Ich werde meinen eigenen Weg weitergehen!!!!

  • Zitat von Maruschka

    Hallo liebe Weitsicht,

    hab mich gerade durchgelesen bei dir. Du hattest ja eine aufregende, erkenntnisreiche Woche. :D


    Ich habe für mich festgestellt, dass das Gefühl der Dankbarkeit für das was ist und was ich erreicht habe, mich ein Stück näher zur Leichtigkeit bringt. Ich wünsche dir, dass du es genauso empfinden kannst.

    Liebe Renate,

    ja das stimmt, so etwas passiert nicht jede Woche, ich sehe es als Geschenk an, da dieser Austausch, mich mir näher brachte.

    Fühle mich dabei leicht wie eine Feder :roll::D , es ist als ob ich fliegen könnte. Ich weiss aber auch, dass ich den Boden unter meinen Füssen nicht verlieren werde. Dazu bin ich zu realistisch.

    Alles Liebe und drückdichzurück Weitsicht, die sich wieder über Deinen Besuch sehr freute, da mir Deine Worte sehr wichtig sind. :wink:

  • Der Frühling ist endlich da!!!!!!!!!!! Juchhu!!!!!

    Mir geht es gut, ich bin am ausmisten und putzen.

    Habe gestern vieles weggeschmissen was ich nicht mehr brauche.

    Die Ordner durchgesehen und alten überflüssigen Schriftverkehr rausgeschmissen.

    Heute sind paar Schränke dran.

    Fenster im Wohnzimmer und Küche möchten geputzt werden und die Vorhänge strahlend weiss, den Tag begrüssen.

    Meine Aktivität und Energie möchte ich weiterhin für mich nutzen, fühle mich nach getaner Arbeit pudelwohl und zufrieden.

    Wünsche allen einen angenehmen Frühlingstag, mit viel Sonne und Wärme, auch im Herzen.

    Alles Liebe Weitsicht

  • Liebe Weitsicht,

    toll zu lesen, dass Du so aufräumst. Ich will auch am liebsten noch mehr Frühjahrsputz machen. Ich hab schon mal angefangen und es hat riesig viel Spaß gemacht.

    Wenn jetzt so schön die Sonne scheint, kann man auch draußen mal wieder länger was machen. Es ist richtig schön, dass endlich der Frühling zu uns kommt.

    Viel Spaß noch Du emsiges Bienchen,
    Liebe Grüße,
    Löwenherz.

  • Hallo Löwenherz und Linde,

    gestern habe ich noch so voller Überzeugung geschrieben, dass ich mich nach getaner Arbeit pudelwohl fühle. Stimmte für gestern.

    Das kann ich heute abend nicht mehr schreiben, ich habe Muskelkater in meinen Armen und Beinen, vom Putzen und Klettern, Fenster und Vorhänge strahlen, aber ich bin müde und mein Rücken schmerzt.

    Was der Winter für einen Schmutz auf der Terrasse hinterlassen hat, oh je, 2 Stunden geschrubbt und geputzt. Morgen heisst es für mich, auf der sauberen Terrasse die Sonne mal zu geniessen.

    Liebe Linde, ich glaube wir sollten den Putzeinsatz bei Dir, auf nächste Woche verschieben, damit Du leistungsfähige und tatkräftige Frauen empfangen kannst. :lol::lol:

    Löwenherz ist sicher noch fitter wie ich und könnte vielleicht morgen schon bei Dir erscheinen, aber gemeinsam macht das Putzen und Herumalbern dabei, mehr Spass :lol::lol:

    Alles Liebe Euch Beiden und geniesst die Sonne, Weitsicht

  • Hallo liebe Weitsicht,
    hier ist Deine virtuelle Putzkollegin. Fit bin ich - ich war aber auch nicht so fleißig wie Du. Du hast Dir eine dicke Pause verdient und freu Dich an der getanen Arbeit.

