rueckblick 2006 ein langer weg

  • Hallo achim...

    Zitat von achim

    22.12.2006
    fass den entschluss zum engiften, fuenf harte tage daheim, bin wieder trocken. ein schoenes zufriedenes weihnachten trotz entzug...


    ... wie Du selber weißt, ist das "Selbst-Entgiften" höchst gefährlich - und wirklich völlig unverantwortlich DIR gegenüber. Wie kannst Du da ein zufriedenes Weihnachten gehabt haben, trotz des Entzuges? Ich stelle mir das gerade bildlich vor.

    Ich glaube, DU machst DIR was vor. Ohne fremde Hilfe wirst Du es nicht schaffen - genauso, wie ich es damals nicht geschafft habe...

    Zitat von achim

    22.12.2006-.......
    bau mich jeden tag mehr auf,daheim laueft alles bestens, wieder kontakt zum blauen kreuz, zukunftsgedanken ueber therapie, noch in arbeit


    ... läuft bei Dir wirklich ALLES Bestens? Deine Gedanken an Thera sind noch in Arbeit? Wenn ich das lese, lieber achim, dann wird mir Angst und Bange um DICH.

    Ich habe früher auch immer alles "in Arbeit" gehabt. Immer irgendwann nehme ich das in Angriff. Aber vorher...

    Nee, achim, so funktioniert das nicht.

    Einer meiner Therapeuten hat zu mir gesagt: Ich musste erst auf die Schnauze fallen, bis ich soweit war... Und er hatte absolut Recht.

    Ich habe den Eindruck, achim, Du bist noch nicht genug gestürzt, wirklich ganz unten gewesen - sonst würdest Du nicht so leichtfertig mit DIR umgehen...

    Verzeih, wenn ich das so deutlich schreibe, ich kann Dir nur sagen, dass ich, als ich Deine Worte gelesen hatte, ziemlich aufgeregt war. Hatte feuchte Hände... Heute noch. Und weißt Du warum? Weil ich früher genauso gedacht hatte. Erst nach meiner 4. Entgiftung und meiner ambulanten Psychotherapie habe ich den "Ruck" bekommen... Vorher lag ich auf der Straße... (OFW)

    So, bevor ich mich verzettel - ich wünsche Dir, dass Du etwas ernsthafter mit DIR umgehst. Und nicht so larifari - "... ist noch in Arbeit" oder sowas...

    Alles wird gut
    8) Frank

  • Hallo lieber Achim

    ...ich muss Vollmond zustimmen. Ich glaube, Du redest Dir selbst zu viel schön. Die harte Zeit die hinter Dir liegt... der gefährliche, kalte Entzug... Du machst Dir wirklich was vor.
    Du versuchst Dir aus Trümmern ein neues Fundament zu bauen. Das ist kein guter Anfang, jedenfalls nicht auf diese Weise.
    Und ich muss Vollmond wieder zustimmen: In Arbeit heisst, dass noch gar nichts angelaufen ist. Sondern dass Du Dich höchstens gedanklich damit auseinander gesetzt hast... Oder hast Du schon einen Therapieplatz in Aussicht? Das kommt nicht hundertprozentig rüber... Überlege Dir, was DU wirklich willst und wo DU Dir selbst was vormachst.
    Deine Probleme runterzuspielen mit dem Gefühl alles im Griff zu haben... Kein guter Anfang. Genauso schnell dreht sich der Spieß wieder um.
    Unternehme etwas KONKRETES, womit Dir wirklich geholfen wird. Nur alleine mit dem Wunsch etwas zu ändern änderst Du NICHTS. Du musst es auch TUN, so banal wie es sich auch anhört... Und dann musst DU die Hilfe auch noch zulassen ;)

    Ich wünsche Dir, dass Du die Kraft findest um Deine Ziele zu erreichen!
    Lieben Gruß, KM

    Der richtige Weg ist nicht unbedingt auch der einfachste...

