Einweisung wegen

  • Hallo Sabhina, gehe zu Einer Suchtberatungsstelle.
    Hole Dir Hilfe von Dritten, nicht das Du Dich selbst runterziehst. In einer Beratungsstelle wissen sie am besten was Du machen sollst. Achte auf Dich selbst den Du bist wichtig und hilfst Deiner Mutter nicht wenn Du Dich selbst fertig machst.

    LG. Wolfgang

  • Hallo Sabiha,

    herzlich willkommen im Forum. Keine leichte Situation für Dich. Ein Vorsorgevollmacht greift nur dann, wenn derjenige der sie ausgestellt hat selbst nicht mehr in der Lage ist, sich zu kümmern und zu äußern und/oder selbstständig zu handeln. Ob jemand dazu nicht mehr in der Lage ist, bestimmen Ärzte und in letzter und entscheidender Instanz ein Richter. Sie verhindert nur langwierige Prozesse und ein Entscheidungsvakuum wenn der Fall wie o. g. eintritt und jemand nicht mehr für sich selbst bestimmen kann.

    Durch die Vollmacht muss kein Betreuer mehr durch das Gericht bestimmt werden, Du kannst das übernehmen, da Deine Mutter Dich bestimmt hat, musst Du aber nicht. Auch wenn Du eine Vollmacht hast kannst Du eine Betreuung ablehnen. Dann bestimmt das Gericht jemand anderen.

    Ob ein Grund für eine Betreuung vorliegt, muss ebenfalls ein Richter entscheiden. Du kannst einen entsprechenden Antrag beim Amtsgericht stellen, diese werden ihn den prüfen und sehen ob Gründe vorliegen, Deine Mutter unter Betreuung zu stellen. Dazu gehört auch das Deine Mutter befragt wird und ihre Lebensumstände geprüft werden. Einfach einweisen lassen kannst Du Deine Mutter auch nicht, dass kann kann auch nur ein Richter. Alkoholismus an sich ist jedoch kein Grund jemanden unter Betreuung zu stellen. So einfach kann man in diesem Land, zum Glück, niemanden einweisen.

    Wenn ich Deine Hilflosigkeit auch sehr gut nachvollziehen kann und Deine Ängste, weil jetzt ihr „Aufpasser“ ausgezogen ist, überlege Dir gut, ob Du diesen Schritt gehen willst. So schwer das für Angehörige auch ist, in diesem Land hat jeder das Recht sich tot zu saufen. Meine Mutter hat es getan.
    Du kannst Deine Mutter nicht vor sich selbst beschützen, wenn sie trinken will, wird sie das tun und einen Weg finden an Alkohol zu kommen. Wenn sie Dir das nächste Mal mit Selbstmord droht, ruf die Polizei, die ist auch dazu da, sich um so etwas zu kümmern. Sie haben auch die Möglichkeit, wenn sie die Notwendigkeit sehen, Deine Mutter ins Krankenhaus zur Überwachung zu bringen, auch gegen Ihren Willen, zumindest kurzfristig.

    Lade Dir das nicht alles auf Deine Schultern, dass ist keine Last die Du zu tragen hast.

    Gruß
    Skye

  • hallo sabiha

    skye hat dir das ja schon recht gut erklärt, aber es gibt wie immer ein aber. wenn du sie bei einem konkreten suizidversuch erwischt ruf den notarzt, sofort. dann wird sie eingewiesen, ob sie will oder nicht. wenn das konkret sichtbar ist das sie das vor hatte bleibt sie auch erst mal unter aufsicht. in unserem land darf man sich mit alkohol umbringen, nicht aber mit tabletten strick oder sonstigem. wenn sie nichts weiter tut sind dir die hände gebunden, startet sie noch mal einen versuch muß der notarzt her. geh aber auch zur beratungsstelle die können dir gegebenen falls weitere adressen geben wo du hilfe bekommst.

    mach dir aber bei all dem klar, du bist weder an der situation schuld noch kannst du was dagegen tun. deine mutter ist erwachsen und trifft die entscheidungen für ihr leben allein. lass dir da kein schlechtes gewissen machen. es liegt nicht in deiner macht etwas zu ändern. ich hoffe für dich das du es schaffen kannst den nötigen abstand zu bekommen.

    doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hallo Sabiha,

    Zitat

    Mir stellt sich jetzt die Frage da mein Onkel das Sozialamt einschalten möchte ob so eine Entmündigung und evt.einweisung überhaupt der richtige Schritt ist wenn sie vielleicht nicht aufhören will

    Lass Deinen Onkel machen und warte ab, was dabei raus kommt. Dann ist immer noch Zeit sich Gedanken zu machen um das wenn, wie oder warum. Lass seine Unterstützung zu.

    Zitat

    Ich meine aber das sie es will aber nicht kann sie hat ja zwischen zeitig mal 6 Monate mal drei Monate nicht getrunken nur ihr Seelischer zustand macht ihr immer wieder einen Strich durch die Rechnung ich bin selber durch einige Erfahrungen Traumatisiert Sie ist alleine in dem Haus in dem sie viele schlechte Erfahrungen gemacht hat und kommt aus diesem Kreislauf nicht raus

    Solange sie trinkt, will sie das auch, niemand zwingt ihr die Flasche an den Hals. Deine Mutter ist kein hilfloses Kind, sie weiß, wo sie Hilfe bekommt. Was Du schreibst macht das Leben sicherlich nicht einfach, aber all das ist kein Grund zu trinken. Kein Alkoholiker kommt allein aus diesem Kreislauf, deshalb gibt es Suchtberatungen und Selbsthilfegruppen. Dort kann sie jede Hilfe bekommen, die sie braucht, sie muss es nur sagen.

    Zitat

    ich möchte doch nur das mir jemand sagt wenn du das und das tust hilfst du deiner Mutter und sie kann es leichter schaffen.

    So leid es mir tut, es gibt überhaupt nichts was Du tun kannst. Deine Mutter wird erst aufhören zu trinken, wenn sie es will und nicht wenn Du irgendetwas tust oder sagst.

    Zitat

    das man sagt ach sie säuft sich eh irgendwann tot ich kann ihr nicht helfen

    Das ist sehr leider sehr häufig die Realität, ebenso wie es die Realität ist nicht helfen zu können.

    Gruß
    Skye

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!