hallo

  • Hallo Mareike,

    ersteinmal herzlich willkommen hier bei uns im Forum.

    Zitat

    Wenn ich mal daran denke heute einfach nichts zu trinken, versetzt es mich fast in panik und ich verwerfe den gedanken ganz schnell wieder

    .

    Was meinst Du, ob es wohl nicht alkoholabhängige Menschen in Panik versetzen würde, wenn sie darüber nachdenken heute mal kein Alkohol zu trinken?

    Kein Alkohol zu trinken ist für Nichtabhängige der Normalzustand. Für meine Begriffe ist Dein Trinkverhalten nicht normal. Weder Häufigkeit noch Trinkmenge.

    Wenn Du ganz, ganz ehrlich zu Dir bist, weißt Du das doch auch schon.

    Da es sich bei einer Alkoholabhängigkeit um eine Erkrankung handelt, kann diese auch nur sicher von einem Arzt diagnostiziert werden. Doch eigentlich bestätigt der dann nur noch, was man eigentlich selbst schon befürchtet.

    Wie sieht es denn aus? Du bist von anderen auf Deine vermeintliche Abhängigkeit angesprochen worden. Ist Dir denn selbst vorher nichts aufgefallen? Hast Du Dir überhaupt selbst schon mal Gedanken über Deinen Alkoholkonsum Gedanken gemacht? Bist Du denn zufrieden mit Dir und dem Leben mit dem Alkohol?

    lg
    Simone, Alkoholikerin (trocken)

  • hallo mareike und herzlich willkommen.

    wer will schon ein alkoholproblem haben, ich bin trockener alkoholiker, aber ausgesucht habe ich mir das auch nicht.

    du willst einen tip, geh morgen zum arzt oder zur suchtberatung, am besten beides.
    bei der trinkmenge wird mir ja sogar schlecht, ich denke das eine abhängigkeit vorliegt.
    geh zum arzt, darum würde ich dich bitten, ich habe auch eine 23jährige tochter, du hast dein leben noch vor dir zerstöre es nicht mit alkohol.

    liebe grüße

    schorni

  • unter der Woche gar nichts getrunken. Aber fast regelmässig war am WE der Kanal voll und das teilweise so schlimm, dass ich nicht mehr wusste warum ich überhaupt soviel getrunken habe, bzw. dass mich andere Leute drauf angesprochen haben.

    Der Konsum von täglich 3 Bier finde ich auch bedenklich. Da hatte ich auch so manche Woche wo ich mal durchgehend 3 Biere täglich zu mir genommen habe. Das ist schon bedenklich.

    Da Du aber wie gesagt am Wochenende noch zuschlägst und auch morgends schon was trinken möchtest ist es wirklich an der Zeit was zu tun. Man muss ja nicht erst warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist.

    Denk auch an Deine Zukunft, Du willst ja mit Sicherheit nicht gerade so weitermachen. So wie ich raushöre hast Du auch keine geregelte Arbeit, bzw. kein geregeltes Einkommen. Das ist zwar kein Kriterium, so nach dem Motto, Leute die Arbeit haben dürfen auch was trinken, aber wer weiss wie es mit Dir weitergeht, wenn Du weiterhin keine Perspektive hast. Und Alkohol ist ein Perspektiv-Killer..... Schau, dass Du was aus Dir machst.

    Wie gesagt geh zum Arzt oder zur Suchberatungsstelle. Dort wird man Dir weiterhelfen.

  • Hallo mareike,

    und herzlich Willkommen im Forum.

    Wenn einen der Gedanke nichts zu trinken in Panik versetzt, dann kann man schon von einem massiven Alkoholproblem ausgehen.

    Ebenso ist der gezielte Einsatz (um zu vergessen) sehr bedenklich.

    Ich kann mich meinen Vorpostern nur anschliessen und Dir raten, geh zu einem Arzt und zu einer Suchtberatungsstelle.
    Wichtig ist, dass Du etwas unternimmst. Lass Dir helfen, Du bist noch so jung, verbaue Dir nicht Dein Leben.
    Natürlich werden auch wir Dich unterstützen so gut wir können.

    Wünsch Dir alles Gute.

