Soll ich weiter helfen?

  • Guten Morgen Katja und herzlich willkommen hier im Forum.
    Du stellst die Frage, ob Du weiterhelfen sollst.

    Kann ich Dir nicht beantworten, aber ich mag Dir eine Frage zurückgeben.

    Wie fühlst Du Dich dabei, wenn Du ihn unterstützt?
    Oder wenn er Dich "be"nützt?

    LG Skybird

    Lebendige Grüsse
    skybird

  • Hallo Tante,
    und willkommen.

    Also erst einmal gehören da ja zwei Menschen zu,ein Mensch der den Kontakt sucht,und der andere der diesen Kontakt zulässt und darauf eingeht.

    Du schreibst ja selbst das Du mit Ihm im Kontakt bleibst,dir weiteres antust,weil er dich braucht.

    Zitat

    Heute verstehe ich nicht, wieso ich die Trinkerei und die Beleidigungen zugelassen habe,

    Weil Du Co abhängig bist?
    Wenn Du Ihm weiter den Freiraum zugestehst in dein Leben zu treten weiter den Kontakt aufrecht erhältst wie soll denn das verstanden werden von einem "nassen Alkoholiker"??

    Lieben Gruß,Andi

  • Hallo Tante,

    das mit dem Werwolf kenn ich nur zu gut.
    Und das macht die Sache für mich aus so erschreckend. Mein Mann ist mir total unheimlich geworden.
    Jetzt trinkt er nach langer Trockenheit wieder und es ist wirklich so, als ob er sich wieder in ein Monster verwandelt hätte. Bei uns war es so: lange Beziehung, während der er immer getrunken hat, dann Trennung, dann ist er trocken geworden, dann sind wir wieder zusammen gekommen und als diesen verwandelten, wertvollen Menschen habe ich ihn geheiratet und es ging einige Jahre gut und dann kam die Rückverwandlung in das alte Monster. Es ist sehr schmerzhaft, das zu sehen. Und verwirrend.
    Ich zweifle jetzt an mir selbst: Wie konnte ich so einen Menschen heiraten, der so böse ist? Aber natürlich ist es die Krankheit, die ihn so macht.
    Ich habe mittlerweile das Gefühl, es wäre damals am besten gewesen, wenn ich den Kontakt ganz aufgegeben hätte, nach unserer ersten Trennung. Ich habe mich irgendwie überhoben, als wenn man einen Wettbewerb mit dem Teufel eingeht, da kann man irgendwie nicht gewinnen.
    Aber das kann man erst im Nachhinein so sagen, in der Situation damals wollte ich meinen Glauben an das Gute eben auch nicht verraten und eigentlich finde ich das auch eine gute Einstellung. Erst habe ich auch zu ihm gesagt: Nein, das ist mir zu gefährlich, mich mit dir als Alkoholiker noch mal einzulassen. Aber dann kam ich nach einer Weile dazu zu sagen: Es ist das Risiko wert.
    Jetzt habe ich, wie gesagt, das Gefühl: War vielleicht doch irgendwie vermessen.

    Nun willst du, wenn ich dich richtig verstehe, gerade gar keine Beziehung mehr? Wie siehst du eure Zukunft? Oder willst du nur helfen?
    Meine Meinung: Man muss sehr vorsichtig sein, wenn man sich einbildet, man könne oder müsse einem trinkenden Alki irgendwie helfen.
    Es ist nur menschlich, dass man das will, aber ich glaube, man muss wachsam sein und muss seine Grenzen sehr genau ziehen, sonst missbraucht er das und ruht sich darauf aus, statt sich seinem Problem zu stellen.

    Sei wachsam,
    Doro

  • Hallo Katja,
    schön das Du hergefunden hast. Auch ich bin noch nicht so sehr lange hier im Forum und es hat mir trotzdem sehr geholfen, schon alleine das Lesen und festzustellen das ich nicht alleine bin, die Geschichten ähneln sich schon sehr. Du wirst es selber merken...
    Ich hatte mich in den Jahren auch mehrmals getrennt und habe immer durch Kontakt noch "festgehalten"....irgendwann habe ich es nicht mehr verkraftet, ich habe damit auch weder ihm noch mir geholfen. Er mußte seinen Weg selber finden, dieses einzusehen hat auch bei mir lange Zeit gedauert. Du mußt für Dich selber den Weg finden womit es Dir am Besten geht. Da gibt es kein Patentrezept,...aber es heißt ja:"Helfen durch nicht helfen"... Aber wir sind eben CO´S. Ich wünsch Dir viel Glück und Antworten beim Lesen.
    Liebe Grüße Nele

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