• hallo peter

    finde ich gut das du das mal aufgeschrieben hast, macht vielleicht dem einen oder anderen zweifler mal klar was passieren kann. das kann aber jedem so ergehen egal wie lange man abhängig ist und wieviel man konsomiert hat da ist nun mal jeder anders.

    ach und noch was, mein 1. ist doch hoffentlich ein schreibfehler, oder planst du schon deinen rückfall??

    gruß doro

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hallo Peter,
    ich bin froh das Du das einigermassen heile überstanden hast, deine Zunge noch drann ist, Knochen noch heile.

    Einigermassen: Damit meine ich , das Deine Psyche noch lange mit dem erlebten zu kämpfen hat.
    Das wird von vielen rigoros unterschätzt, unter den Teppich geschoben.
    Das gilt im übrigen auch, wenn kein Krampfanfall auftritt.
    Der Organismus befindet sich über einen längeren Zeitraum in einem Schockzustand, und das macht die Psyche platt.

    Genau aus diesem Grund können wir auch immer nur davor warnen. Die Folgen sind für den einzelnen selbst nicht einzuschätzten, auch derjenige selbst KANN nicht wissen, wie er den kalten Entzug übersteht. Er passiert jedesmal neu, und verläuft nie gleich.

    Ich schreibe das deswegen so detailiert auf, weil unsere Warnungen ( nicht nur diesbezüglich) am heutigen Tage in einem anderen Thread als Defaitismus ( Schwarzseherei) und fanatischem Pessimismus beschimpft wurden.

    Ich hoffe das sehr viele Gäste dieses Forums diesen Beitrag zu lesen bekommen. Die Entscheidung so ein Risiko einzugehen ( wobei das hier noch glimpflich abgelaufen ist) liegt selbstverständlich nach wie vor bei jedem selbst.

    Viele Grüsse
    an alle

    White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Hallo Jukka,

    Da Dein Konsum ziemlich hoch ist, kann es tatsächlich gefährlich werden, auf einen Schlag nicht mehr zu trinken. Bis zu Deinem Arzttermin wäre es wohl am besten, Deinen Alk-Spiegel auf einem erträglichen niedrigen Level zu halten. Du weißt ja selber, wann Du beginnst, nervös zu werden, brauchst Du denn unbedingt Schnaps, könntest Du Dich mit Bier, Wein oder Sekt bis dahin über Wasser halten? Das hier soll keinesfalls heißen, Dir bis zum Arzttermin noch jeden Abend die Kante zu geben und soll auch kein Freifahtschein sein, ich bin außerdem nur ne Alkoholikerin und kein Mediziner, alles was Du tust, geschieht auf Deine eigenen Verantwortung. Es bezieht sich auch NUR AUF DICH. Bei mir hätte es allerdings ganz anders ausgesehen, ich hatte nur noch 1-2 Wochen, dann hätt ich mich totgesoffen. Ich hatte zusätzlich ein blutendes Magengeschwür vom Saufen, ich hab meinen Körper so durch Alk geschädigt, das er ein bestimmtes Emzym zur Blutgerinnung nicht mehr herstellen konnte. Ich hatte außerdem eine entzündete Bauchspeicheldrüse und Nervenschädigungen. Ich weiß nicht ,wie Dein körperlicher Zustand ist ? Das kann ich ja nicht beurteilen. Mir ging es jedenfalls sehr schlecht. Wenn es Dir ganz schlecht geht, dann ruf den Notarztwagen oder lass Dich von Deiner Partnerin ins KH fahren.

    Ansonsten geh WIRKLICH so schnell wie möglich zum Arzt und lass Dir die Einweisung zur Entgiftung in KH geben, Du schaffst das sonst nicht. Die Entgiftung ist nicht schlimm, tut nicht weh, Du bekommst Medikamente, ein sauberes Bett, wirst ärztlich überwacht und wenn Du so ein Glück hast wie ich, sind dort auch sehr nette Schwestern. Um mich wurde sich im ganz normalem KH sehr liebevoll gekümmert und ich habe keine schiefen Blicke geerntet, jedenfalls nicht in meiner Gegenwart. Ich schrieb es heut schon einmal in einem anderen Thread, am Tage meiner Entlassung nahm mich eine Schwester in den Arm und sagte: Das war jetzt alles , was wir für Sie tun konnten, machen Sie jetzt das beste draus. Den Satz hab ich mir gemerkt, und bis heute ist es mir gelungen, das beste draus zu machen, ich bin 4 Jahre und 5 Monate trocken. Und ich bin seit ebenso langer Zeit wieder ein freier Mensch, dessen Handlungen nicht mehr durch den Alk, sondern von mir selbst bestimmt werden. Ich kann jeden Tag tun, was ich möchte, ohne dran denken zu müssen, wo bekomm ich den nächsten Stoff her, wann kann ich endlich wieder saufen. Das war das allerschlimmste für mich. Die Entgiftung war echt meine letzte Chance und ich denke, ich hab sie gut genutzt.

    Lieben Gruß an Dich
    Lilly

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!