    Ich wünsche Dir viel Spaß auf der sauberen Terrasse und genieße die Sonne. Sie wärmt auch unsere Seele.

    Ich bin froh, dass endlich Frühling ist 8)
    Liebe Grüße, Löwenherz.

    P.S.: Ich mach dann für nächste Wo. mal ein Termin mit Linde aus - aber vielleicht lieber doch zum Kaffee als zum Putzen...??

  • Zitat von Löwenherz

    Hallo liebe Weitsicht,
    hier ist Deine virtuelle Putzkollegin. Fit bin ich - ich war aber auch nicht so fleißig wie Du. Du hast Dir eine dicke Pause verdient und freu Dich an der getanen Arbeit.

    Ich wünsche Dir viel Spaß auf der sauberen Terrasse und genieße die Sonne. Sie wärmt auch unsere Seele.

    Ich bin froh, dass endlich Frühling ist 8)
    Liebe Grüße, Löwenherz.

    P.S.: Ich mach dann für nächste Wo. mal ein Termin mit Linde aus - aber vielleicht lieber doch zum Kaffee als zum Putzen...??

    Liebes Löwenherz,

    wenn ich ganz ehrlich bin, wäre mir Kaffee trinken bei Linde lieber, als zu putzen :oops: , denn ich bin mir sicher, dass sie viel zu erzählen hat, z.B wie ein befreiendes, liebevolles Leben als Frau aussehen könnte und auch noch umgesetzt werden kann.

    Ja ich kann mich schon freuen, wenn mein Nest kuschelig und sauber ist, ich mich einfach wohlfühle.

    Heute haben wir das erstemal in diesem Jahr, Kaffee auf der sauberen Terrasse getrunken, als mein Mann von der Arbeit kam. Das ist einfach herrlich, dafür bin ich sehr, sehr dankbar.

    Die Wäsche riecht wunderbar, an der Luft getrocknet, auch das habe ich heute genossen. Ach ist der Frühling doch was herrliches. :lol:

    Löwenherz ich bin ja nicht so ne tolle Frau die im Putzen aufgeht, deshalb freue ich mich in Dir eine virtuelle Putzkollegin gefunden zu haben, geteiltes Leid ist halbes Leid 8) ,denn ich bin überzeugt, gemeinsam würde das Putzen mehr Spass machen. Leider ist es so, dass jede Frau oder Mann alleine vor sich hin putzt, obwohl, es kann ab und zu, etwas meditatives, bei mir haben. Meine Gedanken kommen und gehen dabei, wie sie wollen, ich kann es zulassen. Oft singe ich dabei.

    Die Sonne wärmt auch unsere Seele, schreibst Du, manchmal glaube ich, dass bei der Schnelllebigkeit unserer Zeit, unsere Seelen garnicht hinterherkommen. Sie brauchen Ruhe, Stille, Geborgenheit um mit uns,unsere schöpferischen, kreativen Augenblicke zu spüren. In solchen Momenten findet pralles Leben statt.

    Das wünsche ich Dir auch, dieses im Augenblick sein können, Leben satt und akzeptieren können, was ich nicht ändern kann. Davon gibt es leider vieles, wenn wir über unseren eigenen Tellerrand hinausschauen können und doch ist es so, das Leben gleicht einem Wunder. Ich lebe gerne. :lol:

    Morgen beginnt das Wochenende, ich freue mich darauf, darf mehr Zeit mit meinem Mann verbringen.

    Alles Liebe Weitsicht :wink:

  • Ich habe heute morgen noch einiges zu erledigen, heute mittag werde ich die Sonne geniessen, freue mich darauf.

    Oh Welt wie bist Du schön.

    wünsche allen einen zufriedenen Tag.

    alles Liebe Weitsicht

  • Einen wunderschönen Frühlingsmorgen liebe Weitsicht,

    ooohhh, wie schön! Genieße den Tag und ich mache das heute auch.
    Ich gehe heute mittag auch raus.

    Ganz liebe Grüße, Löwenherz.

