Seit SO dem 03.09.2006 aufgehört zu Rauchen

  • Hallo Ryan

    Bei mir war einige Monate lang immer noch der Griff zu den Ziggis da. Dabei viel mir dann wieder ein, dass ich nicht mehr rauche, habs mir auch in Gedanken manchmal selbst gesagt und dann war’s auch gut. So richtigen Druck hatte ich nie, weder nach rauchen noch nach trinken, kann also so richtig nicht mitreden. Im Nachhinein muss ich sagen, dass rauchen aufhören doch etwas schwerer war, als mit trinken aufzuhören, aber es ist zu schaffen.

    Wünsche dir weiterhin viel Erfolg und ganz einfach das erste Päckchen nicht kaufen.

    Gruß Henri

  • Hallo Ryan

    Okay, denk mal ein bisschen positiv, du hast drei Tage geschafft, fast vier. Mach es, wie hier beim trinken so oft der Rat gegeben wird, heute brauchst du keine. Nicht für einen zu langen Zeitraum vornehmen, es reicht doch wenn du heute keine rauchst und mit Willensschwäche oder Charakter hat das nichts zu tun.

    Gruß Henri

  • Hallo Ryan,

    ich finde es klasse, dass du mit dem Rauchen aufhören willst! Vielleicht hast du gestern zufällig die Doku dazu auf arte gesehen? Dort wurde sehr klar, dass die ganze Problematik mit der Nikotinsucht ungeheuer komplex ist..., was aber nicht heißt, dass es unmöglich ist, aufzuhören! Ich habe es vor gut 2 1/2 Jahren geschafft, und mein bester Freund ist heute genau zwanzig Tage ohne Qualm. Es ist im Grunde eine Sache, die sich nach der kurzen Zeit des Nikotinentzugs ausschließlich im Kopf abspielt. Die Methode des von Tag zu Tag hangelns, also "heute nicht" rauchen, halte ich für richtig. Du kannst in jedem Augenblick ungeheuer stolz auf dich sein, den du ohne Kippe lebst. Zu diesem Müll (Tabak) selbstbewusst NEIN zu sagen, gehört für mich zu den besten Erlebnissen! Mir selbst hat dabei das Buch von A. Carr ganz gut getan - ich glaube, ich habe es mehrfach gelesen. Das Schöne am Nichtrauchen ist, dass du innerhalb sehr kurzer Zeit ein deutlich besseres Körpergefühl hast, nicht mehr stinkst und vor allem: kein Sklave dieses absolut unnützen Zeugs mehr zu sein.
    Ich wünsche dir sehr viel Erfolg bei deinem Entschluss!

    Peter

  • Hallo Ryan,

    du hattest geschrieben, dass du erst bei Kapitel 7 angekommen warst in Allen Carr's Buch. Wieso empfindest du es als Schande eine Zigarette geraucht zu haben. Bis dahin steht doch gar nichts von Aufhören mit dem Rauchen.

    Oder hattest du inzwischen ausgelesen?

    Micha

    Das Schönste kommt noch

  • Ok, verstehe. Du hattest bereits vor dem Lesen aufgehört.
    Die Idee des Buches ist ja während des Lesens ruhig weiter zu rauchen und ganz am Ende, wenn man alles verstanden hat aufzuhören, aber wenn du schon aufgehört hattest, umso besser.

    Hauptsache man kapiert, dass es nichts zu vermissen gibt, wenn man nicht raucht. Nichts. Das alles was man mit Rauchen verbindet nur eine Illusion ist, die man in der Gesellschaft vorgelebt bekommt und von der Zigarettenindustrie eingehämmert.
    Rauchen beruhigt nicht, Rauchen hat nichts mit Gemütlichkeit zu tun ... aber du liest es ja selbst.
    Es bringt nicht den geringsten Vorteil zu rauchen, wenn man die Mythen, die um das Rauchen wehen demaskiert hat.

    Es bleiben am Ende nur Nachteile. Kosten, Gestank, Krankheit und Tod.

    Das du letztens eine Zigarette geraucht hast spricht allerdings nicht dafür, dass du es 100% verinnerlicht hast. Frag' dich mal, wie das sein konnte, dass du wider besseren Wissens etwas getan hast, was du nicht wolltest. Die Stärke des Nikotins wird gerne bagatellisiert. Aber das Suchtpotential dieses Nervengifts ist nicht zu unterschätzen. Leider gilt Rauchen immer noch als Kavaliersdelikt, weil es das aktuelle Bewusstsein scheinbar nicht stark beeinflusst.

