Mein Mann will kein Alkoholiker sein und ich kann nicht mehr

  • Hallo Julchen,

    meine Erfahrungen haben mir gezeigt, das keine Drohung den Partner vom Alkohol wegbringt.

    Das kann nur er für sich allein entscheiden.

    Alles schon so oft geschrieben und gelesen.
    Aber das will ich mir immer wieder vor Augen führen, damit ich es für mich wirklich begreife und akzeptiere.

    Machtlosigkeit, nein die hast Du nicht, genausowenig wie ich, wir können nur jeder für uns selbst entscheiden welchen Weg wir gehen.
    Diese Macht haben wir ganz allein für uns.
    Auch wenn dieser Weg uns erst Angst macht, mit vielen Unsicherheiten und Traurigkeit, Gefühlschaos gepflastert ist.
    Ich staune manchmal über mich selber, dass ich den Mut habe, diesen Weg für mich zu gehen.

    Ich sorge für mich, gewöhne mich an meinen Alltag und versuche immer weiter ein Stück zu mir selber zu kommen.

    Liebe Grüße
    Gesche

  • Hallo ihr Lieben!

    In den letzten Tagen schaffe ich es leider nicht so viel zu schreiben, wie ich gerne möchte.
    Es gibt einiges zu erzählen.

    Ich habe mich zwei Mal diese Woche mit meinem Mann getroffen, einmal wegen der Sauferei am Wochenende, es ging heiß her und er hat mal wieder auf stur geschaltet und naja, wie das so ist, es kam das böse erwachen, der kater nach der feier...

    Zwei Tage später haben wir uns getroffen, weil wir etwas wegen der Wohnung besprechen mussten. Da zeigte er mir dann einen Zettel auf dem die Nummern von mehreren Psychotherapeuten standen, die Ärztin an die er sich gewendet hatte hat ihm diese gegeben. Ich hab es alles zur Kenntnis genommen und ihn nur ganz leicht ermutigt diesen Weg weiter zu gehen.

    Heute hat er mir erzählt dass er zu eine Gruppe gegangen ist, diese Therapie besteht aus zwei Teilen, einer Gruppensitzungen und zusätzlich noch eine Einzelbehandlungen, also hat er zwei Termine pro Woche. Er hat ein bisschen erzählt und gesagt, dass er mit der Therapeutin ganz gut klar kam und dass sie jetzt erst mal die nächsten sechs Wochen schauen wie es läuft und sich dann noch einmal zusammen setzten, um zu schauen wie es weiter läuft. Sie hat ihn wohl auch noch ein mal aufgeklärt, wie der Alkohol im Körper funktioniert. Naja, jedenfalls meinte sie, er braucht keinen Entzug, da er ja nicht täglich trinkt.

    Ich bin wirklich ganz positiv gestimmt, will da aber noch nicht zu viel rein interpretieren...
    er ist übrigends irgendwie übers Internet auf diese Einrichtung gestoßen.

    Mal schauen, wie es so weiter geht...ich halte euch auf dem laufenden!

    Liebe Grüße,
    eure julchenazul

  • Hallo julchen,

    schön von Dir zu lesen.
    Ich hoffe Dir geht es gut und Du hast richtig viele Sachen für Dich selber getan?

    Natürlich kann ich die Aussagen von Therapeuten nicht beurteilen. Ich weiß aber aus eigener Erfahrung, das meine Mann sich immer wieder irgendwelche Interpretationen von ärztlichen Aussagen zurechtgelegt hat und schon war wieder alles in Ordnung und er konnte so weiter leben und trinken wie es ihm passt.

    Ich hoffe das deine positive Stimmung anhält und es Dir gut geht.

    Einen schönen Sonntag
    wünscht Gesche

  • Hallo miteinander,
    hallo liebe gesche,

    mal wieder komme ich erst jetzt dazu, wieder hier rein zu schauen... viel, viel zu tun und ein Problem kommt ja bekanntlich selten allein!

