Hallo zusammen,
mein Vater (79) ist ein Rauschtrinker. Seit er in Rente ist, trinkt er immer regelmäßiger. Er hat PNP und seit ca. 3 Jahren stürzt er betrunken öfters.
Meine Mutter und Schwester und ich haben ihn vor ein paar Jahren das erste Mal konfrontiert. Danach trank er heimlich weiter, komplette Abstürze mit Hinfallen wurden weniger. Einsicht hat er nicht. Nur Lügen und leugnen.
Meine Schwester wohnt räumlich sehr nah und hat letztens den Krankenwagen gerufen, weil er gestürzt ist. Sie überlegt umzuziehen, weil sie ihre Kinder nicht traumatisieren will. Finanziell ist das aber schwer, aktuell profitiert sie von meinem Vater.
Meine Schwester und ich sind eigentlich überzeugt, das wird nichts mehr mit ihm. Er hat letztens das erste Mal gesagt beim Arzt er hat ein Problem, auch mir hat er sich etwas geöffnet. Redet sich seine Abstürze aber weiterhin als Genusstrinken schön und findet Ausreden warum er nicht zur Suchthilfe geht.
Meine Mutter freut sich über jeden Schritt den er macht, zb wenn er zur Krankengymnastik geht oder statt depressiv im Haus zu sein, mal in den Garten geht. Sie fordert uns auf Grenzen zu setzen, knickt aber selbst ständig ein und umsorgt ihn. Vor ihm trinkt sie nie, aber wenn wir mit ihr allein im Urlaub sind, trinkt sie regelmäßig, ich verstehe das nicht. Wenn man so viel Probleme mit Alkohol hat, vergeht einem doch die Lust? Meine Schwester und ich trinken fast nie.
Das Verhalten meiner Eltern macht mich gerade wütend und traurig
Ich reduziere den Kontakt zu meinem Vater und denke, es gibt für ihn keinen Ausweg mehr. Sauer macht mich auch, dass sie seine Sucht irgendwie unterstützt durch ihre Pflege und dass sie völlig verblendet meint, er würde was ändern. Sie fällt auf seine Manipulationen rein.