mir Menschen einfach zu anstrengend sind. Ohne Wertung - ich will einfach alleine mit meinen Gedanken sein und ertrage nicht alle Menschen um mich herum. Manch ja, andere nicht - die, die ich nicht ertrage, denen gehe ich dann aus dem Weg. Ich habe nichts gegen diese Personen, aber kann mich nicht in jeder Situation mit ihnen umgeben.
Diese Unsicherheit gegenüber oder in der Gegenwart anderer Menschen lässt nach. Ich hatte diese Phase auch. Es war bei mir dann wohl so, dass ich das Gefühl hatte, jemand ist wichtiger als ich - ich fühlte mich klein und hatte nicht mehr den Mut "ich" zu sein. Bei mir war es ganz klare Einbildung. In meinem Fall waren es noch die Elemente der Unsicherheit, die noch in mir stecken. Diese kleinen Splitter von "andere sind besser" oder "derjenige ist mehr wert" oder einem anderen mehr wert.
Ja Ladies, ich bin selber auch extrem erstaunt, als Teenagerspätlese klar zu sagen, es gibt einige Herren, die mir den Hof machen. Einer davon mäht mir regelmässig den Rasen, leider so regelmässig, dass kein Gras mehr wachsen kann weil die kurzen Stummel verbrennen
Was spricht dagegen sich über Aufmerksamkeiten zu freuen ? Was spricht gegen einen Flirt? Flirten heisst für mich nur offen und aufnahmefähig als auch freundlich zu sein? Es heißt für mich nur den anderen so annehmen, wie er ist. Nicht mehr und nicht weniger.
Liebes Julchen, für mich war der Weg zu mir schwer, und ist es heute noch - ich bekomme dafür aber so viele glückliche Momente und Gefühle für mein "ich" dass es zehnmal mehr ist als ich in meiner Entwicklung aufwenden muss.
Zwischendurch meine ich zuweilen zu stocken und mal kurz Pause zu machen - mittlerweile erlaube ich es mir weil jede Veränderung ihre Zeit benötigt. Ich bin in der Lage mir gegenüber nachsichtig zu sein - das hat die Konsequenz es auch anderen gegenüber sein zu können. Für die Menschen um mich herum bedeutet das, ich nehme sie so wie sie sind. Kann sie anlächeln, egal, wie sie sind.
Lieben Gruß von Dagmar