• Hallo Manupenny,

    Das ist eine sehr schwierige Situation, die Du da beschreibst. Und dass Dir die Kräfte ausgehen, glaube ich Dir sehr gerne. Ich denke, dass Du hier im Forum genau richtig bist.

    Was tust Du denn für Dich, damit Dir die Kräfte nicht so weit abgehen, bis Du auf der Nase liegst? Alkoholismus ist eine Familienkrankheit, bei der alle Familienmitglieder leiden. Und jedem Familienmitglied kann Hilfe zuteil werden, oft ist sie auch vonnöten.

    Was sind Deine Ziele? Was ist für Dich erreichbar?

    Liebe Grüße
    Feeli

    Liebe Grüße von

    Feeli

  • Hallo manupenny,

    ich bin trockener Alkoholiker, seit 3 Jahren. Du mußt zuerst auf Dich und Euer Kind schauen. Dein Mann kann nur sich selbst helfen, er muß spüren das es Konsequenzen hat, wenn er weiter säuft. Stell ihn vor die Wahl, weiter saufen oder Familie. Ich weis wie das wirkt, meine Frau hat mich vor die gleiche Wahl gestellt. Ich habe mich für die Familie entschieden. Wenn Du nichts unternimmst zieht er Dich und Eure Tochter nur weiter runter. Mach ihm klar, dass Du ihm hilfst wenn er etwas gegen seine Abhängigkeit unternimmt, aber er Dich und die Kleine verliert wenn er so weiter macht. Ich wünsche Dir und Deiner Tochter auf Euren Weg, viel Kraft und Mut zur richtigen Entscheidung.

    LG Wolfgang

  • Hi Manupenny,

    Ich kann natürlich nur für mich sprechen. Bei mir ist es so, dass ich heilfroh war um alles, was ich für mich getan habe. Sowohl in dem Zeitraum als die Beziehung wegen seiner Sauferei in die Brüche ging, wie auch vor allem gleich danach.

    Die Chancen, die ich meinem Mann gegeben habe, kann ich gar nicht mehr zählen. Und ich weiß auch noch sehr gut, wie ich zum x-ten Mal neues Vertrauen geschöpft habe, als er sich zur Entgiftung ins Krankenhaus begeben hat. Ich wollte für ihn da sein. Bei der zweiten Entgiftung habe ich ihn schon nicht mehr im Krankenhaus besucht. Wäre aber trotzdem für ihn da gewesen - wenn er die Langzeittherapie nicht nur angetreten, sondern durchgezogen hätte. Bei mir war in bezug auf meinen Mann alles Hoffen vergebens. Vermutlich ist er jetzt seit einigen Wochen trocken, aber darüber habe ich keinen Überblick mehr, wir leben getrennt, die Scheidung läuft.

    Das Problem bei Deinem Mann ist, dass er gar nicht einfach so aufhören kann. Das wäre ohne ärztliche Aufsicht sogar eventuell lebensgefährlich. Aber er könnte sich selbst zur Entgiftung einweisen. Bei meinem zukünftigen Ex-Mann ging das beim ersten Krankenhaus einfach so, er rief an einem Nachmittag an und konnte am nächsten Morgen hin. Die nächste Entgiftung machte er auf der psychiatrischen Station eines Krankenhauses, da bedurfte es schon der richtigen Worte (Gefährdung für sich selbst und andere), um da bleiben zu können.

    Ich glaube, Dich momentan zurückzuziehen ist das Beste, was Du tun kannst. Ich kam an meinen Mann im betrunkenen Zustand überhaupt nicht ran. Nicht mit betteln, schreien, drohen, Argumenten - alles sinnlos. Ich konnte nur abwarten, bis sein Pegel wieder gesunken war.

    Verantwortlich bist Du NICHT für sein Handeln. Er ist auch nicht unbedingt verantwortlich für seine Krankheit, aber er steht zu 100% in der Verantwortung, sich helfen zu lassen.

    Hast Du schon einen Plan B, falls er sich doch nicht helfen lässt oder die Hilfe scheitert?

    Liebe Grüße
    Feeli

    Liebe Grüße von

    Feeli

  • Hallo Manupenny!

    Es ist schon mal für DICH sehr gut, hier hergefunden zu haben!
    Das war schon mal das erste, was du für DICH getan hast.
    Herzlich Willkommen!

    Jetzt kanns weitergehen. Mit Hilfe deiner Ärztin, einem aufklärendem Gespräch, fachlicher Hilfe. Dein "Burn-out" musst du nicht so alleine durchstehen. Da kannst du dir helfen lassen.
    Hast du auch jemanden für dein Kind? Zeitweise? Das wäre auch wichtig, dass du es gut aufgehoben weisst.

    Und dann die andere Geschichte mit deinem Mann....
    Da hilft echt nur eiserne Konsequenz!
    Nach eigenem sehr langem Leiden kann ich dir nur ganz fest raten, ein dringendes, sofortiges ENWEDER - ODER herbeizuführen.
    Und dann DURCHHALTEN!!!!!!!
    Im Zweifelsfall - oder überhaupt - mit Hilfe eines Anwaltes.

    Drei Tage nüchtern ? - Drei Tage hinhalten, in Sicherheit wiegen ....
    Einen GRUND zum Trinken findet "man" doch immer. :(
    Wie gesagt, ich habe das viel zu lange mitgemacht.

    Wenn er nicht wirklich will, hat euer Glück keine Chance.

    Such dir Hilfe, geh deinen Weg!
    Dazu wünsche ich dir alles Gute und ganz viel Kraft!!!!! Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo manupenny,

    willkommen hier im Forum!

    Du hast geschrieben:

    Zitat

    Innerlich bin ich so ausgebrannt. Ich habe langsam keine Kraft mehr.

    Ich habe vor einiger Zeit ein Seminar zum Thema Entspannungstraining +Burnout mitgemacht, deshalb kann ich dir ein paar Tipps geben.

    Burnout ist eine ernstzunehmende Krankheit. Körper + Seele signalisieren: STOP - so geht es nicht weiter

    Erster Schritt/Soforthilfe:
    -Nein zu weiteren "Aufgaben" sagen
    -dem Körper so oft wie möglich Ruhe gönnen
    -zum Hausarzt gehen

    Zitat

    Alles bleibt an mir hängen. Ich wahre nach außen das Bild der glücklichen Familie.

    Zweiter Schritt:
    -Aufhören zu "funktionieren" (du darfst krank sein und dir Ruhe gönnen)
    -Andere um Hilfe bitten, Arbeiten abgeben+ Überlastung abbauen

    Dritter Schritt - wenn du genug Kraft hast um nachzudenken:
    Alltag gesünder gestalten:
    Zeit so einteilen, dass genug Zeit für Erholung bleibt
    Lernen auf Körpersignale zu achten und rechtzeitig Pausen einlegen
    Entspannungstechnik lernen (z.B. Qi Gong oder Autogenes Training)
    Sich selbst Gutes tun, sich selbst wichtig nehmen

    Du hast ein Recht auf deine Gesundheit - und dein Kind hat auch mehr von dir, wenn es dir gut geht.

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