Hallo liebe Gruppe! Ich bin die Schwester einer Alkoholikerin. Ich war jahrelang blind was dieses Thema betrifft und habe ihr alles geglaubt. Dass sie durch Antidepressiva so benommen ist, dass sie nicht weiß woher ihre gesundheitlichen Probleme kommen, dass sie ihren Job verloren hat, weil ihre Chefs so unfair zu ihr waren. Seit einigen Jahren weiß ich, dass Alkohol der Grund für alles war. In den letzten 2 Jahren war sie einigermaßen stabil. Sie hat einen neuen Job und funktioniert wieder, wir haben wieder eine Beziehung zueinander aufgebaut (in ihren schlimmen Zeiten war diese fast nicht existent). Soweit ich weiß, hat sie die ganze Zeit immer wieder mal getrunken. Im Moment häufen sich die Schicksalsschläge und ich habe große Angst, dass sie wieder total abstürzt. Sie trinkt wieder regelmäßig. Ich weiß, dass ich das nicht verhindern kann, aber ich suche nach Ratschlägen, wie ich mit ihr in gutem Kontakt bleiben kann, wie ich mit ihr reden kann und wie ich ihr irgendwie helfen kann. Mit der Sucht kommen auch gewisse Denkmuster, was sollte ich vermeiden, was ist tatsächlich hilfreich? Es ist so schwer eine Balance zwischen Verständnis und Gutheißen der Sucht zu finden. Ich hoffe auf gute Tipps hier.
Wolke - Kann ich einer Alkoholikerin irgenwie helfen?
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Hallo Wolke,
willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!
Leider ist es so, dass sich viele Geschichten der Angehörigen bei uns im Forum ähneln.
Und es ist so, dass nur der Alkoholkranke die Sucht stoppen kann. Du kannst im Grunde nichts tun, nur dafür sorgen, dass es Dir besser geht. Es ist schwierig da die richtige Balance zu finden, es ist sehr wichtig zu erkennen daß die Verantwortlichkeit für ihr Leben nicht bei dir liegt sondern bei ihr. Sie muß es wollen sonst bist du machtlos, alles gute Zureden hilft da nicht.
Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern klicke den folgenden Link an:
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.
Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.
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Vielen Dank Marie, ich habe mich beworben.
Das habe ich verstanden, dass es ihre Verantwortung ist, auch wenn es schwer zu akzeptieren ist. Ich bin sehr unsicher im Umgang mit ihr. Ich möchte ihr keinen zusätzlichen Stress machen, möchte aber auch nicht ihre Sucht auf irgendeine Weise unterstützen. Wenn ich es nicht anspreche, wenn ich weiß, dass sie wieder getrunken hat, habe ich das Gefühl, dass ich es gutheiße. Das alles macht die Kommunikation von meiner Seite aus extrem schwierig.
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Marie04
11. Februar 2026 um 11:51 Hat das Thema aus dem Forum hier vorstellen! nach Erste Schritte für Angehörige und Co Abhängige verschoben. -
Marie04
11. Februar 2026 um 11:52 Hat den Titel des Themas von „Kann ich einer Alkoholikerin irgenwie helfen?“ zu „Wolke - Kann ich einer Alkoholikerin irgenwie helfen?“ geändert. -
Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Wolke.
Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)
Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.
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Meine Schwester hat jahrelang so viel getrunken, dass ein normaler Kontakt mit ihr nicht möglich war. Sie war in dieser Zeit ein anderer Mensch.
Seit längerem war sie einigermaßen stabil und unsere Beziehung wurde wieder besser.
Nach einem Schicksalsschlag (der letzte hat die Sucht getriggert) hat es den Amschein, dass sie wieder abstürzt. Sie ist nicht offensichtlich betrunken, aber ich habe den Verdacht und mehrere Hinweise, dass sie trinkt.
Ich mache mir auch große Sorgen um ihre Gesundheit, der Alhohol hat sie schon ein paar Mal fast das Leben gekostet.Wir sprechen fast nicht darüber - ich weiß, ich kann sie mit Zureden nicht heilen aber ich möchte doch dieses Tabuthema ansprechen. Aber ich weiß nicht wie. Wenn ich ihr sage, dass ich dem Eindruck habe, dass sie wieder trinkt, blockt sie sicher ab.
Ich mache mir Sorgen um sie und möchte nicht, dass sie mit ihrem Problem daheim ist.
wer kann mir Tipps für so ein Gespräch geben? -
hallo Wolke,
bitte schreibe in deinem Thema weiter, und eröffne keine neuen. Es wird dann zu unübersichtlich.
Habe jetzt beide Themen zusammen gefügt. -Deine Schwester scheint keine Krankheitseinsicht zu haben. Du kannst ihr nicht helfen, sie wird auch nichts ändern, wenn du es immer wieder ansprichst.
Sie selbst muss bereit sein, du kannst nur auf dich schauen, und aufpassen, dass es dir besser geht.lg Morgenrot
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