P.S.: Vielleicht steht von Menschen wie dir deshalb nichts in den klugen Büchern, weil alle Welt meint, wer jeden Test besteht, der hat ohnehin kein Problem mit dem Unnormalsein ![]()
Exzessiv - Intensiv
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Hallo schnuffig
ich find es gut, daß Du
ZitatDas mit der Kälte und dem Intellekt bleiben zu lassen.
Was aber nicht möglich ist. Also lasse ich es einfach.Dich eben nicht verbiegst. Das ist ehrlich und alles andere wäre ein Verlust.
Ein sich verkaufen an..... an was eigentlich? Vllt. an die Norm.LG Nys
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Hallo Lea!
Nicht das kleinste bisschen habe ich mich geärgert, im Gegenteil, ich fand deine Worte hilfreich.
So ein wenig habe ich immer zu den EKAs geschielt, ob da noch mehr so Leute sind.
Wird wohl so sein, dass ich sie fragen muss, wenn ich das wissen möchte.
Welche Art von Verantwortung meinst du? Wem gegenüber? Der Welt?
Kannst du das näher erklären?Zum P.S. Mir fehlt dann halt der Austausch. Vielleicht schreibe ich dem Autor. Mal sehen.
Liebe Grüße
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Hallo Nys!
Das ist die 1000 Euro Frage!
Vielleicht an das eigene schlechte Gewissen?
Wenn es heißt, so global und so : Ich wünsche mir mehr Wärme in der Welt.
Gute Laune kann ich bieten. Ist aber nicht dasselbe.
Irgendwie bin ich verwirrt.
Und trotzdem stinknormal
Liebe Grüße
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Hallo schnuffig!
ich bin davon weggekommen mir von der Welt etwas zu wünschen - ich glaube sie war schon immer ziemlich gleich.
Paradiesische Zustände für Mensch und Tier - das wäre schön.
Sofern ich was dazu beitragen kann, ohne mich selbst dabei verbiegen zu müssen - trage ich es gern dazu bei.Weil es mir dann auch gut tut. So wie Du das bei Andreas beschrieben hast. ....mit den älteren Damen....und so.
Ich denke nicht über die Verbesserung der Welt nach. Sie wird (selbst wenn ich mich noch so verbiegen würde) von mir nicht beeinflußt werden können. Das gibt mir wiederum die Möglichkeit, meinen Platz auf dieser Welt auszufüllen als der Mensch, der ich bin. Ich ändere mich - auch das darf ich. Das was meinen Kern ausmacht - wird sich aber nicht ändern, sofern ich nicht (und das kann auch passieren) beschädigt werde. Durch Krankheit oder durch andere Menschen, die evtl. selbst einen Schaden haben.
Aber auch das ist nur meine Sicht der Dinge. Ein winzig kleiner Focus auf einen winzig kleinen Ausschnitt im Universum. Die Relation ist mir wichtig. Ich halte sie mir immer wieder vor Augen. Das hilft gegen mMnach falsch verstandenenes schlechtes Gewissen und gegen zu große Erwartungen an die Welt und an das Leben und sowieso an meine Mitmenschen.
Trotzdem freu ich mich über jedes Quätchen Glück in mir und in meinem Umfeld. Dafür tue ich nur so viel, wie aus mir selbst heraus möglich ist. Wenn ich mich als warmherzigen Menschen bezeichne - dann meine ich das auch so - das heißt aber nicht, daß ich mich für mehr Wärme in der Welt verantwortlich fühle.
Wenn ich andere so akzeptieren und leben lassen kann, wie sie sind - habe ich ihnen vllt. mehr Glück damit bereitet - als wenn ich sie mit Wärme erdrücke. Das größere Unheil als Gefühlskälte - ist in meinen Augen - die gesellschaftliche Erwartungshaltung, die immer und überall gegenwärtig zu sein scheint. natürlich tendenziös unterschiedlich - aber in der Wirkung immer gleich: Menschen verbiegen sich und werden dadurch erst unmenschlich.
