nachvollziehbare These? 0
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Ja, für mich als Alkoholiker (0) 0%
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Ja, für mich als Co (0) 0%
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Nein, für mich als Alkoholiker nicht (0) 0%
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Nein, für mich als Co nicht (0) 0%
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nur bedingt für mich als Alkoholiker (0) 0%
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nur bedingt für mich als Co (0) 0%
wie genieße ich meinen freien Tag, der nur mir gehört und dem Ordnen meiner Papiere und dem Erledigen von Korrespondenz, wobei mir auch KFZ-Papiere und ähnliches "begegnet" sind. Dabei aber auch ein "Hallo-wach-Moment".
War ich doch der hilflose Helfer, der für sich in Anspruch nahm nie dem Alkoholiker geholfen zu haben: nie für ihn gelogen zu haben und blablabla.
Habe/hatte ich doch immer noch nicht ganz verstanden, wie wichtig Hilfe durch Nichthilfe und "loslassen" ist.
Kommen mir doch erst jetzt Zusammenhänge in den Sinn, von denen mir klar war, wie ein normal organisierter Mensch sein Leben lebt, nicht aber jemand der grundsätzlich durch Hilfe und Unterstützung des Umfeldes den äußerlichen Eindruck von Stabilität vermittelt. Gerade als Co, der alles im Griff haben möchte und somit bemüht ist, seine eigenen Papiere im Griff und griffbereit zu haben.
Hier lasse ich mich gerne von den nunmehr trockenen Alkoholikern berichtigen wenn ich etwas falsch sehe!
Jetzt aber mal Hand auf's Herz: Wieviele Alkoholiker schaffen es ihre Papiere im Griff zu haben? Ist zumeist nicht schlimm, denn irgendwie manövriert man/frau sich ja wieder aus engen Situationen weil es im Regelfall ja nur die eine oder andere Lapalie ist und wir als Co (ich durch mein Bleiben beim Partner) diesem keine größeren Belastungen zumuteten.
Nun aber muss ich feststellen dadurch, dass ich im Haus geblieben war musste niemals Ordnung im Chaos entstehen. Es war ja alles irgendwo irgendwie auffindbar. Dadurch, dass mein Expartner nunmehr 80 km vom Arbeitsplatz entfernt wohnt (oder zu wohnen scheint) fällt mir erst mal auf, wo ich ein Stützbalken war ohne es zu wissen oder aktiv daran teilzuhaben.
Er musste nichts ändern - nunmehr ist der Umzug wohl nicht so ganz gut geglückt und scheinbar einige Papiere verlustig geworden wie bspw. der Fahrzeugschein. So, und nun beginnen Probleme, die ich als guter Co nicht kenne weil ich alles beinander habe und mir nie Gedanken gemacht hatte über zusätzliche Eintragungen im Fahrzeugschein ect. Fehlt nämlich dieser Schein, so scheinen alle Eintragungen zu fehlen. Sollte ergänzend noch hinzu kommen, dass der HU-ASU-Beleg fehlt wird das ganze etwas kritisch bei der Ummeldung des Fahrzeuges, was widerum notwendig ist in Sachen Versicherungsschutz ect.
Diese ganze Geschichte scheint seiner SOS-sms nach gehörig in die Hosen gegangen zu sein.
Eine Menge komplexer Eigenschaften, die man/frau als Partner stabilisiert und dessen Aufdeckung alleine durch die Partnerschaft verhindert wird. Lapalien, Kleinigkeiten, Dinge die auch Kumpels tätigen könnte. Aber erst das Zusammenkommen vieler dieser Kleinigkeiten könnte für ein Aufwachen sorgen. Denn, mal ehrlich, wie schlimm ist die Vorstellung ohne nörgelnden Partner zu sein? Vor allen Dingen im Gegensatz zur Vorstellung gegen das Meldegesetz zu verstoßen und bei der Polizei antanzen zu müssen. Wie schlimm ist die Vorstellungen Stunden auf Ämtern zu verbringen um in den Besitz von Ersatzpapieren zu kommen? Was wiegt die beleidigte Partnerin gegen den Polizeibeamten, der bei einer KFZ-Kontrolle den KFZ-Schein zu sehen wünscht, der aber nicht greifbar ist.....
So schade, dass mir diese ganzen Verstrickungen erst so spät auffallen. Dass ich erst jetzt beginne zu begreifen dass eine Suchtbeziehung wie ein Spinnennetz fest und stabil sein kann. Es kann soviel abhalten und so viel Festigkeit beweisen, dass Co und Alkoholiker wie Fliegen darin gefangen sind - bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Besitzerin des Spinnennetzes (der Alkohol) wieder Nahrung benötigt und beide Fliegen verspeist.
Mit diesem Bewußtsein wäre es leichter für mich gewesen den Partner in die Freiheit zu entlassen, schneller zu gehen ohne mir ständig Gedanken zu machen was wo wie passiert oder passieren könnte. Es wäre mir klarer geworden, dass es ein Lernprozeß ist, der zur Gesundung führen könnte, aber nicht muss. Sagt man nicht schon bei kleinen Kindern: Gebranntes kind scheut das Feuer? Wäre es hier nicht ähnlich? Finger verbrannt, in fachkundige Hilfe begeben um Brandverletzungen zu heilen?
Nachdenklicher Gruß von Dagmar