Ichbinhaltich - Ich bin's, die mit den tausend Gedanken

  • Hallo zusammen,


    Ich hatte mich vor langer langer Zeit hier schon angemeldet und wollte dann eigentlich wieder gelöscht werden.

    Ich musste dann erstmal mit mir und meinen Gefühlen und gedanken klar kommen .

    Ich habe 2023 über eine Internetseite meinen jetzigen Partner kennengelernt. Bei unserem 2. Date sagte er mir, dass er trockener alkoholiker ist. 3 Wochen später das er nass ist. Zu dem Zeitpunkt hatte ich ja null Ahnung was das wohl für meine Zukunft zu bedeuten hatte. Ich habe mich drauf eingelassen. Nach 3 Montane ging er in eine entzugsklinik. Dann nach 2 Wochen wieder getrunken. Im Sommer dann eigentlich langzeitreha. Da aber abgebrochen. Dann kam eine sehr anstrengend und schwere nasse Zeit. Ich war ziemlich am Ende. Im Oktober ist er dann in die Entzugsklinik und direkt daran, für 16 Wochen in Reha. Danach war alles gut und er ist auch bis heute trocken.

    Zudem hat er noch binge eating. Dafür war war er auch 7 Wochen in reha. Die hat aber nichts gebracht.


    Im Grunde komme ich damit klar, aber er hatte damals einen Satz gesagt. Solange ich nicht mehr als normal esse, brauche ich mir keine Gedanken machen, dass ich wieder trinke.

    Tja und das ist nun mein Problem. Er möchte nie wieder trinken sagt er, aber kann natürlich auch nicht versprechen, dass er es auch nicht tut.


    Meine Zukunftsängste plagen mich ehrlicherweise extrem und ich finde da keinen gesunden Umgang mit. Wir wohnen seit 8 Monaten zusammen.

    Wir macht ihr dass, wie geht ihr mit der Angst um?

  • Marie04 2. April 2025 um 16:08

    Hat den Titel des Themas von „Ich bin's, die mit den tausend Gedankdn“ zu „Ichbinhaltich - Ich bin's, die mit den tausend Gedanken“ geändert.
  • Willkommen zurueck.

    Hatte er binge eating schon waehrend des Trinkens oder sieht das fuer dich nach einer Suchtverlagerung aus? Manche Alkoholiker erzaehlen, dass Suesses ihnen dabei half trocken zu werden, aber das ebbt auch oft wieder ab, wenn sie einmal gefestigt sind. Er hat also eine Diagnose fuer die Essstoerung.

    Wie meint er den Satz mit dem "normalen" Essen? So lange er normal isst, wird er nicht trinken? Das kann ja nicht stimmen. Sorry, stehe etwas auf dem Schlauch.

    Was macht die Angst mit dir? Dauerhaft ist das zermuerbend.

  • Also, binge eating hatte er vorher schon als Diagnose.

    Er meinte damals, sobald er mehr als normale Mengen ist, dann muss ich mir erst sorgen machen, dass er wieder anfangen würde zu trinken. Aber durch sein Binge eating ist es natürlich nun mehr.

    Tja was macht die Angst mit mir, dass ist eine gute Frage. Sehr viel unbehagen. Ich versuche ja einfach positiv zu denken. Aber man kann halt ja auch nicht in die Zukunft sehen.

  • Hey ichbinhaltich,

    Tja was macht die Angst mit mir, dass ist eine gute Frage. Sehr viel unbehagen. Ich versuche ja einfach positiv zu denken. Aber man kann halt ja auch nicht in die Zukunft sehen.

    Ich habe auch versucht positiv zu denken. Aber mein innerstes kam da nicht mit, denn die Lebenssituation war einfach nicht positiv. Ich hab mich innerlich verdreht, und mir ein schlechtes Gewissen gemacht, weil ich eben nicht positiv war. Ich habe erst hier erkannt, dass es okay ist wie ich fühle, und das hat mir geholfen.

    Nimm deine Ängste ernst, sie wollen dir etwas sagen.

    Alles Liebe, Alexa

  • Danke für deine Worte Alexa.

    Ja ich bin sehr im negativen denken. Versuche aus dieser Spirale raus zu kommen, aber es klappt nicht.


    Ich merke das meine Sorgen und Ängste überhand nehmen. Er kann noch soviel tun um mir Sicherheit zu geben. Aber er muss nur alleine weg sein oder irgendwas machen, wo ich nicht dabei bin und schon spinne ich mir sachen im kopf zusammen, die bullshit sind.

  • Aus meiner Sicht hat er mit dieser Aussage die Verantwortung, auf ihn aufzupassen und seine Ernaehrung zu ueberwachen, zugeschoben. Das ist nicht dein Job. Es macht dich von seinem Verhalten komplett abhaengig, natuerlich ist das belastend. Natuerlich machst du dir Gedanken. So wie er sich das vorstellt, funktioniert das natuerlich nicht. Das ist so, als wuerde jemand zu dir sagen, dass du jetzt auf gar keinen Fall an den rosa Elefanten im Raum denken darfst, der auf einem Bein huepft. Und an was denken wir?

    Die einzige Frage die zaehlt ist, was du willst.

    Dreh das ganze komplett um und sage dir z. B., wenn er wieder trinkt, dann trenne ich mich, weil ich weder die Kraft noch den Willen habe, das ein weiteres Mal mitzumachen. Der einzige, der Kontrolle darueber hat, was er macht, ist er, und analog gilt das fuer dich.

    Ich hab mich auch fuer einen Miesepeter gehalten der nur rummeckert, aber gewaltsam die negativen Gedanken unterdruecken zu wollen bringt wenig, meist hoeren die auf, wenn sich die ausloesende Situation verbessert hat.

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