... auf dem Weg ...

  • Ha!

    Gerade doch mal eine von diesen fiesen unvorbereiteten Situationen abbiegen können :)
    In unserer Zentrale sind im Moment sehr viele Pakete zu packen und wenn ich nicht zuviel zu tun habe, helfe ich den Kollegen dort manchmal.
    Wie eben.
    Zum Dank kommt eine der Kolleginnen eben mit 3 Gläsern Prosecco aus der Küche zurück.
    Ich habe schnell gesagt: Ohh nee, für mich bitte nicht!
    Wirklich nicht? Nee, is nicht gut für mich! Danke.
    Mein Glas wurde in die anderen zwei mitaufgeteilt :)
    Bei der nächsten Unterbrechung habe ich mich lieber schnell wieder in mein Büro verzogen.

    Bin aber zufrieden mit mir. Das ging diesmal gut.

    Gruß Pittchen

    Das Ziel ist die ZUFRIEDENE Abstinenz !!

  • Morgen!

    Hatte dann gestern Abend doch tatsächlich noch eine dieser Situationen. -- 2 an einem Tag sind ehr selten!
    Ich bin zu einem Kurzbesuch bei einem Freund gerade in der "Bierholerpause" erschienen (er hatte noch zwei Freunde da).
    Habe dann, in Jacke sitzend, meine Dinge mit ihm besprochen, die zu klären waren und habe einen "fliegenden Wechsel" mit dem Eintreffenden und dem Flaschen-Geklimper, vollzogen.

    Bin dann recht froh nach Hause gefahren! :lol:

    Heute kränkel ich, hab mir ne fiese Erkältung zugezogen, wenn es morgen nicht besser ist, werde ich wohl mal beim Arzt nachschauen lassen ...
    Aber heute Abend habe ich meine SHG und da möchte ich schon hin.
    Ist ja auch Medizin, ne Franky ... :wink:

    Gruß Pittchen

    Das Ziel ist die ZUFRIEDENE Abstinenz !!

  • Richtig Pittchen ist auch Medizin :) Wie geht es dem Pittchen denn heute so? Ist deine Erkältung wieder etwas besser geworden? Schon wieder eine Parallele: ich bin ebenfalls wegen eines Infekts krankgeschrieben und halte mich zuhause warm. Deswegen war ich gestern auch nicht in meiner SHG. Wie wunderbar das es da dieses Forum gibt. Ich freue mich immer wieder euch hier alle zu lesen und zu lesen wie ihr Fortschritte macht. Ich bin ebenfalls auch dem Weg und freue mich an meinem trockenen Leben. Ich gehe ebenfalls Situationen, in denen mich der Alkohol, auch nur ansatzweise, verunsichern könnte aus dem Weg. Ich habe schon einige Rückfälle nach längeren Trockenphasen hinter mir und ich möchte nicht jedesmal wieder von vorne anfangen. Meine Trockenheit ist das Wichtigste für mich, nur trocken kann ich an mir arbeiten und ein vernünftiges, selbstbestimmtes Leben führen. Ich habe kapituliert und kämpfe nicht mehr mit dem Alkohol. Ich respektiere ihn und bin achtsam auf meinem weiteren Weg. Liebe Grüsse und gute Besserung wünscht dir Franky

  • Danke Franky!

    Kann ich brauchen!
    Bin auch Do und heute krank geschrieben. Habe einen ganz "verstopften Kopf" :cry:

    Schönes Wochenede und auch gute Besserung
    Pittchen

    Das Ziel ist die ZUFRIEDENE Abstinenz !!

  • Hallo Zusammen,

    heute ist meine Grippe etwas besser. :)
    Das Wetter ist gar nicht soo schlecht heute und ich werde mich warm anziehen und einen Spaziergang machen.
    Ausserdem eine Antiquariatsaustellung in der Nähe besuchen.
    Eigentlich wäre ich gestern Abend bei einem Freund eingeladen gewesen, aber meine Gesundheit ließ das nicht zu.
    Ist allerdings auch gut so gewesen, denn bei dem Treffen, wäre auch wieder Alkohol im Spiel gewesen ...
    Positiv denken! Da hat die Grippe noch was Gutes ...
    Diese Verabredung ist allerdings nur verschoben ...
    muss mir ernsthaft Gedanken machen, wie ich die angehen kann ... :-|

    Nun, erstmal einen trockenen Sonntag
    Pittchen

    Das Ziel ist die ZUFRIEDENE Abstinenz !!