    So, seid letzter Woche hat sich ein bisschen was getan. Das Wochenende habe ich mit meinem Mann verbracht, er bat mich darum, da er meinte, es wäre der "gefährlichste" Teil der Woche. Wir haben ein echt super schönes Wochenende mit einander verbracht.
    Am Dienstag war er das erste Mal bei der Gruppensitzung von der ich erzählt hatte. Er sagte nur, es hat ihm sehr gut getan und er fühlte sich danach viel besser.
    Gestern war eine komische Situation dann, in der ich glaubte, dass er schon wieder am trinken sei, aber war er wohl nicht... naja, heute hab ich ihn kurz gesehen und er hat nicht nach alk gerochen, bei ihm kann man das am nächsten Tag riechen. Er hat mir heute erzählt, dass er es verstehen kann, dass ich kein Vertrauen zu ihm habe und das ich jedes Recht habe ihm zu Mißtrauen und das es für ihn nur ein Ansporn sei, sich zu verbessern und sich mein Vertrauen zurück zu gewinnen.

    Wie gesagt, ich bin immer noch abwartend, wie schon seid langem, aber ich muss mich um mich kümmern. Leider ist das zur Zeit sehr schwer, da noch zusätzlich zum Problem "Mein Mann ist ein Alkoholiker" tausendundein anderes Problem dazukommt.

    Ich versuche gerade alles in den Griff zu bekommen, was mir glaube ich mehr oder weniger gelingt. Ich muss zur Zeit mir immer wieder selber sagen, dass es das wichtigste ist, dass ich jetzt meine Arbeit schreibe und die fertig bekomme. Jeder Tag und jede Nacht, die sind nämlich zur Zeit sehr kurz bei mir, freue ich mich mehr auf meinem Urlaub in dem ich von all den Sachen Abstand gewinnen kann.

    So, nun werde ich mich auch wieder an meine Arbeit machen,
    seid alle ganz herzlich gegrüßt,
    julchenazul

  • Hallo!!

    Es tut mir leid, dass ich nicht so oft schreibe. Aber ich bin die letzte Woche einfach nur schlecht drauf gewesen. Mein Mann hat mal wieder gesoffen. Ich weiß dass er definitiv am Montag angefangen hat und dann halt so bis Mittwoch glaub ich. Was ziemlich traurig war, da wir am Montag unseren Jahrestag hatten... naja.

    Er hat mir dann glaube ich heute gesagt, dass er soviel Stress hatte, ich: man, deswegen muss man 3 Tage durchsaufen??????? Naja, ich habe mir mal wieder vorgenommen, diesmal keine Entschuldigung anzunehmen, diesmal mich nicht mit ihm zu treffen und all diese Sachen. Ich hab ihm heute ganz deutlich am Telefon gesagt, dass es mir total egal ist was mit ihm los ist und dass ich keine Erklärung hören will. Er sagte dann, dass ich die Einzige sei, die ihm da raus helfen kann und diesmal hat er es wirklich begriffen , ich hab so schnell es ging versucht es zu unterbinden und hab nur gesagt, dass ich ihm nicht helfen kann, Du kannst Dir nur selber helfen, ich kann gar nichts machen. Er sagte dann, "diesmal hab ich es begriffen" da hab ich zu ihm nur gesagt, allein das er das Wort "diesmal" benutzen muss zeigt doch, wie krank das alles ist. Ich sagte dann zu ihm noch, das die Intervalle seiner Sauferei ja schon kürzer werden von alle 4 Wochen sind es jetzt schon alle 2 Wochen, dann wird es bald wöchentlich sein und dann täglich, daraufhin sagte er nur, dass er es soweit nicht kommen lassen will.

    Ich will wirklich kein Kontakt zu ihm jetzt mehr. Ich habe meine Schwester und meine Freundin gebeten, mich dabei zu unterstützen. Sie sind toll und helfen mir, aber es ist doch alles verrückt. Ich merke erst jetzt allmälich, wie doof ich war, ihm immer und immer wieder zu unterstützen, ich ärgere mich so über mich selber und ich glaube, dass es mir hilft jetzt stark zu sein und nicht in ein Häufchen Elend zu werden.

    Wie weit muss ein Mensch kommen, um zu begreifen was er da tut? Der Arzt hat zu ihm gesagt, es ist leichter für ihn und seine Familie, wenn er sich selber umbringt, als weiter zu saufen. Er ist 31 Jahre alt und seine Organe nehmen schon Schaden an. Er hat eine Fettleber, seine Nieren tuen ihm weh nach jeder Sauferei, sein Herz rast, er hat Entzugserscheinungen die er selber so bennent und und und was muss kommen, damit er es begreift? Ich kann nicht mehr weiter so machen.... Wann hört das bloß alles auf???

