Zitat von Phoenix85Alles anzeigenHallo Ihr Lieben!
Ich habe zunehmend ein Problem mit dem Trinkverhalten meiner Mutter! Seit nunmehr vier Jahren (wenn nicht sogar länger) trinkt meine Mutter täglich (immer Nachts vor dem Schlafengehen) durchsnittlich 0,5 bis 0,75 l 10%igen Rosé! Ich weiß, dass bei der Diagnose "Alkoholismus" nicht etwa die Menge, sondern die Regelmäßigkeit ausschlaggebend ist.
Weil ich mich in den letzten Wochen intensiv mit diesem Thema beschäftigt habe, habe ich sie mal darauf angesprochen! Sie leugnet natürlich alles! Sie habe kein Problem und sei sich der Verantwortung die sie hat bewusst (ich habe eine kleine Schwester im Alter von 5 Jahren). Als ich nicht locker ließ, wurde sie zunehmend aggressiv in ihrem Ton! Ich hab's dann aufgegeben, weil ich einfach nicht zu ihr durchdringen kann.
Ihr solltet aber noch wissen, dass sie nie "besoffen" ist. Ich gehe mal davon aus, dass sie ein sogenannter "funktionierender Alkoholiker" ist. Sie kommt mit dem Haushalt klar, kocht, putzt, kümmert sich um meine kleine Schwester und ist auch sonst nicht auffällig.
Leider hat sie keine Freunde, bezieht HartzIV und scheint mit ihrem derzeitigen Leben überhaupt nicht zufrieden zu sein! Da sie nicht besonders viel Kontakt zu ihrer Familie (meine Oma, meine Tanten, Onkels usw.) hat und da diese meine Mutter bei der Bewältigung des Alltags auch nicht unterstützen, (z.B die kleine betreuen oder am Wochenende mal auf sie aufpassen) hat meine Mutter auch kein soziales Leben. Sie geht nicht aus, kann wie gesagt nicht arbeiten!
Sie lebt eigentlich nur für die Kleine und steckt viel zurück. Das Trinken scheint für sie einen Akt der Beruhigung und des Zurücklehnens zu sein, wenn der Tag gelaufen ist. Ich finde das sehr gefährlich und mache mir Sorgen, da ich nur danebenstehen kann und nicht eingreifen kann.
Wäre schön, wenn ich von den Forenmitgliedern hier verschiedene Einschätzungen bekommen könnte.
Danke!
LG
Phoenix85
Hallo Pphoenix!
Bin glaub etwas blind, aber finde den Antwort-Knopf nicht unter Deinem Post.
Also: Regelmässiger, täglicher Alkoholkonsum ist meiner Meinung nach Alkoholismus.
Wenn Deine Mutter ihren Roségenuss auch noch verteidigen muss sieht das noch mehr nach Sucht aus. 75 dl sind ja eine Flasche.
Wie Du sagst, es ist nicht die Menge die es ausmacht.
Sie kann sich noch um ihre Tochter kümmern, das ist gut.
Die Krankheit kann aber weiter schreiten.
Habt Ihr einen Hausarzt? Aus meiner Sicht wäre es das Beste, wenn sie mit einem Arzt sprechen könnte, der sich mit Suchtkrankheiten auskennt.
So wie Du die Lage beschreibst wird das nicht leicht sein.
Ich wünsche Dir die Kraft und die Geduld, die Du jetzt sicher brauchst !
Herzliche Grüsse
Yvonne