    P.S. Viiielen lieben Dank für Deine Unterstützung.

  • Hallo liebe Weitsicht,

    du liest dich ja supergut. :D

    Da hatten wir beide den gleichen Gedanken. Passend zur Frühlingssonne habe ich auch dafür gesorgt, dass sie ungehindert durch die Fenster strahlen kann. Keine Schmutzschicht mehr am Glas und die vergilbten, verstaubten Store sind auch wieder strahlendweiß. :lol::lol:

    Du hast recht. Der Frühling ist was herrliches. Bei uns lag ja lange Schnee, der jetzt gottseidank jeden Tag weniger wird. Ich habe mich jetzt nach Sonne und Wärme gesehnt. Da fühle ich mich gleich wie neugeboren. :wink:

    Heute wollte ich endlich ungehindert und stressfrei die Sonne genießen, leider hängt bei uns der Hochnebel rum. :( :evil: Es ist jetzt ein bißchen wärmer als in der Früh, aber zum draußen sitzen lädt es nicht unbedingt ein.

    Ich wünsch dir noch ein schönes (hoffentlich bei dir sonniges) Wochenende.

    Liebe Grüße
    Renate

  • Liebe Renate,

    wir hatten und haben sonniges Wetter. :lol:

    mir geht es auch prima, höre auf mein Denken und mein Fühlen und handele danach, das Wetter ist wunderbar, lasse mich gerne von der Sonne wärmen und bewundere die Natur, wie aus starrem Holz, Blüten und Blätter spriessen.

    Ist bei uns Menschen ähnlich, ich nutze die Winterzeit gerne (Exerzitien zu Hause), Verführt von Gottes Schönheit, ein Exerzitienbuch für Frauen, um tiefer hinter mein menschliches Da-Sein zu gelangen und über den Sinn meines Lebens nachzuspüren, fühle mich dadurch authentischer und lebendiger.

    Jetzt im Frühling ist es für mich wunderbar wieder ins Freie zu gehen, die Erde in meinen Händen zu fühlen und zu sehen wie alles wächst und gedeiht. Dank Dir und den anderen hier Schreibenden, bin ich über den Winter, meinem Innersten wieder ein Stück näher gekommen. Das lässt mich Lebendigkeit und Dankbarkeit wahrnehmen.

    Ich danke Dir und allen anderen dafür.

    Alles Liebe und drückdichweilichdichganzdollmag Weitsicht

  • Hmmmm, wie riecht es hier nur gut?

    Nach frischer Wäsche und geputzten Räumen und, aua, ich seh nichts mehr, bin geblendet durch die strahlend glänzenden Fenster!

    Hier muss ich wieder wechhhh! :)

    Sonst muss ich auch putzen! :)

    Wie siehts aus, meine Liebe?

    Gib mal Statusmeldung ab!!!!

    Herzlich

    Lobanshee

  • Liebe Lobanshee,

    brauchst keine Angst zu haben, dass Du hier mitputzen solltest.
    :lol:

    Meine Gäste sollen sich an erster Stelle wohlfühlen bei mir, ich koche uns dann mal ein Käffchen, wenn Du keinen magst, kann ich Dir auch einen Tee oder Säfte anbieten.

    Gemeinsames Trinken fördert den gemeinsamen Austausch, hierbei können wir uns besser kennen lernen.

    Mich beschäftigt einiges im Moment, besonders das Thema "Traumas in unserer Kindheit" durch alkoholkranke Elternteile. Renate (Maruschka) hat mir hierzu einiges Material zukommen lassen.

    An Zufälle glaube ich nicht mehr, bin diese Woche in der neuen Psychologie-Heute, Mai-Ausgabe, auf einen Artikel aufmerksam geworden, der sich mit der Kinderlosigkeit oder Fehlgeburten bei Frauen, beschäftigte. Der Körper verweigert den Frauen ihren Kinderwunsch, da sie ihren Kindern solche Kindheit wie ihre eigene ersparen möchten. Es geschieht auf unbewusster Ebene, dass der Körper, die Frauen schützt, obwohl sie sich nichts sehnlicher als Kinder wünschen.

