Hallo,
ich bin ganz neu und weiß nochnichteinmal ob ich hier mit meinem Thema richtig bin:
Mein Freund missbraucht Alkohol, seit eh und je. Vor 10 Tagen kam heraus wie schlimm eigentlich alles ist. Mir wurde bewusst, dass er Alkoholkrank ist. Ihm auch. Seit 7 Tagen trinkt er nicht mehr. Er möchte sich eine Auszeit nehmen und in eine Klinik gehen, um das Problem und die Probleme die sich daraus ergeben haben zu lösen und die Ursache zu erkennen.
Das hört sich alles gut an! Ich hab auch schon fast ein komisches Gefühl, wenn ich die Beiträge andere lese, die nichtmal Ansatzweise von dem erfahren dürfen, wie es mir geschieht.
Auf diesem Weg würde ich ihn gerne unterstützen...und noch ist meine Liebe nicht von 100% auf 0% gesunken.
Der Knackpunkt ist nur, dass alles auf den Tisch kam, weil ich herausgefunden habe, dass er mich mit seiner Ex betrogen hat. Mehrmals.
Ich nehme an, dass er seine Schuldgefühle mit Erkenntnis/Einsicht kompensiert. Und ich merke das er mit der Alkoholkrankeit dieses Verhalten rechtfertigen will. Und die vielen Lügen als Folgen seines Mißbrauchs sieht. Sein Leben besteht eigentlich nur aus Selbstlüge in jeder Hinsicht- und jetzt ist es daran zerbrochen.
Es ist schon schwer, im 'gesunden Maß' einen Menschen mit Alkoholkrankeit zu unterstützen- ist das überhaupt möglich, wenn man zusätzlich solchen Vertrauensbruch erlitten hat? Oder muß ich mich in Geduld üben, und kann diese Frage erst nach dem Klinikaufenthalt klären?
Vielleicht bin ich hier ja doch richtig...