    LG Joachim

  • Hallo Mareike, auch von mir ein Willkommen

    Lies dir deinen Beitrag durch und achte mal auf Sätze wie „…und sie meinten alle ich hätte ein Alkoholproblem…“ oder … nur abends was getrunken, jetzt habe ich sehr oft schon vormittags den drang… aber ganz besonders der Satz “ Wenn ich mal daran denke heute einfach nichts zu trinken, versetzt es mich fast in panik…“ dann entscheide selbst, ob das jemand schreibt, der kein Problem mit Alkohol hat. Wenn du ehrlich bist, dann hast du bereits entschieden, willst es aber noch nicht so recht wahrhaben.

    Mit 23 ein Alkoholpoblem, weshalb nicht? Sehr viele, vielleicht sogar die meisten, sind in diesem Alter noch nicht einsichtig genug, um ihr Problem zu erkennen und machen vorerst so weiter. Wenn es dann nicht mehr geht, sei es, dass manche Organe nicht mehr mitmachen oder es auch gesellschaftlich nicht mehr geht, dann wird es sehr, sehr schwer wieder ein normales Leben zu führen. Deshalb lass es nicht so weit kommen. Geh zum Arzt und lass dich beraten, tu dir den Gefallen.

    Lieben Gruß
    Henri

  • Hallo Mareike,

    Deine Angst kann ich sehr gut verstehen. Ich hatte damals als ich zum Arzt ging, auch fürchterliche Angst. Nimm sie einfach mit auf Deinem Weg. Laß nicht zu, dass sie Dich lähmt. Irgendwann verschwindet sie schon.

    Geh zum Hausarzt und rede ganz offen und ehrlich mit ihm. Damals habe ich wie ein Häufchen Elend bei ihm gesessen und fürchterlich geheult. Der Arzt wird dann entscheiden, ob Du in einem Krankenhaus eine etwa 7tägige Entgiftung machen muß, oder zu hause entziehen kannst. Ich würde immer das Krankenhaus empfehlen. Dort triffst Du auch auf Menschen, die das gleiche Problem haben wie Du.

    Das ist kein schöner Moment, wenn einem bewußt wird, dass man alkoholabhängig ist. Aber es ist ein Anfang. Der Anfang eines besseren Lebens. Ohne das Gefühl trinken zu müssen. Ein schwerer Weg, der sich aber lohnt.

    Du bist nicht die einzige Abhängige mit einer Soziophobie. Ärzte und Therapeuten werden Dir dabei helfen auch diese in den Griff zu bekommen. Voraussetzung ist jedoch, dass Du unbedingt mit dem Trinken aufhörst. Natürlich auch mit anderen Drogen.

    Ich wünsche Dir viel Glück, Mareike. Du bist nicht allein.

    lg
    Simone

  • Hallo mareike,

    in einer Suchtberatungsstelle zeigt man Dir Hilfsangebote, und sucht gemeinsam mit Dir nach möglichen Therapieformen.

    Dort wirst Du bei allen aufkommenden Frage unterstützt.
    Du kannst dort einfach gesagt Dein Herz ausschütten und alles erzählen, was Du auch ehrlich und offen tun solltest.

    Man schaut, wo es klemmt, und wie man es angehen kann.
    Sollte eine Therapie für Dich in Frage kommen stellen die Sozialarbeiter der Beratungstelle auch den entsprechenden Antrag.

    Die Menschen dort stehen, wie Ärzte auch übrigens unter Schweigepflicht.
    Hab keine Angst, und nimm Hilfe an.

    Wenn Du noch Fragen hast, stell sie gerne.

    LG Joachim

  • Mareike,

    Zitat

    Therapeuten auch von meinem trinkverhalten erzählt, aber er hat das einfach wortlos hingenommen

    .

    Das ist ja schon mal schön, dass Du schon Therapieerfahrung hast und einen Therapeuten. Dass er das wortlos hingenommen hat, hat jetzt erstmal gar nichts zu bedeuten. Kommt auch darauf an, in welchem Zusammenhang Du das erzählt hast. Ich kenne das auch. Habe vor etwa 15 Jahren eine Verhaltenstherapie gemacht und habe meiner damaligen Therapeutin auch erzählt, dass ich viel trinke. Die ist damals auch nicht darauf eingegangen. Ich selbst war damals aber auch noch Lichtjahre davon entfernt, mir einzugestehen, dass ich Alkoholikerin wäre.

