Liebe Forumsgemeinschaft,
ich bin neu hier und habe mich nun schon tagelang durch dieses Forum gelesen. Zusätzlich habe ich mir das Buch "Um die Kindheit betrogen" gekauft. Ich habe einen Freund, dessen Eltern alkoholabhängig sind und meines Erachtens hat er durch die verkorkste Beziehung zu seinen Eltern diverse Probleme, auch gesundheitlich.
Nun weiß ich nicht genau, wie ich mich verhalten soll. Er selber ist sich der Situation nicht so bewusst; sieht alles als normal an. Dabei ist er in hohem Maße in die Abhängigkeit seiner Eltern involviert. So sehr, dass man die Beziehung schon als unnormal enttarnt, wenn man noch gar nichts von dem eigentlichen Grund, der Abhängigkeit der Eltern, weiß.
Ich möchte ihm irgendwie helfen, ihn darauf hinweisen, dass er sich praktisch ausnutzen lässt. Kann ich meinen Freund überhaupt mit den Begriffen Co-Abhängigkeit und erwachsene Kinder von Alkoholikern konfrontieren? Oder wie sensibel würdet ihr auf diese "Durchleuchtung von außen" reagieren?
Es ist bestimmt schwer zu dieser Situation einen Tip zu geben. Ich würde jedoch gerne wissen, ob ihr meint, dass ich ihn auf seine Problematik (die er ja im Moment gar nicht sieht) ansprechen soll und wenn ja, wie ich ich das am geschicktesten mache, ohne dass er sich vor den Kopf gestoßen fühlt. Soll ich ihm einfach ein Buch zu dem Thema in die Hand drücken, oder wäre das unsensibel? Oder sollte ich mich lieber gar nicht in diese ganze Geschichte einmischen (was für mich aber ein Ende der Beziehung bedeuten würde)?
Herzliche Grüße und ein frohes neues Jahr!