Hallo,
zwei Situationen haben mich zu dieser Frage angeregt. Die Erklärung dauert etwas länger, um zu verstehen, was ich meine ![]()
A)
Als ich in meiner tiefen Abhängigkeitsphase in der Klinik war,mußte ich weitgreifende Entscheidungen treffen, die ich unter *normalen*Bedingungen nicht getroffen hätte. Mein Leben und das meiner Kinder war in Gefahr. Es blieb nur die Flucht.
Hilfreich wäre für mich gewesen, jemanden anzurufen, mit den Therapeuten/Ärzten zu sprechen, bevor ich in so einer *Drucksituation* eine Entscheidung traf,meine Heimat zu verlassen.
B)
Gestern bekam ich persönlich eine Drucksituation meiner Freundin mit, die nicht in der Lage war, sich in einem sehr emotionalen Moment wieder auf die Verstandesebene zu bringen, in altes Verhalten fiel und eine Entscheidung traf, die sie später wieder rückgängig machen wollte.
Dies sind gefährliche Situationen, die für uns süchtige Menschen ja wieder dazu führen können, tofbringende Entscheidungen zu treffen. Sei es, a) die Flasche zu greifen und b) wieder in ein co-abhängiges, zerstörerisches Verhalten zurückzukommen oder sogar wieder in die Beziehung zurückgehe.
Mein Gedanke dabei ist heute morgen, daß ein wichtiger Bestandteil des Notfallkoffers-der ANRUF einer vertrauten Person(z.B) wirklich lebensrettend sein kann.
Es gibt ja für jeden so sein persönlichen Favoriten im Fall der Fälle, aber ich möchte nur mal auf das Thema *Hilfe durch einen Anruf*, die für mich seit gestern sehr hilfreich ist, hinweisen.
Für wie wichtig seht Ihr solch einen Anruf, wenn bei Euch eine Drucksituation entsteht?
Lieben Gruß
Susanne