  • Hallo Julchenazul!

    Vergiss bitte nicht,gut zu Dir zu sein .Mach Dir heute eine Freude.
    Das mag Dir komsch vorkommen,aber Du wirst das schaffen.

    Das allerwichtigste ist jetzt,dass Du gut zu Dir bist.

    Was könnte Dir gut tun heute?

    Denk einmal nur an Dich!

    Liebe Grüsse
    Yvonne

    ichbinda123

  • Hallo Julchen,

    ich kann verstehen, dass dich das Trinken und Verhalten deines Mannes belastet. Aber wie Yvonne schon schreibt, was machst du, damit es DIR gut geht? Aus deinen Postings lese ich, dass du in deiner Stimmung sehr vom Verhalten deines Partners abhängig bist.

    Zitat von julchenazul

    Ich kann nicht mehr weiter so machen.... Wann hört das bloß alles auf???

    Fragst du wohl auch deshalb. Nun, die Antwort liegt in dir selbst. Denn es hört auf, wenn du für dich sagst, es ist genug. Es ist DEINE Entscheidung, ob es aufhört oder nicht.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Liebe Yvonne, liebe Ette,

    danke für Eure Unterstützung! Was habe ich heute gemacht? Ich habe mir was gutes getan, daran habe ich nämlich heute als erstes gedacht, heute gönne ich MIR was mein Mann hat mir zwar eine SMS geschrieben und mich angerufen, aber ich habe alles wunderbar zur Seite schieben können und bin erstmal shoppen gegangen! Heute Abend grille ich mit meiner Schwester und ein paar Freunden und wir werden einen schönen Abend verbringen.

    Tja, im Prinzip hat er heute nur alles wiederholt, wie immer, deswegen mache ich mir da jetzt nicht so viele Gedanken.

    Ette, Du hast recht, es gibt Zeiten, so wie diese Woche, wo ich ziemlich doll von seinen Gefühlsschwankungen mit mache. Das nervt mich selber, aber ich glaube, dass ich noch mitten drin stecke im Abnabelungsprozess.

    Ich bin heute wieder einen Tag stark geblieben und hab mich nicht mit ihm getroffen und melde mich nicht bei ihm, um ihn zu kontrollieren. Da der Abend schon da ist, bin ich wirklich froh, dass ich wieder einen Tag ohne ihn geschafft habe.

    Es ist gut zu wissen, dass man nicht alleine ist!!
    Liebe Grüße,
    euere
    julchenazul

  • Hallo liebe julchen,

    entschuldige bitte, habe mich lange nicht gemeldet.
    Irgendwie war ich sehr mit mir beschäftigt.
    Ich schreibe an meiner Geschichte hier im geschlossenen Bereich.

    Ich finde es ganz super, das Du es für heute geschafft hast, Dich abzugrenzen. Sicher hast Du einen gemütlichen Abend mit deiner Schwester und Freunden, sowas hilft mir auch immer.
    Natürlich ist es sehr schwer, sich abzugrenzen, an sich selber zu denken, hängen wir doch zu sehr an dem Partner, der er mal war.
    Aber leider hat sich unser Partner so entschieden und nun muß er auch die Konsequenzen seiner Entscheidung ( ist vielleicht das verkehrte Wort) allein tragen.
    Genau wie Du oder ich, auch wir tragen die Auswirkungen für uns, nur haben wir die Chance, diese Entscheidung positiv umzusetzen.

    Alles Gute und Liebe für Dich

    Gesche

  • Hallo Gesche,

    Du hast recht, wir müssen uns irgendwie abgrenzen und unser Leben wieder genießen, ich verstehe jetzt immer mehr von alle dem, was hier geschrieben wird. Es ist nicht leicht, es ist wahrscheinlich die schwerste Trennung die man durchziehen muss in seinem Leben, aber so ist das nun mal.