  • Hallo Thread,

    heute ist Montag, es nieselt und ich arbeite wieder - aber mir geht es besser! Grippe technisch!
    Ansonsten auch!
    Gestern habe ich wieder eine ganz andere Situation überstanden:

    Ich war nach meinem Ausflug in die Kultur und nach draußen an die frische Luft, auch noch einen Freund besuchen.
    Derselbe, bei dem ich neulich in die „Bierholer-Pause“ passte.
    Ich treffe ihn in „unserem Clubraum“, er trinkt natürlich Bier, bietet mir aber keins an. :)
    Ein weiterer guter Freund kommt, bringt sich ein eigenes Bier mit ...
    Demnach ist der Kühlschrank wohl leer ;)
    Prima! Ich will eh keines!!
    Habe meinen Aufenthalt auch nicht unnötig verlängert und bin froh wieder in mein Auto gehüpft, froh - das ich nicht in Versuchung gebracht wurde,
    froh - dass sich diese potenzielle Gelegenheit in Wohlgefallen aufgelöst hatte.

    Dann fahr ich so nach Hause, und bekomme, während der Fahrt „Belohnungsgedanken“ übelster Sorte, für diese Situation.
    Ich könnte ja da an der Bude anhalten, so zwei Fläschchen Bier am Sonntag, nach soo langer Zeit ohne ... oder da hinten ist ja auch noch die Tankstelle ...
    Ich musste mich echt zusammenreißen, mir klar und laut NEIN! sagen,
    ... und du brauchst auch kein Eis, keine Kippen ..., hast Du alles Zuhause!!
    ES WIR NICHT ANGEHALTEN!!! ICH BRAUCH NIX!
    Habe meine Konzentration dann auf Lenkung und Gas minimiert.
    Zuhause eingetroffen, war der Spuk dann so plötzlich wieder weg, wie er gekommen ist!
    Und ich war sehr erleichtert, standhaft geblieben zu sein!


    Gruß
    Pittchen

    Das Ziel ist die ZUFRIEDENE Abstinenz !!

  • Hi Pittchen, da war der finstere,unberechenbarer Geselle wieder, auch Rückfallteufel genannt :twisted: D U bist standhaft geblieben, super :D Diese Versuchungen werden immer wieder mal kommen und mit jedem erfolgreichen Standhaftbleiben und nicht trinken, werden wir selbtbewusster und b l e i b e n aber trotzdem a c h t s a m, denn manchmal hüllt sich der Rückfallteufel auch in einen Schafspelz und säuselt uns ins Ohr: es war alles nicht so schlimm, einen kannst du mal wieder trinken, das macht doch dann nix, etc. :!: Liebes Pittchen, du bist auf einem g u t e n Weg, mach weiter so :) Liebe Grüsse und eine gute Woche wünscht dir Franky

  • Danke Franky!!

    Das Lob tut gut :)
    Und ein weiteres Bild für meine Serie hast Du mir auch geliefert:
    Das bunte "Miststück" mit hinterlistigem Grinsen in einem friedlichen Schafspelz - nochmal DANKE!

    Schöne trockene Woche auch Dir :)

    Pittchen

    Das Ziel ist die ZUFRIEDENE Abstinenz !!

  • Hallo Pittchen,

    danke für Deine "Meldung" in meinem Thread.

    Ich merke, dass Du unheimlich Probleme damit hast, Deiner Außenwelt mitzuteilen, dass Du keinen Alkohol trinkst.

    Dazu habe ich hier einen Rat bekommen, den ich Dir gerne weiter geben würde:

    Wenn Du das nächste Mal gefragt wirst, warum Du nichts trinkst, kannst Du Dir genauso vorstellen, dass Du gefragt wirst, warum Du nichts ißt. Weil Du keinen Hunger hast - ganz einfach. Du begründest das doch nicht noch: "Ne, ich will nichts essen, weil es mir nicht gut tut und ich eine Krankheit habe....usw. usw. usw.
    Wenn Du jetzt nicht rauchen würdest, könnte man es auch mit einer Zigarette vergleichen. Wenn ein Nichtraucher gefragt wird, warum er nicht raucht - blöde Frage.... Da antwortet jeder Nichtraucher: "Weil ich mir meine Gesundheit nicht ruinieren möchte." Auch ganz einfach. Spiele das mal anhand der Beispiele in Deinem Kopf durch. Dann geht es Dir wirklich viel viel leichter von der Zunge.