Wem viel vergeben ist, der liebt viel..... ist einer meiner Lieblingssprüche. Weil es so viele "erwartungshaltungs-erfüllungs-Menschen" gibt - die dann sehr unbarmherzig mit denen umgehen, die sich nicht um jeden Preis anpassen und die sich die Freiheiten rausnehmen - die sich der (ich sag jetzt mal) Pflichtbewußte selbst verwehrt hat..... und sich vllt. sogar schon so verbogen hat, daß er glaubt, garnicht frei sein zu wollen. Seine Bedürfnisse so lange unterdrückt sein Leben so sehr auf die Norm ausgerichtet hat - daß er garnicht mehr spürt, was Leben bedeutet. Ich glaube in so einem Umfeld wird oft Liebe und Wärme geheuchelt und wehe wenn der mit Liebe und Wärme -Beschenkte dann nicht die Erwartungen erfüllt. Das ist eigentliche Kälte und Grausamkeit. In meinen Augen.
Liebe Grüße
Nys -
Hallo Schnuffig, da bin ich froh, dass du dich nicht geärgert hast!
Ich werde versuchen es zu erklären, wie genau ich das meine.
Verantwortung gegenüber der Welt, uiuiui, das ist vielleicht eine Nummer zu groß.
Nein, ich meine eigentlich wirklich ganz banal Verantwortung in der ganz konkreten Situation mit einem jeweiligen Gegenüber. Da empfinde ich die Verantwortung, ein bestimmtes Wissen, oder Intuition, oder Einsicht, oder was auch immer, die ich in Bezug auf dieses Gegenüber oder die Situation habe, nicht zur Manipulation einzusetzen (um zum Beispiel ein gewünschtes Ergebnis oder eine gewünschte Verhaltensweise zu erzielen).
Ganz banal gesprochen und wirklich auf der "untersten" Ebene dieser Form von "Wissen" (es gibt noch viele weitere, die ich einfach nicht gut beschreiben kann): Wenn ich jemanden um einen Gefallen bitte, und derjenige sagt zwar ja, aber ich merke, dass er dafür gerade eigentlich keinen Nerv hat, aber aus irgendwelchen Gründen nicht ablehnen kann oder will, dann thematisiere ich das offen und ziehe z.B. meine Bitte zurück.
Ich könnte auch hingehen und das ausnutzen - aber ich persönlich kann da nicht hinter mein Wissen zurück, also so tun, als hätte ich nicht gemerkt, dass der andere das eigentlich nicht will. Natürlich kommt es auch vor, dass ich den anderen dann doch meine Bitte ausführen lasse und es nicht thematisiere, ich bin ja keine Heilige. Aber ich weiß um die Tatsache.Oh je, das klingt irgendwie kompliziert und komisch. Ich kann es nicht besser beschreiben. Diese Art Wissen bewegt sich wirklich im Bereich der Intuition, vielleicht Menschenkenntnis, Psychologie ... keine Ahnung.
Ich werde noch einmal nachdenken, vielleicht kann ich es dann besser formulieren.

Ich wollte aber noch etwas zu der in den letzten Tagen oft bemühten "Norm" schreiben - ich persönlich finde, derjenige braucht die vermeintliche "Norm" am meisten, der ständig das Bedürfnis hat, sich von ihr abzugrenzen. Denn dieser Mensch würde ohne die Norm gar kein Selbstbild haben, da es nichts gäbe, wovon er sich abgrenzen könnte ...
Sicher gibt es Häufungen bei bestimmten Phänomenen (Vanilleeis), aber die "Norm" ist ein Konstrukt, das vor allem zur eigenen Aufwertung als außergewöhnlich herangezogen wird. Sowas finde ich ermüdend.
Mich interessieren Menschen, und ich habe noch keinen "normalen" gefunden, auch wenn ich viele kenne, die Vanilleeis mögen (aber die haben dann außerdem z.B. ein Piercing am kleinen Zeh oder einen Nobelpreis gewonnen oder häkeln Bezüge für Laternenpfähle).
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Zitat von inbetween
Ich wollte aber noch etwas zu der in den letzten Tagen oft bemühten "Norm" schreiben - ich persönlich finde, derjenige braucht die vermeintliche "Norm" am meisten, der ständig das Bedürfnis hat, sich von ihr abzugrenzen. Denn dieser Mensch würde ohne die Norm gar kein Selbstbild haben, da es nichts gäbe, wovon er sich abgrenzen könnte ...Sicher gibt es Häufungen bei bestimmten Phänomenen (Vanilleeis), aber die "Norm" ist ein Konstrukt, das vor allem zur eigenen Aufwertung als außergewöhnlich herangezogen wird. Sowas finde ich ermüdend.
