Co's - hilflose Helfer - aber Tragebalken

  • nachvollziehbare These? 0

    1. Ja, für mich als Alkoholiker (0) 0%
    2. Ja, für mich als Co (0) 0%
    3. Nein, für mich als Alkoholiker nicht (0) 0%
    4. Nein, für mich als Co nicht (0) 0%
    5. nur bedingt für mich als Alkoholiker (0) 0%
    6. nur bedingt für mich als Co (0) 0%

    wie genieße ich meinen freien Tag, der nur mir gehört und dem Ordnen meiner Papiere und dem Erledigen von Korrespondenz, wobei mir auch KFZ-Papiere und ähnliches "begegnet" sind. Dabei aber auch ein "Hallo-wach-Moment".

    War ich doch der hilflose Helfer, der für sich in Anspruch nahm nie dem Alkoholiker geholfen zu haben: nie für ihn gelogen zu haben und blablabla.
    Habe/hatte ich doch immer noch nicht ganz verstanden, wie wichtig Hilfe durch Nichthilfe und "loslassen" ist.
    Kommen mir doch erst jetzt Zusammenhänge in den Sinn, von denen mir klar war, wie ein normal organisierter Mensch sein Leben lebt, nicht aber jemand der grundsätzlich durch Hilfe und Unterstützung des Umfeldes den äußerlichen Eindruck von Stabilität vermittelt. Gerade als Co, der alles im Griff haben möchte und somit bemüht ist, seine eigenen Papiere im Griff und griffbereit zu haben.

    Hier lasse ich mich gerne von den nunmehr trockenen Alkoholikern berichtigen wenn ich etwas falsch sehe!

    Jetzt aber mal Hand auf's Herz: Wieviele Alkoholiker schaffen es ihre Papiere im Griff zu haben? Ist zumeist nicht schlimm, denn irgendwie manövriert man/frau sich ja wieder aus engen Situationen weil es im Regelfall ja nur die eine oder andere Lapalie ist und wir als Co (ich durch mein Bleiben beim Partner) diesem keine größeren Belastungen zumuteten.

    Nun aber muss ich feststellen dadurch, dass ich im Haus geblieben war musste niemals Ordnung im Chaos entstehen. Es war ja alles irgendwo irgendwie auffindbar. Dadurch, dass mein Expartner nunmehr 80 km vom Arbeitsplatz entfernt wohnt (oder zu wohnen scheint) fällt mir erst mal auf, wo ich ein Stützbalken war ohne es zu wissen oder aktiv daran teilzuhaben.

    Er musste nichts ändern - nunmehr ist der Umzug wohl nicht so ganz gut geglückt und scheinbar einige Papiere verlustig geworden wie bspw. der Fahrzeugschein. So, und nun beginnen Probleme, die ich als guter Co nicht kenne weil ich alles beinander habe und mir nie Gedanken gemacht hatte über zusätzliche Eintragungen im Fahrzeugschein ect. Fehlt nämlich dieser Schein, so scheinen alle Eintragungen zu fehlen. Sollte ergänzend noch hinzu kommen, dass der HU-ASU-Beleg fehlt wird das ganze etwas kritisch bei der Ummeldung des Fahrzeuges, was widerum notwendig ist in Sachen Versicherungsschutz ect.

    Diese ganze Geschichte scheint seiner SOS-sms nach gehörig in die Hosen gegangen zu sein.

    Eine Menge komplexer Eigenschaften, die man/frau als Partner stabilisiert und dessen Aufdeckung alleine durch die Partnerschaft verhindert wird. Lapalien, Kleinigkeiten, Dinge die auch Kumpels tätigen könnte. Aber erst das Zusammenkommen vieler dieser Kleinigkeiten könnte für ein Aufwachen sorgen. Denn, mal ehrlich, wie schlimm ist die Vorstellung ohne nörgelnden Partner zu sein? Vor allen Dingen im Gegensatz zur Vorstellung gegen das Meldegesetz zu verstoßen und bei der Polizei antanzen zu müssen. Wie schlimm ist die Vorstellungen Stunden auf Ämtern zu verbringen um in den Besitz von Ersatzpapieren zu kommen? Was wiegt die beleidigte Partnerin gegen den Polizeibeamten, der bei einer KFZ-Kontrolle den KFZ-Schein zu sehen wünscht, der aber nicht greifbar ist.....

