mir gutes tun .... bei mir sein ....- ist mehr als ....

  • Hallo Ihr Lieben,
    ich wusste nicht so ganz genau, wie ich die Überschrift wählen soll.

    Mir ist vermehrt aufgefallen, dass - dazu gehöre auch ich - oftmals die Meinung entsteht, wenn ich mich selbstverantwortlich um mich kümmere, so ist das schon richtig und genug. Schon alleine dadurch könnte ich mein Helferlein mit der Co-Schulter ablegen.

    Ich selber musste folgendes feststellen!
    Dieses gut zu mir zu sein - meine Wünsche zu erfüllen und bei mir zu sein sind nur Eselsbrücken. Hilfen auf dem Weg zu mir.

    Angekommen bin ich nämlich innerhalb einer selbstbestimmten Situation. Aber dieses gut zu mir zu sein, meine eigenen Wünsche zu erfüllen war der Lernweg überhaupt mich selber zu treffen. Einer der Wege, der aber zur Autonomie steht, die wohl eher als Endergebnis bei mir dasteht und die positiven Dinge für mich selber nur als kleinen Weg zur Hauptstraße kennzeichnen.

    Ich dachte "huch, ich lerne es, mir gutes zu tun" ich kriege alles auf die Reihe. Dem war nicht so! Das war nur ein kleiner Schritt auf dem Weg, der sich bei mir entwickeln sollte.

    Ich will damit nur sagen: Selbstbesinnung und die Wiederentdeckung eigener Interessen ist wichtig, schön, wertvoll und Grundvoraussetzung. Aber es scheint mir in meinem Fall - noch lange nicht das Ende des Weges zu sein.

    Wie seht Ihr das, für den Fall, dass ich mich überhaupt verständlich ausdrücken konnte.

    Lieben Gruß von Dagmar

  • liebe dagmar,

    es langt nicht. nur mir gutes tun und dann ist die welt wieder in ordnug. es ist wichtig um ein bestimmtes wohlgefühl für sich zu bekommen um dann die bereitschaft zu haben auch an sich zu arbeiten. weil es schwer ist, sich selbst zu sehen, hürden zu überwinden, rückschläge zu kassieren.das tut einfach weh. dann sollte man sich wieder was gutes tun um energie zu bekommen. das ist für mich ein energiespender aber nicht die lösung meiner probleme.

    die eigenen probleme stecken viel tiefer. sich nur zu lösen, selbständig zu werden, das sind schöne erfahrungen die bauen mein selbstwert auf. mit diesem aufgebauten selbstwert werden einige probleme gelöst.nur halt nicht alle.
    ich brauche dann auch die bereitschaft, in die tiefe zu gehen.sonnst ist das oberflächlich und nützt nur im moment. wenn die autonomie sich dann seit jahren als normalität herauskristalisiert, wird durch das bewustsein dann nicht gleichzeitig das selbstwert aufbauen, das geht am anfang, pendelt sich auch da ein, ist keine garantie für andauernde zufriedenheit.

    oftmals stürzt es dann ein, wenn die probleme die ich habe tiefer sitzen. dann frag ich mich, warum denn nur, ich hab doch alles getan. doch in wirklichkeit hab ich nur oberflächenbereinigung betrieben und mir nicht klar gemacht, wie wichtig es ist mein innerstes zu verarbeiten.es gehört weit mehr dazu sich selbst zu finden. das ist harte arbeit.die kann ich mit dem mir was gutes tun belohnen, wie gesagt, lediglich als energiespender.

    liebe grüße melanie

  • Liebe Dagmar,
    ich schreib nur ganz kurz, da hast Du ein wichtiges Thema angeschnitten!
    Dank Dir.

    Genauso, wie es für den Alkoholiker nicht reicht, einfach nicht mehr zu trinken (sich also was Gutes tun im Sinne von: Gift weglassen), reicht es für uns nicht aus, Schaumvollbäder und Fusspflege zu geniessen.

    Du hast vollkommen recht!!!
    Das ist ein zarter, erster Schritt, sich mal wieder selbst zu spüren und wichtig zu nehmen.
    Ab da beginnt der eigentliche Prozess.

    So, jetzt pressierts mir, bis später und nochmal Danke für diesen thread.

    Thelma

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