Mich interessieren Menschen, und ich habe noch keinen "normalen" gefunden, auch wenn ich viele kenne, die Vanilleeis mögen (aber die haben dann außerdem z.B. ein Piercing am kleinen Zeh oder einen Nobelpreis gewonnen oder häkeln Bezüge für Laternenpfähle).
Moin Inbetween,
das hast Du sehr schön beobachtet. Denoch ist das nur die halbe Wahrheit. Manche Menschen können per se mit der Norm nichts anfangen...und Normen verändern sich ja im Laufe der Zeit. Somit wird eine negative Veränderung sozialen Verhaltens auch irgendwann zur Norm (z.B. Ellenbogenverhalten), weil die meisten Mitmenschen es tun. Wenn sich einige diesem Verhalten nicht anschließen, dann oft nicht aus reinem Selbstzweck heraus, sondern aus Gründen der eigenen Überzeugung.
Aber ich gebe Dir recht...Menschen, die immer wieder ganz beharrlich betonen müssen, daß sie ganz anders sind als andere, sind meistens gar nicht so anders.
Dagegen entdecke ich immer wieder hochinteressante Facetten an Menschen, die man in seiner geistigen Beschränktheit zunächst für genormte Menschen hält.Was gibt es überhaupt an gehäkelten Bezügen für Laternenpfähle auszusetzen, grad jetzt, wo der Winter vor der Tür steht ?

LG Andreas
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Hallo Nys, hallo Lea, hallo Andreas, hallo Forum!
Jetzt denke ich schon eine sehr lange Weile über eure Worte nach.
Dazwischen läutete aber das Telefon und jemand weinte am anderen Ende der Leitung, also hab ich den jemand wieder lustig gemacht, dann läutete das Telefon weil sich wer einen Knebelbertrag andrehen lassen hat wofür es aber eine Lösung gab und dann war noch der Handwerker da weswegen ich meinen Fuß nach innen gedreht und ihn so von unten angesehen habe, dass mich mein Nachbar gerade fragte, warum ich heute aussehe wie ein Käfer, der nicht bis 3 zählen kann.
Na weil ich dafür sorgen musste, dass der mein kaputtes Teil repariert und mir kein neues verkaufen möchte. Mit viel Kreativität hat er es am Ende auch geschafft und verließ pfeifend und winkend mit Frühstück im Bauch das Haus und ich kann mich wieder "entkäfern".
Aber wie auch immer.
Meistens gibt es abseits der Norm genausoviel wenn nicht mehr Regeln als innerhalb.
Dann noch eine Menge ungeschriebener Gesetze dazu.
Die meisten machen sich in die Hose weil sie eine Strafe dafür ausfassen könnten, wenn sie sie brechen.
Und ich nehme an, das sind die, die ich nicht mag. Ich liebe klare Regeln, ich lerne sie gern um sie dann mit Hingabe zu brechen.
Ohne das ist keine Entwicklung möglich. Keine Kreativität.
Manche wissen das zu schätzen.
Aber die meisten fühlen sich bedroht. Und ich werde, das ist der Schluss zu dem ich gekommen bin, nicht mehr meine Zeit damit verbringen zu erklären, warum ich keine Bedrohung bin.
Und in regelmäßigen Intervallen wieder Rückschritte machen und mir Unterstützung holen müssen für das Vorwärts kommen.
Das ist mir auch bewusst.Liebe Grüße
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Zitat von schnuffig
ich werde, das ist der Schluss zu dem ich gekommen bin, nicht mehr meine Zeit damit verbringen zu erklären, warum ich keine Bedrohung bin.
Das finde ich gut! Ich glaube, da fängt das "ich bin ich" an.
Aber ich frage mich - braucht es immer etwas, von dem man sich abgrenzt?
Also - kann nur ex-negativo Kreativität entstehen oder auch dadurch, dass ich einfach jenseits aller Regeln oder jenseits aller Norm frei kombiniere was für mich gerade richtig ist ohne mir zu überlegen, ob das nun schon unkonventionell oder sonstwas ist? -
Zitat von Carpenter
...Menschen, die immer wieder ganz beharrlich betonen müssen, daß sie ganz anders sind als andere, sind meistens gar nicht so anders.