    Mein Mann ruft mich täglich an, will sich immer wieder entschuldigen und sagt ich hätte jedes recht sauer zu sein. All das hat ihn nicht weiter gebracht und jetzt versucht er glaube ich ein neues Mittel, bei dem er weiß, dass ich mich immer aufrege. Er hat mir gesagt, dass er nach Barcelona fahren will, er hat da früher mal gelebt. Wenn er da ist läßt er sich immer voll laufen und kommt auch so wieder, dass ihn die Fluggesellschaft in so einem Zustand mitfliegen läßt erschreckt mich schon! Naja ich hab ihm gesagt, dass es mir egal ist, dass er machen kann was er will.
    Dann ist er natürlich sauer, dass ich in die USA fahre, ohne ihn. Da hab ich ihn gefragt ob es fair ist, wie er mir mein Leben kaputt macht und ob ich mir das verdient hätte und ob ich nicht auch ein bisschen Glück im Leben haben sollte? Er war schließlich der jenige, der alle Planung sabotiert hat. Na da konnte er nicht mehr viel sagen. Das tat gut!!!
    Vielleicht versteht er es diesmal. Er sagte mir nur noch, dass es ihm noch nie so schlecht ging und dass er am liebsten von hier weg will und dass er am Boden zerstört sei. Er fing dann an zu weinen, er weint sonst nie vor mir. Aber vielleicht ist es auch nur eine weiter Stufe des Abgrunds....

    Er will sich immer mit mir treffen und ist dann beleidigt, wenn ich nein sage. Wie schnell kann man sein Leben ändern?

    Also auf in einen neuen Tag!
    Liebe Grüße,
    julchenazul

    P.S. Kann ich Deine Gedichte hier auch einsehen? Würde gerne mal eins lesen! Viele Grüße!!

  • Hallo,

    heute ist ein komischer tag. ich denke viel über mein leben nach, die letzten drei jahre, wieviel ich verpasst habe vom leben, wie oft ich die augen vor der wahrheit geschlossen habe. wo wäre ich heute, wenn ich schon damals einen durchlblick gehabt hätte? Ich sehe wie andere in meinem alter durchs leben gehen, die sich nicht mit solchen problemen beschäftigen müssen, nicht mal ansatzweise so viele probleme haben wie ich. ich bin so neidisch auf die ganzen menschen, denn ich hätte gerne ihr leben.

    ich bin einfach nur traurig heute. ich fühl mich so alleine und irgendwie bin ich es auch. ein großteil von dem was ich mir aufgenaut habe ist schon nach zwei jahren kaputt gegangen.

    am liebsten würde ich alles hinter mir lassen und wegrennen, aber das geht leider nicht......
    ich hoffe so sehr, dass dieses verdammt gefühl so schnell wie möglich weggeht. mein kopf muss endlich frei werden von diesen sachen.

  • Hallo julchen,

    darf ich fragen wie alt Du bist?
    Wegrennen ist natürlich immer die schlechteste Alternative, aber Du hast doch so viel andere Möglichkeiten. Was macht dein Studium?

    Diese Durchhänger, die sind doch ganz normal, wer kennt die nicht. Lass die Traurigkeit zu.
    Weine, wenn Dir danach ist.
    Ich finde das hilft und befreit, dann sind die Augen wieder klar.
    Ein Rückblick ist gut, aber die Frage wo wäre ich heute, die tut weh?
    Wo bist Du heute und wo willst Du hin?
    Was kannst Du tun damit Du dahin kommst?
    Ich glaube das sind bessere Fragen, oder?

    Fühl Dich umarmt und sei herzlich gegrüßt von
    Gesche

  • Hallo gesche,

    ich bin 24. Ich sitzte an meiner Abschlussabreit und es gibt Tage wie gestern da komm ich ganz gut vorran und dann tage wie heute, wo ich nicht so viel weiter komme, da ich einfach total traurig heute bin und nur über meine Trennung nachdenke, allerdings es für einen richtigen Schritt halte.

    Tja, ich hab einige Sachen für meinen Mann hinten an gestellt und die will ich unbedingt nachholen, das Schiff ist zwar noch nicht abgefahren, aber ich sehe was andere gemacht haben und da bin ich echt ein bisschen neidisch drauf, weil ich auch diese Sachen gerne machen will.
    Im Herbst will ich noch ein Masterstudiengang aufnehmen, falls ich aber an der Uni nicht angenommen werde dann werde ich diese Zeit nutzen, ich will unbedingt ins Ausland. Ich werde dass dann machen.

