Liebe Koda, danke der Nachfrage 
Hier ein Piep von mir: mein Partner ist nun seit über 4 Monaten aus der Therapie heraussen und nüchtern. Inkl. Der Stationszeit ist er nun seit 1 Jahr nüchtern.. wow, wie schnell die Zeit vergeht!
Ich wollte hier nicht mehr schreiben, weil was sollte ich sagen? Ich bin glücklich, ich glaube wir erleben gerade die schönste Zeit in unserer Partnerschaft. Ich versuche manchmal für mich einzuordnen ob ich nur so glücklich bin weil es vorher so schlimm war, vielleicht ist diese schöne Art die Beziehung zu führen für andere ganz normal. Aber eigentlich ist es mir dann auch egal und ich genieße es.
Manchmal kommen Ängste in mir hoch, was mache ich bei einem Rückfall? Und so wie es immer schon war, beginnt es immer "harmlos". Mit "ich habe ein! Bier getrunken", dann Wochen später der nächste Rückfall usw.. Ich würde natürlich nicht beim ersten Rückfall sofort die Beziehung beenden, aber das Ende wäre eingeläutet.
Wenn ich solchen Gedanken nachhänge wird mir das Herz schwer und ich versuche das nicht aufkommen zu lassen.
Es ist schon komisch, bei früheren Versuchen von ihm habe ich versucht seine Therapeutin zu sein, weil ich dachte ich kenne mich in der Suchtdynamik aus, ich kenne ihn so gut. Ich habe sooft gefragt, hast du Suchtdruck, warum, was können wir! tun damit du besser damit umgehen kannst, welche Dynamiken wirken in dir, was brauchst du? Bliblablub..
Dieses mal ist es ganz anders. Ich hatte keine große Hoffnung dass er es dieses Mal schafft, ich war erschöpft und des Themas überdrüssig. Und jetzt auf einmal schafft er es!? Komisch nicht? Wir reden natürlich über diese Dinge, aber ich halte mich mit Belehrungen oder Anregungen zurück. Meistens.
Vor kurzem hat mein Partner mit einem früheren Arbeitskollegen telefoniert mit dem er sehr viel konsumiert hat. Dieser konsumiert noch immer. Ich denke mein Partner hat an meinem Blick gesehen was ich davon halte. Er hatte ein schlechtes Gewissen und sich sofort zu erklären versucht. Früher hätte ich erklärt und geredet warum das nicht gut ist. Jetzt sage ich nichts mehr. Er weiß es selber, es ist seine Entscheidung.
Und ich halte derzeit Abstand vom Forum. Früher habe ich alles gelesen, das tue ich nicht mehr. Bei den Alkoholikern lese ich gar nicht, denn ich weiß genug, und im Grunde hat jeder Alkoholiker seinen Weg den er beschreitet. Hier finden Sie Hilfe und Unterstützung aber ich für mich begleite nun so lange meinen Partner, es reicht für mich.
Und bei den Cos, muss ich ehrlich sagen, es ist jedes mal bedrückend. Ich habe das Elend auch gelebt, war verzweifelt, erschöpft. Das ist nicht sehr lange her. Lese ich bei den Cos werde ich jedes mal zurückgeworfen. Aber ich will jetzt glücklich sein, und wenn der Hammer kommt, dann kommt er und dann werde und muss ich eh handeln.
Und ich weiß das ist jetzt sehr konfrontativ, aber es wimmelt mir hier zu sehr von Männern die uns (Co)Frauen die Welt erklären möchten.
Ach ja, und ich sehe mich oft nicht dazu in der Lage Rat zu geben.
Doch eines vielleicht: es war die beste Entscheidung auszuziehen. Ich habe meinen Raum, hier wird nach meinen Regeln gespielt (was mitunter sehr schön sein kann
)
Und ich finde es schade dass soviele im grünen Bereich versinken. Ich fand es schön wieder was von Rennschnecke zu lesen auch wenn es ihr nicht so gut ging. Aber nüchtern, wie schön! Also bei ihr habe ich eine Ausnahme gemacht und doch bei den Alkoholikern gelesen.
So, ich denke das wars jetzt von mir, ich wünsche allen von Herzen nur das Beste,
LG Alexa