    Auch kann man sagen, man verträgt es nicht oder nicht mehr - was ja auch stimmt.

    Mir ist aufgefallen, dass die Gesellschaft nur das NEIN ohne wenn und aber akzeptiert, wenn eine Frau schwanger ist! Ist Euch das auch Mal aufgefallen. Und warum sollten Schwangere nicht trinken? Weil sie ihr ungeborendes Kind damit schädigen könnten. Wenn aber kein Kind im Bauch der Frau ist, schädigt sich die Frau damit selber.......

    Denk mal drüber nach - liebe Pittchen.....

    Leider schreibe ich nicht viel hier im offenen Bereich, weil ich mich in der Villa (dem geschlossenen Bereich) viel bewege, aber ich schaue gerne mal wieder hier zu Dir rein :)

    Lg. Blue

  • Hallo pitchen

    Deine tread’s erinnern mich stark an meine zeit nach der ersten therapie. Ich war mir sicher nie mehr alkohol in meinem leben, aber ich machte meiner ansicht nach den fehler, mir und anderen, die ich kannte klipp und klar zu sagen das ich alki bin.
    Ich redete wie die katze um den heissen brei, wenn es um das thema alk ging. Wurde ich gefragt warum so sagte ich das mein fass schon leer war oder schob was anderes vor. Am anfang war das noch ganz lustig, doch mit der zeit wurde ich unzufriedener welches ich nicht auf mein suchtverhalten schob.
    Ich versuchte immer mehr mich aus dem umfeld in dem den alk die rolle spielte zurückzuziehen oder erst gar nicht daran teilzunehmen egal ob es zu geburtstagen oder anderen feierlichkeiten war. Auch ging mir des öfteren durch den kopf, vielleicht geht ja kontrollierts trinken. Mein grösster fehler war ( das sage ich heute) das ich in keine SHG ging, denn ich war doch stark genug es allein zu schaffen. Den alk schob ich weit von mir weg, welches ich heute als fehler für mich sehe. Lange rede kurzer sinn, nach 5jahren hatte mich der alk wieder und der konnte hurra sagen.
    Muss noch sagen, das ich bei meiner 1den therapie 35jahre alt war.
    Das mein absturz schlimmer als vorher war, war nicht vorauszusehen. Ich soff danach 5 jahre mit allen höhen und tiefen, die ich hier nicht alle aufführen möchte aber mir einem bein stand ich schon im grab.
    Ich machte noch mal eine therapie, ging danach einen ganz anderen weg. Ich ging in eine gruppe und das wichtigste für mich war, das ich zu meiner sucht stand. Ich war eben alki und werde es meine leben lang bleiben. Wurde ich gefragt warum ich keinen alk mehr trank, so kam es darauf an wer mich fragte und hatte dafür die passente antwort parat. Ich wusste, das kontrolliertes trinken kein thema für mich ist denn ein bischen schwanger geht auch nicht. Ich stand zu meiner sche***e die ich während meiner nassen zeit machte und konnte mit der zeit offen darüber reden. Der alk steht heute immer neben mir (in gedanken) so das er keine dummheiten mit mir machen kann. Er spukt mir auch nicht dauernd im kopf herum weil ich weiss, er ist stärker als ich und warum soll ich mich als mit ihm beschäftigen, denn ich hatte vor ihm kapituliert. Heute gehe ich auf alle festlichkeiten auf die ich eingeladen werde aber den zeitpunkt wie lange ich daran teilnehme bestimme ich. Mir macht es nichts aus wenn andere trinken egal wie viel aber wenn die lautstärke sich automatisch erhöht, die schallplatte einen riss hat, sich alles wiederholt, das macht mir schon was aus und dann ist es an der zeit aufwiedersehen zu sagen.
    Lieber pit, ich finde es stark von dir, das du so gut über deine gefühle schreiben kannst, denn das zeigt, das du auf den richtigen weg bist. Mach weiter so denn mit mehr abstand sieht alles anders aus. Bei mir dauerte es 3jahre bis ich eine zufrieden abstinent war. Auch heute treten immer wieder situationen auf, die mit schwierigkeiten verbunden sind aber die sind ohne den gadanken wieder trinken wollen zu lösen.
    Warum ich dir von mir schreibe soll dir nur zeigen, erst als ich kapitulierte und offen zu mir selbst war, bekann mein weg zur gesundung.