    Hierbei bin ich auf transgenerationelle Traumatisierungen aufmerksam geworden. Diese Frauen sind häufig in transgenerationelle Traumata mit ihren Müttern verstrickt. Ich selbst konnte 9 Jahre keine Kinder bekommen, erst als ich mich bewusst der Liebe zuwandte und mich für sie öffnete, war ich 4 Wochen später schwanger, Spontanheilung kann ich solches nennen.

    Habe noch etwas über mein Essverhalten dabei erfahren, ich denke, dass ich hierbei noch an meine Mutter gebunden bin, unbewusst, aus Loyalitätskonflikten. Ich hoffe, dass ich durch spüren der Trauer, Angst, Wut und Schuldgefühlen, aus meiner Kindheit, mich von meiner Mutter innerlich loslösen kann. Ob diese These für mich zutrifft, werde ich merken, wenn meine Pfunde weiter purzeln dürfen, ich mir die Erlaubnis dafür gebe und mich als eigenständige Person wahrnehmen kann, die emotionale Nabelschnur, an meine Mutter durchschneide.

    Liebe Lobanshee Du siehst ich putze nicht nur äusserlich, innerlich bin ich auch am schaffen, wenn es Dir zu anstrengend ist mir zuzuhören oder zu lauschen auf eigenes, kann ich verstehen. Ich weiss mittlerweile, dass alle meine Gefühle und Gedanken von mir ernstgenommen werden möchten, diese Zeit nehme ich mir. Ich mag auch gerne mal nur Spass haben oder rumblödeln, Gedanken beim walken kommen und gehen lassen und in meinen Körper lauschen,was diese, mit meinen Gefühlen machen.

    Heute mittag kommt meine Tochter, ich darf sie ganz alleine geniessen, darauf freue ich mich sehr. Wir werden gemeinsam kochen und uns von unserem Leben erzählen, das wir, wenn andere dabei sind, eben nicht so können. Knuddeln und sich in den Arm nehmen gehört einfach mit dazu. Mit meiner Tochter darf ich das erleben, was ich, als ich älter war, bei meiner Mutter wegen ihrer Aggressionen (wenn sie getrunken hatte) mir gegenüber, sowie krankhaftes aneinander gebunden sein, nicht zu leben ging :cry: .

    Das mit meiner Tochter habe ich mir hart erarbeitet und einiges ist mir zugefallen :D . damit unsere gegenseitige Achtung, Respekt und Liebe fliessen konnte/kann.

    So es reicht, jetzt habe ich Dich genug vollgequascht, das sollte ich auch noch lernen, ob Menschen das überhaupt hören möchten was ich ihnen so erzähle. Mit Grenzen einhalten, haben wir es als EKA nicht immer leicht, wenn ich Vertrauen zu jemanden habe, dann sprudelt es manchmal zu sehr aus mir heraus. Deshalb lege ab, was Dich langweilt.

    Ich hoffe Du geniesst Deinen Urlaub, bei uns hat es geregnet, Sonne schaut ab und zu, aus dunklen Wolken heraus.

    Alles Liebe Weitsicht

  • Hallo Weitsicht!

    Als ich begann, mich mit generationenübergreifener Traumatisierung zu beschäftigen, da haben sich für mich plötzlich Puzzleteile an ihren Platz gerückt.

    Puzzleteile, die ich ewig mit mir rumschleppte, die aber gar nicht mir gehörten, sondern denen, von denen ich abstamme. In den Kriegen wurden schlimmste Traumatisierungen erlebt, die von der Kriegs- und Nachkriegsgeneration nie aufgearbeitet wurden. Fast alle Frauen damals haben im Krieg oder nach dem Krieg sexualisierte Gewalt erfahren, viele mußten sich prostituieren, um für sich oder ihre Kinder Essen zu bekommen. Viele kamen nie darüber hinweg, daß sie Menschen erschossen haben.

