Tod einer Freundin, akute Rückfallgefahr

  • Hallo Konstanze,


    mein Beileid zum Tod deiner Freundin. :( Ich glaub dir, daß du unter Schock stehst.


    Du hast aber das Leben auch verdient, auch ein ungedämpftes Leben. Denn nur ohne Dämpfung kann man alle Höhen und Tiefen erleben. Das gehört irgendwie zusammen. Auch wenn es gerade sehr schmerzhaft und aufwühlend ist.


    Ich drück dich mal.


    Liebe Grüße, Linde

  • Hallo Konstanze,


    mein Beileid zum Tod deiner Freundin :(


    Auch wenn du für dich trocken bleiben solltest,


    was würde deine Freundin denken wenn du wieder trinkst :?:


    Beim Tod meiner Mama war mir das für die ersten Tage eine große Hilfe.


    LG Martin

  • Hallo Konstanze,


    mein Beileid.
    Trauer und Erschütterung über den Verlust eines geliebten Menschen sind schwer auszuhalten, aber doch Teil unseres Lebens.
    Es gibt auch kein Rezept: du das, tu diese...


    Wie Linde schreibt: natürlich hast auch du dein Leben verdient, in vollem Umfang.
    Es ist dein Leben und es ist zu kostbar, um es mit ALK zu betäuben.


    Außer eigener Erfahrung weiß ich, um wieviel stärker die Depression wieder kommt, wenn ich getrunken habe.
    Es gibt zwar eine kurzfristige Dämpfung der Emotionen, aber die hält nicht lange.


    Also schreib lieber hier und berichte über deine Gedanken, der Austausch kann dir helfen.


    Liebe Grüße
    Hans

  • Hallo Konstanze,
    das tut mir sehr leid. Die anderen haben schon so wichtiges geschrieben. Ich hatte auch lange das Bedürfnis, mich zu betäuben. Aber ich habe gelernt. Du kannst, was passiert ist, nur nüchtern verarbeiten. Du kannst Dich auch nur mit klarem Kopf heilen. Betäubst Du Dich, wird der Schmerz trotzdem wiederkommen und mit noch größerer Wucht. Er kann mit der Zeit nur weniger weh tun, wenn Du ihn zulässt, mit klarem Kopf. Gibt es etwas, das Du jetzt gerne tun würdest?
    Baden, einen Film schauen, Dein Lieblingsessen essen? Das sind vielleicht kleine Trostspender. Vielleicht können sie Dir trotzdem helfen, bevor Du was tust, was Dir schadet.
    Liebe Grüße
    Calida

  • Hallo Konstanze,


    ich habe Jahrzehnte lang versucht meine Depression, die ich nicht wahrhaben wollte, im Alkohol zu ertränken, von dem ich nicht wahrhaben wollte, dass er das Problem schlimmer macht.


    So saß ich in einem selbstgemachten Gefängnis fest.
    Irgendwann konnte ich erkennen, daß die Tür nicht verschlossen ist und das es an mir ist, auszubrechen.


    Ich habe mit der Tatsache, Alkoholiker zu sein, nicht so sehr zu kämpfen gehabt, wie mit der Diagnose der Depression.


    Aber bei beiden half nur die Kapitulation, auch wenn das Wort sich nach versagen und Schwäche anhört.
    Aber es ist m.M. nach wichtig.
    Die Alkoholkrankheit kann ich genauso wenig 'besiegen', wie die Depression.


    Der Gedanke: 'du bist nicht's wert' geistert auch durch mein Hirn, aber langsam krieg ich ihn zu fassen und stelle fest:
    er stimmt nicht. Das begreife ich mit Hirn und Herz, zugegeben: nicht immer, ich übe noch.


    Wenn wir hier schreiben, z.B. Tagebuch führen, dann hilft das ungemein: gegen das Vergessen, gegen das Verdrängen, für neue Gedanken.



    Versuch es, es geht um dich.


    Liebe Grüße
    Hans

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!