    Für mich ist ein satz wichtig :

    An dem Tag, an dem Du die volle Verantwortung für
    Dich selbst übernimmst, der Tag an dem Du aufhörst,
    Entschuldigungen zu suchen, an dem Tag beginnt Dein Weg zum Ziel


    Es grüsst dich recht herzlich heinrichA

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

  • Hallo!

    Erstmal vielen Dank für Eure liebevollen Antworten liebe Blue und lieber Heinrich! :lol:
    Danke für die Denkanstösse!

    Blue :
    An Deinem Rat zum Ablehnen ist was dran!!
    Allerdings betrachte ich es mehr als Raucher:
    Bietet mir jemand eine Zigarette an, und ich habe meine eben ausgemacht, sage ich auch ganz selbstverständlich nein, weil ich ja dann auch nicht rauchen will – also kein Verlangen habe.
    Beim Alkohol wird es ab dem Moment schwieriger, sofern die Situation länger andauert, und sich kein „Programm“ anderweitig abspielt.
    Damit meine ich, dreht es sich bei einer Zusammenkunft nur ums Sitzen, Klönen und Saufen – dann sollte/will ich nicht zu lange bleiben!!
    Ist die Zusammenkunft primär einem Ereignis gewidmet und die Trinkerei steht im Hintergrund ist die ganze Situation recht unproblematisch für mich.

    klaro :
    Ich werde nie wieder den Moment, dieser beschissenen inneren Unruhe, bei der man merkt, das nur „Saufen“ die Nerven jetzt beruhigen kann, erleben!!
    So habe ich damals meine Abhängigkeit bemerkt und empfunden.
    Damit fahre ich alles, was ich mir aufgebaut habe, in null komma nix an die Wand! :shock:
    Ich hatte Glück, das mir das erspart geblieben ist!
    Ich werde dieses Glück nicht noch einmal herausfordern! Ganz sicher nicht!
    Dafür geht es heute Abend auch wieder zu meiner SHG !
    Die ist mir auch sehr wichtig – und ich bin weit entfernt von dem Gedanken „es alleine schaffen“ zu wollen!!
    Wozu?
    Dort finde ich -- genau wie hier! -- viele Gleichgesinnte, die mich verstehen!
    Ich empfinde sie nicht als Belastung oder Opfer das ich zu bringen habe.
    Vielmehr wundere ich mich, dass ich erst so ne sch**** bauen musste, um so eine Gruppe zu finden/besuchen ...
    Allerdings bewege ich mich auch entfernt davon, jedem mein Suchtproblem zu erklären.

    „An dem Tag, an dem Du die volle Verantwortung für Dich selbst übernimmst,
    der Tag an dem Du aufhörst, Entschuldigungen zu suchen,
    an dem Tag beginnt Dein Weg zum Ziel“

    Finde ich auch einen sehr schönen Satz !! ... gilt nicht nur für Trinker :wink:

    Einen schönen Tag
    Gruß Pittchen

    Das Ziel ist die ZUFRIEDENE Abstinenz !!

  • Hallöchen Pittchen, hast mal wieder meine Gedanken in die Tastatur gehauen :!: Dieses schreckliche Gefühl zu wissen, das jetzt nur noch mit Alkohol die flatternden Nerven beruhigt werden können, ist echt teuflisch :evil: und d a s möchte ich auch nicht mehr erleben!
    Liebe Grüße schreibt Franky

  • Hallo Pittchen,


    Zitat von Pittchen

    Blue :

    Bietet mir jemand eine Zigarette an, und ich habe meine eben ausgemacht, sage ich auch ganz selbstverständlich nein, weil ich ja dann auch nicht rauchen will – also kein Verlangen habe.