    Mein Mann hat mir heute eine SMS geschrieben, er hat wohl eine Klausur heute geschrieben, er studiert auch, und er meinte, dass er jetzt begriffen hat, was es bedeutet für eine schwierige Prüfung auch mal die Nächte durch zu lernen und dass er mich respektiert dafür, wie weit ich gekommen bin. Er ist im zweiten Semester. Letztes Jahr habe ich eine Prüfung nicht bestanden, da er sich entschieden hatte 6 Wochen lang vorher ständig zu trinken und zwei Wochen vor meiner Prüfung hat er 5 tage durchgesoffen.
    Es ist doch irgendwie eine Frechheit, dass er mich jetzt erst respektiert dafür, dass ich auch die Nächte durch gelernt habe, nach dem er jetzt weiß, wie anstrengend das ist. Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

    Naja, zum Glück ist dieser tag schon fast vorbei und ich habe ihn wieder überlebt ohne mich bei ihm zu melden.

    Ich danke Dir fürs zuhören und für Deine Unterstützung,
    ganz lieben Gruß,
    julchen

  • Hallo julchen,

    auch an Dich einen herzlichen Dank, wir können hier doch alle voneinander lernen.

    Deine klare Abgrenzung, finde ich klasse.
    Du stehst zu dem was Du willst.
    Kopfschütteln, da helfe ich mit, das ist eine Frechheit!!!
    Nee, Julchen der Dampfer fährt nicht ohne Dich.
    Du bist der Kapitän!!

    Die Traurigkeit wird besser, irgenwann, sei Dir sicher, Wut ist da ein gutes Hilfsmittel.

    Liebe Grüße und ich freue mich wieder von Dir zu lesen.

    Du machst das richtig.

    Gesche

  • Oh man, ich stehe kurz vor einem Rückfall!! ahhh ich hatte schon gestern schwer zu kämpfen, hab es aber gut überstanden, ich hab mich nicht bei ihm gemeldet, obwohl ich wollte und bin stark geblieben.
    aber heute musste ich bei ihm anrufen, weil ich ganz dringend auf wichtige post warte und er vergisst es mir manchmal zu sagen und jetzt hat er sich nicht gemeldet und sein handy ist auch aus. natürlich schwirren mir jetzt viele sachen im kopf herum, es ist nicht mehr so krass wie früher, dass ich total hibbelig und nervös werde und nicht weiß, was ich mit mir anfangen soll.
    ich habe kein komisches bauchgefühl und alles, aber mein kopf denkt jetzt darüber nach. soll ich nachher noch mal anrufen und all diese dinge. ich hoffe ich kann stark bleiben.
    ich hab ihm jetzt eine mail geschrieben, hätte ich vielleicht sowieso machen sollen. naja, jetzt ist es geschehen.

  • Hallo gesche,

    deine Worte helfen mir immer sehr. Ich bekomme wenig resonanz von meiner Umwelt, die denken es ist so einfach alles abzubrechen. Eine ganz normale Trennung halt. Naja. Ich will eigentlich nicht auf meinen Mann wütend sein, weil ich weiß, dass das nicht er ist. Irgendwie. Ich bin einfach nur enttäuscht, dass er unser Leben so aufs Spiel gesetzt hat.
    Manchmal versuch ich zu weinen, so wie gestern, als es mir wirklich nicht gut ging und ich mich irgendwie bei ihm melden wollte, aber es ging nicht, ich habe schon soviel in unserer Beziehung geweint, dass ich jetzt nicht mehr weinen will.
    Ich will einfach nur zufrieden Leben, ohne ständig diese Gedanken im Kopf zu haben, ob er nun trinkt oder nicht. Das finde ich das schlimme. Es lenk einen so sehr ab.
    Naja, jetzt gerade versuch ich auch stark zu sein und ihn nicht zu kontrollieren und werde jetzt weiter an meiner Arbeit schreiben.
    Ich wünsche Dir einen guten Wochenstart,
    alle Liebe,
    julchen

  • Hallo!
    Ich habe dieses Forum noch nicht vergessen! Ich war nur so beschäftigt mit meiner Abschlussarbeit und als die fertig war, bin ich gleich in den Urlaub gefahren! Nun bin ich wieder im Lande.
    Mir geht es der Zeit sehr gut, den Urlaub habe ich sehr genossen, habe Kraft getankt und viel nachgedacht, über mein Leben, über meine Zukunft, meine Freunde...naja. Mein Mann ist regelmäßig zu seiner Gruppe gegangen und hat weiterhin sehr regelmäßig Sport gemacht und mir gesagt, dass er nichts getrunken hat. Ich glaube es ihm. Er ist jetzt seid ca. 10 Wochen trocken und seine Lebenseinstellung hat sich verändert. Ich habe aber immer noch Angst vor einem Rückfall. Ich weiss nicht, wie ich damit umgehen kann/soll. Ich rechne mit einem Rückfall, einfach um auf alles vorbereitet zu sein.
    Naja, man wird sehen, von jetzt an werd ich wieder öfters schreiben und lesen.