    So schade, dass mir diese ganzen Verstrickungen erst so spät auffallen. Dass ich erst jetzt beginne zu begreifen dass eine Suchtbeziehung wie ein Spinnennetz fest und stabil sein kann. Es kann soviel abhalten und so viel Festigkeit beweisen, dass Co und Alkoholiker wie Fliegen darin gefangen sind - bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Besitzerin des Spinnennetzes (der Alkohol) wieder Nahrung benötigt und beide Fliegen verspeist.

    Mit diesem Bewußtsein wäre es leichter für mich gewesen den Partner in die Freiheit zu entlassen, schneller zu gehen ohne mir ständig Gedanken zu machen was wo wie passiert oder passieren könnte. Es wäre mir klarer geworden, dass es ein Lernprozeß ist, der zur Gesundung führen könnte, aber nicht muss. Sagt man nicht schon bei kleinen Kindern: Gebranntes kind scheut das Feuer? Wäre es hier nicht ähnlich? Finger verbrannt, in fachkundige Hilfe begeben um Brandverletzungen zu heilen?

    Nachdenklicher Gruß von Dagmar

  • hallo dagmar,

    ich versteh das ganze nicht so ganz. ich selber bin ein chaot im wahrsten sinne des wortes und das mit fahrzeugschein und papiere wie du schreibst ist eher mein part, der mir übelst schwer fällt ihn endlich mal auf die reihe zu bekommen. daher kenn ich es nicht meinem partner da helfen zu können, weil ichs selber nicht kann. darum war bei uns vorprogramiert, dass eventuell solche unanehmlichkeiten wie der ersatz zum beispiel meines zeugnisses von der realcchule dann mein weg den ich gehen musste. und das war schlecht. also da bin ich selbst in mir gefangen.

    was das mit auto ummelden und so angeht ist für mich damals klar gewesen, dass es allein sein problem war wie er es anstellt. wenn er keine papiere hatte dann musste er sie sich beschaffen. von daher verstehe ich jetzt deine gedankengänge nicht so ganz.

    lg melanie

  • Hm, ganz einfach: wäre ich früher gegangen, dann hätte er allen diesen Quatsch früher erleben dürfen :)

    Ich habe auch niemals geholfen - durch mein Bleiben schon ....

    Lieben Gruß von Dagmar

  • ja dagmar da hast du recht. ich hab ihm auch nicht geholfen, ihn ständig ermahnt, darauf hingewiesen, ihn den alk weggenommen. aber eins gab ich ihn die stütze weiter zu machen allein nur das ich da war.

    lg melanie

  • Wisst Ihr, ich finde so schlimm, dass ich in der Zeit der Beziehung nicht die Zusammenhänge sehen konnte, durch welche ich geholfen habe die Sucht zu manifestieren um uns dadurch beide in den Abgrund ziehen zu lassen.

    Ich war der Meinung ich helfe nicht! Tat ich auch offensichtlich nicht, aber alles das was im Hintergrund geregelt wurde ohne dass ich es merkte - alles was in Gleichklang bliebt ohne dass Änderungen erforderlich waren. Einfach die Zusammenhänge nicht verstehen zu können weil alles so "selbstverständlich" für mein Leben war.

    Je eher Angehörige aber begreifen welche Wirkung jede noch so kleine Handlung haben kann, desto eher kann man/frau vielleicht bereit sein die Finger von der Sucht zu lassen - der Partner vom stoffbezogenen Süchtigen - und entgegengesetzt auch.

    Es ist so schwer zu sehen wo geholfen wird und damit der andere noch tiefer ins Spinnennetz gedrückt wird.

