Susyinthesky - Vorstellung - mein Mann ist Pegeltrinker

  • Hallo zusammen, ich bin neu hier.

    Mein Mann trinkt seit 15 Jahren Schnaps. Nur zu Hause . Auswärts, bei Familienfeiern oder ähnlichem, trinkt er Softdrinks. Er liegt nie betrunken unterm Tisch, wird nie aggressiv oder körperlich ausfallend, reagiert höchstens mal gereizt in unserer Familie mit einem Teenager. Trotzdem weiß ich, dass er trinkt, und wir haben auch schon oft darüber gesprochen. Als wir uns kennengelernt haben, hatte er immer Wein da, später hat er auf Schnaps gewechselt und noch später die Flaschen versteckt. Er hatte einmal einen Entzug, aber ohne Folgetherapie, so dass kurz darauf der Rückfall da war.

    Ich versuche, das Thema nicht mehr an mich heranzulassen und normal mit ihm zusammenzuleben, auch wenn er sich mit der Zeit wohl umbringen wird. Ich weiß, dass ich ihn nicht heilen kann. Es belastet mich, aber nicht so, dass ich ihn verlassen möchte. Würde er mich und meinen Sohn im Suff verprügeln, wäre ich weg, aber so ist das Zusammenleben in der Regel in Ordnung. Fühle mich zwischen den Stühlen.

    Wem ging es auch so und wie habt ihr die Situation für euch gelöst?

  • Hallo Susyinthesky,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Leider ist es so, dass sich viele Geschichten der Angehörigen bei uns im Forum ähneln.

    Und es ist so, dass nur der Alkoholkranke die Sucht stoppen kann. Du kannst im Grunde nichts tun, nur dafür sorgen, dass es Dir besser geht. Auch wenn er nicht ausfallend wird ist seine Sucht eine Belastung für die Familie. Ich bin sehr lange bei meinem Mann geblieben, er hat auch getrunken. Mir ging es mit der Zeit immer schlechter weil ich alles Mögliche getan habe um ihn vom Trinken wegzubringen. Mit der Zeit wurde ich depressiv und war total erschöpft.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern klicke den folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Marie04 15. Mai 2026 um 20:40

    Hat den Titel des Themas von „Vorstellung - mein Mann ist Pegeltrinker“ zu „Susyinthesky - Vorstellung - mein Mann ist Pegeltrinker“ geändert.
  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Susyinthesky.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo zusammen, ich bin neu hier.

    Mein Mann trinkt seit 15 Jahren Schnaps. Nur zu Hause . Auswärts, bei Familienfeiern oder ähnlichem, trinkt er Softdrinks. Er liegt nie betrunken unterm Tisch, wird nie aggressiv oder körperlich ausfallend, reagiert höchstens mal gereizt in unserer Familie mit einem Teenager. Trotzdem weiß ich, dass er trinkt, und wir haben auch schon oft darüber gesprochen. Als wir uns kennengelernt haben, hatte er immer Wein da, später hat er auf Schnaps gewechselt und noch später die Flaschen versteckt. Er hatte einmal einen Entzug, aber ohne Folgetherapie, so dass kurz darauf der Rückfall da war.

    Ich versuche, das Thema nicht mehr an mich heranzulassen und normal mit ihm zusammenzuleben, auch wenn er sich mit der Zeit wohl umbringen wird. Ich weiß, dass ich ihn nicht heilen kann. Es belastet mich, aber nicht so, dass ich ihn verlassen möchte. Würde er mich und meinen Sohn im Suff verprügeln, wäre ich weg, aber so ist das Zusammenleben in der Regel in Ordnung. Fühle mich zwischen den Stühlen.

    Wem ging es auch so und wie habt ihr die Situation für euch gelöst?

  • Hallo Susy,

    willkommen.

    Es belastet mich, aber nicht so, dass ich ihn verlassen möchte. Würde er mich und meinen Sohn im Suff verprügeln, wäre ich weg, aber so ist das Zusammenleben in der Regel in Ordnung

    Ist das wirklich so? Man muss sich ja nicht immer gleich trennen, aber ist das dein Maßstab? Weil er nicht schlägt und nicht aggressiv ist, passt es für dich?

    Warum bist du dann hier? Was ist deine Vorstellung von einer Beziehung auf Augenhöhe?

    Nicht falsch verstehen. Ich hab auch mal so gedacht.

    LG ☀️

  • Hallo Sonnenschein CoA,

    ich bin hier, weil ich hoffe, Partner von Suchtkranken zu finden, die eine Lösung gefunden haben, die nicht Trennung heißt. Ich war mal in einer Angehörigengruppe der Diakonie, da hieß es immer nur, du musst dich trennen, anders geht das nicht. Aber wir haben auch häufig genug eine schöne Zeit zusammen, es ist ja nicht immer alles doof. Meistens merke ich ihm gar nicht an, dass er getrunken hat, aber sein allgemeiner Gesundheitszustand leider natürlich, er wird immer dicker, im Gesicht aufgeschwemmt, und dass er so nicht alt wird, macht mir Sorgen.

    Du sagst, ich hab auch mal so gedacht. Was heißt das? Wie denkst du jetzt? Wie bist du damit umgegangen?

    LG und danke für den Austausch

  • Hallo Susy,

    ich denke, es muss nicht immer gleich Trennung sein. Es können Grenzen gesetzt werden, die der Co dann aber auch verteidigen sollte. Man kann sich erst einmal räumlich trennen, damit wird vieles klarer und tut dem leidtragenden der Beziehung gut. Deiner Geschichte nach, ist bei euch die Zeit für Experimente schon fast abgelaufen.

    Und trotzdem ist es leider so, dass meistens eine Trennung unausweichlich ist. Ich habe auch zwei Teenager daheim. Beide sind aufgrund der Sucht meines Mannes psychisch erkrankt. Das ist 100%ig auch nicht spurlos an deinem Kind vorbei gegangen. Da kannst du hier bei den EKA’s lesen, was das mit einem macht. Ich bin selbst EKA und leider zum Co geworden. Du bist in der Verantwortung dein Kind zu schützen. Das sollte mehr wert sein, als die Unterstützung für den Süchtigen.

    Wie lange willst du noch warten? Bis er ein Pflegefall ist oder etwas schlimmeres passiert? Meinst du, du kannst dich dann leichter trennen? Es wird sich nichts ändern, wenn du nichts änderst. Warum sollte er es tun?

    Du lebst nur einmal. Möchtest du dein Leben leben oder als Schatten eines Süchtigen um ihn herumschwirren?

    Lies dir gerne meinen Faden durch, der ist für jeden einsehbar. Dann wirst du sehen, wie schnell alles den Bach runter gehen kann. Ich habe den Absprung im letzten Moment geschafft. Er hätte mich mit in den Abgrund gerissen.

    Ich bereue es heute so viel Lebenszeit verschwendet zu haben. Ich hätte viel eher für mich und die Kinder etwas ändern sollen.

    LG ☀️

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