  • Hallo Julchenazul!

    Mir hat das Forum hier, meine SHG und am persönlichsten die Therapie geholfen, zu einer - wenn auch nicht vollkommenen, aber doch lebenswerten - Gelassenheit zu finden. Ich kann jetzt schon sehr gut mit der Angst vor Rückfällen, Vorfällen umgehen.
    Es gibt sehr viele Tage, da denke ich überhaupt nicht mehr daran.
    Du musst nur an DIR arbeiten. Für DICH z.B. jeden Tag etwas Gutes tun, dir eine Freude in den Tag einbauen. Dir zeigen, dass du dir etwas wert bist.
    Dann kommt das "Feedback" von aussen, und dir geht es besser.

    Ich wünsche dir einen schönen Tag mit vielen kleinen Freuden, Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo Gotti,

    mir hat das Forum bisher auch sehr geholfen über einige schwere Stunden und Tage hinwegzukommen! Ich bin sehr froh, dass ich hier dabei bin. Seidem ich hier schreibe und lese sehe ich viele Sachen klarer und gewinne auch Abstand.

    Ich lebe derzeit wieder mit meinem Mann zusammen, dies hat mehrere Gründe zum einen brauch ich meine freiheit und bei meinen Eltern ist immer soviel los, dann habe ich nicht das allerbeste verhältnis zu meiner schwester, sie ist sehr viel bei meinen eltern, da ihre tochter nach der schule immer zu meinen eltern geht. das verhältnis zu meiner schwester ist denke ich nicht mehr reparierbar, zur zeit jedenfalls nicht. sie war von anfang an gegen meine ehe, nicht weil damals schon klar war, dass er alkoholiker ist, sondern andere gründe..eifersucht und vieles mehr. sie weiß von der abhägigkeit, nicht von mir, aber sie weiß es und was tut sie? nichts, sie lässtert hinter meinem rücken und all diese sachen und das kann ich einfach nicht mehr ertragen. daher habe ich mich entschieden, erstmal wieder zu meinem mann zu ziehen. er ist der zeit ja trocken, aber ich denke eigentlich nur: wie lange noch? wie lange dauert es, bis er wieder sagt, ich bin kein alkholiker? wie lange, bis er wieder 3 tage durchsäuft? Ich weiß auch gar nicht, ob ich noch mit ihm zusammen leben will. aber was soll ich machen? ich bin nur eine arme studentin, die sich eine eigne wohnung nicht leisten kann.....meine eltern will ich auch nicht beten mir zu helfen, sie haben es auch nicht gerade auf der dicken kante...
    naja, wie auch immer ich mich da entscheiden werde, zur zeit ist es schon ok mit meinem mann zu wohnen, er gibt sich sehr viel mühe, mir alles recht zu machen, aber liebe ich ihn noch? ich mag ihn sehr, aber ob es noch liebe ist, da bin ich mir nicht mehr so sicher und ob die jemals wieder kommt nach alle dem, was passiert ist...

  • Derzeit trinkt mein Mann ja nicht und ich fühle mich auch ganz wohl, wieder in meiner Wohnung zu sein. Aber wie lange ist "der zeit" noch? gestern kam mein mann von der arbeit, er jobbt neben dem studium als kellner...naja und da ist die gefahr ja groß und gestern hat er mir erzählt, was er für einen mitarbeiter mixen sollte, bier mit whyski oder so und er hat sich darüber bei mir ausgelassen, wie stark das doch sei und alles und ich bin zwar der zeit krank, aber ich hatte das gefühl was komisches aus seinem mund zu riechen, aber ich wollte nichts sagen, weil meine nase war total zu und er war ganz normal. naja. ich weiß einfach nicht, in wie weit ich ihm da vertrauen kann. irgendwie denke ich manchmal auch, ach es ist mir egal, soll er doch machen was er will, ich kann ihn sowieo nicht abhalten. naja. es hört sich total bescheuert an, aber irgendwie warte ich nur darauf, dass er einen rückfall bekommt...

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