    Genau Melanie: dieses da sein - das ist es eben, und genau das habe ich nicht verstanden. Denn durch das "da sein" entfallen schon viele Probleme.

    Sozial richtig - für Menschen, die auf eigenen Beinen stehen - tödlich für Menschen, die sich auf einen anderen stützen müssen. Da müssen ja zwangsläufig beide abstürzen.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • da hast du meiner meinung nach wirklich recht. für mich ist es immer noch so schwer zu sehen wo ich da bleiben kann ohne mir zu schaden oder den anderen eine kranke stütze bin und wo mein dableiben krankhaft ist.und nicht nur der andere ins spinnenetz sondern ich ja auch. also heisst es diese stütze nicht mehr zu sein und sie auch nie mehr wieder zu werden. hab ich das für mich selbst erkannt hab ich mir schon viel geholfen.wobei ich mir immernoch unsicher bin im umgang mit anderen.selbst wenn die gesund sind.

    ich muss weg bleiben und mich nicht fangen lassen. mit nichts in dieser welt darf ich mich da wieder reinbringen. ich weiss erst jetzt wie sehr ich noch in diesem netzt gefangen bin und wie wichtig es ist da raus zu kommen. ohne wenn und aber, weh und ach. ihn loslassen . auch die kinder als stütze da rausziehen. erst dann kann ich mein leben für mich selber leben.der gedanke an ihn muss mir in dieser hinsicht völlig egal sein.ich muss mir wichtig sein und die kinder sollen nicht auch in diesen kreis.die stützen müssen weg, erst wenn alle pfosten und pfeiler enfernt sind kann sich für den anderen was verändern. ich bin nicht mehr bereit dazu.

  • Hallo dagmar007,

    Da in letzter Zeit einige Themen hier zur Diskussion gestellt wurden, die sowohl uns im Alkoholikerbereich als auch die Co-Abhängigen betroffen haben, habe ich mich, um die Antworten besser verstehen zu können in einige Threads hier eingelesen.

    Wenn ich nun folgendes bei Dir lese:

    Zitat

    Jetzt aber mal Hand auf's Herz: Wieviele Alkoholiker schaffen es ihre Papiere im Griff zu haben? Ist zumeist nicht schlimm, denn irgendwie manövriert man/frau sich ja wieder aus engen Situationen weil es im Regelfall ja nur die eine oder andere Lapalie ist und wir als Co (ich durch mein Bleiben beim Partner) diesem keine größeren Belastungen zumuteten.

    So kann ich nur aus meiner Sicht dazu sagen, dass ich zu Zeiten als ich noch getrunken habe, nicht nur die Verwaltung meiner Papiere, sondern sehr wohl auch meine Finanzen und alles, was sonst noch ein selbständiges Leben ausmacht, voll im Griff hatte.

    Warum ich Dir das sage?

    Weil ich denke, dass nicht immer der Alkoholiker “Schuld“ hat, dass ein Co ihm alles abnimmt. Es kann doch durchaus auch so sein, dass der betreffende Co-Partner alles übernimmt, um damit seine Sucht auszuleben.

    Das sind nur mal meine Gedanken dazu, die ich wiedergeben möchte und zwar frei von jeglicher Schuldzuweisung.

    Sollte ich das falsch sehen, lasse ich mich gerne eines Besseren belehren.

    Gruß
    Alpenrose

  • Ja, liebe Alpenrose, da magst Du gewiss Recht haben, da ich nicht für jeden Alkoholiker reden kann.

    In dem von mir benannten Fall handelt es sich jedoch um jemanden, der bereits vor meiner Zeit nicht in der Lage war die Miete zu begleichen oder Ab- und Ummeldungen auf die Reihe zu bekommen.