    Sei auf der Hut. Man kann genau wie beim Alkohol auch nach Jahren glücklichen Nichtrauchens wieder rückfällig werden. Man darf nicht den Fehler machen und sich zu sicher zu fühlen. Aus dieser Einstellung heraus entstehen die Rückfälle, weil man denkt, es wäre nun nicht mehr so schlimm.
    Aber das funktioniert nicht. Einmal Raucher immer Raucher. Das ist wie bei Alkis.

    Aber das soll dir keineswegs die Zuversicht rauben, die du brauchst und hast. Im Gegenteil. Ich finds gut, dass du diese Einsicht jetzt schon hast. Deine Entscheidung gegen das Rauchen ist eine Entscheidung für dein Leben.

    Ich wünsch' dir viel Erfolg auf deinem Weg


    Micha
    der seit 2,5 jahren nicht mehr raucht, ohne etwas zu vermissen

    Das Schönste kommt noch

  • Hallo Ryan,

    wie stehen die Aktien ?

    Ich meine nicht mit dem Lesen des Buches, sondern mit dem Nichtrauchen ...

    Würde mich freuen, wenn du mal berichten würdest.

    Micha

    Das Schönste kommt noch

  • Hallo Ryan, (aber auch für Annika)

    dieses Gefühl kenn' ich gut. Man fühlt sich nicht mehr als Raucher und noch nicht als Nichtraucher.
    Das scheint ein recht ungemütlicher Zustand zu sein, ich habe lange Zeit in ihm verbringen müssen. Ich sage scheint, denn heute weiß ich, dass er schon einen Schritt in die richtige Richtung bedeutete.

    Ich habe ungezählte Male versucht, das Rauchen zu quittieren, aber nur einmal ist es gelungen. Bei diesem einen Mal hatte ich das Rauchen vorher restlos entzaubert. Ich machte mir keine Illusionnen mehr darüber, dass es zu irgendetwas nutze sein könnte. Ich habe also von Anfang an nichts vermisst, weil ich wusste, dass es nichts zu vermissen gibt. Das ist bis heute so geblieben. Rauchen ist so unnötig wie ein Kropf.

    Bei dir war der Anlass anscheinend eine Stressbelastung. Du hattest dich innerlich noch nicht völlig von der Annahme befreit, dass dich das Rauchen stressbelastbarer macht.

    Was würdest du nun sagen ? Hast du etwas gewonnen, indem du wieder angefangen hast? Hat es dir geholfen, deine Aufgaben besser zu erledigen? Oder hast du nur noch einen Stressfaktor hinzugewonnen durch das Rauchen? Was meinst du heute?

    Ich habe neulich ein paar Aufzeichnungen von mir gefunden. In einem Schulheft. Ich habe dort eine Momentaufnahme meiner Gefühle dem Rauchen gegenüber notiert. Es muss mir wohl nicht so gut gegangen sein mit dem Rauchen. Es war im Nachinein sehr aufschlussreich für mich, weil ich mich nicht daran hätte erinnern können.


    Ich war damals 29 (wie ich selbst nur dem Text entnehme) und musste noch fast 12 Jahre weiterrauchen, bevor ich es schaffte. Aber ich habe es immer wieder versucht, ich habe niemals aufgegeben. Heute bin ich 44 Jahre und über 2,5 Jahre glücklicher Nichtraucher, der seither nichts vermisst hat.

    Ich hab' dir das mal hier aufgeschrieben, genauso wie ich es schrieb:

    Wohlbemerkt habe ich es damals noch nicht gepackt. Wenn ich das heute so lese, muss ich staunen, wieviel Fragen ich mir noch zu beantworten hatte, bevor ich meine Sucht richtig begriff und abstreifen konnte.
    Kein Wunder, dass ich nicht lange durchhielt damals.
    Das Einzige, was damals wohl schon klar zu sein scheint war, dass Rauchen widerwärtig und krankmachend war und das ich noch einiges zu klären hatte.


    Also Ryan .... weitermachen. Vielleicht auch mal Notizen machen. Ich habe da Notizenmachen jetzt im Zuge meines Trockenwerdens wiederentdeckt und es hilft mir, mich und mein Verhalten besser zu verstehen.

    Warum willst du nicht rauchen? Warum tust du es trotzdem? Findest du Abhängigkeiten prickelnd? Ist es nicht eine Lüge zu behaupten, Zigaretten würden schmecken? ...

    Zitat

    "Man darf ruhig mal hinfallen, man muss nur wieder aufstehen".
    (Iku, Chef der Panzerknacker in einer Motivationsrede an seine Leute, nachdem mal wieder ein Coupe, Onkel Dagoberts Geldspeicher zu knacken in die Hose gegangen war)


    Und dir liebe Annika wünsche ich bald die innere Einsicht und Ruhe, den richtigen Zeitpunkt nicht weiter verschieben zu müssen.

    Rauchfreie und selbstverständlich trockene Grüße vom


    Micha

    Das Schönste kommt noch

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