    Das sind nur Beispiele. Aber unaufgearbeitetes Trauma wird weitergegeben an die nächste Generation. Und hier hocken wir, plagen uns mit unserem eigenen Zeug herum und im Gepäck gibt es noch die Schatten der Vergangenheit...

    Gute Autoren sind z. B. Verena Kast, Wolfgang Schmidbauer, Christa Schmidt und das überragende Buch 'Befreier und Befreite' v. H. Sander u. B. Johr.


    Ich habe irgendwann begonnen, Fragen zu stellen, sehr behutsam natürlich. Solange die Alten noch leben, kann man sie ermuntern zu erzählen. Erstens kommt man an Informationen, reine Fakten. Aber die kann man dann unter dem Aspekt 'generationenübergreifender Traumatisierung' anschauen, dann wird es interessant! Und zum zweiten hat es vielleicht eine befreiende Wirkung für die Alten, wenn da endlich jemand ist, der ihnen wirklich zuhört. (Das ist nicht Co., sondern ein Nebeneffekt solcher Gespräche.)

    Ich habe mit meiner Mutter geredet, bevor sie völlig im Alkoholdämmer abgetaucht ist. Es waren kostbare, unglaublich kostbare Gespräche, meist am Telephon, ich habe mitgeschrieben, damit ich nichts vergesse. Am Telephon deswegen, weil sie den Abstand brauchte. Wenn ich ihr gegenüber saß, dann konnte sie nicht reden über das, was ihr angetan wurde, ihr und ihrer Mutter, ihrem Vater, ihren Brüdern...

    Mit den ganz Alten habe ich auch geredet, solange sie noch konnten. Und alle wollten reden, wenn es zu Ende geht, dann ist da eine Offenheit, die nie vorher da war. Hingehen, und mit dem Herzen zuhören, das Gesagte in den Händen bergen, diese Art von Wertschätzung spüren die Gesprächspartner und öffnen sich, für einen Moment, für eine Stunde. Wahre Schätze sind das...

    Und wenn das in einem selber sackt, dann fangen lose Enden an sich zu verknüpfen. Das Puzzlebild vervollständigt sich. Und man kann sich und seine Thematik in einen größeren Zusammenhang einordnen, das entlastet sehr.


    Lieber Gruß, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Zitat


    Puzzleteile, die ich ewig mit mir rumschleppte, die aber gar nicht mir gehörten, sondern denen, von denen ich abstamme. In den Kriegen wurden schlimmste Traumatisierungen erlebt, die von der Kriegs- und Nachkriegsgeneration nie aufgearbeitet wurden. Fast alle Frauen damals haben im Krieg oder nach dem Krieg sexualisierte Gewalt erfahren, viele mußten sich prostituieren, um für sich oder ihre Kinder Essen zu bekommen. Viele kamen nie darüber hinweg, daß sie Menschen erschossen haben.

    Das sind nur Beispiele. Aber unaufgearbeitetes Trauma wird weitergegeben an die nächste Generation. Und hier hocken wir, plagen uns mit unserem eigenen Zeug herum und im Gepäck gibt es noch die Schatten der Vergangenheit...

    Liebe Linde,

    Du hast Dir viel Mühe gemacht, mir Antworten auf meine neuen Eindrücke, die mir vorher nicht so bewusst waren, gegeben. Danke Dir dafür.

    Da sollte ab sofort der Satz "Die Zeit heilt alle Wunden" aus unserem Sprachschatz gestrichen werden.

    Gespräche mit unseren Familienmitgliedern (älteren) sind es, die uns heilen lassen.

    Ohne die Schatten unserer Vorfahren, als Gepäck auf unserem Rücken, wäre unser Weg leichter und vor allem liebevoller (zu mir und anderen) zu gehen. Deswegen kann ich schon lange nicht mehr sagen, dass ich dankbar bin für das was ich erleben durfte, denn ohne "diese Erfahrungen, wäre ich heute nicht die, die ich bin".