    Allerdings wurde mir das erst viele Jahre später mitgeteilt, bzw. bemerkte ich es nach meinem Einzug.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • ich bin s nochmal,

    ich kann dich gut nachvollziehen, denn ich merke für mich noch jahre späte hängen dinge in mir die ich bis heut noch nicht gesehen habe und die mich jetzt erst einholen. erfolgreich verdrängt und nun kommt alles wieder hoch.jahre später man kanns kaum glauben. doch ich für mich hab mich wohl jahrelang erfolgreich gedrückt die ganze sache aufzuarbeiten da ich keine lust hatte mir darüer einen kopf zu machen. jetzt kommts hoch.es ist eben nicht vorbei nur weil ich mich getrennt habe, solange ich für mich die ganze sache nicht aufgearbeitet habe wird es noch ewig in meinem leben herumgeistern.

    melanie

  • Weißt Du Melanie, ich musste ja bereits ab Mai 2008 aufwachen und Farbe bekennen. Aber ich konnte dieses kleine Uhrwerk noch nicht begreifen, in welchem ein Rädchen ins andere ging. Ich habe mich immer gewehrt wenn es hieß: "Du hilfst ihm weil Du da bist". Nein, ich mache doch nichts für ihn, dachte ich....

    Es ist einfach ein Räderwerk, welches gut laufen kann in sozialen Gemeinschaften wie Familien oder Paaren. Es kann aber auch das Uhrwerk einer Bombe sein wenn es sich um zwei Abhängige handelt. Genau diesen Unterschied habe ich nicht so in Einzelteilen verstehen können. Mein Auge war nie gut genug die beiden Uhrwerke gegenüber zu stellen.

    Ich konnte nicht das richtig tickende Uhrwerk einer gesunden Beziehung unterscheiden zwischen dem unruhigen Ticken einer Suchtbeziehung. Bei beiden Uhrwerken griff ein Rädchen ins andere - aber eben mit unterschiedlicher Wirkung.

    Diese Kleinigkeiten, Bagatellen, Dinge die im Leben so unwichtig sind, dass ich mir nie darüber Gedanken gemacht haben können so große Auswirkung haben. Das war für mich nie nachvollziehbar.

    Komisch scheint mir zu sein, je weiter Abstand ich habe, desto uninteressanter ist es an und für sich - wohl deshalb kommen mir jetzt die einzelnen Verbindungen und Schritte mit ihren Folgen in den Kopf. Zuvor war ich vermutlich noch in Gefühlen aller Art gefangen und konnte gar nicht über den Tellerrand hinaussehen. Nunmehr steht der Teller weit weg und ich sehe von der Ferne auf ihn.

    Und ich bin einfach erschreckt darüber, dass ich diese Zusammenhänge damals nicht so gesehen habe wie es mir jetzt langsam gelingt.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • ich steh hier auch in der position mein leben zu reflektieren, doch den blick nach vorne. erst wenn ich begriffen habe wie die ungesunden räder ticken kann ich nachvollziehen was wichtig ist wenns gesund tickt. ich bin so unerfahren wie ein kleines kind. weil ich gesundes ticken nunmal nicht kenne und das ungesunde ticken nicht sehe.ich möchte aber mal gesundes uhrwerk sein können und das gibt mir immer wieder die klarheit das ich da was reparieren muss, ungesundes raus und gesundes rein damit mein uhrwerk für die zukunft gesund ticken wird. so viele kleine rädchen die da zu wechseln sind brauch zeit. viel zeit und geduld. manche kann man einfach nicht sehen die sind so winzig klein. doch selbst ein winziges sandkorn im uhrwerk kann dafür sorgen, dass die uhr stehen bleibt. so viel zu den tickenden uhren. ich mag deine bildersprache.

    melanie

  • Hallo Dagmar,

    Zitat

    Ja, liebe Alpenrose, da magst Du gewiss Recht haben, da ich nicht für jeden Alkoholiker reden kann.

    In dem von mir benannten Fall handelt es sich jedoch um jemanden, der bereits vor meiner Zeit nicht in der Lage war die Miete zu begleichen oder Ab- und Ummeldungen auf die Reihe zu bekommen.