    Besprich mit Deinem Arzt, ob Du zu hause entziehen kannst.

    Um die Kosten mußt Du Dir keine Gedanken machen. Die übernimmt die Krankenkasse in jedem Fall. Egal, ob noch andere Erkrankungen behandelt werden.

    Bei der Suchtberatung mußt Du gar nichts bezahlen.

    Mit dem sacken lassen, ist schon richtig. Versuch ein wenig zur Ruhe zu kommen. Schau doch dann morgen wieder bei uns vorbei, wenn Du beim Arzt warst.

    lg
    Simone

  • mareike

    geh zum arzt, bitte, du bist jetzt schon völlig nervös und sogar arbeitsunfähig. du kannst hier reinschreiben wann immer dir danach ist.

    ab zum arzt und nachher am besten hier nochmal ins forum.
    mareike es muß sein!

    liebe grüße und pass auf dich auf.

    schorni

  • Hallo Mareike,

    entschuldigen, dass Du hier schreibst, mußt Du Dich wirklich nicht.

    Die Angst, die Du jetzt hast, ist völlig normal.

    Rede mit dem Arzt genauso offen und ehrlich, wie Du hier geschrieben hast. Laß Deinen Emotionen freien Lauf, Du mußt Dich nicht zusammenreißen!

    Wenn man krank ist, geht man doch zum Arzt. Das ist doch normal, oder findest Du nicht? Es mag ja kleine Erkältungen oder irgendwelche Zipperlein, die man zu hause auskurieren kann.

    Alkoholabhängigkeit ist aber keine Kleinigkeit, die man mal so nebenbei auskuriert.

    Du schaffst das schon, Mareike.


    lg
    Simone

  • Hallo Mareike,

    Annika hatte da eine wunderbare Idee. Druck Deinen ersten Post aus und nimm ihn mit!

    Du schaffst das!

  • Hallo mareike,

    was hat Deinen Arzt zu der Überzeugung gebracht, das Du kein Alkoholproblem hast? Was hast Du ihm denn gesagt, warst Du ehrlich zu ihm?

    Also, ehrlich gesagt, wenn Du selber an den Worten Deines Arztes zweifelst, ist das schon merkwürdig.
    Ich denke schon, das Du abhängig von Alk bist, denn Dein denken dreht sich schon sehr darum...
    Wenn auch vielleicht noch nicht körperlich, so doch psychisch.

    na ja, aber ich will Dir hier keine Alkoholabhängigkeit einreden, das ist sicher auch nicht Sinn dieses Forums.

    Gruß von der Lilly

  • Hallo Mareike,

    erstmal toll, dass Du Dich getraut hast, überhaupt zum Arzt zu gehen.
    Dann hast Du aber ein riesiges Pech gehabt mit dem. Also bei dem hätte ich mich auch be**** gefühlt.

    Manche Ärzte haben nun wirklich keine Ahnung. Hab schon oft in Selbsthilfegruppen oder auch hier im Forum von solchen Ärzten gehört.

    Mareike, ich bin Alkoholikerin und habe mindestens genauso viel getrunken wie Du. Wenn nicht sogar weniger. Ist auch nicht wichtig.
    Ich hatte großes Glück, mein Arzt hat mich sofort ernst genommen und weder irgendwelche statistischen Duchschnittsmengen oder sonstige Tabellen benutzt. Jedenfalls war ich gleich am nächsten Tag zur Entgiftung im Krankenhaus und habe seit dem nie wieder Alkohol getrunken.

    Kann mir vorstellen, dass Du jetzt die Nase voll hast von Ärzten. Wie sieht es aus, gibt es in Deiner Stadt eine Suchtberatungsstelle? Dort nimmt man Dich sehr wohl ernst und kann Dir auch die Addressen von kompetenten Ärzten geben, die sich mit Suchterkrankungen auskennen.

    Oder die andere Möglichkeit, Du hast doch geschrieben, dass Du eine Therapie machst. Bist Du dann nicht vielleicht bei einem Psychiater in Behandlung? Das ist immerhin der zuständige Facharzt für Suchterkrankungen. Wenn es den für Dich gibt, rede mit ihm.

    Bleib dran, Mareike. Du hast Dein Leben noch vor Dir. Nutze die Chancen!

    lg
    Simone

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