Das Problem ist vor allem, dass aus meiner Erfahrung heraus ganz viele dieser Menschen an ihrem eigenen Anspruch scheitern (müssen), da sie ihre außergewöhnliche Außergewöhnlichkeit immer wieder unter Beweis stellen müssen - was nicht gehen kann, denn sie sind ja leider doch nur ganz gewöhnliche Menschen ... ich glaube, das ist der Stoff, aus dem "tragische Helden" gemacht sind - Scheitern am eigenen uneinlösbaren Anspruch auf fortdauernde Außergewöhnlichkeit.
Ich kenne kaum unzufriedenere Menschen. Auch welche, die ich inzwischen eher meiden würde. Könnte Punkt 4 auf der Liste sein.Umhäkelte Laternenpfähle finde ich sympathisch. Aber das hätte ich vielleicht auch von einer umhäkelten Klopapierrolle auf der Hutablage gedacht, wenn ich der Mensch gewesen wäre, der das erste dieser Exemplare erblicken durfte - am besten in der Farbkombination Braun-Orange-Pink hinten in einer schwarzen Luxus-Limousine.
Und heute - Sinnbild für Spießigkeit. Dabei muss man sich das mal geben: Ein umhäkeltes Ausführungsinstrument für das allermenschlichste aller Bedürfnisse - im Auto - geschmückt und für jeden sichtbar.
So ist der Lauf der Welt. Heute in, morgen hin.

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Zitat von schnuffigAlles anzeigen
Meistens gibt es abseits der Norm genausoviel wenn nicht mehr Regeln als innerhalb.
Dann noch eine Menge ungeschriebener Gesetze dazu.
Die meisten machen sich in die Hose weil sie eine Strafe dafür ausfassen könnten, wenn sie sie brechen.
Und ich nehme an, das sind die, die ich nicht mag. Ich liebe klare Regeln, ich lerne sie gern um sie dann mit Hingabe zu brechen.
Ohne das ist keine Entwicklung möglich. Keine Kreativität.
Manche wissen das zu schätzen.
Aber die meisten fühlen sich bedroht. Und ich werde, das ist der Schluss zu dem ich gekommen bin, nicht mehr meine Zeit damit verbringen zu erklären, warum ich keine Bedrohung bin.
Und in regelmäßigen Intervallen wieder Rückschritte machen und mir Unterstützung holen müssen für das Vorwärts kommen.
Das ist mir auch bewusst.Liebe Grüße
Hi schnuffig,
warum hast Du eigentlich überhaupt gedacht, daß Du irgendjemanden erklären mußt, daß Du keine Bedrohung bist ? Und was genau für Regeln sind es denn, die man brechen muß, um kreativ sein zu können ?
Ich meine das jetzt nicht wertend, sondern interessiert. Ich breche ständig irgendwelche Regeln, weil ich, seit ich denken kann, ein unheimliches Problem mit Autoritäten habe...ich bin dadurch immer irgendwie irgendwo angeeckt, hab mich teilweise auch freiwillig isoliert, weil mir der Mainstream schon immer spinnefeind war. Lieber hab ich mein Ding alleine durchgezogen, bevor ich mich anderen angepasst habe. Ich kann mich nicht unterordnen, selbst bei fairen Chefs gabs immer wieder Grundsatzdiskussionen, deshalb bin ich jetzt auch mein eigener...das war schwer erkämpft...bei der Handwerkskammer kam es fast zu Handgreiflichkeiten mit dem zuständigen Beamten, weil der mir Schwierigkeiten machte. Manchmal scheine ich Schwierigkeiten mit sogenannten Autoritäten gnadenlos anzuziehen.
Aber ich habe auch erkannt, daß ich selbst einige Dinge nur gemacht habe, um mich von anderen abzugrenzen. Das war z.T. eben manchmal auch mehr Reaktion als eigener Antrieb.
Meine Lieblingsband z.B. kennen keine 1000 Menschen auf der Welt...das war für mich früher ein Grund, mich besonders zu fühlen...weil andere eben keinen Zugang zu dieser Musik hatten und ich mich dadurch einem exklusiven Kreis zugehörig fühlte.
