Michi71 - Ich bin neu hier und Co abhängig

  • Ich bin 52 und habe einen 72 jährigen Partner. 6 Bier am Tag war früher normal bei ihm. Während der Pandemie hat er dann schon mittags angefangen. 10 bis 12 Bier täglich und dann noch vereinzelt Dosen mit Mixgetränke und ab und an Rum. Er selber hat keinerlei Einsicht. Schwere Depressionen und Verletzungen durch Stürze waren an der Tagesordnung. Die tolle gemeinsame Zeit ist seit 3 Jahren vorbei. Stationäre Zwangseinweisung wegen Selbstgefährdung, da macht er komplett zu uns danach wird's noch schlimmer. Seit über 1 Jahr leidet er an Alkoholdemenz. Im April diesen Jahres mussten wir aus unserer Wohnung ausziehen. Am Umzugstag hatte er einen Nervenzusammenbruch, weil der Kleiderschrank leer war, Krankenhaus. Seitdem hat er keinerlei örtliche und zeitliche Orientierung mehr. Ganz ohne Alkohol klappt gar nicht, mit Alkoholfrei (:-( klappt es meistens ganz gut. Es geht ihm auch viel besser, bis auf die Demenz.

    Mein Problem, es klappt nur wenn ich immer Alkoholfrei zuhause habe, sobald mal nur andere Getränke da sind, maschiert er los und besorgt Alkohol. Manchmal findet er heim, oft aber nicht. Ich habe ihm Geldkarte und Bargeld abgenommen. Aber dann beklaut er mich. Wenn ich dann heim komme ist er depressiv und streitsüchtig, ohne das ich geschimpft habe. und er weiss, dass er Alkoholfrei kaufen soll, weil es sein Gehirn schädigt. Er sagt mir das ins Gesicht. Wie er das schafft, weiss ich nicht, er hat Pflegegrad 3 und erkennt oft mich nicht mehr.

    Er hat niemanden sonst, ich bin aber oft müde dieses Riesenbaby weiter zu betreuen. Dann gibt's aber wieder Momente an denen ich gern mit ihm zusammen bin und unsere restliche Zeit genießen möchte. Aber der ständige Kampf gegen den Alkohol ...neben meiner Arbeit mich um alles kümmern, wenn ich es nicht tu ... Trinkt er.... Muss ich ihn jetzt in ein Heim weg sperren?

  • Hallo Michi,

    herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Aber der ständige Kampf gegen den Alkohol

    diesen Kampf kannst du nicht gewinnen, trotz aller deiner Bemühungen. Es ist sehr schwer, einen an Demenz erkrankten Menschen zuhause zu versorgen. Da mit sind Angehörige sehr oft überfordert, dann bleibt nur noch der Weg in ein Heim. Das ist dann auch kein wegsperren oder abschieden, sondern für Angehörige eine Notwendigkeit. Es gibt spezielle Heime, die alkoholkranke Menschen mit Demenz versorgen.

    Wenn du dich hier austauschen magst, klicke bitte unten auf den Link, und schreibe noch einen kurzen Satz dazu. Dann werden wir dich für die offenen Bereiche freischalten.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo Michi,

    ich habe dich für die offenen Bereiche freigeschaltet. Dort beginnt dann der Austausch. Du kannst dort überall schreiben, nur bitte in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich.

    Ich verschiebe dein Thema dorthin und du kannst einfach weiterschreiben.


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

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