    Ich frage mich wie ich heute sein könnte, wenn mich liebevolle, mich achtende Elternfiguren begleitet hätten, liebe Linde sähe unsre Welt dann nicht mitmenschlicher und liebevoller aus?

    Wir feiern Ostern, ich bin überzeugt, dass Jesus heute genauso gefoltert und gekreuzigt würde, wie vor 2000 Jahren, da Menschen es nicht aushalten können, wenn andere Menschen mit Selbstliebe, liebend unterwegs sein möchten. Haben Menschen in den 2000 Jahren nichts dazu gelernt? Kriege und Misshandlungen finden tagtäglich statt. In der Familie wird die Gewalt leider weiter gegeben. Hier ist Aufklärung eine wichtige Aufgabe, sonst geben wir, an unsere Kinder weiter, bewusst oder unbewusst, was unsere Vorfahren belastete (unaufgearbeitete Traumas). Das ist Wahnsinn!!!!!!


    Zitat


    Und zum zweiten hat es vielleicht eine befreiende Wirkung für die Alten, wenn da endlich jemand ist, der ihnen wirklich zuhört. (Das ist nicht Co., sondern ein Nebeneffekt solcher Gespräche.)

    Ich könnte mir vorstellen, dass es sich so leichter leben und sterben lässt. Bei vielen Älteren kommen Ängste jetzt erst zum Vorschein, da sie sie nicht mehr durch das Arbeiten oder andere Beschäftigungen verdrängen können. Sie sind sich und ihrer Vergangenheit ausgeliefert. Aufwachen und Sprechen miteinander, wäre für alle nur ein Gewinn.


    Zitat

    Und wenn das in einem selber sackt, dann fangen lose Enden an sich zu verknüpfen. Das Puzzlebild vervollständigt sich. Und man kann sich und seine Thematik in einen größeren Zusammenhang einordnen, das entlastet sehr.

    Liebe Linde das wünsche ich mir und allen anderen hier schreibenden sehr,denn nicht umsonst haben unsere Mütter und Väter zum Alkohol oder Tabletten gegriffen. Anders konnten sie scheinbar ihre Vergangenheit nicht aushalten.

    Eine Antwort, wieso Jugendliche, heute sich bis ins Koma trinken, hätten wir durch Deinen Beitrag auch erhalten, da ihre Vorfahren lieber weiterhin schweigen und sich mit anderen Dingen ablenken, als sich den eigenen Gefühlen der Familienmitgliedern zu stellen und zu betrauern, was uns hindert, mit unseren Gefühlen verbunden zu sein, damit gesunde, liebevolle Lösungen gefunden werden können.

    nachdenklich betroffene Weitsicht, die weiss, dass nur die bedingungslose Liebe (Selbstliebe) heilen kann.

    Alles Liebe Weitsicht

  • Zitat von Linde66

    Liebe Weitsicht,

    ich nehm dich einfach mal in den Arm, wenn ich darf.


    Wir lesen uns. Linde

    Liebe Linde,

    Du darfst, ich freue mich darüber, es schenkt Erleichterung, sowie liebevolle Veränderung, wenn Menschen ähnliche Erfahrungen miteinander teilen können und sie ihrem wahren Selbst ( eigenes Denken und Fühlen) vertrauen zu lernen

    Die normale Reaktion auf zugefügten Schmerz ist Wut und nicht Liebe. Wenn wir uns als Kinder aus Angst vor Elternfiguren zum Gegenteil zwingen, ist das Betrug an unserem "Selbst" (Gefühle) gewesen. Das brauchen wir uns heute nicht mehr anzutun.

    Lernen wir gemeinsam weiter, schenken uns gegenseitige Aufklärung und teilen Erfahrungen, die uns zu unserem eigenem lebendigem Leben hinführen können.