Inzwischen find ich es eher schade, daß so wenig Menschen diese großartige Band kennen...ich würde gerne diese Freude teilen, die ich empfinde, wenn ich diese Band höre.Ich kann die meisten Menschen nicht wirklich verstehen - seit ich nichts mehr trinke, schon gleich zehnmal nicht. Mir fehlt für vieles sogenannte Normale das Verständnis. Aber ich gehe nicht mehr so oft auf Konfrontationskurs wie früher. Ich laß sie ihr Leben leben und lebe meins...
Nur die Sache mit den Autoritäten ist nach wie vor sehr ausgeprägt. Polizisten z.B. lösen bei mir grundsätzlich ein Unwohlsein aus, selbst wenn ich gar nichts angestellt habe

LG Andreas
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Guten Morgen Lea, guten Morgen Forum!
Lea, versuche doch mal, dir die Unendlichkeit zu denken. Geht nicht? Weil du selber endlich bist? Sterben wirst. Das ist eine unverrückbare Grenze.
Oder versuch dir eine Welt ohne Menschen zu denken. Geht auch nicht, weil alles was du denkst aus deinem Kopf kommt und somit aus dem Kopf eines Menschen.
Versuch dir eine Welt ohne dich zu denken.
Geht auch nicht weil es ohne dich gar keine Welt mehr gibt.Also wo ist abseits aller Regeln, wo ist abseits aller Norm?
Ich glaube, dass es diejenigen sind, die scheitern, die die unumstößlichen Regeln des Lebens verneinen.
Aber natürlich kann ich aufstehen und sagen: Mistige Schwerkraft du und du mir schwer auf die Socken gehende Ziehkraft. Und mit dir Fliehkraft rede ich heute überhaupt kein Wort!
Komm Schrödinger und komm Arendt und bringt den Dürer mit, denn mir ist nach Quantenrebellion in Hasenform mit einer nicht zu kleinen Prise schnuffig.
Mir ist nach schöpfen zumute.Aber auf Basis der Realität bitte sehr.
Liebe Grüße
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Hallo Matthias!
Soweit mir bekannt gibt es in ganz Deutschland noch eine
Schule, wo du klöppeln lernen könntest.
Wenn also dann keiner mehr nach diesen Regeln der Kunst arbeitet und sie vorher lernt und dann lehrt, befolgt und weitergibt, gibt es diesen Raum den du suchst nicht mehr.
Was dann?Liebe Grüße
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Hi Andreas!
Wo stecken denn die Menschen, die zwischen den Disziplinen arbeiten?
Der Mathematiker studiert Mathematik und dann dreht er dem Physiker eine lange Nase weil sein 3. 141592 viel wahrer ist als das andere.
Der Mediziner studiert Medizin um sich dann auf ein Körperteil zu spezialisieren und die Psychosomatik, die schiebt er zu den Psychologen, denn auf seinem Diplom steht Augenarzt und Punkt.
Die wollen sie aber auch nicht haben. Aber sie denken gar nicht daran, damit zu den Biologen zu gehen, den hey, auf ihrem Diplom steht Psychologe.
Und so weiter und so fort.
Das Verknüpfen von Disziplinen ist eine Bedrohung des bestehenden, überhaupt solange man nicht in jeder ein Diplom hat oder irgendeinen Zettel.
Und so viele Zettel hab ich nicht und brauch ich nicht.Natürliche Autoritäten hingegen mag ich schon, ich mag nur keine künstlich geschaffenen.
Welche Regeln man für Kreativität brechen muss? Die des Spezialist in einem Fach seins.
Kreativität bedient sich überall und verbindet was getrennt ist zu etwas Neuem.Liebe Grüße
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SpiegelImSpiegelImSpiegelImSpiegelImSpiegelImSpiegelImSpiegelImSpiegelImSpiegel
Liebe Schnuffig!
Ich glaube, wenn ich nicht endlich wäre, würde ich die Unendlichkeit nicht reizvoll finden - selbst wenn ich sie mir nur unzureichend vorstellen kann und nie erreichen werde, was mich eher beruhigt als beängstigt.
