Suche Rat/Unterstützung in scheinbar auswegsloser Situation

  • Guten Morgen Engel,

    es ist traurig, wenn man die Wahrheit erfährt und sich das bestätigt, was man vielleicht immer geahnt hat!

    Nun zu deinen Fragen:

    Kann mir vielleicht jemand Tipps geben, wie ich mit allem umgehen soll?
    Bist du aufgrund deiner labilen Situation in Therapie? Vielleicht würde das helfen! Außerdem kannst du hier auch über alles was dich bewegt sprechen.

    Wie ich meinen Vater beistehen kann?
    Ich denke, dass du dich aufgrund deiner eigenen Situation etwas abkapseln solltest. Dein Vater wird wissen, was er tut.
    Wie ich mit meinem Onkel umgehen soll?
    Beim nächsten Treffen darfst du ihm ruhig sagen, wie sehr die dieses "outing" getroffen hat. Ansonsten behandle ihn "normal". Vorwürfe etc. helfen nicht, wenn er nicht die nötige Einsicht hat und sich nicht helfen lassen will.

    Wie man das Rad vielleicht rumreißen kann?
    DU kannst gar nichts rumreißen! Das kann nur dein Onkel selbst!!!!
    Wie man diese auswegslose Situation zu einem möglichen guten Ende führen kann?
    Die Situation ist nicht auswegslos, solange dein Onkel Einsicht zeigt.

    Liebes Engelchen, auch wenn es schwer fällt. Du solltest versuchen, die Situation nicht zu deinem Problem zu machen. Du bist selber depressiv und musst dich zunächst um dich selbst kümmern. Es ist vielleicht leichter sich um "ander Leuts" Probleme zu kümmern, als seine eignen in Angriff zu nehmen, aber du musst dich auf dich selbst konzentrieren. Dein Onkel kann nur sich selbst helfen - die Verwandtschaft kann lediglich unterstützend wirken!

    Ich wünsche dir alles Gute. Dein Schutzengel soll dich begleiten :)

    Aileen

  • Hallo Engel,

    ich lese deine Beiträge ein wenig mit Schrecken. Ich glaube, dass du dich zu sehr in die Probleme deines Onkels hineinsteigerst!

    Korrigiere mich bitte, wenn ich etwas falsch verstanden habe, aber aus deinen Beiträgen lese ich, dass alle Schuld haben, die Bösen sind, weil sie deinem Onkel das Vertrauen entzogen haben. Dein Onkel ist der "Arme", den keiner versteht - außer du natürlich!!!????!!
    Nee, Kleines, auch hier muss ich sagen: Er ist mit seiner Sucht verantwortlich und der Auslöser für die Probleme/Reaktionen!!

    Ein Satz hat mich völlig erschreckt: Wenn sie geht, dann gibt sie meinen Onkel auf und die Gefahr besteht, dass er sich deswegen das Leben nimmt und sie trägt dann die Verantwortung, da sie es hätte verhindern können, wenn sie geblieben wäre.

    Kindchen, schlag dir das mal bitte schnell aus dem Kopf! NIEMAND ist verantwortlich. Dein Onkel ist über 18 und er weiß was er tut. Er schüttet das Zeug selbst in sich hinein - keiner zwingt ihn. Und wenn jemand ernste Selbstmordabsichten hat, dann wird er es tun - so oder so!!! Und auch dafür ist derjenige selbst verantwortlich!!!! SONST NIEMAND UND KEINER KÖNNTE ES VERHINDERN!

    Du machst dir Sorgen um Cousin und Cousine. Sicherlich sind sie noch jung und können die Gesamtsituation wahrscheinlich nicht erfassen, aber sie haben eine Mutter, die sie beschützt und es ihnen erklären muss. Das ist die Aufgabe der Mutter - NICHT DEINE!

    Engel, ich persönlich denke, dass du - aufgrund deiner eigenen psychischen Schieflage - die Situation "Onkel" verkennst (guten Antenne hin oder her!!!).

    Ich wünsche dir, dass dein Therapeut bald wieder da ist, denn ich denke ein Gespräch mit jemandem der dich gut kennt ist absolut von Nöten!

    Noch ein Schlusssatz, den du dir bitte merken solltest:
    Schütze dich zuerst, denn erst dann bist du in der Lage, andere zu schützen.

    Pass gut auf dich auf Engelchen.

    Liebe Grüße

    Aileen

  • Hallo Engel,

    ich wollte mich mal erkundigen, wie es Dir so geht?

    Es ist ja schon etwas Zeit ins Land gegangen, und die Sache hatte Dich ja ziemlich mitgenommen.

    Hast Du Dich mit Deinem Therapeuten über die Sache unterhalten können, und ich hoffe Du konntest etwas Abstand gewinnen???
    Was hat sich denn so entwickelt?

    Viele Grüsse

    White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Lieber Engel,

    Deine Zeilen habe ich mit großer Anteilnahme gelesen. Es ist schön zu hören, dass Du Deine Therapie weitermachst und lernen willst, Dir keine Probleme extra heranzuziehen.
    Du wirst Deinem Onkel oder seinen Kindern nicht wirklich helfen können. Was meine Schwester allerdings gemacht hat, als ich durch das Trinken nicht immer für meine Kinder da war: Sie hat ihnen liebe Karten geschrieben, um ihnen zu zeigen, dass da ein Mensch ist, der sie einfach lieb hat und an sie denkt, auch mal etwas mit ihnen unternommen. Sie hat nicht über die Probleme gesprochen, sondern die Kinder fröhlich gemacht und ihnen gezeigt, wie schön das Leben sein kann.

    LG, Meni

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