leide an Saufdruck

  • Hallo liebe Forenteilnehmer, ich freue mich wirklich sehr hier wieder schreiben zu können :D War hier leider schon sehr lange nicht mehr online :( Ich bin schon so einige 24 Stunden trocken und leide aber immer wieder an Saufdruck...okay mein Leben ist seit langer Zeit auch nicht unbedingt erfreulich, Probleme und Stress im Job, meine Ehe ist am kaputtgehen, aber das Wichtigste ist: ich bin trocken!!! Ich will mich echt nicht selbstbemitleiden, aber manchmal könnt ich echt heulen und dann kommt dieser verdammte Saufdruck und der Abhängigkeitsteufel in meinem Kopf sagt mir: sauf dir die ganzen Probleme ausm Kopp :evil:
    ich weiss, dieser Druck geht auch wieder weg, klar, nur es macht mir wirklich Angst das dieser Druck immer mal wieder kommt :cry:
    Ich gehe regelmässig in eine SHG, das tut mir gut, ich hoffe mit eurer Hilfe und meinem aktiven Zutun hier im Forum, meinem Saufdruck weiter nicht nachzugeben und an mir zu arbeiten.
    Liebe Grüsse an euch alle

    Frank

  • Zitat von FrankyFresh

    aber manchmal könnt ich echt heulen und dann kommt dieser verdammte Saufdruck

    Liebe Grüsse an euch alle

    Frank

    Hallo lieber Frank

    Wir kennen uns noch nicht! :P Also hallo von mir!

    Gebe doch dem Druck nach Weinen nach, dann braucht der Körper den Saufdruck nicht schicken!

    Du siehst ja selbst, das alles nicht besser wird wenn man trinkt. Ich denke Einzelgespräche oder eine ambulate Therapie würde dir gut tun!

    Alles liebe Pia

  • hallo Pia, danke für deine Antwort :) ich habe mir auch schon öfter Gedanken über eine ambulante Therapie gemacht, ich werd mich nächste Woche, also morgen gleich mal nach einer erkundigen!

    Ich weiß, das Trinken nichts bringt, aber auch rein gar nichts, im Gegenteil es wird alles schlimmer!!

    Ich war schon mehrmals einige Jahre trocken, bin dann aber leider immer wieder für kurze Zeit rückfällig geworden. Dieser Teufel Alkohol ist wirklich nicht zu unterschätzen!!!

    Ich neige dazu, viel an Problemen in mich reinzufressen, das muss ich ändern, denn das hat mich immer wieder meine Trockenheit gekostet.

    Gruß von Frank

  • Du hast eine Menge erkannt, gratuliere, aber einen Fehler geht dir immer wieder durch. Warum hat es dich immer deine Trockenheit gekostet?

    Tust du genug für dich, nicht trinken ist eine Sache, trocken werden und dann leben eine andere Sache!

    lg Pia

  • Hallo Micha, ich hatte auch mal so ein Suchtunterdrückungsmittel, ich glaub edit Nicole: Bitte keine Medikamentennamen,danke hiess das, hab es aber nicht vertragen, weil ich einen tierischen Juckreiz davon bekommen habe.

    Das mit der ambulanten Therapie und mit mit einer Psychotherapie werde ich aber angehen!

    Liebe Grüsse

    Frank

  • Hi Susanne, vielen lieben Dank für deine Rückmeldung. Hab ein neues Thema mit dem Titel Saufpausen erstellt, da erfährst du etwas mehr über mich. Wenn du noch was wissen möchtest, darfst sehr gern fragen :)

    Liebe Grüsse

    Frank

  • Hallo FrankyFresh,

    Darf ich dich mal fragen! Wie muß man sich den Saufdruck als
    Anti-Alkoholiker/in vorstellen?
    Kannst du mir dieses Gefühl näher beschreiben?
    Mein Expartner ist auch Alkoholiker, nur habe ich von ihm nie eine Erklärung bekommen.

    Man sagt zwar, man soll gar nicht erst anfangen, den Alkoholimus zu begreifen, möchte mich damit aber nicht ganz zufrieden geben.

    Zitat

    ....nicht selbstbemitleiden, aber manchmal könnt ich echt heulen und dann kommt dieser verdammte Saufdruck und der Abhängigkeitsteufel in meinem Kopf sagt mir: sauf dir die ganzen Probleme ausm Kopp :evil:
    ich weiss, dieser Druck geht auch wieder weg, klar, nur es macht mir wirklich Angst das dieser Druck immer mal wieder kommt :cry:

    ... hier im Forum, meinem Saufdruck weiter nicht nachzugeben und an mir zu arbeiten.