Ich habe nichts gegen die Endlichkeit. Eigentlich auch nichts gegen meine allgemeine menschliche Beschränktheit, denn innerhalb dieser Grenzen lässt sich spielen.
Ich habe ziemlich viel Vertrauen. Ich glaube, wenn niemand mehr weiß, wie das Klöppeln geht, wird es jemand neu erfinden - wenn die Zeit dafür reif ist. Vielleicht erfindet jemand auch das Gläffeln?
Zitat von schnuffigAlso wo ist abseits aller Regeln, wo ist abseits aller Norm?
In der (Lebens-)"Kunst" jenseits der Hoffnung, dass ich ein außergewöhnlicher Künstler bin, nur weil ich das Gegenteil von dem tue, was vermeintlich "alle" tun oder von dem, vorher als "Kunst" (von wem auch immer) definiert worden ist.
Kunstfertigkeit ist zeitlos.
Jenseits aller Regeln heißt für mich ähnlich wie für dich: offen zu bleiben.
Nichts für selbstverständlich nehmen. Vergessen, was ich gelernt habe. Und mich dann bruchstückhaft zu erinnern. Experimentieren. Kombinieren.Viele liebe Grüße
Lea -
Liebe Lea!
Oh ja, die Spiegel!

Ich hab das so gehasst. Und ich dachte immer, ich müsste es lieben. Dieses hervorgehoben werden.
Als ich hier angekommen bin, da fand ich die Idee meine Karriere in den Sand zu setzen, nur damit ich nicht mehr saufen muss, bzw. den Kater danach brauche weil mir dann alles egal war, ich fand die Idee völlig absurd.
Aber als ich dann nicht mehr im Getriebe war und viele Dateien gelöscht hatte und Bilder ins Altpapier geworfen hatte, ging es mir besser.
Ich will nie wieder in dieses Getriebe.
Das soll hier unbedingt noch stehen.
Jetzt zeige ich manchen, die was wissen wollen, wie was geht.
Aber ich glaube ich hab meine Lektion inzwischen gelernt.Liebe Grüße

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Zitat von schnuffig
Natürliche Autoritäten hingegen mag ich schon, ich mag nur keine künstlich geschaffenen.
Hi schnuffig,
sorry, ich muß schon wieder nachfragen...natürliche Autoritäten...was genau verstehst Du darunter ?
Menschen, die sich Autorität durch ihre persönliche und berufliche Entwicklung verdient haben, während andere von Medien und Gesellschaft zu unrecht gehypt und überbewertet werden ?
Mit der Autorität ist es schon komisch...ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, daß gerade den Menschen an den Lippen gehangen wird, die laut sind, mit ihrer Meinung andere übertönen, die ihre leeren Worthülsen mit einem aus neutraler Sicht völlig ungerechtfertigten Selbstsicherheit vortragen. Sowas bringt mich zur Verzweiflung. Überhaupt find ich Menschen, die sich ihrer Sache ständig sicher sind, nie an sich selbst zweifeln, suspekt. MMn. muß man auch Dinge, die man eigentlich tagtäglich gut erledigt, immer wieder mal hinterfragen. Nix ist für die Ewigkeit, und das, was vor Jahren noch richtig war, kann inzwischen falsch sein. Das gilt für das Privatleben und für den Beruf.
Ich bilde mir ein, einen guten Job zu machen (wer tut das nicht). Die Menschen, für die ich baue, sind zu 99 % zufrieden, meistens bleiben sie meine Kunden. Aber daraus würde ich nie schließen, daß ich immer alles richtig mache. Ich hinterfrage meine Arbeit und finde immer wieder Dinge, die ich optimieren will und manchmal vielleicht auch muß.
Ich kann mit dem Begriff "Autorität" an sich nix anfangen. Für mich bedeutet der Begriff, daß irgendwer das Recht hat, zu entscheiden, was richtig ist und was nicht...daß gewisse Regeln eingehalten werden müssen, ob die nun sinnvoll sind oder nicht.
Ich kann nachvollziehen, daß man generell im Straßenverkehr an einer roten Ampel halten muß, weil es sonst zu Unfällen kommen kann. Aber eine rote Ampel versinnbildlicht mir nicht, daß ich per se anhalten muß, nur weil die Ampel rot ist. Wenn ich nachts an eine rote Ampel komme, in der kilometerweit und breit kein Auto zu sehen ist, hat für mich die rote Ampel keine Bedeutung...ich fahre einfach weiter.
