Liebe Besucherin,
wenn Du noch etwas tiefer rein gehst, wirst Du Dir erlesen, dass meine Frau eine hochbegabte, intelligente, analytisch versierte und messerscharfe Herzogin ist, vor der ich oft staunend und begeistert mit offenem Mund saß, wenn sie über mich und die Welt herzog. Genützt hat ihr das nichts, eine nichtsnützige akademische Fortbildung.
Die hier geläufigen Spedi-Aussage: „Wer will findet Wege die anderen finden Gründe“, sagt es treffend. Einfach und treffend.
Intellektuelle sind in der Lage Wege zu finden und das findet nicht nur im Kopf, sondern mit allen ausgeprägten Sinnen statt. Der Rest ist eher hinderlich. Gründe zu suchen ist hinderlich. Sie zu finden birgt lediglich die Möglichkeit neue zu suchen. Der Abzweig vom Intellektuellen zur Nichtsnützigkeit ist so schmal wie ein gefährlicher Grat, die einen saufen, die anderen stürzen einfach ab.
Das nicht annehmbare Einfache im Sein, wie „ich hab mich lieb“, „es ist alles gut“, „grundloses Tun“ ist Ursache für eine erfolglose Kapitulation. Den Widerspruch an sich sein zu lassen, abgeben an eine höhere Macht, was immer wir darunter verstehen, ist das was wir als wir auf die Welt kamen alle gut konnten, bis es weg war.
Wenn Du noch tiefer gehst, wird Dein Weg bis in die Ursprünge der pränatalen Entwicklung gelangen. Wenn es denn hilft. Trocken, wovon auch immer, hat das noch niemanden gemacht, denn die Musik spielt heute.
Paradoxe Wege sind Widersprüche. Der Gelassenheitsspruch endet mit „....das eine vom anderen zu unterscheiden“. Es ist fast unmöglich Gegensätzliches zu akzeptieren, schwer möglich das eine vom anderen zu unterscheiden, es sei denn ich gebe die Entscheidung ab. Einfach so. Nicht an einen Partner, nicht an eine Flasche, an eine höhere Macht. Das darf ich guten Gewissens tun, denn ich bin ein Teil dieser höheren Macht. Ich bin hier, damit es mir gut geht.
Zitat„Dieses „liebevoll in den Händen halten können“, wie kommt man, wie komme ich dahin?
Ist das ein Geschenk? Von wem? Ein Geschenk, das ich mir selbst mache? Eine spirituelle Erfahrung, die man/ich erwerben/erlernen kann? Kann man dieses Geschenk behalten? Wie pflegt man es?“
Machen Manfred, einfach machen. Beschenk Dich. Sie es mal so: An dem Tag, an dem ich mich von meiner Frau in ihrer LZT verabschiedete, kamen wir wieder zusammen. Ich fragte sie, ob sie Gott die Hand reichen könnte, das ging nicht, ob sie mir die Hand reichen könne, das ging nicht, ob sie sich die Hand reichen könne, da meinte sie, das versucht sie gerade. Mir reichte das um es zu neu versuchen. Ein Jahr später trennten wir uns mit den Worten: dass sie sich mich nicht mehr schön säuft, wegen mir trinkt sie nicht mehr. Wegen mir hat sie nie getrunken, aber es war Grund. Es liegt immer alles in unserer Hand.
LG Kaltblut