    Ich meinte damit eher diese Sektchen-Trinkerei im Büro - wo man ja schnell schalten muss. Das man halt nicht so lange nachdenken muss und die Antwort quasi automatisch kommt - nein danke, ich möchte nichts.

    Auch klar ist es, dass man sich nicht in eine Gesellschaft begeben sollte, wo "nur" das Trinken im Vordergrund steht. Und naürlich hast Du das Recht, dort erst gar nicht hinzugehen bzw. solche Zusammenkünfte eher zu verlassen. Weil - wenn wir ganz ehrlich sind - dort wird eh nur Stuss geredet. Ich möchte mir sowas wenigstens nicht mehr antun. Womöglich wird man dann noch als Taxi-Fahrer für die Schnapsleichen mißbraucht. Und wenn man sich das mit ansieht, könnte man auf den Gedanken kommen, dass andere ja auch trinken können - wieso ich dann nicht? Die betrinken sich auch jedes Wochenende und kommen super damit klar..... also kann ich es ja auch mal wieder versuchen..... Da muss man halt eine ganz klare Linie fahren und sich dies am Anfang immer und immer wieder bewußt machen, dass man sich in dieser Hinsicht von den Anderen unterscheidet. Die sollen machen, was sie für sich richtig halten - Du machst das, was Du für Dich richtig hälst - basta.

    Andererseits könntest Du ja auch fragen - warum sie denn trinken - ob es nicht auch ohne den Lockermacher geht - funktioniert ja bei Dir auch.

    In diesem Sinne - einen schönen Tag noch :)


    Lg. Blue

  • Hallo Zusammen,

    Danke auch wieder, für Eure Antworten!

    Dieses Wochenende steht die verlegte Verabredung an.
    Bin mal gespannt, wie das wird ... :oops:

    Als Ausgleich habe ich am Sonntag Jahresfest von meiner SHG aus.
    Das wird bestimmt nett und 100% alkfrei ! :mrgreen:

    schönes Wochenende ...

    Gruß Pittchen

    Das Ziel ist die ZUFRIEDENE Abstinenz !!

  • Hallo Zusammen,

    es ist ja schon Dienstag, und ich hab mich noch gar nicht zurück gemeldet ...

    Das Übernachtungswochenende habe ich zwar gut, aber nicht abstinent verbracht ... :oops:
    Am Sonntag ging es mir dennoch körperlich sehr gut, weil ich nicht viel, über einen langen Zeitraum getrunken habe ...
    Trotzdem NICHT gut - ich weiß !! :shock:

    Der Sonntag, beim Jahresfest meiner SHG war dann sehr schön.
    Das Bühnenprogramm hat geklappt, der Bazar lief, Kaffee & Kuchen schmeckten und alle waren gut drauf.
    Ich auch, obwohl mein Gewissen nicht ganz rein war...

    Mal sehen, werde wohl beim nächsten Gruppenabend meine "Sünde" beichten.
    Ehrlichkeit ist schon wichtig!

    Mir ist wichtig, weiter zu gehen -- auf meinem Weg -- in die richtige Richtung!
    So ein Abend darf nicht normal sein und somit wieder zur Gewohnheit werden! :evil:

    Dieser Abend ist aber auch kein Grund für mich, in ein tiefes Loch zu fallen,
    ein schlimmes Rückfall-Reue-Endzeitdrama aufzumachen und mich zu bejammern
    oder an meinem Ziel zu zweifeln!
    Weiter geht’s, mit festem Schritt! :)

    Schönen trockenen Tag,

    Gruß
    Pittchen

    Das Ziel ist die ZUFRIEDENE Abstinenz !!

  • Hallo alle zusammen,

    gestern hatte ich wieder meinen SHG Abend. War auch wieder nett!
    Unser Thema war die „eigene Schuld“ anstatt der Suche nach Begründungen und Ausflüchten.
    Nicht, das man nicht nach eigenen Ursachen zu Trinken schauen sollte,
    aber eine Rechtfertigung ist es noch lange nicht,
    und Schuld hat auch kein Anderer oder die widrigen Umstände.
    Man sollte genug Einsicht und Demut beweisen und sich dieses eingestehen,
    dann fällt vieles leichter, wurde gesagt.