Ich vermute, das ist auch der Grund, warum ich erst so spät mit dem Saufen aufgehört habe...ich mußte diese Tatsache, daß es für MICH lebenswichtig ist, mit dem Saufen aufzuhören, erst als sinnvoll für MICH SELBST klassifizieren. Es hätten tausende solcher Autoritäten behaupten können, daß dem so ist...ich hätte es Ihnen einfach nicht geglaubt.Letztendlich hat mich diese Regelproblematik auch bei der Erziehung meiner beiden Söhne immer begleitet...einfache, logische Regeln habe ich zwar aufgestellt, ansonsten kann man meine Erziehungsweise ruhig als lax und antiauthoritär bezeichnen. Zum Vater, zu dem man als Kind mit großen Augen aufblickt, hab ich nie getaugt...wieso auch...ich wollte nie eine Respektsperson oder eine Autorität sein...auch für meine Kinder nicht.
Inzwischen habe ich erkannt, daß man um gewisse Regeln nicht herumkommt. Ich würde heute vieles anders machen als Vater, ich würde, denk ich, konsequenter sein, unnachgiebiger sein. Meine Jungs wußten immer, wie und wann sie mich um den Finger wickeln konnten.
Andererseits haben sich meine Jungs zu selbstbewußten jungen Männern entwickelt, die sich ihre Meinung nicht aus der Bild oder bei RTL 2 holen. Sie tragen einen Teil meiner unbequemen, in Frage stellenden Art in sich. Sie stellen Fragen, während viele andere einfach nur blind akzeptieren. Und das zeigt mir, daß ich vermutlich nicht alles verkehrt gemacht habe.LG Andreas
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Hallo Andreas!
Kleidung, Titel, Medienpräsenz, das sind für mich keine Gründe dafür jemanden eine Autorität zu nennen.
Ich hab ja auch hier lange gebraucht. Nach dem ersten Thread so ein Monat Nachdenkzeit ob ich die Grundbausteine und die Regeln hier annehmen kann oder nicht.
Dann hab ich mich für ein ja entscheiden, ein ja für mich war das. Ist es noch.Natürliche Autoritäten sind Menschen ( für mich), die für das was sie tun auch die Verantwortung übernehmen. Ebenso übernehmen sie sie für unmündige Personen, sofern sie sich dafür verpflichtet haben, zb. indem sie Kinder bekommen haben.
Für mich hat das bedeutet, ich trinke keinen Alkohol mehr, nachdem ich das neben meiner Tochter tat und sie sich darüber schwerst beschwerte.
Wie könnte sie mir noch folgen, hätte ich mein Verhalten nicht geändert?
Eben. Gar nicht.
Autorität bedeutet in gewisser Weise auch Schutz.
Gluckenflügel unter die man sich verziehen kann wenn man klein ist zum Beispiel.
Es geht nicht nur um Selbstbestimmung und Selbststängigkeit, das ist das Ziel. Nicht der Ausgangspunkt.
Natürliche Autoritäten sind für mich Leute, die auch leben, wovon sie reden.
Davon haben wir hier ja einige.
Zum Glück.Liebe Grüße
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Zitat von schnuffig
Soweit mir bekannt gibt es in ganz Deutschland noch eine
Schule, wo du klöppeln lernen könntest.zunächst - ich denk s sind mehr - an der WHZ fakultät angewande kunst in schneeberg kann man klöppeln sogar studieren.
im erzgebirge gibts ne menge klöppel-AGs und noch viel mehr omis und muttis die ihre kunst gern weitergeben (ich hab die grundlagen von meiner mutti gelernt).Zitat von schnuffiggibt es diesen Raum den du suchst nicht mehr.
Was dann?n raum gibts in der unendlichkeit (die ich mir vorstellen kann) immer. ich kann "meinen raum" finden und gestalten. und ich bin bereit über den rubikon zu gehn.
ja s gibt leute, die in nem scheinbar ausweglosen "raum" gefangen sind. notfalls kann ich mir "meinen raum" vorerst träumen.schöne zeit
matthias -
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