  • Hallo Achim,

    ich hab das Gefühl, du betrachtest das alles als eine Art sportlichen Wettbewerb: ...wer findet die schwierigste Route durch die Eiger-Nordwand
    ... und als nächstes kommt dann einer, der meint die Nummer ohne Seil(Arzt), Erfahrung(Forum) und bei schlechtem Wetter (völlig ohne Verstand) anzugehn ... "
    Die allermeisten, die so ´ne Nummer probiert haben, haben sehr teuer dafür bezahlt. Und die wenigen, dies geschafft haben, haben auch nur Kopfschütteln geerntet.

    Es ist aber kein sportlicher Wettbewerb. Es ist ne Sache, die man wenn irgendmöglich nur einmal macht (schon schlimm genug, dass es überhaupt sein muss), und dann so sicher, bzw. abgesichert, geplant, durchgetimet, mit den grössten nur möglichen Erfolgschancen wie nur irgend möglich.
    Ist zumindest meine Meinung.

    Nix für ungut für die direkten Worte,

    natürlich wünsche ich dir nichts desto trotz den grössten nur möglichen Erfolg auf dem Weg zur dauerhaften Trockenheit und ein schönes und erfülltes 2007

    swiss

  • Hallo Achim,

    hab grade mein Post nochmal durchgelesen. Das "völlig ohne Verstand" ist leicht falsch zu verstehen und war daher völlig unpassend.
    es muss heissen: ohne die absolut notwendige, fundierte Vorbereitung ... und um bei der Metaphorik des Bergsteigens zu bleiben:Kenntnis des Wetters, des Geländes, überprüfter Ausrüstung,....

  • Hallo Achim,
    Es ist schön zu lesen,daß Du die Notwendigkeit erkannt hast,jetzt etwas zu ändern.Aber aus deinem Thread,lese ich nicht viele Stolpersteine,sondern die totale Schwerstabhängigkeit!!Dieses empfindest Du als Stolpersteine?Die sehen für mich aber anders aus!Dir wurde in so manchen Dingen geholfen,und Du tust das für mich zu lapidar ab.Kontakt aufgebaut,Kontakt abgebrochen,wieder gesoffen,Akku leer,Rückfall,Schnaps (Alkoholvergiftung)!!Eine genaue Struktur ist für mich überhaupt nicht erkennbar.Setzt Du dich denn überhaupt nicht mehr mit Dir selbst auseinander?
    Wenn ja,denkst Du vieleicht auch einmal darüber nach,waß Du dir und den anderen Menschen in deinem Umfeld antust,denn irgendwann ist auch da mal Ende der Fahnenstange erreicht,und irgendwann hast Du niemanden mehr,und was machsst Du dann?Wenn Du jetzt etwas verändern willst,dann solltest Du das mit der nötigen Ernsthaftigkeit tun.Du schreibst ja selbst,daß Du viel Glück gehabt hast,nur irgendwann solltest Du aufwachen,und dich nicht darauf ausruhen!Der Therapeut,in der Therapie wird für dich gar nichts regeln,er wird dir einiige Wege aufzeigen können,wie Du besser mit dir und deinen Mitmenschen umgehen kannst,und einige Verhaltenregelungen mit auf dem Weg geben,aber umsetzen mußt Du es schon selber,und vor allem musst Du es auch wollen!!Dort wirst Du einiges für dich erarbeiten können,aber die Hauptarbeit,findet im
    tatsächlichen Leben statt,in der Realität!!

    Ich wünsche dir,bei der Umsetzung dafür viel Erfolg,und einen guten Rutsch in's Jahr 2007

    Liebe Grüße,Andi

  • Hallo Achim,

    Herzlich willkommen auch von mir. :)

    Ich habe auch aus meinen Fehlern gelernt, aber ich verbrauche weniger Energie, wenn ich mir aus den Erfahrungen anderer das beste für mich rausziehen kann. Mitlerweile bin ich dankbar dafür.


    gruß Frank

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!