ZitatAlles anzeigenAlkoholsucht = Krankheit = "Ich kann da gar nix für" ? Stimmt, wenn die Sucht sich physisch und psychisch niedergelassen hat ! Was ist mit der Zeit davor ? Mit dem länger dauernden Prozess um dahin zu gelangen süchtig geworden zu sein ?
Meine Wut ist ja individuell - auf eine Person gerichtet - nicht auf die Masse derer die dieses Krankheitsbild aufweisen.
Da krieg ich gesagt werde selbstbewusster, sei egoistisch, konsequent, wenn es sein muss knallhart und dann werde ich zurückgepfiffen. Weichgespült, Verständnis, Krankheit.
Ich hab nen "therapierten" erlebt. Ich habe miterlebt wie er "angenommen" hat. Ich kenn die Sätze, die er zu "Phrasen" umgebastelt hat - immer so, wie es gerade gut passte. Oh ja, man kann einen wichtigen Satz auf verschiedene Arten aufleben lassen. Und ja, er hat den "Feinschliff" in jeder Therapie verpasst bekommen. Sein Ding, mit welcher "Bauernschläue" er da hin und her agiert hat. Nicht nur bei mir - auch in seinen Therapien.
Warum sollte ich darauf nicht wütend sein dürfen ? Gesunde Wut hat mir geholfen den nötigen Antrieb beizubehalten. Das war mein Antriebsmotor um mich in Bewegung zu setzen! Das war meine individuelle Wut auf Mr. Vielleicht - und nur auf ihn !
Ich muss längst nicht alles verzeihen !
Hallo Diandra,
ich danke Dir für Deine Worte, so sehe ich es auch, ich darf Wut auf meine Eltern zulassen, sie haben mir nicht nur meine Kindheit, sondern auch viele unbeschwerte Zeit, in meinem Erwachsenen-Dasein genommen.
Ich kann auch hinter das Gefühl Wut sehen, hier sitzt der Schmerz, der im Hier und Jetzt, hochkommen darf. Ich fühle den Schmerz meiner Kindheit, ausgelöst, durch den Thread "Ist ein Kind bei einem nassen Alkoholiker geschützt" Biene hat es mit wenig Worten auf den Punkt gebracht "Nein".
Ich habe schon mal geschrieben, wenn es einen Sinn haben sollte, dass ich in einer Suchtfamilie aufgewachsen bin, dann soll es heute bessere Aufklärung für den Schutz für Kinder geben dürfen. Informationen was Folgeschäden betrifft, gibt es genug. Ein Alkoholikerforum ist dafür ein guter Ort.
Ich muss meinen suchtkranken Eltern nicht verzeihen, das überlasse ich einer anderen Stelle, ich habe auch keine Rachegefühle für sie, ich schau nur hin wie sie wirklich zu mir und meinen Geschwistern, in unserer Kindheit waren. Und das war nicht liebevoll gewesen. Sondern vom Alkohol zer- und gestörtes Verhalten.
Mit dem Verzeihen - Sollen, wird auch Unheil angerichtet, Diandra hat es an einem Therapierten, gut beschrieben.
Ich kann doch meine Gefühle heute nicht missbrauchen, wenn ich "das Verzeihen sollen" nicht empfinden Kann.
Ich schone heute nicht mehr meine Eltern, dafür meine Gesundheit und meine Kinder.
Alles Liebe Weitsicht