    Ich hab damals auch nur die Entspannung, Geselligkeit und den spaßigen Zeitvertreib gesucht, und nicht bemerkt,
    wie sich der Alk unauffällig immer häufiger in meinem Alltag breit gemacht hat, bis er sogar das Steuer übernehmen wollte... :shock:
    Bei der Erkenntnis, dann der große Schock: Abhängigkeit!
    Vorher hatte ich immer gedacht: Das passiert MIR doch nicht!

    Tja, ... heute sind wir schlauer!!
    Und das sollten wir nutzen!!
    Meine Betrachtungen zum Trinkverhalten überhaupt haben sich schon sehr verändert.
    Früher war die Vernunft leicht auf einer Seite geschultert und der bevorstehende Kater noch ausgeblendet – das Programm „Saufen“ konnte beginnen.

    Heute mit offenen Augen, muss ich nicht mehr unwissend und leichtsinnig mit dem bedenklichen Konsum unserer Gesellschaft stand halten.
    Ich freue mich über jeden Tag ohne Alk und noch mehr, kein Verlangen nach dem Rausch zu haben! :lol:
    Die Folgen sind mir bewusster und heute wiegen die Vernunft und die Angst vor den Katerbeschwerden viel schwerer.
    Dafür bin ich dankbar!
    In dem Moment als ich meine Abhängigkeit entdeckte, hätte ich das nicht für möglich gehalten!

    Einen schönen trockenen Tag Euch allen
    wünscht Pittchen

    Das Ziel ist die ZUFRIEDENE Abstinenz !!

  • Hallo liebe Leser,

    Kommentare sind übrigens herzlichst willkommen und erwünscht!!
    Momentan habe ich etwas das Gefühl um mich selbst zu kreisen ...
    Mach ich aber auch, wenn’s denn so sein soll ...

    Gestern Mittag habe ich mich mal wieder mit meinen „Bier trinkenden Freunden“ getroffen.
    Freitags und Samstags meide ich diese, weil ich nicht so viel „feiern“ möchte ;)
    Trotzdem bestehen dort langjährige Kontakte, die nicht nur schlecht und versoffen sind.
    Es war soweit ganz nett ....
    auch, das alle leichte Katerbeschwerden bekämpfen mussten, von den beiden vorangegangenen ganz normalen, also keine Geburtstagsfeier o.ä., Wochenend-Abenden
    - ich aber nicht :lol: !!
    ... wäre mir früher auch so gegangen – Sonntags oder spätestens am Montag war man ja schon ganz schön verknautscht von den ungesunden Torturen ...

    Das Wetter war sonnig und mild, die Hunde tobten auf der Wiese und ich war ausgeschlafen und fit, um das zu genießen.
    Heute ist es stürmisch, aber mir geht es immer noch gut!
    Das sind die kleinen positiven Dinge, die ich mir immer deutlich mache und die mich auf meinem Weg halten.

    Gruß
    Pittchen

    Das Ziel ist die ZUFRIEDENE Abstinenz !!

  • Hallo Pittchen,

    wir empfehlen ja nicht umsonst sich im ersten Jahr von Menschen , Feiern und sonstige Alkoholveranstaltungen fern zu halten.
    Zudem gehörte es auch für mich dazu, mein Umfeld dahingehend zu überprüfen , was nun Saufkumpanen sind und was wirkliche Freunde. Ein Freund trinkt auch nicht in meiner Gegenwart wenn ich ihn das sage und ich es mir von ihm das wünsche.Ein Saufkumpan stellt seine eigene Bedürfnisse des Trinkens über meine Gesundheit .

    ich habe für mich genau unterschieden zwischen einer tödlich verlaufende Krankheit und Erwartungen anderer wie ich dieser begegne.

    Du hältst dich weiterhin in deinem alten trinkenden Umfeld auf und meinst durch Willen und ausprobieren der Sucht Herr zu werden. Ich kenne das aus meinen Trinkpausen und wurde immer wieder eines besseres belehrt. Das Suchtgedächtnis steuert in gewissen Situationen das Handeln und nicht mehr der Wille.