    Alles Liebe und drückdichzurück Weitsicht

  • Hallo Weitsicht,

    es ist müßig darüber nachzudenken was gewesen wäre, wenn man ohne Schatten aufgewachsen wäre, wenn die Eltern ihre Kinder erst dann bekommen hätten, wenn sie selber ihre Geschichte aufgearbeitet und integriert hätten...

    Es ist so wie es ist und das haben wir anzunehmen. Wir können uns dem auch verweigern, aber dann geht es weiter in die nächste Generation.

    Die Welt ist so wie sie ist, die Spezies Mensch trägt das "Fressen" in sich, den Teil vom 'Fressen und gefressen werden' meine ich. Das heißt, überall auf dem Globus, zu jeder Zeit hat es und wird es Krieg, Folter, Gewalt usw. geben. Das ist eine Facette des menschlichen Verhaltensrepertoires.

    Dann gibt es noch die Liebe, die Menschlichkeit, die Achtung, den Respekt - und die Aufarbeitung, das Wachwerden, das Bewußtwerden, die Annahme, die Selbstliebe... all diese Samenkörner, die in jedem von uns liegen.

    Je weiter wir in unserer Aufarbeitung kommen, desto besser können wir vielleicht damit umgehen, daß es diese beiden Pole gibt: auf der Welt, aber auch in uns.

    Ich besuchte mal eine alte Frau im Krankenhaus, wir kannten uns zwar schon lange, aber wirklich miteinander geredet hatten wir nie. Damals ging es ihr sehr schlecht, keiner wußte, wie es kommen würde, inzwischen ist sie wieder wohlauf. Sie schlief damals, ich wachte lange bei ihr, betrachtete ihr altes Gesicht, las ihre Geschichte, die sich in die Haut gegraben hat. Nach einer Stunde etwa erwachte sie, sah mir in die Augen und ich sah sie ankommen, in einem Augenblick eine Brücke über 40 Jahre hinweg. Dann begann sie zu reden. Und redete von Dingen, die sie noch nie jemandem erzählt hatte, fast 80 war sie, Frauendinge, schlimme Frauendinge.

    Trauma löst sich auf, wenn ein wissender Zeuge die Lebensgeschichte wertschätzend anhört und annimmt, dabei nicht bewertet, nicht urteilt, sondern einfach da ist. Dann können sich gleichermaßen uralte Verspannungen im Nackenbereich vom langen Wegducken und Wegstecken lösen, dann können uralte ungeweinte Tränen fließen und der alte Mensch kann in Frieden einschlafen.

    Das kann so sein. Das kann anders sein. Auf jeden Fall sind Gespräche mit alten Menschen eine große Chance, für alle Beteiligten.


    Weitsicht, ich schau ja auch auf die Welt und schüttel manchmal den Kopf. Dann wende ich mich wieder dem Bereich zu, der unmittelbar um mich herum ist, mit mir im Zentrum. Denn da bin ich handlungsfähig, aus mir heraus, und da überfordere ich mich nicht.

    Lieber Gruß, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Da haben wir wohl gleichzeitig geschrieben, liebe Weitsicht!

    Dir noch einen schönen Abend, es ist so ein wundervoller Tag heute.

    Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Zitat

    Die Welt ist so wie sie ist, die Spezies Mensch trägt das "Fressen" in sich, den Teil vom 'Fressen und gefressen werden' meine ich. Das heißt, überall auf dem Globus, zu jeder Zeit hat es und wird es Krieg, Folter, Gewalt usw. geben. Das ist eine Facette des menschlichen Verhaltensrepertoires.


    Je weiter wir in unserer Aufarbeitung kommen, desto besser können wir vielleicht damit umgehen, daß es diese beiden Pole gibt: auf der Welt, aber auch in uns.

    Liebe Linde,

    auch heute ist es ein sonniger Tag, den ich schon im Garten verbrachte, alles reckt sich der Sonne entgegen. Die Natur zeigt sich im Moment von ihren schönen Seiten.

