Luzi stellt sich vor

  • hallo luzi,

    harter tobak, den du da beschreibst. raten kann ich dir da auch kaum etwas. ich an deiner stelle würde auf der stelle zu meinem hausarzt gehen und fragen, was man machen kann. zwangseinweisung ins krankenhaus ist nicht so leicht, aber wenn dein hausarzt hausbesuche macht und meint, dein mann sei stark gefährdet und müsse ins krankenhaus, vielleicht funktioniert so etwas? das ist natürlich nur eine möglichkeit für das JETZT, wo du dir um die momentane sauferei deines mannes und ihre DERZEITIGEN folgen - er stirbt - gedanken machst. das hilft dir natürlich aus der allgemeinen situation nicht heraus - und da kann dir letztlich keiner helfen.

    wie du hier sicher schon gelesen hast, muss der süchtige selbst es wollen, sonst klappt das nicht mit einer dauerhaften abstinenz. und wenn er das nicht will, musst du irgendwann für dich die konsequenzen ziehen und ihn vor die wahl stellen: dich oder den alkohol zu behalten.

    liebe grüße

    lavendel

  • Hallo Luzi

    Zitat: Wenn er nüchtern ist, weiß er alles über Süchte. Wie man dahin kommt, wie man da weg kommt, was man darf und nicht darf. Nur anwenden kann er es offensichtlich nicht.

    Gründe für seine Abstürze hat er eigentlich nicht. Wenn ich frage, warum, dann lasse ich ihn zuviel allein (muss ich, denn ich gehe arbeiten) oder er hat zu wenig Freunde oder seine Kinder kümmern sich zu wenig um ihn (sind gerade 17 und 22 und haben anderes im Kopf) oder er hat mal wieder geglaubt, er sei doch kein richtiger Alkoholiker. Er weiß auch genau, wenn er anfängt zu trinken, ist es das Ende, aber er tut es trotzdem. Nüchtern meinte er mal, dass sei, als ob man ihn auf eine Schiene setzt.

    Vielleicht weiß er etwas über die Sucht, aber begriffen hat er nichts. Solange er solche Ausreden für sein Verhalten sucht und für sich gelten lässt, wird er es nicht schaffen, trocken zu werden. Da stellt sich die Frage, was er in den Therapien gelernt hat, wenn er nicht einmal so einfache Dinge beherzigt wie, Verantwortung für sich selbst übernehmen. Nicht nur in der Therapie die Zeit absitzen, sondern auch das Gehörte für sich umsetzen, kann zum Erfolg führen.

    Eine andere Frage die sich nicht nur bei euch immer wieder stellt, warum soll er aufhören? Er kann trinken und behält doch weiterhin alles andere. Das wird auch so weitergehen, bis du nicht mehr mitmachst oder er seine Gesundheit ruiniert hat. Erst dann, wenn es ihm wehtut, wird er vielleicht zur Einsicht kommen. Deshalb solltest du vielleicht eine vorläufige Trennung in Erwägung ziehen.

    Notarzt war zwecklos, weil er nicht mitgefahren ist. Die Polizei rufen, wird keinen Zweck haben, solange er nicht gegen geltendes Recht verstößt.

    Lieben Gruß
    Henri

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