    In diesem Fall liebe Dagmar wäe es dann nicht egal gewesen ob dein Freund nun Alkoholiker, drogenabhängig oder sonst was gewesen wäre, deine Co-Knöpfe wäre in jedem Fall angesprungen ?

    Der ach so böse Alkoholiker ist doch nur Auslöser euer Sucht, oder sehe ich das verkehrt ?

    Ich bin übrigens auch eine "noch" sehr gut funktionierende Alkoholikerin gewesen die zuhause alles managte, während mein Ex-Mann beruflich die Welt bereiste.

    L.Gr. Rose

  • Kann ich nicht sagen, liebe Rose, ob die Knöpfe automatisch angesprungen wären. Nach dem, was ich mir vom Umfeld über mich sagen lassen musste war es wohl anfänglich keinesfalls so, sondern gewisse Co-Knöpfe haben sich mit zunehmender Belastung entwickelt. Ich weiß es nicht, liebe Rose, was sich wie entwickelt hätte.

    Es spielt für mich auch keine Rolle mehr, da ich den Kontakt meide. Für die Zukunft heisst es für mich nur aufpassen (derzeit bin ich imun) nicht einen Menschen kennenzulernen und mich in eine Partnerschaft zu begeben wo ich helfen kann, darf oder "muss".

    Ich selber kann mir für mich auch keine Partnerschaft mehr vorstellen, genau aus dem Grund um nicht wieder in eine helfende Rolle zu geraten. So wichtig ist mir (derzeit) eine Partnerschaft nicht da ich mich so wohl fühle wie es jetzt ist. Aber wie gesagt, darauf muss auch ich mein Leben lang aufpassen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Es geht nicht um den bösen Alkoholiker, liebe Rose, sondern darum, dass ICH die Zusammenhänge nicht begriffen habe. Ob er bös ist oder nicht ist ja nicht mehr mein Problem. Mein Problem ist aber, das mir die Weitsicht fehlte.

  • Hallo Rose,

    Zitat


    Der ach so böse Alkoholiker ist doch nur Auslöser euer Sucht, oder sehe ich das verkehrt ?

    Auslöser?, mh.....ich kann für mich heute sagen ich bin Dankbar das ich durch meinen Noch MEINE KRANKHEIT erkennen durfte. Meine Beziehung zu ihm hat meine Erkrankung sichtbar gemacht. Das es so lange gedauert hat bis ich erkannte hat viele verschieden Ursachen aber die wichtigste, weil ich nicht hinsehen WOLLTE....ich nicht ehrlich zu mir sein KONNTE.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Und Elocin, eines kann ich für mich feststellen: ich lebe jetzt glücklicher als je zuvor - auch glücklicher als vor der Beziehung.

    Denn ich wurde nun gezwungen ganz alleine für mich verantwortlich zu sein. Das Quentchen Glück bei Haussuche, Jobsuche ect. wurde mir auch mitgegeben somit lebe ich nun besser - wenn auch ärmer - als je zuvor.

    Ich kann jetzt sagen, dass, was sich ergeben hat ist schön.

    lieben Gruß von Dagmar

  • hallo dagmar,

    ist das nicht genau das was erreicht werden soll im leben? das man selber zufrieden ist und glücklich? ist es nicht genau das was wir und für unser leben wünschen?ich finde die grundbasis auf die wir bauen sollten. und die vergangenheit mal neu aufzuarbeiten ist oftmals kein fehler, selbstreflektion ist eine gute art sich immer wieder neu zu entdecken.und man sieht nach jahren die dinge aus einem ganz anderen licht , blickwinkel usw.das hilft für die zukunft.

    lg melanie

  • Hallo Ihr Lieben,
    je mehr ich darüber nachdenke, desto eher denke ich der Beitrag sollte heißen "Co-Abhängigkeit, die Chance."

    Denn auch hier treffe ich mich bei Elocins Worten. Genau das ist es: durch die eigenen Schwachstellen oder eigene Süchte aufwachen zu müssen und sich umzuorientieren.