    Ich stelle mir den Saufdruck wie einen Dampfkessel vor, der den Druck
    auslassen muß, um nicht zu platzen.
    Menschlich gesehen, würde ich jetzt Lösungen in Betracht ziehen, die mir dann Entspannung versprechen.
    Warum denkt der Alkoholiker immer nur an das eine, wenn so viele Alternativen möglich sind.
    (Ich weiß, eine blöde Frage!)

    Ich kenne von mir selbst auch so ein Gefühl von innerer Unruhe,
    daher würde mich eine Antwort freuen.

    Grüße von Emma

  • Hallo Emma,

    also bei mir is es schon ein richtiger seelischer Druck. Bzw. es war so. Wie soll ich sagen, man hat das starke bedürfnis nach Entspannung, dass es leichter wird(das Leben, der jetzige seelische Zustand). Ein Ventil kennen wir Alkoholiker, einen kleinen Freund oder wie man ihn auch nennen mag.

    Mittlerweile hab ich gelernt dies für mich als Signal zu nutzen. Es stimmt ja was nicht mit mir, wenn ich so einen Druck habe. Dieses Signal gibt mir aber auch was: Es ist Anlass für mich, nachzudenken, meine Bedürfnise und Situation zu überdenken.
    Stressbedingt kann dieser Druck auch entstehen. D. h. du bist beruflich, familiär sehr unter Feuer. Manchen fällt es schwer, diese Stressituation abzubauen. Bei denen entsteht dieses Bedürfnis oder Druck gerade nach Feierabend, also dann wenn sie eigendlich zur Ruhe kommen sollten.

    Man kann was dagegen tun, also gerade gegen diese Stressbedingte Drucksituation. Atemübungen z. B.

    Grüße
    Axel

  • Danke für EURE Antworten,

    Zitat

    Man wird aber körperlich und psychisch zum Wrack, das nichts mehr auf die Reihe bekommt.

    Genau in diesen Stadium ist nun mein Exfreund. Könnte mit seiner jungen Freundin Spaß haben oder auch einfach nur ein bewußter Genießer sein, mit mir `ne runde um den Park laufen, Eislaufen oder mal Tanzen gehn. Ist alles vorbei. Er ist jetzt sehr krank geworden, nach
    ca. 25 Jahren ungebremsten Trinken -
    (Appetitlos, Durchfall, ..., Leberzirrhose).

    Bier, Schnaps, Wein, wann, wieviel?
    Wichtig ist doch, daß man so nicht lange gut leben kann und als Partner/in dann noch viel weniger.

    was bleibt, wenn der Körper dann so krank ist?

    Wünsche allen gute 24 h.
    Liebe Grüße von Emma

  • Hallo Emma, bei mir kündigt sich Saufdruck meistens dann an, wenn ich permanent ''under pressure'' also unter Druck stehe, sei es im Job oder auch in meiner Ehe, die am kaputtgehen ist. Wenn ich dann nicht selbst anständig mit mir umgehe, also mich wie ein Computer versuche runterzufahren, mich zu entspannen, mir etwas zu gönnen(ich meine keinen Alkohol!!!) oder darüber zu r e d e n(soll ja helfen), dann kommt der Teufel Alkohol und sagt: Sauf dir einen, betäub dich, dann spürst du nichts mehr... Genau dieses Spüren macht aber die Trockenheit aus und macht es manchmal aber auch schwer zu ertragen, weil das Suchtgedächtnis weiss genau, was ich früher in schwierigen Situationen gemacht habe, nämlich mir einen reingekippt :(

    LG

    Frank

  • Ich denke, lieber Frank, so geht es allen Menschen - aber nur die wenigsten können es begreifen: Muster, die wir lange gelebt haben sind schon Automatismen geworden, die wir unüberlegt einsetzen.

    Ging mir mal mit einer Zigarette so, hätte sie fast am Arbeitsplatz angezündet - aus Gewohnheit, weil ich sie in der Hand hatte um raus zu gehen. Und das an einem Arbeitsplatz, an dem 7 Jahre nicht geraucht wurde.....

    Genau diese Knöpfe in uns Menschen sorgen für unsere Teufelskreisläufe. Es bedarf Arbeit, Konzentration und Selbstbeherrschung, diese Knöpfe lahm zu legen.

    Gefühle auszuhalten ist schwer. Für Alkoholiker vermutlich weil der Tröster fehlt, für uns Co, weil der arme verantwortliche fehlt, der in unserem Leben die wichtigste Rolle spielte.

    Ich muss also nicht nur Situationen und Gefühle spüren und ertragen, ich muss auch mich ertragen wie ich auf diese Dinge reagiere. Für den Alkoholiker war das sein Gift die Ablenkung, für mich der alkoholkranke Partner - beide haben den Blick auf mich selber und mein "aushalten" verhindert.

    Viel Erfolg auch weiterhin lieber Frank.

    Lieben Gruß von Dagmar

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