    Sie kann aber auch brutal zuschlagen z.B. bei Naturkatastrophen. sie nimmt dann wenig Rücksicht auf uns Menschen. Wir sind Teil der Natur und können ebenfalls brutal oder unberechenbar sein. Dieser unser eigener Schatten möchte von uns integriert werden. Ich bin dabei.

    Ich brauche für mich, die gelebte Spiritualität, um Kraft, Halt und Liebe zu finden und zu leben. Ansonsten wäre es für mich schwer auszuhalten was ich alles so lese, sehe (Nachrichten) und erfahren habe, was Menschen sich in Familien und auf der ganzen Erde, gegenseitig leidvolles antun können.

    Und nur vom positiven Denken und Wünschen alleine, heilen leider keine Kränkungen, Depressionen sowie andere seelische Krankheiten oder Ängste gehen davon auch nicht weg. Ich sollte schon mein Werdegang und die mich begleitenden Menschen, wie sie wirklich zu mir waren, mir ansehen wollen, dass das mit Schmerz (Tränen)verbunden ist, ist unabdingbar, aber heilsam.


    Zitat


    Dann gibt es noch die Liebe, die Menschlichkeit, die Achtung, den Respekt - und die Aufarbeitung, das Wachwerden, das Bewußtwerden, die Annahme, die Selbstliebe... all diese Samenkörner, die in jedem von uns liegen.

    Das hast Du wunderbar beschrieben Linde, dass alle diese Eigenschaften als Samenkörner in uns liegen. Wir sollten sie nur wahrnehmen können, ich glaube, dass die Liebe über den beiden Polen steht, wir aus dieser, jederzeit schöpfen dürfen. Ihr zu vertrauen und sich ihr öffnen können, ist für mich, der Sinn in meinem Leben. Dieses lässt mich zuversichtlich jeden Tag neu beginnen. Immer mit dem Wissen im Hinterkopf, dass ich neues dazu lernen darf und es mit allen Lebewesen teilen kann.

    Wie die Beschreibung von den transgenerationellen Traumatisierungen. Das hat mich sofort angesprungen, erst beim lesen dieses Artikels, wieso Frauen nicht schwanger werden können. HIer fand ich Erklärungen dafür.

    Danke Dir für die genannten Namen der Autoren, die sich mit dem Thema auseinander gesetzt haben, über das Buch Befreier und Befreite, sowie das Buch von Christa Schmidt: Das entsetzliche Erbe, Träume als Schlüssel zu Familiengeheimnissen konnte ich vieles mir im Internet herausholen.

    Schmidbauer und Kast schaue ich mir noch an. Eigenes kann ich bestätigen, die Schwester meiner Oma, hat sich aus Angst, dass sie Krebs haben könnte, Selbstmord begangen, das war ein Familiengeheimnis, hat niemand darüber gesprochen. Selbstmord in einer Familie löst Schuldgefühle aus, darüber durfte man nicht sprechen.

    Erst als ich nach der Geburt meiner Tochter Ängste entwickelte (auch Krebsängste, da meine Mutter an Brustkrebs gestorben war), erinnerte man sich in der Familie, dass die Tante meiner Mutter sich das auch eingebildet hatte und sich deswegen das Leben nahm.

    Mit diesem Wissen der "generationenübergreifender Traumatisierung" kann ich noch einiges klären, ich denke auch, was die "Familienkrankheit Alkoholismus" generationenübergreifend in meiner Herkunftsfamilie mit ausgelöst hat, davon bin ich zutiefst von überzeugt. Hier geht mein Weg ohne selbstschädigendes Verhalten (Autoaggression hat hier ihre Wurzeln) weiter.

    Liebe Linde nochmals vielen, vielen Dank, Du hast mir mit Deinem Wissen ein gutes Stück weitergeholfen. Ich wünsche Dir erholsame und zufriedene Ostertage.

    Alles Liebe Weitsicht

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