    Das heißt nun nicht , das ich heute keinen Menschen mehr begegne der trinkt jedoch laufe ich nicht schnurgerade darauf zu.

    ich kann dir nur eindringlich empfehlen, mindestens 1 Jahr lang dich zu stabilisieren und solchen Freizeitaktivitäten fern zu bleiben. Das dabei auch Verzicht aufkommt ist normal und diesen gilt es hineinzuwirken, mit sinnvollen anderen Beschäftigungen oder durch kennen lernen "neuer" nicht trinkende Freunden.

    nun weiß ich nicht ob das der Kommentar ist den du dir erwünscht hast oder ob du Alkoholiker suchst, die dir deinen Weg bestätigen.

    Meiner ist es nicht.

    meiner richtet sich an diesen Grundbausteine.
    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…echternheit.php

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Danke Karsten, Danke Hartmut!

    Natürlich habe ich Eure Antworten kritisch erwartet. ;)
    Nein, ich brauche auch keine Alkoholiker, die mich bestätigen!

    Seit September 2007 besuche ich meine SHG. Das ist 2 Jahre her!
    Ich kann nicht aus der Sicht einer seit „Zig-Jahren-trockenen“ Person schreiben.
    Das muss ich erst selber durchleben, vielleicht empfinde ich später genauso ...

    Momentan fällt es mir schwer, jeden, der Alkohol trinkt, zu verteufeln. :twisted:

    Heute – auf meinem Stand! - finde ich Situationen, die ich selbst bestimme als ungefährlicher, als die unerwarteten Momente.
    Deswegen habe ich mich gestern dort mit meiner Freundin verabredet.

    Auch ich laufe nicht mehr „schnurgerade“ auf alkoholträchtige Freizeitaktivitäten zu, und halte mich kaum in meinem alten Umfeld auf.
    Ich empfinde mich sogar ehr als guten Segler, der prima „umschiffen“ kann – und das ohne die schlechten Gefühle des Verzichts.

    Sonst würde ich nicht, wie gestern, den Sonntag Mittag wählen, sondern abends zum Feiern hingehen! Da wären auch mehr Leute da – darunter genau diese Saufkumpanen, auf die auch ich heute gerne verzichten kann!
    Diese Zeit verbringe ich lieber mit sinnvolleren Beschäftigungen.
    Da meine SHG auch viel unternimmt und ich gerne an diesen Aktivitäten teilnehme, mache ich dort auch etwas mit „neuen“ abstinenten Leuten.
    Finde ich auch wichtig!

    Mir widerstrebt aber, über alle Menschen, und deren Konsum zu richten.
    So lass ich die anderen eben selber feiern und begegne ihnen, wenn ich es für richtig halte.
    Und zwar dann, wenn ich mich stark genug fühle und „saufen“ nicht mehr im Vordergrund steht.
    Bin der Meinung, das dass eine gute Möglichkeit ist in Kontakt zu bleiben ohne „mitzuschwimmen“.

    Danke nochmals für Eure Antworten, die nicht nach meiner „Nase“ sein müssen,
    Ich kann aber nur aus meiner Sicht schreiben und möchte ehrlich meine Gedanken diskutieren.
    Diese Gedanken sind halt erst etwas über zwei Jahre gereift und unterscheiden sich auch immer wieder von denen, die schon 20 Jahre in unsere SHG kommen.
    Wird sich bestimmt noch verändern ...

    Gruß
    Pittchen

    Das Ziel ist die ZUFRIEDENE Abstinenz !!

  • Hallo Pittchen,

    2 Dinge sind mir beim Lesen aufgefallen.

    Du schriebst:

    Zitat

    Mal sehen, werde wohl beim nächsten Gruppenabend meine "Sünde" beichten.
    Ehrlichkeit ist schon wichtig!

    ....etwas später

    Zitat

    gestern hatte ich wieder meinen SHG Abend. War auch wieder nett!

    Hast Du dort darüber gesprochen, dass Du Alkohol getrunken hast? Wie reagiert die Gruppe darauf - nur *nett*? :roll:

    Ich moderiere selbst eine SHG und habe die Erfahrung gemacht, dass den Betroffenen mit der *Weichspültaktik* dauerhaft nicht geholfen werden kann.

    Unsere Gruppe zumindest verbindet der gemeinsame Wunsch, dauerhaft suchtmittelfrei zu leben. Welchen Stellenwert hat die SHG für Dich persönlich?

    Herzliche Grüße,
    Schattenspringer

    Das Beste geschieht JETZT!

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