    Es ist jetzt müssig zu überlegen, was gewesen wäre wenn ich es zuvor geblickt hätte was ich durch meine Anwesenheit unterstütze oder mir selber durch mein Bleiben raube.

    Das alles konnte ich erleben durch die Trennung, durch die ersten wackeligen Schritte, die ich alleine gehen musste. Dadurch, dass ich Polizei ect. zu Hilfe rufen musste und bereit war Hilfe anzunehmen. Dadurch dass mein Leben in meinen Händen lag und ich plötzlich für mich selber sorgen durfte entwickelte sich Glück für mich. Eines, welches ich so nie gekannt hatte.

    Ja Elocin, ist schon richtig - wie auch Melanies Aussage natürlich - durch das Bewußtsein der eigenen Sucht und die Erkenntnis ist eine Veränderung zwangsläufig die Folge. Diese kann ins eigenständige Glück führen.

    Ich bin am aufarbeiten, liebe Melanie und würde eigentlich hoffen, dass mir das so gelingt, dass ich die vergangenen Zeiten später nicht mehr reflektieren muss sondern nur für das heute leben kann. Aber es wird schon, wie Du sagst, immer wieder hallo-wach-Momente geben, in denen ich aufwache und mir die eine oder andere Sache auffällt.

    Vielleicht sind diese sogar wichtig um nicht wieder in eine helfende Rolle zu geraten. Gerade ich wäre jetzt der Kandidat, der ganz am Arbeitsplatz aufgeht. Genau damit gehe ich jetzt auch ganz bewußt um weil ich diesen Ersatz für mich denkbar halte. Dort geht es mir gut, ich werde gefördert und unterstützt, somit wird mir ein gutes Gefühl vermittelt. Meine Aufgabe ist es nun, das als schön zu betrachten aber keinesfalls in übermässige Aktion meinerseits zu geraten.

    Ich bin sehr, sehr froh, dass es sich um ein gesundes Unternehmen handelt, welches noch im Ausbau begriffen ist. Wäre es nämlich so, dass es ums Überleben ginge (obwohl jede Branche von den wirtschaftlichen Problemen betroffen werden dürfte, auch meine) da wäre die Gefahr riesig wieder dem gesamten Umfeld Bewerbungen zu schreiben oder an Marketingstrategien für das Unternehmen zu sitzen. Was auch co wäre....

    Lieben Gruß von Dagmar

  • ich bins nochmal,

    zitat
    Ich bin am aufarbeiten, liebe Melanie und würde eigentlich hoffen, dass mir das so gelingt, dass ich die vergangenen Zeiten später nicht mehr reflektieren muss sondern nur für das heute leben kann. Aber es wird schon, wie Du sagst, immer wieder hallo-wach-Momente geben, in denen ich aufwache und mir die eine oder andere Sache auffällt.

    das ist das leben. wir können nicht handeln ohne die vergangenheit. die muss gut aufgearbeitet werden, da sie uns sonst irgendwann einholt. meisst weiss man nicht einmal warum es einem schlecht geht, wenn man sich nicht intensiv und immer wieder mit sich selbst auseinander setzt. und dann wird es schwierig wenn einem körperlich oder seelische probleme zu schaffen machen und man nicht weiss warum. ich möchte in meine vergangenheit schauen können und da ein gutes gefühl haben können. denn dann habe ich mein ziel erreicht mich mit allen bereichen meines lebens auseinander gesetzt zu haben.weil ich im leben immer und immer mit situationen konfrontiert werde die auch meine vergangenheit wieder zum vorschein bringt. erinnerungen.ein bild, eine situation und schwubbs bin ich wieder in meiner vergangenheit.und dann sollte sich das gut anfühlen.meine zukunft sollte ich dabei nicht aus den auge verlieren. ein entweder oder gibts da nicht. beides ist verdammt wichtig.

    so nun schluss. bis dann melanie

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