So habe ich mich im Vorstellungsbereich vorgestellt. Mein Name ist Anke und hier ist meine Geschichte. Mit meinem Freund bin ich seit 13 Jahren zusammen. Mit seiner Trinkerei wird es immer schlimmer. Vor einem halben Jahr hat er das erste Mal zugegeben das er ein Alkoholproblem hat, nachdem auch der Arbeitgeber aufmerksam geworden ist. Er ist zum Arzt gegangen und hat sich beraten lassen. Die erste Zeit hat er auch durchgehalten und nichts getrunken. Seit einigen Wochen trinkt er wieder, natürlich heimlich, weil er genau weiß das ich mich darüber aufrege. Ich habe in der letzten Zeit wieder oft leere Flaschen gefunden. Er sagte die liegen da schon lange. Das ist aber nicht so. Manche Tage ist es so schlimm, da erzähle ich ihm was und am nächsten Tag weiß er nichts mehr davon. Aber er streitet es immer ab etwas getrunken zu haben, obwohl man es immer wieder merkt. Ein normales Familienleben ist auch nicht mehr möglich, da ich mir manchmal vorkomme als hätte ich nicht zwei Kinder sondern 3. Jetzt bin ich soweit das ich mich trennen will, ich halte das einfach nicht mehr aus. lg Anke
bin neu hier
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Anke38 -
30. März 2010 um 23:25
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Hallo Anke,
schön, dass du hier bist
! Bestimmt hast du schon die eine oder andere Geschichte gelesen. Es gibt sehr viele Parallelen in den Geschichten. Das ist mir damals, als ich hier ankam, als erstes aufgefallen. Und es hat mich irgendwie beruhigt, denn ich wusste, hier würde man mich verstehen. Und ich sah endlich, dass ich nicht spinne, wie es mir mein Exmänne immer versucht hat einzureden, wenn er wieder abstritt, getrunken zu haben, wenn er meinte, das Wasser in den Bierflaschen sei wohl zufällig da drinnen und ein Fehler der Brauerei...Dann fang mal langsam an, deine Schritte zu gehen. Du schreibst, du willst dich trennen. Hast du denn schon konkrete Gedanken dazu, oder ist es erstmal die Idee? Ich bin gespannt, mehr von dir zu hören.
Viele Grüße
Aurora -
Hallo Anke,
ich bin in einer ganz ähnlichen Situation. Ich bin seit 10 Jahren verheiratet habe 2 Kinder und mein Mann trinkt. Die Situation ist für mich inzwischen unerträglich geworden. Er trinkt die ganze Nacht durch bis um 7 in der früh dann kommt er heim und schläft den ganzen Tag. Seinen Job hat er noch und er geht auch unregelmässig arbeiten (das geht, er ist im Aussendienst)
mein Problem ist ich hab total Angst und irgendwie auch gar keine Kraft für diesen ganzen Akt mit den Kindern auszuziehen. Ich müsste erstmal zum Sozialamt (ich arbeite halbtags, davon können wir nicht leben und meine Kinder sind noch klein) dann eine bezahlbare Wohnung finden (im Münchner Umland ein echtes Problem). Den ganzen Umzug alleine stemmen (meine Eltern wohnen im Ausland) und ALL DAS DURCHZUHALTEN WAS JA BESTIMMT EINIGE ZEIT DAUERT OHNE MEINE TRENNUNGSENTSCHEIDUNG WIEDER ZU ÄNDERN. Darin sehe ich ein großes Problem dass ich nicht umfalle wenn er wieder nett ist weil er mich halten will. Und daneben noch die Tränen meiner Kinder zu trocknen die ihren Vater wirklich lieben. Wer das alles geschafft hat hat meinen ganzen Respekt. Ich trau mir das nicht so richtig zu. Es ist wie ein riesiger Berg vor mir. Andererseits halte ich es so auch nicht mehr aus.
Hast du schon ein paar konkrete Schritte unternommen um dich zu trennen ?
Oder an alle die das schon hinter sich haben. Wo habt ihr die Kraft hergenommen?
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