Immer noch abhängig

  • Wie weit die Coabhängigkeit reicht hätte ich nie gedacht.
    Dank des Forums habe ich geschafft mich räumlich von meinem Mann zu trennen. Ich habe Abstand zu ihn gewonnen, obwohl uns die Kinder immer miteinander verbinden. Ich hab aufgehört seine Sachen zu erledigen.
    Dennoch empfine ich meine Coabhängigkeit so sehr wie nie zuvor udn auf plötzlich ganz andere Art und Weise. Was meinen Mann anbelnagt spüre ich imem rnoch, dass ich von seinen Launen abhängig bin. Selsbt wenn wir uns nur kurz sehen und er mal wieder austickt und versucht seinen Frust an mir abzulassen gelingt es ihm imme r wieder. Ich nehme mir vor, dass ich ganz stark bin, bereite mich also gedanklich schon drauf vor, dass, falls wieder was kommt, was imemr es auch ist, ich es nciht persönlich nehmen daerf. Denn es ist seine Krankheit. Stehe ich dann aber vor ihm und er beschimpft mich oder irgendwas anderes dann breche ich inenrlich zusammen. Selsbt wenn ich nciht drauf eingehe, mich beherrsche damit es nciht eskaliert. Es läßt mich nicht kalt. Kaum bin ich zuhause möchte ich nur noch weinen, fühle mich angegriffen. Wir sind doch getrennt und er kann jetzt tun und lassen was er will. Er gibt sich nciht damit zufrieden. Ich will ihn auch garnoch tmehr verändern. Habe mich abgefunden, dass er eben seinen Tiefpunkt noch nciht erreicht hat.
    Dennoch fühle ich mich irgendwie als Versagerin. Aber es ist doch garnciht meine Baustelle. Meine Gedanken sind ok, aber emien Gefühl paßt nicht dazu. Auch fühle ich mich gedemütigt und will , dass e r mich zumindest respektvoll behandelt. So, als ob die vielen Jahre der aufopferungsvollen coabhängigen Zeit zumindest noch gewürdigt werden sollten. Stattdessen bekomme ich zu hören, dass er auch sehr gut ohne mich zurecht kommt und er nciht von mir abhängig ist. Dann erschrecke ich mich. Ich bin es ja auch, die von ihm, von diesem Häufchen Elend abhänig bin / war? Was habe ich überhaupt von ihm zu erwarten?
    Was hält bzw hielt mich an diesem Mann? Ist es nur ein MAchtspiel? Ärgert es mich , dass ich ienen kAmpf verloren habe? Kämpfe ich immer noch? Ist es das Gefühl der Enttäuschuing nicht geliebet zu werden? Angst vor dem Alleinsein, obwohl ich mcih die ganze Zeit schon einsam fühlte? Ich bin allein und ich komme gut klar, sehr gut sogar, denn ich habe jetzt ja nciht mehr diese Doppelbelastung. Aber das sit es noch nicht.
    Plötzlich steigt in mir dieses Gefühl hoch, dass es garnicht so sehr um ihn ging, sondern diese Such tin mir, diese Coabhängigkeit nicht wirklich oder nur mit ihm zu tun hat. Er war nur ein Auslöser dessen, was ohnehin shcon in mir schlummert. Ist es der Drang nach Anerkennung druch Selbstaufopferung? Wie werde ich diese Gefühle jemals wieder los?

  • Liebe Paddy,

    ich kann Dich sehr gut verstehen, ich habe genau das gleich hinter mir.
    Sobald man aufhört sich um sie zu kümmern, kommt erst das wimmern/entschuldigen, dann die Hilflosigkeit/betteln, böse werden, beschimpfen und dann wieder das Entschuldigen und die Liebesbekundungen.
    Igrendwann wird er seine Sachen selber regeln oder aucn nicht, aber das ist nicht mehr Dein Problem, ich weiß, dass die Beschimpfungen einem sehr nahe gehen, aber Du darfst es niemals, wirklich NIEMALS persönlich nehmen. Es gibt Deinen Mann zwei mal: Den Süchtigen und den Nicht-Süchtigen. Zu welcher Kategorie gehört Dein Mann? Meiner ist ein Quartalstrinker, alle paar Wochen hat er seine Saufphasen. Er bekommt Probelem? Ja na dann ist das halt so. Er gibt sein ganzes Geld aus, naja, ist ja nicht meins. So denke ich mitlerweile, allerdings hat es auch einige Zeit gedauert, bis ich an diesem Punkt angekommen bin. Den inneren Zusammenbruch, ich kann mich an den letzten noch sehr gut erinnern, ich habe mir geschwören, dass ich diesen inneren Schmerz in meinem Bauch das Stechen nie wieder fühlen werde und bin danach aus der Wohung raus. Ich habe diesen Schmerz seither nicht mehr. Aber die Phasen von meinem Mann kamen wieder.
    Wenn er Dich beschimpft, dann beschimpft er im Grunde sich selbst. Er ist sauer auf sich selbst, weil in einer gewissen Weise weiß er, was er da macht.
    Schreib Deine Gefühle und Gedanken hier auf es hilft so sehr!!! Auch Du wirst bald dahin kommen, dass er Dich nicht mehr verletzen kann, Du bist auf dem richtigen Weg!
    Ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Kraft,
    alles Gute,
    julchenazul

  • Liebe Paddy,

    das finde ich ganz toll, was Du hier schreibst. Toll in dem Sinne, dass es wichtig für uns ist zu erkennen, dass das Gefühl der Co-Abhängigkeit auch nach der Trennung immer noch da ist.

    Ich finde, den wichtigsten Schritt hast Du schon gemacht: Du bist gegangen. Und indem nun diese Gefühle bei Dir hochkommen, hast Du die wirkliche Chance, Dich weiter (positiv) zu verändern. Und Du hast auch dieses Gefühl in Dir erkannt, wofür Du Dir auf die Schulter klopfen solltest!

    Es ist, wie Du schreibst: er war nur der Auslöser. Dein eigentliches Problem ist immer noch da! Vielleicht kannst Du es dankbar annehmen, weil es Dir Deinen Weg weisen wird. Wenn Du Dich als Versagerin fühlst, bestrafst Du Dich nur noch mehr und Du fühlst Dich noch schlechter.
    Sei froh, dass Du so weit gekommen bist und nutze diese Erkenntnis, die Du für Dich schon gewonnen hast, für Dich. Sei gnädig und liebevoll zu Dir.

    Ich schließe mich julchenazul an: du bist auf einem tollen Weg.

    LG.. Pedi

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